15.01.2020

Hans Platschek Preis 2020 geht an Helga Schmidhuber

Seit über zehn Jahren vergibt die Hans Platschek Stiftung den gleichnamigen Kunstpreis auf der art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst (13. – 16. Februar 2020).

Dieser erinnert an den vor 20 Jahren verstorbenen Maler und Schriftsteller Hans Platschek, einer der bedeutenden Vor- und Nachdenker, aber auch Kritiker künstlerischer Positionen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Stiftung wurde vom Hamburger Anwalt Kurt Groenewold gegründet und der Vorstand besteht derzeit neben ihm aus Bettina Steinbrügge (Kunstverein Hamburg) und Sebastian Giesen (Hermann-Reemtsma-Stiftung). Im letzten Jahr erhielt Monica Bonvicini den Preis und folgte damit auf Preisträger wie Justin Almquist (2016), Jonathan Meese (2017) oder auch Michael Kunze (2018). Der diesjährige Einzeljuror und somit auch Laudator Alexander Klar (Kunsthalle Hamburg) wählte in diesem Jahr die Künstlerin Helga Schmidhuber aus.

Die 1972 in Wiesbaden geborene Künstlerin studierte Kommunikationsdesign in Wiesbaden und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Dieter Krieg und Albert Oehlen, dessen Meisterschülerin sie ist. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, u.a. Markus-Lüpertz-Preis, Preis der Freunde und Förderer der Kunstakademie Düsseldorf und 1. Preis Max-Ernst-Stipendium, Brühl.

Die Arbeiten von Helga Schmidhuber sind als Zyklen und größere Werkgruppen aufgebaut, im Zentrum steht die Malerei, wobei es ihr darum geht, die Möglichkeiten des Malerischen zu erkunden und „akute, selbstverursachte Probleme zu lösen“. Bild- und Realitätsebenen, malerische und graphische Elemente verschränken und überlagern sich zu Deformationen und Verfremdungen.

Die Arbeiten von Helga Schmidhuber werden im Dialog mit ausgewählten Bildern von Hans Platschek am Stand der Stiftung in Halle 1 auf der art KARLSRUHE ausgestellt. Darüber hinaus findet am Donnerstag (13. Februar, 17 Uhr) die Preisverleihung auf der art KARLSRUHE im ARTIMA art Forum statt.

Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank - zum dritten Mal ausgelobt

Auf der letztjährigen art KARLSRUHE durfte sich Jörg Bach, vertreten von der Galerie Wohlhüter (Leibertingen-Thalheim), über den zum zweiten Mal vergebenen Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – freuen. Den mit 20 000 Euro dotierten Preis vergibt eine Fachjury auch auf der art KARLSRUHE 2020 an einen der insgesamt 20 Skulpturenplätzen. Diese zählen zu den unverwechselbaren Eigenheiten der Kunstmesse. Mit dem Preis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am Freitag (14. Februar 2020, 17 Uhr) im ARTIMA art Forum statt.

Preis für die beste One-Artist-Show

Seit 2008 wird jährlich auf der art KARLSRUHE der gleichnamige Preis für die beste One-Artist-Show der Messe vergeben. Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe würdigen damit gleichermaßen einen Künstler und einen Galeristen für die beste One-Artist-Show, welche eine Fachjury auswählt. Im Gegenwert von 15 000 Euro werden Werke aus der ausgezeichneten Einzelpräsentation für die art KARLSRUHE-Collection erworben, die die Städtische Galerie Karlsruhe verwaltet. Letztjährige Preisträgerin war die Künstlerin Myriam Holme mit ihrem Galeristen Bernhard Knaus (Frankfurt). Die Preisverleihung findet am Sonntag (16. Februar, 11 Uhr) im ARTIMA art Forum statt.

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