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Freitag, 3. September 2010

Gezielte Hauptstadtanbindung

Quelle: BNN/MH

Jetzt hat die art Karlsruhe also auch Hauptstadtweihen: Zusammen mit einer kleinen Delegation stellte dieser Tage Ewald Karl Schrade, der Kurator der Kunstmesse, in der Landesvertretung Baden-Württemberg den Katalog der von ihm initiierten Veranstaltung vor. Schrade wies darauf hin, dass sich bereits 2004 sechs Berliner Galerien an der ersten art Karlsruhe beteiligt haben. Seither wurde die Bindung an die Metropole weiter ausgebaut – mit dem bisherigen Höchststand von 34 Galerien, die sich und ihr Angebot vom 5. bis 8. März 2009 in den Karlsruher Messehallen präsentieren werden.

STARTKLAR IN BERLIN: Manfred Eichel, Ewald Karl Schrade und Werner Tammen (von links) präsentieren den art-Katalog. Foto: Rösner

STARTKLAR IN BERLIN: Manfred Eichel, Ewald Karl Schrade und Werner Tammen (von links) präsentieren den art-Katalog. Foto: Rösner

Die art Karlsruhe präsentierte sich in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin

Mit dabei an diesem Abend: Werner Tammen, Galerist in Berlin und Vorstand des dortigen Galeristenverbandes. Er ist, was das Karlsruher Ambiente angeht, ein Mann der ersten Stunde und war denn auch des Lobes voll: „Die art ist der schönste Kunstmesseplatz Deutschlands, das bestätigen mir auch die Kunden“, erklärte der Funktionär und fügte hinzu: „Es gibt eine teilweise problematische Entwicklung auf Kunstmessen, das originäre Interesse der Kunsthändler aus den Augen zu verlieren – dieser Entwicklung steuert Ewald Schrade entgegen.“
Rund 140 Gäste kamen zu der Berliner Soiree, berichtet Martin Wacker, Pressesprecher der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH gestern. Zu den Gästen in der „badisch-schwäbischen Botschaft“ (Schrade) zählten laut Wacker Joachim Rau von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, mehrere Kunstsjournalisten überregionaler Zeitungen und Magazine, sowie einige Künstler. Immerhin werden 15 der Berliner Galerien verschiedene Künstler, die in der Hauptstadt tätig sind, in Einzelpräsentationen vorstellen. Jeder dieser Teilnehmer erhält einen Stand von 25 Quadratmetern Größe und wird in die Auswahl für den „art KARLSRUHE-Preis des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe“ mit einbezogen. [...] Mit Humor hat derweil der Karlsruher Galerist Alfred Knecht darauf reagiert, dass in den Badischen Neuesten Nachrichten fälschlich zu lesen war, er werde in diesem Jahr nicht an der art Karlsruhe teilnehmen: „Totgesagte leben länger“, meinte Knecht, der wie Tammen zu denen gehört, die von Anfang an auf den Erfolg der Karlsruher Kunstmesse bauten. So zieht er sich denn auch nicht zurück, sondern weitet seinen Messeauftritt sogar noch aus: Zusammen mit dem Mannheimer Galeristen Keller belegt er neben seinem Stand einen Skulpturenplatz.



© art-karlsruhe.de 26.02.09