ARTIMA art meeting
„Kunst für alle und vor allem“
Zur sechsten art KARLSRUHE im Frühjahr 2009 präsentierte sich das ARTIMA art meeting aufgefrischt in Form eines Dialogforums. „Ein enormer Erfolg“, verriet Karlheinz Schmid, Chefredakteur der KUNSTZEITUNG und Moderator des von den Mannheimer Versicherungen gesponserten Events, „sämtliche Plätze im Foyer Ost waren während der jeweils 20-minütigen Gespräche besetzt; viele Gäste blieben zudem vorübergehend stehen. Rundum gelungen also.“
Das traditionelle Informationsforum der Messe geht demzufolge auch zur siebten art KARLSRUHE mit neuer Form in seine zweite Runde, die nicht minder verheißt, die Aufmerksamkeit von Dialogpartnern und Zuhörern zu binden, wenn bekannte Künstler wie Jürgen Klauke, Cornelia Schleime oder Timm Ulrichs und engagierte Vermittler wie Helmut Friedel, Axel Hecht oder Friedhelm Mennekes in Einzelgesprächen ihre Statements zur Kunst und zum Kunstbetrieb geben. Der Aspekt der Vielfalt diente als Richtschnur bei der Auswahl der Teilnehmer. Profession, Erfahrung und Temperament bildeten die Kriterien für die Einladung.
KUNST FÜR ALLE:
Die erste Runde (4. März 2010, 14 bis 16 Uhr) versucht eine Beantwortung der Frage, unter welchen Bedingungen die Gegenwartskunst entsteht und auf welche Weise sie zu den Menschen kommt. Besondere Berücksichtigung findet dabei das Medium der Edition. Klaus Staeck, Jahrgang 1938, pfl anzt beispielsweise seit 1960 bis heute politisch-künstlerische Statements in Form von Plakaten und Postkarten nicht nur ins Kunstsystem und erreicht damit ein riesiges Publikum. Es gibt wohl kaum jemanden, der diese Drucksachen nicht kennt. Was aber ist die Einschätzung des Performance- und Foto-Künstlers Jürgen Klauke mit Blick auf das Editionswesen? Und was denken Galeristen über Aufl agenwerke, welche Rolle spielen sie für eine Publikation, etwa für die von Axel Hecht gegründete Zeitschrift „art“?
KUNST VOR ALLEM:
Der folgende Tag (5. März 2010, 14 bis 16 Uhr) schaut auf „Kunst vor allem“ und will auf die Frage ihrer gesellschaftlichen Verankerung Antworten geben. Im Zentrum steht die Kunst selbst, und die braucht laut Karlheinz Schmid „gerade angesichts der aktuellen, oft verwirrend vielseitigen bildnerischen Produktion noch mehr Kommunikationsarbeit“. Das klingt zunächst merkwürdig, denn es hat wohl noch niemals in der Kunstgeschichte eine Phase gegeben, in der gerade die zeitgenössische bildende Kunst einen derartigen Aufschwung erlebte und eine so enorm breitenwirksame Popularität besaß.
Museen können sich seit Jahren über Besucherrekorde freuen und bauen ihre Vermittlungsangebote stetig aus. Immer mehr Magazine beschäftigen sich mit der Materie. Die Kunstkritik braucht demgemäß nicht mehr die Avantgarde zu verteidigen. Ihre versierten Fürsprecher sind mittlerweile auch in den obersten politischen Ebenen zu fi nden. Dennoch keine Zeit, sich auszuruhen, meint Schmid. Sprechen doch eine ganze Reihe von Indizien für ein weiterhin intensives und wachsendes Engagement für die Sache. Mit Blick auf Malerei und Skulptur befragt der Moderator seine Gäste gemäß der Schwerpunkte der art KARLSRUHE pointiert. Denn gerade traditionelle Gattungen beweisen, wie lebendig, aber auch fragwürdig die Kunst der Gegenwart ist.
An beiden Messe-Tagen sind die Besucher herzlich eingeladen, den Gesprächen zu folgen. Das Podium im Foyer Ost bietet Raum zum bequemen Aufenthalt zwischen den Hallen der Aussteller: ganz gleich, ob nur während einzelner Dialoge zugehört oder das gesamte Programm wahrgenommen wird. Das ARTIMA art meeting verspricht auch 2010 dynamische, lebhafte und abwechslungswie lehrreiche Anregungen zum Weiterdenken.
Teilnehmer 2010
Moderation: Karlheinz Schmid (Kritiker/Verleger), Regensburg
Donnerstag, 4. März 2010, 14 bis 16 Uhr
KUNST FÜR ALLE – Grafik, Fotografie und Multiple
14.00 Uhr: Klaus Staeck (Künstler/Verleger), Heidelberg/Berlin
14.20 Uhr: Axel Hecht (Autor/Juror), Hamburg
14.40 Uhr: Frank-Thomas Gaulin (Galerist), Lübeck/Berlin
15.00 Uhr: Jürgen Klauke (Künstler), Köln
15.20 Uhr: Carol Johnssen (Galeristin), München
15.40 Uhr: Klaus Gerrit Friese (Galerist/BVDG-Vorstand), Stuttgart
Freitag, 5. März 2010, 14 bis 16 Uhr
KUNST VOR ALLEM – Malerei und Skulptur
14.00 Uhr: Friedhelm Mennekes (Autor), Frankfurt
14.20 Uhr: Helmut Friedel (Museumsdirektor), München
14.40 Uhr: Cornelia Schleime (Malerin), Berlin
15.00 Uhr: Birgit Rolfes (Versicherungsexpertin), Mannheim
15.20 Uhr: Willi Siber (Bildhauer), Biberach/Riß
15.40 Uhr: Timm Ulrichs (Künstler), Hannover







