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Freitag, 3. September 2010

Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift

Hans Platschek Stiftung Hamburg
Gen. Sekr. Dr. Annette Majoor
Heußweg 35
20255 Hamburg
Deutschland


art KARLSRUHE festigt Premium-Standort. Erstmals wird der „Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift“ vergeben: An Flaneure zwischen den Genres
Hans Platschek, Fußgänger 10, 1964, Von der informellen Malerei …

Ein Preis, wie es in Deutschland noch keinen gab, sucht seinen würdigen Träger. Am 28. Februar, um 13 Uhr, wird er auf der fünften art KARLSRUHE in der dm-arena verliehen – der „Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift“, ein Preis für Mehrfach-Begabte. Für Persönlichkeiten, die nicht nur ein bemerkenswertes künstlerisches OEuvre aufzuweisen haben, sondern die sich zudem als Schriftsteller, Essayisten oder Kritiker einen Namen gemacht haben. Oskar Kokoschka oder Ernst Barlach, Günter Grass oder Günther Uecker gehören in diese Kategorie – oder eben Hans Platschek, der auf der documenta in Kassel und auf der Biennale in Venedig Deutschland vertrat, der aber auch als scharfsinniger Kritiker Furore machte. Er schrieb für „art“ und die „Zeit“, er arbeitete für’s Fernsehen und er verfasste eine Fülle kenntnisreicher und immer glänzend formulierter Bücher. „Über die Dummheit in der Malerei“ ist wohl sein bekanntestes, sein provokativstes Werk.

 

Hans Platschek wurde 1923 in Berlin geboren. 1939 floh er mit seinen Eltern und einem Bruder nach Montevideo in Uruguay, weil seine Mutter Jüdin war. Er begann dort ein Kunststudium, kehrte aber schon als 20-Jähriger wieder nach Europa zurück. Das durchstreifte er gründlich: Er lebte und malte in München und Rom, in London, Tanger und Paris. 1970 entschied er sich, in Hamburg zu bleiben. Hier starb er im Jahre 2000, hier kümmert sich eine „Hans Platschek Stiftung“ um Nachlass und Nachruhm.

 

Die Stiftung hat in enger Kooperation mit der art KARLSRUHE den einzigartigen „Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift“ entwickelt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und soll nun Jahr für Jahr auf der Messe verliehen werden. Die Stiftung bestimmt jedes Jahr einen einzelnen Juroren. Den Anfang macht der Kulturjournalist Manfred Eichel, Professor an der Berliner Universität der Künste und 25 Jahre lang Chef von TV-Kulturmagazinen wie „Kultur aktuell“ und „aspekte“. Der „Hans-Platschek-Preis für Kunst und Schrift“ will die Erinnerung an einen vielseitig Begabten wachhalten: an einen experimentierfreudigen Künstler, der zugleich ein wacher Kommentator nicht nur des Kunstbetriebs, sondern auch unserer Gesellschaft war.

 

 

 

… zur Neuen Figuration, Hans Platschek, Akt mit Augenklappe, 1997