Freitag, 10. September 2010

Presse-Information fünf, 3. März 2005

art KARLSRUHE 2005: Hohe Preise für klassische Moderne

Das Landschaftsbild „Rote Palme" (1914) von Alexej von Jawlensky ist mit einem Verkaufspreis von 850.000 Euro das teuerste Einzelwerk auf der art KARLSRUHE 2005. Das expressionistische Bild wird von Schwarzer/Westenhoff, Düsseldorf/Hamburg, angeboten. Am selben Messestand ist auch das Ölbild „Peinture et lumière" (1968) von Max Ernst für 680.000 Euro zu haben.

 

Während das Gros der Exponate auf der gestern eröffneten Kunstmesse für einen Eurobetrag im vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich angeboten wird, gibt es aber auch zahlreiche Galerien, die Werke zu weitaus höheren Preisen nach Karlsruhe mitgebracht haben. Dies gilt vor allem für Angebote aus der klassischen Moderne. So bietet die Galerie Beelte-Preyer, Münster, ein seltenes Frühwerk von Franz Radziwill, das „Bildnis eines bärtigen Mannes vor Landschaft" (1921), zusammen mit einer Aquarell-Vorstudie für 80.000 Euro an. Die Kunsthandlung Springmann, Freiburg, hat bereits die Originallithographie „La femme à la résille" (1949) von Pablo Picasso für 115.000 Euro verkauft. Ein seltenes Fragment des Werks „Samuels Fluch auf Saul" (1902) von Lovis Corinth offeriert das Kunstkontor Dr. Doris Möllers, Münster, für 42.000 Euro. Auch die Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern sind auf der art KARLSRUHE 2005 mit zum Teil hohen Preisen ausgezeichnet. Sechs großformatige Leinwände aus dem 14-teiligen Zyklus „Black Mesa" von Günther Uecker (zwölf Tücher und zwei Plastiken) prägen den Messestand der Galerie van der Koelen, Mainz. Während die einzelnen Tücher jeweils 120.000 Euro kosten, wird der gesamte Zyklus für 1,5 Millionen Euro angeboten. Vom gleichen Künstler bietet Hubertus Melsheimer, Köln, ein „Stehpult" für 115.000 Euro. Die zweiteilige Zeichnung „Wrapped Reichstag" von Christo kostet bei Georg Nothelfer, Berlin, 260.000 Euro. Am gleichen Stand ist auch das gestische Ölbild „Di Umano 83-4" (1983) von Emilio Vedova für 250.000 Euro zu haben.

 

art KARLSRUHE 2005: 9.000 kamen zur Vernissage

9.000 Menschen haben am gestrigen Mittwoch den Professional Preview und die Vernissage der art KARLSRUHE 2005 besucht. Das waren deutlich mehr als am Eröffnungstag im Vorjahr. Diese Steigerung lässt die Veranstalter hoffen, dass die Besucherzahlen insgesamt klar über denen von 2004 liegen werden. Damals waren rund 20.500 Besucher zur art KARLSRUHE gekommen.

 

Termin: Freitag, 4. März 2005

 

Thema der art KARLSRUHE Matinee am Freitag, 4. März 2005, um 10 Uhr im Casino 1 (3. OG, Messe Karlsruhe) ist „50 Jahre Künstlerbund Baden-Württemberg". An der Gesprächsrunde nimmt unter anderem Ingeborg Kimmig teil, die Vorsitzende des Förderkreises im Künstlerbund, die auch die Sonderschau zum Künstlerbund-Jubiläum für die art KARLSRUHE 2005 kuratiert hat.