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Freitag, 3. September 2010

art KARLSRUHE auf dem Reiseplan der Bundes-Ankaufskommission

"Ich werde darauf hinwirken, dass die Ankaufskommission künftig auch die art KARLSRUHE auf ihre Besuchsliste setzt." Ein Paukenschlag von Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Er würdigte mit seinen anlässlich der Eröffnung "die gewachsene Bedeutung dieser Messe".

Kulturstaatsminister Bernd Neumann neben Ewald Schrade

Kulturstaatsminister Bernd Neumann neben Ewald Schrade

Besucher auf der art KARLSRUHE

Besucher auf der art KARLSRUHE

Paukenschlag auf oberster Ebene

 

Damit wäre die "schönste und größte Galerie in Süddeutschland" neben Berlin, Köln, Basel und London die fünfte Messestation, die das Expertengremium des Bundes ansteuert. Das sechsköpfige Gremium entscheidet, welche Künstler mit ihren Werken die derzeit rund 1200 Arbeiten umfassende Kunstsammlung der Bundesrepublik Deutschland bereichern. Mit seiner Ankündigung setzte Neumann positive Zeichen für die Zukunft und honorierte die kontinuierlich gesteigerte Qualität des badischen Handelsplatzes für Klassische Moderne und Gegenwartskunst. Sowohl Baden-Württembergs Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dietrich Birk, als auch Karlsruhes Oberbürgermeister Heinz Fenrich freuten sich über die Aufwertung durch denBund.


Die konsequente Weiterentwicklung des klaren, erfolgreichen Konzepts wird vom Publikum honoriert: Bereits am Eröffnungstag strömten 12 000 Besucher in die lichtdurchfluteten Hallen, darunter wichtige Vertreter öffentlicher Institute wie Max Hollein, Direktor des Städel-Museums in Frankfurt am Main, überdies passionierte Kunstsammler wie Frieder Burda und Friedrich Rentschler oder der ehemalige Generalbundesanwalt Kay Nehm sowie der Kulinariker Wolfram Siebeck. Zudem meldeten die Aussteller bereits zahlreiche Reservierungen und erste sehr gute Verkäufe.


Demgemäß gab sich Messe-Kurator und Projektleiter Ewald Karl Schrade bei der Pressekonferenz zuversichtlich: "Ich rechne auch in diesem Jahr trotz der Finanzkrise mit einem seriösen Wachstum". Hierzu hat das Messe-Team den Ausstellungsbereich zwar auf die Halle 1 ausgedehnt, flächenmäßig aber nicht vergrößert. Rund 15 000 Kunstwerke auf 38 000 Quadratmetern in vier Hallen sind in Karlsruhe in Augenschein zu nehmen. Britta Wirtz, Sprecherin der Geschäftsführung der Karlsruher Messe- und Kongress-Gesellschaft, führt als Beleg für den Erfolg die neue Rekordzahl von 350 Galeristen an, die sich um eine Teilnahme beworben hatten. Dass sich die art KARLSRUHE auf dem besten Weg befindet, davon ist der angesehene Kunstkritiker Hans-Joachim Müller überzeugt: "Die europäische Konkurrenz bröckelt", urteilt Müller, der Karlsruhe als Ausnahme von der Regel sieht. Galerist Bernd A. Lausberg (Düsseldorf/Toronto), zum ersten Mal in Karlsruhe dabei, bringt es auf den Punkt: "Die art KARLSRUHE ist die zweitwichtigste Kunstmesse in Deutschland".


Die art KARLSRUHE 2009 (bis 8. März) bestätigt wiederum, dass sie in jeder Preislage etwas zu bieten hat. Kleinere Arbeiten und Auflagenstücke gibt es bereits für 200 Euro. Doch es geht auch opulent: Teuerstes Werk ist in diesem Jahr ein Gemälde von Ernst Ludwig Kirchner, ein Spätwerk von 1937. Man muss schon 2,7 Millionen Euro mitbringen, um die "Scene aus dem Sommernachtstraum", angeboten bei Henze und Ketterer, Wichtrach/Bern, sein eigen nennen zu dürfen.



© art-karlsruhe.de 05.03.09