Deutsch
English
Français

Mittwoch, 8. September 2010

"Vom Geheimtipp zum Pflichttermin"

Kategorie: art KARLSRUHE aktuell

"Die art KARLSRUHE ist vom Geheimtipp zum Pflichttermin für Sammler und Kunstfreunde geworden, ein fester Bestandteil des Messekalenders. Ihr bedeutendster Beitrag ist, dass das mittlere Preisniveau qualitativ hochwertig vertreten ist." Die art KARLSRUHE findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt - Fragen an Kurator Ewald Karl Schrade. (Falls Sie hier kein Video sehen können lesen Sie bitte den nachfolgenden Hinweis.)

Wie beurteilen Sie die Stellung der Karlsruher Kunstmesse nach vier Jahren?

Wir nähern uns der Augenhöhe zu den wichtigen großen Messen an.

Die anderen Messestandorte in Deutschland sind massiv in Bewegung. Neue Messekonzepte, neue Messetermine, dazu eine weitere neue Messe in Düsseldorf. Karlsruhe wirkt da fast schon wie ein Ruhepol ...

Es ist sehr erfreulich, dass wir bereits nach drei Messen so wahrgenommen werden. Ich habe von Anfang an gesagt, dass es eine kontinuierliche Steigerung geben muss und die Messe nicht ein Experimentierfeld für Kuratoren sein soll. Jedes Jahr muss eine Verbesserung der Qualität bei der ausgestellten Kunst und auch beim Publikumszuspruch möglich sein. Ich habe immer noch die Absicht, dass die art KARLSRUHE jedes Jahr etwas besser wird.

Was ist neu beim Jahrgang 2007 der art KARLSRUHE?

Es ist eine große Zahl wichtiger Galerien neu hinzugekommen. Außerdem werden wir in einer dritten Halle eine Museumsmeile einrichten, die neben den Sonderausstellungen auch Präsentationen des Karlsruhers ZKM und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) aufnehmen wird.

Manche Gurus auf dem Kunstmarkt rufen die Skulptur als neue Trendgattung aus. Dieses Genre ist auf der art KARLSRUHE schon immer besonders gefördert worden. Beobachten auch Sie bei den Galerien ein steigendes Interesse für Skulptur und Plastik?

Zu unserem Messekonzept gehörte es von Anfang an, die Skulpturen in angemessener Form zu präsentieren. Zwischen den klassischen Kojen gibt es immer wieder offene Skulpturenplätze. Und das hat bestimmt dazu beigetragen, dass sich das Augenmerk heute stärker auf die Skulptur richtet. In diesem Jahr können wir 18 Skulpturenplätze zeigen, was sensationell ist.

Welchen Weg schlägt die art KARLSRUHE in Zukunft ein – in Richtung Internationalisierung oder in Richtung "hochwertige Regionalmesse"?

Mit dem Begriff Regionalmesse bin ich nicht einverstanden. Unser Publikum kommt aus einem Umkreis von 400 bis 500 Kilometer, was heißt, dass wir eine europäische Messe sind. Wir sollten nicht auf den US-Markt schielen, der von der Art Basel abgedeckt wird. Dafür werden wir uns sehr dafür engagieren, Frankreich stärker einzubinden. Paris liegt näher an Karlsruhe als Berlin. In diesem Jahr hat sich überdies zum ersten Mal eine Institution aus Ungarn angemeldet, so dass wir auch in Osteuropa Fuß fassen.

 

Hinweis:

Viele unserer redaktionellen Berichte sind mit einem Video ergänzt. Wenn Sie auf dieser Seite nur Fotos sehen, fehlt Ihnen an Ihrem momentanen Arbeitsplatz leider eine techniche Voraussetzung zum Betrachten der Videos. Sie können Ihr System kostenlos mit der erforderlichen Technik ergänzen. Hier können Sie den Flash-Player erhalten >>



© art-karlsruhe.de 04.03.07