Pressemitteilungen

2022-07-10
Ein sommerliches Fest der Kunst
Besucherinnen und Besucher auf der art KARLSRUHE 2022. Credits: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Besucherinnen und Besucher auf der art KARLSRUHE 2022. Credits: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Vom 7. bis 10. Juli feierte die art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst die Rückkehr zur realen Begegnung mit der Kunst. Die 19. Ausgabe der Kunstmesse zog insgesamt 30.000 Besucherinnen und Besucher nach Karlsruhe, die UNESCO City of Media Arts. Nicht nur sommerlicher Kunstgenuss, sondern auch der Erwerb von Kunst war im Interesse des Karlsruher Publikums. So konnte die Karlsruher Kunstmesse laut Besucherumfrage nicht nur bei den Kaufabsichten, sondern auch bei der tatsächlichen Anzahl an Verkäufen ein Plus verzeichnen.

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, blickt positiv auf die vergangenen Tage zurück: „Der dieses Jahr notwendig gewordene Transfer der art KARLSRUHE vom angestammten Platz im Frühjahr in den Sommer ist uns sehr gut gelungen. Als krönender Abschluss unseres Messe-Restarts konnte auch die art KARLSRUHE unter Beweis stellen, welch vielfältiges Potential in der Kulturstadt Karlsruhe steckt. Die mediale Aufmerksamkeit der art KARLSRUHE hat nicht nur das Image Karlsruhes als Stadt der Kunst vorangebracht, sondern auch deren Auszeichnung als „UNESCO City of Media Arts“ eine Bühne geboten. Die enge Verbindung zwischen Messe und Stadt wurde beispielsweise am Auftritt des Karlsruher Kulturamtes oder des ZKMs in der neu gestalteten Halle 3 spürbar.“

215 Aussteller aus 12 Ländern, darunter Türkei, Griechenland oder die USA, verwandelten die Messe Karlsruhe für fünf Tage zu einem facettenreichen Schau- und Marktplatz für Kunst aller Sparten, insbesondere Malerei, Skulptur, Fotografie oder Editionen standen im Fokus des Interesses. Dass die Strahlkraft der art KARLSRUHE auch nach der coronabedingten Messepause ungebrochen ist, zeigen nicht nur die Beteiligungen der teilnehmenden Aussteller, sondern auch die Rückmeldungen der Galeristinnen und Galeristen.

Die Freude über die Rückkehr zur realen Begegnung mit der Kunst war in Karlsruhe groß. Credits: Messe Karlsruhe / Lars Behrendt
Der Skulpturenplatz der Künstlerin Rosali Schweizer (präsentiert durch die Galerie an der Pinakothek der Moderne) in Halle 4.

Spaziergang durch die Kunstgeschichte

Mit 47 Galerien aus dem Ausland und etwa ebenso vielen aus Baden-Württemberg präsentiert sich die diesjährige art KARLSRUHE sowohl für das internationale Kunstgeschäft wie für die regional ansässigen Galerien als prominenter Treffpunkt der Branche. „Ein Besuch der art KARLSRUHE gleicht damit auch immer einem Spaziergang durch die Kunstgeschichte“, so Kurator Ewald Karl Schrade.

Mit 180 One-Artist Shows, 24 Skulpturenplätzen sowie zwei Sonderschauen bot die art KARLSRUHE 2022 Kunstinteressierten nicht nur Altbewährtes in neuem Licht, sondern auch Neuerungen, welche die reale Begegnung mit der Kunst kreativ in Szene setzten.

Der Skulpturenplatz der Künstlerin Rosali Schweitzer (präsentiert durch die Galerie an der Pinakothek der Moderne) in Halle 4.
Die Freude über die Rückkehr zur realen Begegnung mit der Kunst war in Karlsruhe groß. Credits: Messe Karlsruhe / Lars Behrendt

Neuerungen für entspannteren Kunstgenuss

Eine veränderte Hallenstruktur lud Kunstfreunde zu spannungsreichen Entdeckungen ein. In den vorderen Hallen erwartete die Besucher Kunst der Klassischen Moderne und Kunst nach 1945. ContemporaryArt 21 war in Halle 2 vertreten. Komplettiert wurde der Rundgang durch die neu gestaltete Halle 3, welche neben den Sonderschauen auch das ARTIMA art Forum beheimatete.

„Wir registrieren großen Zuspruch für das neue Hallenkonzept. Trotz gleichbleibend hoher Ausstellerzahlen wirken die Hallen dank großzügiger Querflure größer, die breiteren Gänge bieten nicht nur Raum für kunstvolles Flanieren, sondern tragen auch zu einer entspannteren Atmosphäre in den Hallen bei“, betonte Schrade weiter.

Auch hinsichtlich der zeitlichen Planung ergaben sich Neuheiten, sodass Preview (6. Juli) und Vernissage (7. Juli) erstmals je ein eigener Tag gewidmet wurde. Dies bot einer hohen Anzahl institutioneller Ankäufer, Kunsthändlern, Sammlerinnen und Sammlern gerade am ersten Tag die Möglichkeit, sich intensiv mit dem gebotenen Programm auseinanderzusetzen.

„Wenn das so weitergeht, muss ich nochmal nach Hause fahren, um weitere Kunstwerke zu holen. Der erste Tag lief super, die Galerie hat einige großformatige Arbeiten von mir verkauft. Ich finde die Entzerrung von Preview und Vernissage gut. Man hat einfach mehr Zeit, sich intensiver mit den Menschen, die es gewohnt sind, Kunst zu kaufen, zu beschäftigen“, schilderte beispielsweise Künstler Stefan Gross seine Eindrücke.

„Wir sind international gut vernetzt. Die art KARLSRUHE ist ein prima Baustein in Bezug auf unsere Präsenz in Deutschland. Wir haben sieben Künstler aus sieben Ländern von vier Kontinenten als Auswahl unseres Galerieportfolios dabei. Im Herbst eröffnen wir eine neue Dependence in Palm Beach. Wir sind glücklich, zum ersten Mal in Karlsruhe dabei zu sein und genießen den Sommertermin“, erzählt beispielsweise Eva Maria Ostendorf, Director der Kristin Hjellegjerde Gallery (Berlin/London).

Die Galerie Anja Knoess (Köln) und die Galerie Geiger (Konstanz) konnten der Umstrukturierung ebenfalls etwas abgewinnen. „Die Entzerrung finde ich super. So konnte ich mich auf wichtige Sammler konzentrieren“, urteilte etwa Dr. Stephan Geiger von der gleichnamigen Galerie.

Bei der Sommeredition der art KARLSRUHE stand nicht nur der Kunstgenuss, sondern auch der Kunsterwerb im Fokus der Besucherinnen und Besucher. Credits: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner
Bei der Sommeredition der art KARLSRUHE stand nicht nur der Kunstgenuss, sondern auch der Kunsterwerb im Fokus der Besucherinnen und Besucher. Credits: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

Galerien und Künstler freuen sich über gute Verkäufe

Nicht nur die Rückkehr zur realen Begegnung mit der Kunst wurde gebührend auf der Sommeredition der art KARLSRUHE gefeiert, auch die Verkäufe stimmten viele Galerien sehr zufrieden.

Die Galerie Schacher – Raum für Kunst (Stuttgart) zieht in Karlsruhe ein positives Messefazit. „Wie konnten das größte Exponat unseres Künstlers Shalva Gelitashvili verkaufen. Das Werk „Purple Rain“ zeigt eine Öl-Malerei auf Abbruchfenstern und sorgte für großes Staunen an unserem Stand. Auch die mit Naturmotiven bedruckten Acrylglasplatten von Claudia Thorban haben viele neue Fans gefunden“, so Marko Schacher, Inhaber der Galerie Schacher und einer der Beiräte der art KARLSRUHE.

Die Galerie Eric Bausmann (Halle) verzeichnete nach kurzer Zeit ebenfalls zufriedenstellende Erfolge: „Wir sind sehr zufrieden. Am zweiten Tag hatten wir schon ungefähr die Hälfte neu gehängt.“

Ein besonderer Verkauf gelang der Salongalerie „Die Möwe“ (Berlin). Nachdem das lange Zeit verschollen geglaubte Werk „Madeleine im Spiegel“ von Lotte Laserstein auf der art KARLSRUHE erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, dauert es nicht lange, bis das Werk veräußert werden konnte. „Es ist viel Interesse bei den Besuchern vorhanden. In jedem Fall läuft Lotte Laserstein und insgesamt ist das Interesse bezüglich der Frauen größer als ihren männlichen Kollegen gegenüber“, so Claudia Wall von „Die Möwe“.

Die Gewinnerin des art KARLSRUHE-Preises Ambra Durante (präsentiert von Galerie Friese). Credits: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner
Die Gewinnerin des art KARLSRUHE-Preises Ambra Durante (präsentiert von Galerie Friese). Credits: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

art KARLSRUHE als demokratischster Kunsthandelsplatz

Das diesjährige Programm der art KARLSRUHE zeichnete sich maßgeblich durch die Vielfältigkeit des Programms aus. „Ein programmatischer Schwerpunkt abseits der zeitlichen Gliederung lässt sich dieses Jahr kaum ausfindig machen“, erklärte Kurator Ewald Karl Schrade. „Das ist gerade das Schöne an unserer Messe: der unfassbar große Facettenreichtum an Positionen, die miteinander im Dialog stehen“, so Schrade weiter. Rund 1.500 Künstler waren durch das Programm der Galerien auf der Messe zu sehen. Sowohl aufstrebende Jung-Künstler und Künstlerinnen wie die im Jahr 2000 geborene Gewinnerin des art KARLSRUHE-Preises Ambra Durante (Galerie Friese), aber auch große Namen der Kunstgeschichte wie Lovis Corinth oder Heinz Mack wurden präsentiert.

Diese Bandbreite spiegelt sich auch in den angebotenen Preissegmenten. So wurden auf der art KARLSRUHE sowohl Geschäftstätigkeiten über Werke mit Preisen im sechs- bis siebenstelligen Bereich verzeichnet; aber auch für Einsteiger gab es zahlreiche Titel, welche die Lust am Kunstsammeln wecken konnten. „Auch dieses Jahr wollten wir unseren Ruf als die wohl demokratischste Kunstmesse des Landes unterstreichen. Darum war es uns ein Bedürfnis, jungen Sammlerinnen und Sammlern eine Inspirationsplattform zu bieten, beispielsweise durch die Sonderschau Druckgrafik“, so Britta Wirtz.

Die nächste art KARLSRUHE findet ebenfalls zu einer wärmeren Jahreszeit statt und lädt Kunstfreunde vom 4. bis 7. Mai 2023 in die Karlsruher Messehallen ein.

2022-07-09
Von wimmelnden Bildgeschichten und motorisierten Skulpturen

Seit nunmehr fünfzehn Jahren zählen Preisverleihungen fest zum Messeerlebnis der art KARLSRUHE (noch bis 10. Juli). „Der art KARLSRUHE war es schon immer ein wichtiges Anliegen, Kunstschaffende und Galerien zu fördern. Ein Aspekt dieses Engagements sind die drei Preisverleihungen, mit denen wir starke künstlerische Positionen würdigen und sichtbar machen möchten“, so Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE.

Neben dem Hans Platschek-Preis für Kunst und Schrift wurde auch der art KARLSRUHE- sowie der Loth-Skulpturenpreis erneut auf der diesjährigen Messe verliehen.

Die Gewinnerin des art KARLSRUHE-Preises Ambra Durante gemeinsam mit Kurator Ewald Karl Schrade, Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe Gabriele Luczak-Schwarz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe Britta Wirtz und Galerist Gerrit Friese. Credits: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

art KARLSRUHE-Preis geht an Ambra Durante (Galerie Friese)

Beim vierzehnten art KARLSRUHE-Preis blieb es erfahrungsgemäß spannend bis zum Schluss. Die Auszeichnung, eine Allianz von Land und Stadt, dotiert mit einem Ankaufsetat in Höhe von 15.000 Euro, würdigt seit 2008 einerseits die beste One-Artist-Show, andererseits dient sie dem fortwährenden Ausbau der art KARLSRUHE-Collection.

Dieses Jahr konnte sich die junge Künstlerin Ambra Durante (präsentiert durch Galerie Friese, Berlin) in die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger reihen. Die im Jahr 2000 geborene Zeichnerin, die erst seit Kurzem auf dem Kunstmarkt vertreten ist, findet bereits viel Resonanz. Auf der art KARLSRUHE überzeugte Durante eine Fachjury mit ihren Bildgeschichten, die sie auf unterschiedlichsten Trägermaterialien verewigt. So entstehen ihre Werke mal auf Papier, mal auf Glas bis hin zu Bahnfahrkarten.

Eine Fachjury wählte aus den insgesamt 180 One-Artist-Shows der Messe die überzeugendste Einzelpräsentation. Verliehen wurde der Preis am Samstag (9. Juli) um 11:00 Uhr im ARTIMA art Forum in der neu gestalteten Halle 3. „Ambra Durante ist die vielleicht jüngste Künstlerin der art KARLSRUHE. Mit Humor und Ironie behaupten sich ihre Werke, die ein Feuerwerk an Figuration zünden, innerhalb dessen sich die Figuren immer wieder selbst verlieren“, begründete Laudatorin Dr. Stefanie Patruno, Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe, das einstimmige Urteil.

Die Mitglieder der Jury waren Dorothee Baer-Bogenschütz (Kunsthistorikerin und Journalistin), Nikolai B. Forstbauer (Autor und Journalist), Prof. Dr. Pia Müller-Tamm (Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe) und Dr. Stefanie Patruno (Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe).

Ambra Durante neben einem ihrer Werke am Stand der Galerie Friese. Credits: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner
Der Gewinner des Loth-Skulpturenpreises Stefan Rohrer mit Galerist Christian Scheffel, Juryvorsitz Alexander Heil, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe Britta Wirtz und Kurator Ewald Karl Schrade. Credits: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

Loth-Skulpturenpreis - gestiftet von der L-Bank - geht an Stefan Rohrer (Galerie Scheffel)

Den von der L-Bank gestifteten und mit 20 000 Euro dotierten Preis vergibt eine Fachjury für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE. Die Galerie Scheffel (Bad Homburg) und der Künstler Stefan Rohrer dürfen sich über die diesjährige Auszeichnung freuen. Mit dem Loth-Skulpturenpreis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet.

Der Preis wurde von einer Fachjury vergeben, welche ihr Urteil wie folgt begründet: „Verkehrsvehikel wie Autos sind zentrale Objekte, Kultobjekte des 20. Jahrhunderts. Rohrer verwandelt diese konkreten Objekte in abstrakte Skulpturen, Vektoren des Raumes. Dabei überzeugt er durch die präzisen Verfremdungseffekte und die kraftvolle Arbeit am Material. Alltagsobjekte, meistens Fahrzeuge, bringt er aus der Form in neue Formen. Diese Verwandlungen schaffen humorvolle, überraschende und starke Objekte.“

Der Skulpturenpreis ist nach dem Künstler Wilhelm Loth (1920 – 1993) benannt. 1958 wurde er als Leiter einer Bildhauerklasse an die Kunstakademie in Karlsruhe berufen, an der er seit 1960 als Professor bis zu seiner Emeritierung 1986 wirkte.

Die Fachjury bestand aus Alexander Heil (Nachlass Wilhelm Loth, Juryvorsitz), Dr. Sebastian Baden (Schirn Frankfurt), Dr. Pia Dornacher (Museum Lothar Fischer, Neumarkt), Prof. Werner Pokorny (Bildhauer), Prof. Dr. Peter Weibel (ZKM Karlsruhe).

Die Gewinner-Skulptur von Stefan Rohrer. Cerdits: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Der Gewinner des Hans Platschek-Preises Osmar Osten Kurator Ewald Karl Schrade, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Jurorin Dr. Ulrike Lorenz und Vertretern der Hans Platschek Stiftung (Sabine und Kurt Groenewold sowie Dr. Sebastian Giesen). Credits: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Hans Platschek-Preis für Osmar Osten

Den Auftakt der Preisverleihungen machte der Hans Platschek- Preis für Kunst und Schrift, der seit 2008 im Rahmen der art KARLSRUHE vergeben wird. Nach zuletzt Monika Baer (2021) und Helga Schmidhuber (2020) konnte sich nun der Chemnitzer Künstler Osmar Osten über die Auszeichnung freuen und bekam diese an der Eröffnung der Messe am 7. Juli überreicht.

Die diesjährige Einzeljurorin Dr. Ulrike Lorenz begründete ihre Wahl für Osten wie folgt: „Meine Wahl fiel auf Osmar Osten, weil der Chemnitzer Künstler mit seiner postdadaistischen Malerei und in seinen ironischen Kurztexten den Absurditäten der menschlichen Existenz und Deutungsmacht seit vielen Jahren und über einen gesamtgesellschaftlichen Umbruch hinaus unbeeindruckt auf der Spur bleibt – ein geistesgegenwärtiger Zeitgenosse mit menschenfreundlicher Lust am Grotesken nach dem Motto: ‚Was heißt hier siegen, überleben ist alles‘.“

Neben einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro konnte sich Osten über eine weitere Würdigung freuen: Seine Werke werden für die Dauer der Messe am Stand der Stiftung im Dialog mit ausgewählten Positionen Hans Platscheks präsentiert.

2022-07-07
Kunstvolles Comeback der art KARLSRUHE gestartet

„Es freut uns sehr, dass die reale Begegnung mit der Kunst in Karlsruhe nach über zwei Jahren wieder möglich ist und wir auch in den Reihen unserer Aussteller große Vorfreude verspüren konnten“, resümierte Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. Noch bis Sonntag, den 10. Juli 2022, verwandeln 215 Galerien aus 12 Ländern die Karlsruher Messehallen in ein sommerliches Fest der Kunst.

Große Vorfreude bei Ausstellern und Besuchern. Credits: Messe Karlsruhe/Lars Behrendt

Galerien ziehen erste Bilanz

Bereits bei der Preview am Mittwoch (6. Juli 2022) zog ein Gros der 215 Galerien positive Bilanz. „Dass die art KARLSRUHE wieder stattfinden kann, ist ein echter Befreiungsschlag. Und die terminliche Entzerrung zu anderen Veranstaltung finde ich richtig gut – auch von Besuchern habe ich sehr positive Rückmeldungen erhalten. Wir sind sehr froh, dass wir hier sind“, schilderte beispielsweise Andreas Herrmann, Inhaber der mianki Gallery aus Berlin.

Auch die Galerie Gilden’s Art (London) freut sich über das Comeback und erste Verkäufe im Rahmen der Preview: „Die Sammler, die zur art KARLSRUHE kommen, sind außerordentlich loyal, kunstvertraut und sehr angenehm. Toll ist außerdem, dass sie jedes Jahr ohne Ausnahme wiederkommen. Das überzeugt uns seit Jahren“, so Ofer Gildor.

Pia Petzold von der Galerie Schmalfuss (Marburg) äußert sich ebenfalls positiv über die Stimmung auf der Preview: „Es ist schön, da zu sein, eine große Bandbreite schöner Dinge zeigen zu können – und auch, bei schönem Wetter in Karlsruhe zu sein. Das Publikum ist dankbar und kunstaffin.“

Medienkunst ist ein wichtiger Bestandteil der art KARLSRUHE. Hier das Werk "footprint" des Medienkünstlers Jonas Denzel vor Halle 3. Credits: Messe Karlsruhe/Lars Behrendt

Neues Messeerlebnis dank neuer Hallenstruktur

Besonders erfreulich ist in diesem Jahr die hohe Anzahl wiederkehrender Galerien, die sich und ihre Kunst in Karlsruhe präsentieren. So haben rund 97% der diesjährigen Aussteller in der Vergangenheit schon einmal an der art KARLSRUHE teilgenommen. „Für uns ist das ein wichtiges Signal, dass der Kunstbetrieb in unserer Messe eine gewinnbringende Plattform sieht und uns gerne einen Besuch abstattet“, so Britta Wirtz. Trotz vieler vertrauter Namen wird das Messeerlebnis für die Besucherinnen und Besucher ein neues sein. Genau wie der Sommertermin lädt auch eine überarbeitete Hallenstruktur zu spannungsreichen Entdeckungen ein.

Während sich Halle 1 der Kunst nach 1945 und Gegenwartskunst widmet, finden Kunstinteressierte in Halle 2 nun die Druckgrafik, Auflagenobjekte und ContemporaryArt21 – also ganz aktuelle Werke. Die dm-arena steht seit diesem Jahr maßgeblich im Zeichen der Klassischen Moderne, berücksichtigt aber auch jene Teile des Programms der Aussteller, die sich mit künstlerischen Positionen der Gegenwart beschäftigen. Über 60 Aussteller präsentieren hier Kunst aus der entsprechenden Zeitspanne. Dies wird dem Anspruch der art KARLSRUHE gerecht, im deutschsprachigen Raum die Messe mit einer der stärksten Beteiligungen zur Klassischen Moderne zu sein.

Die größte Neuerung hält Halle 3 parat. Hier treffen sich im Laufe der Karlsruher Kunstmesse die Themen „Kunst“ und „Kommunikation“. „Das Zusammenspiel der Bereiche Kunst und Kommunikation ermöglicht neue Synergien – sowohl für Besucherinnen und Besucher als auch für die dortigen Aussteller“, so Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE.

Wie die Sonderschau Druckgrafik und die Sonderschau der Privatsammlung Klöcker ist in Halle 3 auch die Medienkunst zuhause. Neben einem Stand der Stadt Karlsruhe, welche die UNESCO City of Media Arts repräsentiert, ist auch das Karlsruher ZKM vertreten, welches mit Werken aus der Ausstellung „BioMedien“ vor Ort ist.

Der Skulpturengarten - gespondert von der Vollack Gruppe. Credits: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Kunst unter freiem Himmel erleben

Abgerundet wird der sommerliche Messebesuch durch den Skulpturengarten – gesponsert von der Vollack-Gruppe. Auf der Grünfläche zwischen den Messehallen lässt sich dreidimensionale Kunst unter freiem Himmel erleben.

Im Atrium wurde dieses Jahr auch das „Karlsruhe Multiple“ vorgestellt. Das von Vollack initiierte und gemeinsam mit dem Zoo Karlsruhe und der Staatlichen Majolika Manufaktur durchgeführte Kunstprojekt verbindet Natur und Kultur. Bereits zum vierten Mal in Folge lenkt ein Kunstwerk aus renommierter bildhauerischer Hand die Aufmerksamkeit auf eine bedrohte Tierart. 2022 ist es das Flusspferd. Die von der Künstlerin Irmela Maier stammende Arbeit mit dem Titel „Blue“ wird auf der Messe erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Wie in den vergangenen Jahren fließen Erlöse aus dem Verkauf einer auf 100 Stück limitierten Serie an die Artenschutzstiftung Zoo Karlsruhe.

2022-06-29
Digitale Pressemappe der art KARLSRUHE 2022
Unsere Pressemappe liegt an den Messetagen natürlich auch in gedruckter Form im Presse Center der Messe Karlsruhe für Sie bereit. © Messe Karlsruhe/Lars Behrendt

Darin enthalten sind nicht nur alle relevanten Zahlen, Daten und Fakten zur Sommeredition der art KARLSRUHE 2022, sondern auch eine gesammelte Auswahl an Pressetexten sowie eine Übersicht über die Highlights und Programmpunkte unserer Messe.

Eine Auswahl an Pressebildern kann ebenfalls heruntergeladen werden. Weiteres Bildmaterial finden Sie aber auch in unserem Pressebereich.

Sie sind auf der Suche nach einem bestimmten Künstler oder einer bestimmten Galerie? Einen ersten Überblick bietet unser Online-Ausstellerverzeichnis.

2022-06-29
Auf die Wünsche der Branche achten
Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. © Jürgen Rösner/Messe Karlsruhe

Frage: Die 19. art KARLSRUHE will auch als ein Signal des Aufbruchs gesehen werden. Nach pandemischen Zeiten geht’s wieder auf allen Ebenen weiter. Wie beurteilen Sie die Lage für den Kunstbetrieb, welchen Beitrag kann die Messe Karlsruhe leisten?

Britta Wirtz: Es war in der Tat eine entbehrungsreiche Phase, die wir alle bewältigen mussten. Der Hunger nach Wiederbegegnung ist allerorten ausgeprägt. Natürlich haben viele Museen, Galerien und auch wir als Messegesellschaft dank digitaler Möglichkeiten den Kontakt aufrechtgehalten. Gleichwohl ist die reale Begegnung der Menschen und die direkte, auch sinnliche Erfahrung in Bezug auf Kunstwerke durch nichts zu ersetzen. Ich bin froh, dass wir jetzt wieder per art KARLSRUHE einen Beitrag leisten können, Kunst als einzigartiges Erlebnis wahrzunehmen.

Frage: Welche Neuerungen sind eingeführt worden, wie wird sich die art KARLSRUHE 2022 darstellen, was haben Kurator Ewald Karl Schrade und Ihr Team diesmal anders formatiert?

Britta Wirtz: Auffälligste Korrektur ist zweifellos der Termin. Haben wir früher das internationale Kunstmessejahr eröffnet, findet die art KARLSRUHE nun im Juli statt – und für 2023 und für 2024 planen wir, auf den Mai umzuschwenken. Eine Folge unserer Bemühungen, die Wünsche der Branche zu beachten. Obendrein versprechen die Sommer-Termine ein besseres Licht und eine allgemein freudigere Stimmung.

Frage: Was ändert sich zudem? Wie werden die 215 Galerien aus immerhin zwölf Ländern, mithin knapp ein Viertel aus dem Ausland, platziert sein, wie ist der Rundgang durch 120 Jahre Kunstgeschichte von der Klassischen Moderne bis zu jüngsten Strömungen angelegt?

Britta Wirtz: Natürlich wollen wir unsere Alleinstellungsmerkmale, beispielsweise Galerien-Stände im Wechsel mit Skulpturenplätze zu zeigen oder enorm viele One-Artist-Shows zu berücksichtigen, keinesfalls aufgeben. Messe-Besucher werden also viel Vertrautes wiederfinden, doch eine neue Hallenstruktur sorgt für neue Aufmerksamkeit. So werden etwa die etablierte Gegenwartskunst und die Bilder der großen Meister aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in der Halle 1 und in der dm-Arena zu sehen sein. Und die Halle 3 wurde unter der Devise „Kunst und Kommunikation“ so gestaltet, dass sie zum längeren Verweilen einlädt und „Raum für neue Gewohnheiten“ bietet, wie es eine Mitarbeiterin formulierte.

Frage: Klartext, bitte. Was heißt das, was wird dort geboten?

Britta Wirtz: Es gab die Idee, in einer der vier Messehallen, ergänzt um den für Skulpturen prädestinierten Innenhof, die Sonderausstellungen und Museumspräsentationen sowie die Preisverleihungen und das traditionsreiche ARTIMA art meeting gemeinsam zu platzieren – als einen besonderen Ort des Austausches. Dort steht zudem ein großzügig dimensionierter Restaurant-Bereich zur Verfügung. So dürfte die Halle 3 auch jener Kommunikation dienen, nach der wir uns alle in den vergangenen zweieinhalb Jahren gesehnt haben.

Frage: Die nachrückende Sammler-Generation, nicht automatisch schon in der Lage, höhere Preise für Kunst zu bezahlen, muss zur Zielgruppe im Publikum gehören. Wie schaffen Sie es, die art KARLSRUHE auch für junge Kunstfreunde attraktiv zu halten?

Britta Wirtz: Diese Frage stellen wir uns immer wieder – und setzen dabei auf die Kraft des Originalkunstwerks. Dazu gehören bekanntlich auch Editionen, etwa Grafiken und Auflagenobjekte, wie sie unsere Aussteller vor allem in Halle 2 präsentieren. Diese Bemühungen der Galerien, auch zu erschwinglichen Preisen hochkarätige Kunst anzubieten, unterstützen wir mit einer Sonderschau in Halle 3, der Druckgrafik gewidmet. Die ausgestellten Blätter können noch während der Messe über die Galeristen erworben werden.

Frage: Was wünschen Sie sich selbst, wie soll die Bilanz der diesjährigen art KARLSRUHE aussehen?

Britta Wirtz: Wie so oft und auch andernorts – es zählen nicht nur die Zahlen. Selbstverständlich müssen Galeristen gute Geschäfte machen, wollen Sammler das Richtige zum vernünftigen Preis erwerben, aber wichtig ist mir persönlich, dass die art KARLSRUHE als ein Fest der Kunst erlebt wird, als das Sommerfest schlechthin, ebenso unterhaltsam wie anregend.

2022-06-29
Auf jeden Einzelnen kommt es an
Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE. © Jürgen Rösner/Messe Karlsruhe

Frage: Hätten Sie 2004, als die erste art KARLSRUHE stattfand, vermuten können, dass dieses Messe im deutschen Südwesten einmal so erfolgreich sein könnte, dass sie mit über 200 renommierten Ausstellern, darunter etliche aus dem Ausland, ob aus Barcelona, Istanbul, London, Mailand oder Paris, so viele Besucher nach Baden-Württemberg bringen wird?

Ewald Karl Schrade: Natürlich habe ich es damals nicht wissen können. Gehofft hatte ich es aber schon. Denn Karlsruhe, mittlerweile auch als UNESCO-Stadt der Medienkunst weltweit im Gespräch, aber schon seinerzeit von herausragenden Museen, Galerien, zwei Kunsthochschulen und insbesondere dem ZKM geprägt, bringt ideale Voraussetzungen mit, um als Messestadt auch der Kunst zu dienen.

Frage: Als Gründungsvater der art KARLSRUHE haben Sie mit der Messe Karlsruhe einen Marktplatz entwickelt, der sich durch einen speziellen Charakter auszeichnet. Können Sie ihn beschreiben?

Ewald Karl Schrade: Es war einst keinesfalls selbstverständlich, Klassische Moderne und Gegenwartskunst zusammen zu zeigen. Doch im Dialog, über die Jahrzehnte und Stile hinweg, so dachte ich, entsteht eine Symbiose, die gewinnbringend für alle sein muss. Das Neue ist schließlich ohne das Alte und das Bewährte nicht vorstellbar, auch kaum zu schätzen. Und im dialektischen Ansatz ist dann eben auch die komplette art KARLSRUHE konzipiert, wie auch die Programm-Präsentationen der Aussteller im Zuspiel mit den von ihnen ebenfalls gebotenen One-Artist-Shows zeigen. Oder: Wo Malerei hängt, steht auch Skulptur. Das Eine und das Andere finden gleichermaßen zueinander.

Frage: Dabei drängt sich die Frage auf, wie Aussteller und Sammler zueinanderfinden, wie kommt es, dass die art KARLSRUHE, Ausgabe für Ausgabe, offenbar auch geschäftlich ein Erfolg ist?

Ewald Karl Schrade: Dass viele meiner Kollegen, erfahrene Galeristen, immer wieder zur Messe nach Karlsruhe anreisen, lässt sich zwar auch dank der Tatsache guter Umsätze erläutern. Doch die kommen ja nicht von selbst zustande. Wir bemühen uns um die Besucher, um jeden Einzelnen, nehmen die art KARLSRUHE gedanklich auch aus Sammler-Perspektive wahr, um für jeden viel zu bieten – auf der Basis einer klaren, übersichtlichen Struktur durch vernünftige Aufplanung und optimale Standgestaltung.

Frage: Attraktiv scheinen auch die zahlreichen Preisvergaben und Sonderausstellungen zu sein, die über das Merkantile hinaus für große Aufmerksamkeit sorgen? Kein Zufall, oder?

Ewald Karl Schrade: Natürlich nicht. Aber im Laufe der knapp zwanzig Jahre art KARLSRUHE sind manche Auszeichnungen hinzugekommen, ob es der Loth-Skulpturenpreis ist – oder der Platschek-Preis für Kunst und Schrift, der diesmal an den Chemnitzer Künstler Osmar Osten vergeben wird, ausgewählt von der Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, Ulrike Lorenz. So werden Kunst und Kunstbetrieb aus einer weiteren Perspektive betrachtet.

Frage: Diesmal wird im Rahmen der großen Sonderausstellungen die Sammlung des Juristen-Ehepaares Klöcker in Halle 3 präsentiert. Es handelt sich ausschließlich um Frauen-Darstellungen. Was steckt grundsätzlich hinter diesen Präsentationen privater Kollektionen auf der Messe?

Ewald Karl Schrade: Ich habe von Anfang an darauf verzichtet, institutionelle Sammlungen vorzustellen. Es war mir wichtig, überaus anschaulich zu vermitteln, wie aus privater Leidenschaft und teils mit bescheidenen Mitteln in der Startphase großartige Sammlungen entstehen können. Maria Lucia und Ingo Klöcker haben ihr Motiv gefunden und somit eine unverwechselbare Bilder- und Skulpturen-Kollektion zusammengetragen. Ein vorzügliches Beispiel, wie etwas Wunderbares entstehen kann; vorbildlich.

Frage: Im kommenden Jahr, so ist es seit langem geplant, werden Sie die kuratorische Verantwortung für die art KARLSRUHE ein letztes Mal tragen, sich danach angeblich zurückziehen. Ist das wirklich so?

Ewald Karl Schrade: Keine Sorge vonnöten. Ich bleibe der art KARLSRUHE erhalten – als Aussteller. Darauf freue ich mich. Denn dann kann ich mich endlich einmal vom ersten bis zum letzten Messetag um meinen eigenen Stand kümmern, über Künstler und Kunst sprechen, die mir persönlich am Herzen liegen.

2022-06-21
art KARLSRUHE 2022 – Klassische Moderne und Gegenwartskunst

Mit ihrer 19. Ausgabe feiert die art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst vom 7. bis 10. Juli ihr kunstvolles Comeback auf dem Karlsruher Messegelände. Nach der Digitalausgabe „art KARLSRUHE selections“ im vergangenen Jahr ist die reale Begegnung mit der Kunst in Karlsruhe nun endlich wieder möglich. Insgesamt verwandeln 215 Galerien aus zwölf Ländern die vier hohen, lichtdurchfluteten Messehallen für vier Tage zum Schau- und Marktplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren. Kunstinteressierte können der Sommerausgabe der art KARLSRUHE bis in die hellen Abendstunden einen Besuch abstatten. Diese öffnet ihre Tore von 11 bis 20 Uhr.

Nicht nur bei der Terminierung der art KARLSRUHE 2022 steht der Sommer im Fokus. Auch im Programm der 215 ausstellenden Galerien finden sich sommerliche Positionen. Hier das Werk "Eis III" des Künstlers Peintre X (präsentiert von der Galerie Hegemann). © Galerie Hegemann/Peintre X

Internationale und nationale Galerien

Herzstück der Messe ist das Programm der ausstellenden Galerien. Die diesjährige Ausstellerliste vereint erneut Galerien aller Sparten – von der Klassischen Moderne bis zur jüngsten Gegenwartskunst. Renommierte Größen wie Ludorff (Düsseldorf), Friese (Berlin), Maulberger (München), Osper (Köln), Rotermund (Hamburg), Schwarzer (Düsseldorf), Scheffel (Bad Homburg) oder van der Koelen (Mainz) sind darunter. Außerdem bereichern 47 Galerien aus dem Ausland das diesjährige Programm mit ihren facettenreichen Positionen. Darunter langjährige Aussteller wie Várfok (Budapest) oder Gilden‘s Art (London). Naturgemäß sind ebenfalls neue Aussteller vertreten, beispielsweise die Kristin Hjellegjerde Gallery aus London, die erstmalig in Karlsruhe zu Gast sein wird. Mit 8 Galerien aus Karlsruhe und über 43 weiteren aus Baden-Württemberg ist die Kunstmesse jedoch auch prominente Anlaufstelle für die regional verorteten Galerien.

Eine Vielzahl bekannter Künstlerinnen und Künstler werden durch die unterschiedlichen Programme der zugelassenen Galerien auf der art KARLSRUHE zugegen sein: Von Josef Albers und Salvador Dalí über Otto Dix und Max Liebermann bis zu Pablo Picasso, Markus Lüpertz oder Alex Katz. Aber auch die Werke junger, aufstrebender Kunstschaffender sind präsent, etwa die Bildgeschichten der im Jahr 2000 geborenen Ambra Durante, einer künstlerischen Doppelbegabung, oder die tierischen Skulpturen des Schweizers Matthias Garff.

Einblicke in die Kunst des Einzelnen

Genau wie das Messeprogramm versprechen auch die 180 One-Artist-Shows einen spannungsreichen Gang durch die Kunstgeschichte. So werden Informel-Altmeister wie Karl Otto Götz (Die Galerie, Frankfurt) ebenso berücksichtigt wie Gegenwartskünstlerinnen, darunter beispielsweise Elvira Bach (Galerie Art Affair, Regensburg). Auch internationale Stars sind per One-Artist-Show in Karlsruhe dabei, etwa Christo (Art Edition Fils, Düsseldorf), Bob Dylan (Premium Modern Art, Heilbronn) und Neo Rauch (Galerie Erik Bausmann, Halle).

Hier steckt der Sommer bereits im Namen. Das Werk "Kaffeegarten im Sommer" von Christian Lehmpfuhl gibt es auf der art KARLSRUHE bei der Galerie Ludorff zu sehen. © Galerie Ludorff/Christian Lehmpfuhl

Kunstgenuss unter freiem Himmel

Zum wiederholten Male steht die art KARLSRUHE auch im Zeichen dreidimensionaler Kunst. Markantes Alleinstellungsmerkmal sind die 24 Skulpturenplätze in den Messehallen, welche im Wechselspiel zu den Galerienkojen platziert sind, kreative Freiräume schaffen und für plastische Überraschungen sorgen. Besondere Aufmerksamkeit wird dieses Jahr auch dem Skulpturengarten – gesponsert von der Vollack Gruppe – zuteil. In Einklang mit einem gastronomischen Angebot lassen sich die dreidimensionalen Kunstwerke in sommerlicher Atmosphäre unter freiem Himmel erleben.

Die neue Jahreszeit findet sich künstlerisch aber auch in den Messehallen wieder. So erwarten die Besucherinnen und Besucher im Programm der ausstellenden Galerien mitunter sommerlich anmutende Positionen, beispielsweise das Werk „Eis III“ des Künstlers Peintre X (Galerie Hegemann) oder „Kaffeegarten im Sommer“ von Christopher Lehmpfuhl (Galerie Ludorff).

Das großformatige Werk "Madeleine mit Spiegel" aus schwedischem Privatbesitz wird im Programm der Galerie "Die Möwe" erstmals in Deutschland öffentlich präsentiert. © Salongalerie "Die Möwe"

Sonderschau im Zeichen der Weiblichkeit

Unweit der Sonderschau Druckgrafik in Halle 3 befindet sich die Sonderschau der Privatsammlung Klöcker. Seit Beginn der 1980er Jahre widmet sich die Sammlung des gleichnamigen Ehepaars Frauendarstellungen der Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Das Weibliche zieht sich demnach wie ein roter Faden durch die gesamte Kollektion. Zu den Positionen zählen beispielsweise Werke von Gerhard Richter, Sigmar Polke oder Eric Fischl. Naturgemäß sind auch einige Malerinnen, Fotografinnen und Bildhauerinnen vertreten, darunter Sibylle Bergemann, Barbara Klemm oder Cornelia Schleime. Eine repräsentative Auswahl wird auf 300 Quadratmetern zu sehen sein.

Das Weibliche zeigt sich jedoch auch abseits der Sonderschau. So wird beispielsweise das verschollen geglaubte Werk „Madeleine mit Spiegel“ der bedeutenden Künstlerin Lotte Laserstein auf der art KARLSRUHE zu sehen sein. Das großformatige Werk aus schwedischem Privatbesitz wird erstmals in Deutschland öffentlich präsentiert. Ausgestellt wird das Gemälde von der Berliner Salongalerie „Die Möwe“ in Halle 4.

Medienkunst auf der art KARLSRUHE

Genau wie die Sonderschauen ist auch die Medienkunst in der neu gestalteten Halle 3 zuhause, welche fortan unter dem Motto „Kunst und Kommunikation“ steht. Die Auszeichnung der Stadt Karlsruhe als bislang einzige deutsche „UNESCO City of Media Arts“ spiegelt sich auch dort wider. Mehr denn je ist es gelungen, Medienkunst auf der Karlsruher Kunstmesse zu präsentieren, seien es Lichtkunst- oder Videoinstallationen sowie Augmented Reality Applikationen. Nicht nur die Stadt Karlsruhe, sondern auch das ZKM sind mit einem eigenen Stand vertreten. Ein Höhepunkt ist die auf Initiative des Kulturamtes Karlsruhe eigens zur Messe angefertigte Arbeit des Medien-Künstlers Jonas Denzel, der eine interaktive Videoinstallation an einer großen LED-Wand bespielt. Mit dem Projekt „footprint“, welches von der Bechtle AG unterstützt wurde, möchte der Künstler auf die Frage aufmerksam machen, wie es uns gelingt, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren, um eine nachhaltige Zukunft zu gewährleisten. Das digitale Spiegelbild der Füße jedes einzelnen Menschen wird abgebildet, abstrahiert, gespiegelt und entfremdet dargestellt. Dabei wird aus einem einfachen Bild eine komplexe Vervielfältigung.

Das Rahmenprogramm

Ebenfalls in Halle 3 findet am 7. und 8. Juli (ab 14:00 Uhr) das zweitägige ARTIMA art meeting statt. Das offen zugängliche Symposium umfasst dieses Jahr sechs Vorträge, welche sich mit dem Thema „Kunstbetrieb mit, gegen und nach Corona“ befassen. Auch Preisverleihungen sind Teil der art KARLSRUHE. Neben dem Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift und dem art KARLSRUHE-Preis für die beste One-Artist-Show wird erneut der Loth-Skulpturenpreis verliehen, welcher von der L-Bank gestiftet wird. Diese stellt wiederholt 20.000 Euro Preisgeld zur Verfügung, das gleichermaßen dem Künstler und Galeristen zugutekommt.

2022-06-12
Einblicke in die Kunst des Einzelnen

Sie gehören untrennbar zum Erfolgskonzept der art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst: Die One-Artist Shows. Auf mindestens 25 Quadratmetern widmet eine Galerie ihr Programm hierbei einem ausgewählten Künstler beziehungsweise einer ausgewählten Künstlerin. Im Fokus steht der vertiefte Einblick in das künstlerische Schaffen des Einzelnen. Insgesamt 180 solcher Installationen wird es vom 7. bis 10. Juli 2022 auf der diesjährigen Sommeredition der Karlsruher Kunstmesse zu sehen geben.

180 One-Artist-Shows versprechen interessante Einblicke in das kunstvolle Schaffen ausgewählter Künstlerinnen und Künstler. Hier das Werk Giverny V/5 von Karl Otto Götz (vertreten durch Die Galerie Frankfurt) © Die Galerie

Ein Streifzug durch die Kunstgeschichte

Wie das gesamte Messeprogramm versprechen auch die 180 One-Artist-Shows einen anregenden Gang durch die Kunstgeschichte der vergangenen 120 Jahre: Von klassischen Werken bis hin zu jüngsten Positionen frisch aus den Ateliers. So werden verstorbene Informel-Altmeister wie Karl Otto Götz (Die Galerie, Frankfurt) ebenso berücksichtigt wie Gegenwartskünstlerinnen, darunter Elvira Bach (Galerie Art Affair, Regensburg) und Marion Eichmann (Galerie Tammen, Berlin). Auch internationale Stars sind per One-Artist-Show in Karlsruhe dabei, etwa Christo (Art Edition Fils, Düsseldorf) und Bob Dylan (Premium Modern Art, Heilbronn). Einen ersten Einblick in die Vielfalt der Positionen bietet das Galerien- und Künstlerverzeichnis der art KARLSRUHE

Auch die 2000 geborene Künstlerin Ambra Durante ist per One-Artist-Show (Galerie Friese) auf der art KARLSRUHE vertreten. Hier das Werk "This is an Ode to Johannes". © Ambra Durante/Galerie Friese; Foto: Eric Tschernow

Preis für die beste One-Artist-Show

Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE, hatte die Präsentationsform von Anfang an möglich gemacht. „Nach wie vor registrieren wir ein starkes Aussteller-Interesse, solche One-Artist-Shows einzurichten“, erläutert Schrade. Diese erleichtern nicht nur die Auseinandersetzung der Besuchenden mit dem Gesamtwerk eines Kunstschaffenden, sondern dienen auch der Anmutung der Messe. „Durch die sich wiederholenden bildnerischen Handschriften kommt eine gewisse Ruhe in die Kojen-Landschaft der vier Messehallen, ohne dabei die Vielfalt an Positionen zu reduzieren“, so Schrade weiter. Jede One-Artist-Show ist außerdem automatisch für den art KARLSRUHE-Preis nominiert. Mit der Auszeichnung würdigen das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe gleichermaßen einen Künstler und eine Galerie. Im Gegenwert von 15.000 Euro werden Werke aus der ausgezeichneten Einzelpräsentation für die art KARLSRUHE-Collection beworben, welche die Städtische Galerie Karlsruhe verwaltet. Auf der art KARLSRUHE 2022 wird der Preis am Samstag (9. Juli 2022, 11 Uhr) im ARTIMA art Forum in Halle 3 vergeben.

Künstler Shalva Gelitashvili wird durch die Galerie Schacher mit einer One-Artist-Show gewürdigt. © Galerie Schacher - Raum für Kunst, Stuttgart

Junge Künstler auf der art KARLSRUHE

Der Berliner Galerist Klaus Gerrit Friese, einer der 215 Aussteller aus zwölf Ländern, räumt freimütig ein, warum er in seinem Messe-Programm unter anderem den Arbeiten der jungen Künstlerin Ambra Durante eine One-Artist-Show widmet: „Dass die art KARLSRUHE Einzelpräsentationen mit günstigeren Standmieten fördert, ist stark. Und so fällt uns unsere Entscheidung für Ambra Durante, die wir aus größter künstlerischer Überzeugung getroffen haben, auch unter ökonomischen Gesichtspunkten leichter.“ Die im Jahre 2000 in Genua geborene Zeichnerin, die erst seit Kurzem auf dem Kunstmarkt vertreten ist, findet bereits viel Resonanz. So gehört beispielsweise Schriftsteller Daniel Kehlmann zu den Bewunderern der Bildgeschichten Durantes. Auch der aus Tiflis stammende junge Künstler Shalva Gelitashvili wird mit einer One-Artist-Show bei der Galerie Schacher vertreten sein. Für die art KARLSRUHE hat Shalva Gelitashvili eine Reihe von Bildern auf einem besonderen Trägermaterial geschaffen: dem Glas alter Fensterscheiben aus Abbruchhäusern, welche die Grenzen zwischen Skulptur und Gemälde verschwimmen lassen.

2022-05-25
Digitale Pressemappe zur Pressekonferenz der art KARLSRUHE 2022

Die Pressekonferenz fand am Donnerstag, den 02. Juni 2022, um 11 Uhr im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien statt.

Neben dem Besuch vor Ort war auch die digitale Teilnahme via Livestream möglich. Eine Aufzeichnung des Livestreams finden Sie auf dem YouTube-Kanal der art KARLSRUHE.

2022-05-25
Finanzielle Entlastung für Galerien

Im Rahmen des Rettungs- und Zukunftsprogramms Neustart Kultur hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) Fördermittel für den Kulturbereich zur Verfügung gestellt. Als bedeutsame Branchenmesse kann sich die 19. Ausgabe der art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst (7.- 10. Juli 2022) über einen positiven Förderbescheid freuen. Von dieser Nachricht profitieren in Karlsruhe die ausstellenden Galerien in Form von rabattierten Standmieten, denn die Fördersumme wird vollständig an die Aussteller weitergegeben.

Kunst hautnah erleben: Das ist vom 7. bis 10. Juli 2022 wieder in den Karlsruher Messehallen möglich. © Jürgen Rösner/Messe Karlsruhe

„Es freut mich sehr, dass wir unseren Ausstellern dank Neustart Kultur verbesserte Konditionen bieten können. Besonders die Galerien, Künstlerinnen und Künstler hatten in den letzten Monaten mit finanziellen Einbußen zu kämpfen. Wir hoffen, dass die rabattierten Standmieten die Galerien unterstützen, sich und ihre Kunst in Karlsruhe zu präsentieren. Das bereichert schließlich auch das Messeerlebnis der art KARLSRUHE. Diese wird als Abschluss unseres Messesommers nicht nur dem internationalen Kunstmarkt, sondern ebenfalls der Kunst- und Kulturstadt und auch City of Media Arts Karlsruhe eine Bühne bieten“, erläutert Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. Die genaue Fördersumme wird im Nachgang an die Veranstaltung ermittelt.

Digitale Vorfreude auf reale Begegnung mit der Kunst

Wer sich bereits vorab auf das Programm der 215 ausstellenden Galerien einstimmen möchte, kann bald digital erste Einblicke auf der "Galerieplattform_DE" gewinnen. Als spezielles Angebot für Kunstinteressierte, Sammlerinnen und Sammler bietet die Online-Plattform vom 23. Juni bis zum 6. Juli eine Auswahl selektierter Werke von der Klassischen Moderne bis hin zu Positionen der jüngeren Kunstgeschichte.

Die Galerieplattform_DE wird erstmalig als Ergänzung zum Messe-Termin von der art KARLSRUHE bespielt. Das Prinzip ist leicht erklärt: Jede der teilnehmenden Galerien hat die Chance, verschiedene Werke im Vorlauf zur Messe im digitalen Schaufenster anzupreisen. Je ein Kunstwerk kann in den Kategorien „Klassische Moderne“, „Kunst nach 1945“, „Gegenwartskunst“ „Druckgrafik und Auflagenobjekte“ und „Skulptur“ hochgeladen werden. Verkäufe können anschließend im direkten Kontakt zwischen Galerie und potentiellen Kunden abgewickelt werden. „Die Plattform kann das reale Kunsterlebnis vor Ort natürlich nicht ersetzen, es aber sinnvoll ergänzen“, findet Kurator Ewald Karl Schrade.

„Die digitale Werkschau soll die Vorfreude auf unseren Sommertermin steigern. Kunstsammelnde können sich vorab ein Bild vom diesjährigen Spektrum der Positionen machen“, so Schrade weiter. Die Galerieplattform soll als Einladung an alle Kunstinteressierten verstanden werden, in Kontakt mit den Galerien zu treten. Diese Vision passt auch zum Ziel der art KARLSRUHE: den Kunstmarkt wieder näher zusammenzubringen.

2022-04-28
art KARLSRUHE 2022 als Sommeredition
Auch im Programm der 215 ausstellenden Galerien herrscht sommerliche Stimmung, hier das Werk „One Soul“ der Künstlerin Renata Tumarova (vertreten durch die Galerie Rother). © Renata Tumarova/Galerie Rother

Ein sommerliches Kunsterlebnis verspricht die diesjährige art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst. Vom 7. bis 10. Juli 2022 bietet das Karlsruher Messegelände dem internationalen Kunstmarkt bereits zum 19. Mal ein Zuhause. Insgesamt werden 215 renommierte Galerien aus zwölf Ländern in den vier hohen, lichtdurchfluteten Hallen erwartet, die dank ihren zahlreichen One-Artist-Shows und der traditionsreichen Skulpturenplätze viele Anregungen für den Kunstkauf geben. Eröffnete die art KARLSRUHE bisher das Kunstmessejahr im Februar, findet die Veranstaltung dieses Jahr coronabedingt im Juli statt. Nun können sich die Besucherinnen und Besucher zur hellen und warmen Jahreszeit über das gesamte Spektrum der Kunst aus 120 Jahren freuen, flankiert von Werken frisch aus den Ateliers.

Kunst in neuem Licht

Bei sommerlichem Flair verspricht die art KARLSRUHE 2022 bewährte Formate in wortwörtlich neuem Licht. „Ich freue mich sehr auf die sommerliche Ausgabe der art KARLSRUHE. Warmes Licht fällt durch die Fensterbänder in den Hallendecken auf die Kunstwerke, das Grün des Atriums lockt Besucherinnen und Besucher nach draußen und das lange Tageslicht lädt zu einem längeren Aufenthalt auf der Messe ein. Wir werden die Vorteile des Sommers in unserem Konzept berücksichtigen und ein spannungsreiches Messeerlebnis kreieren, das die Menschen nach Karlsruhe, die UNESCO City of Media Arts, einlädt“, versichert Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe.

Besondere Aufmerksamkeit wird der Skulpturengarten der art KARLSRUHE erfahren, der die Besucherinnen und Besucher nach draußen lockt. © Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Besondere Aufmerksamkeit wird der Skulpturengarten – gesponsert von der Vollack Gruppe – auf sich ziehen. Auf der rund 6.800 Quadratmeter großen Grünfläche zwischen den vier Messehallen wird unter freiem Himmel ein gastronomisches Angebot entstehen, welches in Einklang mit den dreidimensionalen Kunstwerken ein sommerliches Ambiente kreiert. Auch die Öffnungszeiten wurden an den neuen Termin der Kunstmesse angepasst. Kunstinteressierte haben nun bis in die hellen Abendstunden die Möglichkeit, der art KARLSRUHE einen Besuch abzustatten. Diese öffnet ihre Tore nun von Freitag (08. Juli) bis Sonntag (10. Juli) jeweils von 11:00 bis 20:00 Uhr. Auch die Vernissage am Donnerstag, den 7. Juli 2022, kann bei Kauf eines entsprechenden Tickets bis 20 Uhr besucht werden.

Rückkehr zum persönlichen Austausch

Das coronabedingte Ausweichen der Messe vom gewohnten Februartermin in den Juli bedeutet außerdem die in der Branche lang ersehnte Rückkehr zur realen Begegnung mit der Kunst. War die art KARLSRUHE 2020 die letzte Kunstmesse, die noch ohne Einschränkungen stattfinden konnte, erhofft man sich durch die Neuterminierung in diesem Jahr einen entspannteren Kunstgenuss. „Gemeinsam mit den Temperaturen steigt auch unsere Vorfreude auf die Juli-Edition der art KARLSRUHE. Wir wollen den Kunstmarkt wieder zusammenbringen“, erklärt Kurator Ewald Karl Schrade. Besonders der persönliche Austausch sei in der Pandemie zu kurz gekommen. Das ist auch die Meinung der ausstellenden Galerien, die laut Schrade gemeinsam mit dem Messeteam darauf hinarbeiten, dass der Kunstsommer in Karlsruhe ein voller Erfolg wird.

In den vier hohen, lichtdurchfluteten Hallen der Messe Karlsruhe entsteht vom 7. bis 10. Juli 2022 ein sommerliches Kunsterlebnis. © Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Sommerliche Stimmung herrscht auch im Kunstwerk "Aufbruch III" von Alireza Varzandeh (welches neben weiteren Titeln des Künstlers bei der Galerie Barbara von Stechow zu sehen sein wird). © Alireza Varzandeh/Galerie Barbara von Stechow

Kunstbetrieb in Zeiten der Krise

Dank der Kunstversicherung der Mannheimer Versicherungen, die auch 2022 mit einem Informationsstand vertreten sein werden, findet alljährlich die Gesprächsreihe ARTIMA art meeting im gleichnamigen Forum in der neu gestalteten Halle 3 statt. Am 7. und 8. Juli (14 Uhr) werden insgesamt sechs Referentinnen und Referenten auftreten und sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Kunstbetrieb mit, gegen und nach Corona“ befassen. Aus der Perspektive ihres Berufsstandes wollen prominente Kunstvermittler wie Werner Tammen, Landesvorsitzender der Berliner Galerien, oder Kurator Kasper König etwa über Herausforderungen der Kunstbranche in Zeiten der Pandemie berichten. „Es lag quasi in der Luft, das traditionsreiche ARTIMA art meeting diesmal der Pandemie und den Folgen für die Branche zu widmen“, erläutert Gabriele Lindinger, Büro für Kunst und Öffentlichkeit des Verlages Lindinger + Schmid. Seit je her konzipiert das Unternehmen die zweitägige Veranstaltungsreihe.

2022-04-07
Hans Platschek-Preis 2022 geht an Osmar Osten
Osmar Osten studierte von 1980 bis 1985 Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Seither hat er in zahlreichen deutschen wie internationalen Galerien und Musseen ausgestellt. Foto: Uta Brettschneider.

Dem Preisträger Osmar Osten wird die Auszeichnung gleich am Eröffnungstag der internationalen Kunstmesse überreicht: Die Preisverleihung ist für Donnerstag (7. Juli) um 17:00 Uhr im ARTIMA art Forum der neu gestalteten Halle 3 terminiert.

Genau wie die Stiftung erinnert auch der Preis an Leben und Werk seines Namensgebers, den vor über 20 Jahren verstorbenen Maler und Schriftsteller Hans Platschek. Der 1923 in Berlin geborene und 2000 in Hamburg gestorbene Künstler galt zeitlebens als kritischer Vor- und Nachdenker künstlerischer Positionen nach dem zweiten Weltkrieg. Die Stiftung zu seinen Ehren wurde 2005 vom Anwalt und Nachlassverwalter Kurt Groenewold gegründet. Neben ihm besteht der momentane Vorstand der Hamburger Stiftung aus Bettina Steinbrügge (Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean) sowie Sebastian Giesen (Hermann-Reemtsma-Stiftung).

Dass der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift immer wieder Malerinnen und Malern, Bildhauerinnen und Bildhauern überreicht wurde, die selbst mit dem Wort arbeiten, kommt nicht von ungefähr. Von Helga Schmidhuber (2020), Monica Bonvicini (2019) über Jonathan Meese (2017) bis zu Werner Büttner (2011) – insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstler wurden jeweils von einer Jurorin oder einem Juror nominiert und konnten anlässlich der Preisvergabe auf der art KARLSRUHE im Rahmen einer Sonderschau ihr Werk in den Dialog mit Arbeiten von Platschek setzen. Jüngst wurde der Preis der Malerin Monika Baer (2021) zuteil.

Der diesjährige Hans Platschek Preis geht an den Chemnitzer Künstler Osmar Osten. Foto: Barbara Klemm.

Am 7. Juli 2022 reiht sich der Chemnitzer Künstler Osmar Osten in die Riege der Preisträger. Angefangen mit einer Ausbildung zum Landschaftsgärtner, studierte Osten von 1980 bis 1985 Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Neben einer langjährigen Zusammenarbeit mit der Galerie „Salvatore e Caroline Ala“ in Mailand stellte er in zahlreichen deutschen wie internationalen Galerien und Museen aus. Die Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, Ulrike Lorenz, beobachtet die künstlerische Entwicklung von Osmar Osten seit Jahrzehnten. Dass sie sich als Platschek-Preis-Jurorin für ihn entschieden hat, dokumentiert sie mit Bedeutung: „Mit seiner postdadaistischen Malerei und in ironischen Kurztexten bleibt er den Absurditäten der menschlichen Existenz unbeeindruckt auf der Spur. Ein geistesgegenwärtiger Zeitgenosse mit menschenfreundlicher Lust am Grotesken.“

Loth-Skulpturenpreis – gestiftet von der L-Bank – zum vierten Mal ausgelobt

Neben dem Hans Platschek-Preis zählt auch der von der L-Bank geförderte Loth-Skulpturenpreis zum Rahmenprogramm der diesjährigen Sommerausgabe der art KARLSRUHE. Zuletzt wurde der Preis 2020 vergeben. Damals durfte sich Künstler Gary Schlingheider, vertreten von der Galerie Burster (Berlin), über die Auszeichnung freuen. Den mit 20.000 Euro dotierten Preis vergibt eine Fachjury an einen der insgesamt 24 Skulpturenplätze. Diese zählen zu den unverwechselbaren Eigenheiten der Kunstmesse. Mit dem Preis werden Galerie und Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am Freitag (8. Juli 2022, 17 Uhr) beim ARTIMA art Forum in Halle 3 statt.

Preis für die beste One-Artist-Show

Abgerundet werden die Preisverleihungen durch den art KARLSRUHE-Preis für die beste One-Artist-Show der Messe. Mit der Auszeichnung würdigen das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe gleichermaßen einen Künstler und einen Galeristen. Im Gegenwert von 15.000 Euro werden Werke aus der ausgezeichneten Einzelpräsentation für die art KARLSRUHE-Collection erworben, welche die Städtische Galerie Karlsruhe verwaltet. Letztmalige Preisträgerin war die Künstlerin Annette Kelm sowie die Berliner Galerie König. Auf der art KARLSRUHE 2022 wird der Preis am Samstag (9. Juli 2022, 11 Uhr) beim ARTIMA art Forum in Halle 3 vergeben.

2022-01-10
Neuer Termin: art KARLSRUHE findet vom 7. bis 10. Juli 2022 statt

Die am 20. Dezember 2021 in Kraft getretene, aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg untersagt das Durchführen von Messen in der Alarmstufe II, in welcher sich Baden-Württemberg seit dem 4. Dezember 2021 befindet und deren Maßnahmen laut der momentanen Kommunikation des Landes wahrscheinlich auch bei einer Unterschreitung der Grenzwerte bis auf Weiteres verlängert werden.

Hinzu kommt die schnelle Verbreitung der Omikron-Variante, welche gesellschaftlich für Verunsicherung sorgt. Unter diesen Voraussetzungen ist die Planungssicherheit für eine Messe dieser Größenordnung für alle Messebeteiligten – Ausstellende, Dienstleister, Partner und den Veranstalter selbst – nicht mehr gegeben. In engem Austausch mit den Galerien, Beiräten und Partnern entscheidet sich die Messe Karlsruhe daher für eine Verschiebung der Kunstmesse in den Sommer.

„Gerne hätten wir unseren erfolgreichen Messe-Restart vom vergangenen Herbst fortgesetzt und dem Kunstmarkt mit der art KARLSRUHE eine Plattform zum gewohnten Frühjahrstermin geboten”, betont Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. „Mit der Neu-Terminierung möchten wir unseren Galeristen, Besuchern und Partnern eine verlässliche Planung ermöglichen und dem Messebetrieb, in einer bis dahin hoffentlich endemischen Situation, ein Stück Normalität zurückgeben. Das Verlegen auf den Sommertermin sehen wir dabei als Chance, die Messe zu einer hellen und warmen Jahreszeit neu und in einem – sprichwörtlich – anderen Licht zu erleben und die Kunst und den Austausch unbeschwerter zu genießen.”

Auch Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE betont die Notwendigkeit der Verschiebung: „Der größte Teil der Vorbereitungen für die art KARLSRUHE war getroffen und die Vorfreude bei den Galeristen auf den persönlichen Austausch mit Sammlern und Kunstfreunden war riesig. Wir merken aber auch, dass viele Menschen einem Messebesuch aktuell zurückhaltend gegenüberstehen. Unter diesen Voraussetzungen ist der befreite Kunstgenuss nur schwer möglich.” Aus diesem Grund sieht auch er das neue Messedatum als Möglichkeit, die persönliche Begegnung mit der Kunst neu zu denken: “Von der Verschiebung erhoffen wir uns nicht nur eine bessere Planbarkeit, sondern auch ein sommerliches Kunsterlebnis, das bewährte Formate wie den von der Vollack Gruppe gesponserten Skulpturengarten neu in Szene setzt und so zum längeren Verweilen im Freien einlädt.”

Bisher gekaufte Tickets für die art KARLSRUHE behalten ihre Gültigkeit.

2021-12-01
Eine Feier des Weiblichen in der Kunst
Maria Lucia und Ingo Klöcker neben einer maskenartigen Skulptur von Leiko Ikemura (
Maria Lucia und Ingo Klöcker neben einer maskenartigen Skulptur von Leiko Ikemura ("Kitsune Blue", 2011, VG Bild-Kunst Bonn 2021), im Hintergrund das Gemälde "The Last Droplets of the Day", 2015 der Malerin Aleah Chapin. Foto:Wolfgang Stahr

Die traditionelle Sonderschau der kommenden art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst steht ganz im Zeichen der Weiblichkeit: Unter dem Titel „Frauen: Sammlung Klöcker“ zeigt das gleichnamige Ehepaar eine repräsentative Auswahl ihrer Privatsammlung künstlerischer Frauendarstellungen. Nachdem die Sonderschau bereits 2021 gezeigt werden sollte, erfährt die Sammlung Klöcker nun die ihr gebührende Würdigung auf der 19. Ausgabe der art KARLSRUHE. In der neugestalteten Halle „Kunst & Kommunikation“ wird sie auf rund 300 Quadratmetern vom 17. bis 20. Februar zu sehen sein.

Anmerkung [Stand 11. Januar 2022] - Coronabedingt findet die art KARLSRUHE dieses Jahr in einer Sommeredition statt. Das neue Messedatum ist der 07.-10. Juli 2022.

Freundinnen von Sigmar Polke, 1967. Foto: Martin Url
Freundinnen von Sigmar Polke, 1967. Foto: Martin Url

Sammlung bietet großes Spektrum an Positionen

Maria Lucia und Ingo Klöcker, beide promovierte Juristen aus Bad Homburg, begannen Ende der 1980er mit dem Kunsterwerb. Von Anfang an ging es dabei um Frauendarstellungen in der Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Das Weibliche in der Kunst zieht sich daher wie ein roter Faden durch die ganze Kollektion, ob von Künstlerinnen oder Künstlern gemalt oder geformt. Kunst ist für das Sammlerpaar weniger eine Kapitalanlage. „Vorrangig müssen uns die Kunstwerke persönlich berühren, überzeugen, im privaten Umfeld zur Anregung und zur Auseinandersetzung führen“, so Maria Lucia Klöcker. Die seit rund vier Jahrzehnten zusammengetragene Sammlung vereint sowohl das Schaffen weniger bekannter Künstler als auch Werke renommierter Maler und Bildhauer. Das Spektrum der Positionen ist nicht nur international geprägt, sondern auch weit gefächert: Von Stephan Balkenhol, Erich Fischl, Franz Gertsch, Alex Katz und Thomas Schütte bis zu Erich Kissing, Wolfgang Mattheuer, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Arno Rink. Naturgemäß sind auch viele Malerinnen, Fotografinnen und Bildhauerinnen vertreten, darunter Aleah Chapin, Leiko Ikemura, Cornelia Schleime, Kiki Smith und Nancy Spero.

Aleah Chapin, The Last Droplets of the Day, Foto: Martin Url
Aleah Chapin, The Last Droplets of the Day, Foto: Martin Url

Gemeinsam die Liebe zur Kunst pflegen

Bei der Auswahl ihrer Werke kommt es den Klöckers vor allem auf künstlerische Expertise an. So eint die unterschiedlichen und stilistisch breit gefächerten Bilder und Plastiken ihre hohe handwerkliche Qualität: „Wichtiges Sammlungskriterium wurde die virtuose Beherrschung der künstlerischen Techniken“, erläutert Ingo Klöcker. Außerdem legen die Bad Homburger viel Wert auf die Suche nach überzeitlichen Positionen. „Jenseits des wechselnden Zeitgeschmacks zu sammeln, das war von Anfang an ein Anliegen.“ Die gemeinsame Liebe zur Kunst ist dabei nicht weniger wichtig. Bereits als Jugendliche hatten beide viel gezeichnet und gemalt, ehe sie während ihres Studiums begannen, als Duo die Kunstwelt zu entdecken. Aus diesem Grund ist die Sonderschau der art KARLSRUHE 2022 auch als biographischer Spiegel des Sammler-Ehepaares zu verstehen. Die Sammlung Klöcker ermöglicht einen vertieften Einblick in die Leidenschaft und das Engagement des privaten Sammelns. Damit reiht sie sich optimal in die Auswahl vergangener namhafter Sonderausstellungen wie Frieder Burda (2018), Peter C. Ruppert (2019) oder Hans-Peter Haas (2020).

Weiterer Höhepunkt: Sonderschau Druckgrafik

Die Sammlung Klöcker ist nicht das einzige Highlight in der neugestalteten Halle 3. Neben der Museumsmeile und dem ARTIMA art meeting findet sich dort auch die jährliche Sonderschau Druckgrafik, die druckgrafische Werke aus dem Programm der ausstellenden Galerien präsentiert. Druckgrafik, auch als Einsteigermedium bekannt, diente bereits zahlreichen etablierten Sammlern als Medium zur Annäherung an die Kunst. Die Sonderschau auf der art KARLSRUHE bietet die Möglichkeit, einen Einstieg in die Sammelleidenschaft zu finden oder die bereits bestehende Sammlung um hochkarätige Original-Grafiken zu ergänzen. Abgerundet wird das Programm durch die Preisverleihung sowie die dazugehörige Sonderausstellung der Hans Platschek-Stiftung, welche sowohl Kunstwerke des Preisträgers als auch von diesem kuratierte Werke Hans Platscheks zeigt.

Über die Messe

Die art KARLSRUHE spannt als Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst den Bogen über 120 Jahre Kunstgeschichte. Nationale sowie internationale Galerien zeigen die Bandbreite des Kunstmarktes – von dem kompletten Spektrum der Kunst des 20. Jahrhunderts bis hin zu Werken frisch aus den Ateliers. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal in den luftigen, lichtdurchfluteten Messehallen ist die einzigartige Aufplanung von Galerien im Wechselspiel mit großzügig angelegten Skulpturenplätzen und One-Artist-Shows, die den Fokus auf das künstlerische Schaffen Einzelner legen. Die nationale und internationale Strahlkraft der art KARLSRUHE spricht sowohl etablierte Sammler als auch Kunstmarkteinsteiger an und ist fest in der Kulturstadt Karlsruhe verankert. Im Zusammenspiel mit renommierten Museen und Kulturinstitutionen der Stadt Karlsruhe sowie der umliegenden Region erzeugt sie ein besonderes Kunsterlebnis.

2021-10-28
Beirat juriert 213 Galerien aus 13 Ländern
Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Ein Alleinstellungsmerkmal der Messe ist die einzigartige Aufplanung von Galerien im Wechselspiel mit großzügig angelegten Skulpturenplätzen. Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Endlich ist der persönliche Austausch wieder möglich. Die Rückkehr zu einer realen Begegnung mit der Kunst wird sowohl von Ausstellenden, Sammlern und Sammlerinnen, Kunstschaffenden und Publikum begrüßt. Mit Blick auf die kommende art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst (17. bis 20. Februar 2022) hat nun der siebenköpfige Beirat unter der Leitung von Kurator Ewald Karl Schrade und Messechefin Britta Wirtz die teilnehmenden Galerien juriert. Insgesamt werden 213 national und international renommierte Galerien aus dreizehn Ländern ihr Programm auf der Messe präsentieren.

Anmerkung [Stand 11. Januar 2022] - Coronabedingt findet die diesjährige art KARLSRUHE in einer Sommeredition statt. Das neue Messedatum ist der 07.-10. Juli 2022. Im Sommer werden 215 Galerien aus zwölf Ländern ihr Programm präsentieren.

National und international renommierte Galerien

Die diesjährige Ausstellerliste vereint erneut Galerien aller Sparten – von der Klassischen Moderne bis zur jüngsten Gegenwartskunst. Renommierte Galerien wie Baumgarte (Bielefeld), Ludorff (Düsseldorf), Friese (Berlin), Maulberger (München), Osper (Köln), Rotermund (Hamburg), Schwarzer (Düsseldorf) und van der Koelen (Mainz) sind darunter. Auch international ist die diesjährige art KARLSRUHE gut aufgestellt, beispielsweise mit Cortina (Barcelona), Fontana (Amsterdam), Gilden’s Art (London), Gimpel & Müller (Paris), Anna Laudel (Istanbul), Morone (Mailand), Prinz (Madrid) und Várfok (Budapest).

Eine Vielzahl bekannter Künstler und Künstlerinnen wird durch die unterschiedlichen Programme der zugelassenen Galerien auf der art KARLSRUHE vertreten sein: Von Josef Albers und Salvador Dali über Otto Dix und Max Liebermann bis zu Pablo Picasso und Kurt Schwitters. Im Segment der etablierten Gegenwartskunst sind Georg Baselitz und Franz Gertsch, Heinz Mack und Neo Rauch, Gerhard Richter und Günther Uecker vertreten. Auffällig viele Künstlerinnen präsentieren ihre Werke. Hier spannt sich der Bogen von Miriam Cahn und Katharina Grosse über Xenia Hausner und Candida Höfer bis zu Karin Kneffel und Cornelia Schleime.

So wird vom Expressionismus über Informel, ZERO und Pop bis zu Positionen jüngster, auch politisch engagierter Kunst das gesamte stilistische Spektrum aus 120 Jahren geboten.

Neue Hallenstruktur zur art KARLSRUHE 2022

Ein Alleinstellungsmerkmal der Messe ist die einzigartige Aufplanung von Galerien im Wechselspiel mit großzügig angelegten Skulpturenplätzen. 2022 werden insgesamt 24 Skulpturenplätze auf der Messe zu sehen sein. Neu ist in diesem Jahr eine veränderte Anordnung der gewohnten vier Messehallen. Neben den Schwerpunkthallen Klassische Moderne, Kunst nach 1945, Druckgrafik und Contemporary finden die Besuchenden nun eine eigene Halle für die Themen Sonderausstellungen, Museumspräsentationen und Talks inkl. einem großzügigen Restaurantbereich. Unter dem Motto „Kunst und Kommunikation“ lädt die neu gestaltete Halle zum Verweilen ein und bietet viel Raum für neue Entdeckungen und neue Gewohnheiten auf der art KARLSRUHE 2022.

Frauen: Sammlung Klöcker

In Halle 3 ist ebenfalls die jährlich wechselnde Sonderschau der art KARLSRUHE zu verorten. Auf der kommenden Messe steht sie unter dem Titel „Frauen: Sammlung Klöcker“. Maria Lucia und Ingo Klöcker, beide promovierte Juristen aus Bad Homburg, begannen Ende der 1980er mit dem Kunst-Erwerb und von Anfang an ging es um Frauendarstellungen in der Nachkriegs- und Gegenwartskunst. Das Weibliche in der Kunst zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Kollektion des Sammlerpaares, ob von Künstlerinnen oder Künstlern gemalt oder geformt. Eine repräsentative Auswahl wird im Rahmen der traditionellen Sonderausstellung auf rund 300 Quadratmetern zu sehen sein. Nachdem die Sonderschau bereits 2021 gezeigt werden sollte, erfährt die Sammlung Klöcker nun im Februar 2022 endlich die ihr gebührende Würdigung auf der art KARLSRUHE.

2021-09-16
Save the Date: art KARLSRUHE 2022
Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner
Die art KARLSRUHE - Klassische Moderne und Gegenwartskunst findet vom 17. bis 20. Februar in den Karlsruher Messehallen statt. Foto: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

Die Messe Karlsruhe feiert in diesen Tagen den Re-Start ihres Eigenmesseportfolios. Mit der Begeisterung über den Start der Messesaison steigt auch die Vorfreude auf die nächste art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst, die vom 17. bis 20. Februar 2022 in der Messe Karlsruhe stattfindet. Die Aussteller wurden trotz des Wegfalls der Präsenzmesse 2021 nicht für die kommende Veranstaltung übernommen, sondern es wird für die Messe 2022 neu juriert. Somit haben alle Galerien, die sich bis zum 27. September bewerben die Chance, an der art KARLSRUHE teilzunehmen.

Anmerkung [Stand 11. Januar 2022] - Coronabedingt findet die diesjährige art KARLSRUHE in einer Sommeredition statt. Das neue Messedatum ist der 07.-10. Juli 2022.

Projektleiterin Olga Blaß: „Wir haben dieses Jahr bereits sehr zahlreiche Einreichungen erhalten und freuen uns über viele Galerien, die wieder und erstmals auf der art KARLSRUHE ausstellen möchten. Neubewerber sind uns auch dieses Jahr wieder herzlich willkommen.“ Kurator Ewald Karl Schrade ergänzt: „Der Zuspruch für unsere Kunstmesse ist ungebrochen groß. Nach einer so langen Zeit, in der die direkte Begegnung mit der Kunst gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich war, freuen sich alle auf den persönlichen Austausch und darauf, Kunst wieder hautnah zu erleben.“ Unter der Leitung von Kurator Ewald Karl Schrade und Messechefin Britta Wirtz kommt der siebenköpfige Beirat Mitte Oktober zusammen, um die ausstellenden Galerien zu jurieren.

Galerien können von Förderprogramm profitieren

Die Corona-Pandemie hat die Kultur- und Kreativwirtschaft mit besonderer Härte getroffen. Galeristen und Galeristinnen hatten in den letzten anderthalb Jahren mit enormen Umsatzeinbußen zu kämpfen. Das Rettungspaket des Bundes unterstützt Galerien mit dem Förderprogramm Neustart Kultur. Im Rahmen des Programms sind nun auch Messeteilnahmen förderungsfähig, und so profitieren Galerien auf der art KARLSRUHE von einer kostengünstigen Beteiligung. Die Aussteller dürfen sich über Standmietenrabatte freuen, die durch das Förderprogramm Neustart Kultur ermöglicht werden. Somit werden Galerien, die für die Kunstmesse zugelassen sind, entlastet und haben die Chance, ihr Geschäft wieder anzukurbeln – ohne ein eventuelles finanzielles Risiko eingehen zu müssen.

Transformationsprozess art KARLSRUHE

Die art KARLSRUHE geht nicht nur im Bereich der Kulturförderung neue Wege. Auch die Leitung der Kunstmesse befindet sich in einem Transformationsprozess. Nach der zwanzigsten Ausgabe der art KARLSRUHE - im Jahr 2023 - wird der Kurator und Gründer der Messe, Ewald Karl Schrade, den Staffelstab der Leitung dieser Messe in bewährte und neue Hände übergeben. Bis zu diesem Zeitpunkt werden Ewald Karl Schrade und Britta Wirtz, die Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, gemeinsam den nun eingeleiteten Transformationsprozess gestalten, der die zukünftige Leitung der Kunstmesse neu definiert.

Seit 2004 führt Ewald Karl Schrade die art KARLSRUHE als Kurator und Projektleiter und verhalf der Messe zu hochgradiger Anerkennung und Akzeptanz im Kunstmarkt. Bereits 2017 hat Olga Blaß in enger Abstimmung mit dem Kurator die Rolle der Projektleitung für die Veranstaltung übernommen. Das nun gemeinsam ausgearbeitete, künftige Konzept ist, die bisherigen Tätigkeiten Ewald Karl Schrades sukzessive in die Hände eines Teams aus externer künstlerischer Leitung und einer auf Augenhöhe positionierten Leitung seitens der Messe Karlsruhe zu legen.

Nach der art KARLSRUHE 2022 wird die Suche nach einer externen künstlerischen Leitung beginnen. Diese wird nach der Veranstaltung 2023 das Team der Messe Karlsruhe um den versierten Blick auf das externe Marktgeschehen ergänzen.

Verleihung des Hans Platschek-Preises 2022 wieder in Karlsruhe

Der renommierte Hans Platschek-Preis für Kunst und Schrift wird seit 2008 jährlich auf der art KARLSRUHE verliehen. Da die Messe im Februar dieses Jahres aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie üblich stattfinden konnte, fand die Preisverleihung außerplanmäßig im Kunstverein in Hamburg statt. Die Malerin Monika Baer ist die diesjährige Preisträgerin des Hans Platschek-Preises. Wer die Auszeichnung erhält, bestimmt ein jährlich wechselnder autonom entscheidender Juror. Die Einzeljurorin und somit auch Laudatorin 2021 ist Christina Végh, Leiterin der Kunsthalle Bielefeld. Platschek-Preisträger waren bereits Jonathan Meese, Monica Bonvicini, Michael Kunze und Helga Schmidhuber (2020). Im kommenden Jahr wird der Preis der Hans Platschek-Stiftung wieder auf der art KARLSRUHE verliehen.

2021-07-23
Transformationsprozess gestartet: art KARLSRUHE zukünftig mit bewährten und neuen Leitungsfunktionen

Bis zu diesem Zeitpunkt werden Ewald Karl Schrade und Britta Wirtz, die Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, gemeinsam den nun eingeleiteten Transformationsprozess gestalten, der die zukünftige Leitung der Kunstmesse neu definiert.

Seit 2004 führt Ewald Karl Schrade die art KARLSRUHE als Kurator und Projektleiter und verhalf der Messe zu hochgradiger Anerkennung und Akzeptanz im Kunstmarkt. Bereits 2017 hat Olga Blaß in enger Abstimmung mit dem Kurator die Rolle der Projektleitung für die Veranstaltung übernommen. Das nun gemeinsam ausgearbeitete künftige Konzept ist, die bisherigen Tätigkeiten Ewald Karl Schrades sukzessive in die Hände eines Teams aus externer künstlerischer Leitung und einer auf Augenhöhe positionierten Leitung seitens der Messe Karlsruhe zu legen.

Nach der art KARLSRUHE 2022 wird die Suche nach einer externen künstlerischen Leitung beginnen. Diese wird nach der Veranstaltung 2023 das Team der Messe Karlsruhe um den versierten Blick auf das externe Marktgeschehen ergänzen.

Britta Wirtz dazu: „Diese neue Rollenverteilung sehen die Messe Karlsruhe ebenso wie Kurator Ewald Karl Schrade als Garant dafür, den hohen Kompetenzaufbau beim Team der Messe Karlsruhe über die vergangenen zwanzig Jahre gewinnbringend zu nutzen. Gleichzeitig wird die explizite Ausrichtung an den Bedürfnissen aller unserer Kunden als entscheidendes Kriterium für den Erfolg von Messen, fortgeschrieben.“

Ewald Karl Schrade - von je her Galerist und Messemacher -, wird seine Leidenschaft für die Kunst und deren Vorankommen nach der Messe 2023 wieder verstärkt seinen beiden Galerien in Schloß Mochental und Karlsruhe widmen und der art KARLSRUHE als ausstellender Galerist erhalten bleiben.

Ewald Karl Schrade:„Ich freue mich, den jetzt angestoßenen Prozess gemeinsam mit der Geschäftsführerin Britta Wirtz, der Projektleiterin Olga Blaß und dem Team der Messe Karlsruhe auf einen guten Weg zu bringen. Nach meiner letzten Messe als Kurator werde ich die art KARLSRUHE aus einer veränderten Perspektive erleben und es sicher auch genießen, ohne die Verantwortung für die organisatorischen Prozesse nur noch meinen eigenen Messestand zu betreuen.“

2021-05-17
art KARLSRUHE selections bringt das Messeerlebnis nach Hause und in die Galerien vor Ort
Mosaikbild art KARLSRUHE selections
Galerienprogramm der art KARLSRUHE selections 2021 Foto: Messe Karlsruhe/art KARLSRUHE selections 2021

Eine Selektion, eine inspirierende Auswahl, ein Konzentrat des Messegeschehens: Die diesjährige art KARLSRUHE musste aus bekannten Gründen abgesagt werden. Stattdessen bietet die Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst auf ihrer Website ein Programm, das Kunstinteressierte informiert und unterhält, inspiriert und verbindet. Vom 20. bis 23. Mai hilft art KARLSRUHE selections die Zeit zu überbrücken, bis man sich wieder persönlich begegnen kann. Die 18. art KARLSRUHE findet somit als Onlineprogramm art KARLSRUHE selections statt. Zudem zeigen die teilnehmenden Galerien reale Ausstellungen mit für die art KARLSRUHE vorgesehenen Künstlern und Projekten.

Infotalks art KALRSRUHE selections 2021

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe zum Konzept der art KARLSRUHE selections: „Die art KARLSRUHE ist eine Kunstmesse, die ihre Bedeutung auch in der unmittelbaren Auseinandersetzung der Besucher mit den Kunstwerken findet. Natürlich lässt sich nicht alles zeigen, was die Messe selbst geboten hätte. Es geht darum, einen Ausschnitt zu präsentieren, eben eine ausgewählte Selection“. Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE ergänzt: „So bauen wir in diesem Jahr auf ein Digitalprogramm – begleitet von realen Ausstellungen in den Galerien selbst, um die Kontakte zwischen Künstlern, Galeristen und Sammlern aufrechtzuhalten. Wir sind auch in der Krise ein verlässlicher Partner für unsere Aussteller. 2022 wollen wir die art KARLSRUHE dann wieder als Präsenzmesse feiern und parallel die digitale Vernetzung zum Nutzen aller weiterführen“.

Digitales Kunsterlebnis art KARLSRUHE selections

Die Messe Karlsruhe hat gemeinsam mit dem ZEIT Weltkunst Verlag und weiteren Partnern, wie den auf der Messe als Guides langjährig tätigen Kunsthistorikern der Firma gcc culture consulting und ARTIMA – der Kunstversicherung der Mannheimer ein viertägiges Online-Programm entwickelt: Es kommen sowohl Galeristen als auch Sammler und Künstler zu Wort. Die Themen spiegeln die Ausrichtung der Messe wider und behandeln unter anderem die aktuell besonderen Herausforderungen im Kunstbetrieb, beispielsweise das analoge Sammeln in digitalen Zeiten.

Die art KARLSRUHE selections startet täglich mit dem ARTIMA Talk ihr Programm. An den traditionell auf der Messe stattfindenden ARTIMA art Meetings kann so auch digital teilgenommen werden. Lisa Zeitz, Chefredakteurin der Weltkunst, und Matthias Ehlert, stellv. Chefredakteur der Weltkunst, treffen jeweils im Wechsel eine Persönlichkeit der Kunstwelt und beleuchten im Gespräch mit ihr eine wichtige Dimension des Kunstmarkts: Handeln, Sammeln, Vermitteln und künstlerische Kreativität. Die Gäste der Videotalks sind: Thole Rotermund als Galerist und Vorstandsmitglied des Bundesverbands Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V., Maria Lucia und Ingo Klöcker, Sammlerehepaar aus Bad Homburg, die auf der diesjährigen Messe die Sonderschau gezeigt hätten, sowie Johann Holten, Leiter der Kunsthalle Mannheim sowie die Künstlerin Karin Sander.

Anschließend können die Besucher der Webseite bei „Kunsttour im Duett“ einen vertiefenden Einblick in das Programm der zugelassenen Galerien erhalten. Die 45-minütigen, digitalen Führungen der Kunsthistoriker führen die Themen der Talks weiter und behandeln bspw. Konzeptkunst oder Frauendarstellungen in der Kunst. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, Fragen zu den gezeigten Werken und dem Galerienprogramm zu stellen.

Im anschließenden Expertenpodcast geht Kunstjournalist Dr. Sebastian Preuß auf Sendung. Er beantwortet die wichtigsten Fragen für Sammler und solche, die es werden wollen. Zudem gibt es im Rahmen der art KARLSRUHE selections an zwei Clubhouse-Abenden die Gelegenheit zum Austausch mit anderen Kunstinteressierten. Die Teilnehmer erwartet am Vorabend der art KARLSRUHE selections – sozusagen als Preview – interessante Geschichten zum Thema: „Warum wir Vernissagen lieben?“ sowie am Freitagabend eine Bilanz zu „virtuelles Messeerlebnis – ein Erfahrungsaustausch“.

Die Teilnahme am gesamten Digitalprogramm ist kostenfrei und spontan über die Webseite der art KARLSRUHE möglich.

Europaweite Sonderausstellungen der art KARLSRUHE-Galerien

Auch in den Galerien vor Ort wird die Kunstmesse erlebbar sein. Die für die art KARLSRUHE zugelassenen Galerien veranstalten vor oder während des kommenden Pfingstwochenendes Sonderausstellungen und kleinere Events. Einige Galerien haben eigens ihre Räumlichkeiten erweitert, um eine Sonderausstellung für die art KARLSRUHE selections zu realisieren. Sie rücken Künstler und Projekte in den Fokus, die sie auf der art KARLSRUHE 2021 präsentieren wollten, und zeigen für die Kunstmesse vorgesehene Werke. Viele der für die Messe geplanten One-Artist-Shows sind in den teilnehmenden Galerien zu sehen. Insgesamt beteiligen sich rund 50 Galerien aus ganz Europa. Eine gute Übersicht, in welchen Städten die Galerien geöffnet haben und was sie zeigen, bietet die Webseite der art KARLSRUHE, sodass Besucher sich leicht über die „art KARLSRUHE selections in ihrer Stadt informieren können.

Die 19. Ausgabe der art KARLSRUHE findet vom 17. bis 20. Februar 2022 statt und spannt einen Bogen über 120 Jahre Kunstgeschichte. Die Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst bleibt damit ihrem gewohnten Termin zu Beginn des Kunstmessejahres treu.

2021-04-20
art KARLSRUHE selections
Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Der Termin für die nächste art KARLSRUHE steht jetzt fest: Vom 17. bis 20. Februar 2022 spannt die 18. Ausgabe der Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst den Bogen über 120 Jahre Kunstgeschichte und bleibt damit ihrem gewohnten Termin zu Beginn des Kunstmessejahres treu. Da die diesjährige art KARLSRUHE aufgrund der fehlenden Öffnungsperspektive für das Messe- und Veranstaltungswesen abgesagt werden musste, finden nun die art KARLSRUHE selections rund um den ursprünglich geplanten Messetermin im Mai statt. Die Messe Karlsruhe hat gemeinsam mit Ausstellern und Partnern ein kostenfreies Digitalprogramm entwickelt. Zudem zeigen die teilnehmenden Galerien Sonderausstellungen mit für die art KARLSRUHE vorgesehenen Künstlern und Projekten.

„Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Aussteller zu unterstützen und den Besuchern und Begleitern der Messe eine digitale Plattform für Information und Diskussion zu bieten. Die art KARLSRUHE selections sind ein Konzentrat des Messegeschehens und wird online ebenso wie in den teilnehmenden Galerien spannende Akzente setzen. Insbesondere da wir aktuell auf Kunstmessen verzichten müssen, wollen wir für ein noch stärkeres Gemeinschaftsgefühl in der Kunstlandschaft sorgen“, erklären Geschäftsführerin Britta Wirtz und der Kurator art KARLSRUHE, Ewald Karl Schrade.

art KARLSRUHE selections

Vom 20. bis 23. Mai setzen die art KARLSRUHE selections auf einen Mix aus Formaten zur Information und Kunstvermittlung sowie Diskussion: Es kommen sowohl Galeristen als auch Sammler und Künstler zu Wort. Neben den ARTIMA Talks zu unterschiedlichen Kunstmarktthemen können die Besucher der Webseite an digitalen Führungen von Kunsthistorikern teilnehmen. Die Führungen beleuchten das Programm der zugelassenen Galerien mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen. Die Themen der Talks und Führungen behandeln unter anderem die aktuell besonderen Herausforderungen im Kunstbetrieb, das analoge Sammeln in digitalen Zeiten oder auch thematische Schwerpunkte wie die Frauen in der Kunst. Weitere digitale Highlights sind ein Podcast sowie Treffpunkt und Diskussion auf Clubhouse. Die Teilnahme am Digitalprogramm, das in Zusammenarbeit mit dem ZEIT Weltkunst Verlag entsteht, ist kostenfrei und spontan über die Webseite der art KARLSRUHE möglich.

art KARLSRUHE selections in den Galerien vor Ort

Auch offline wird die Kunstmesse erlebbar sein: Viele der für die art KARLSRUHE zugelassenen Galerien veranstalten vor oder während des ursprünglich geplanten Messezeitraums im Mai Sonderausstellungen und kleinere Events in ihrem Räumen. Sie rücken Künstler und Projekte in den Fokus, die auf der art KARLSRUHE 2021 präsentiert werden sollten, und zeigen für die Kunstmesse vorgesehene Werken. Zahlreiche Galerien haben bereits erste Ausstellungen unter dem Motto art KARLSRUHE selections angekündigt. Alle teilnehmenden Galerien werden in Kürze auf der Webseite der art KARLSRUHE präsentiert.

Über die Messe

Die art KARLSRUHE spannt als Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst den Bogen über 120 Jahre Kunstgeschichte. Nationale sowie internationale Galerien zeigen die Bandbreite des Kunstmarktes – von dem kompletten Spektrum der Kunst des 20. Jahrhunderts bis hin zu Werken frisch aus den Ateliers. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal in den luftigen, lichtdurchfluteten Messehallen ist die einzigartige Aufplanung von Galerien im Wechselspiel mit großzügig angelegten Skulpturenplätzen und One-Artist-Shows, die den Fokus auf das künstlerische Schaffen Einzelner legen. Die nationale und internationale Strahlkraft der art KARLSRUHE spricht sowohl etablierte Sammler als auch Kunstmarkteinsteiger an und ist fest in der Kulturstadt Karlsruhe verankert. Im Zusammenspiel mit renommierten Museen und Kulturinstitutionen der Stadt Karlsruhe sowie der umliegenden Region erzeugt sie ein besonderes Kunsterlebnis.

2021-03-01
Fehlende Planungssicherheit führt zur Absage der art KARLSRUHE
Foto: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner
Im Februar 2020 konnte die art KARLSRUHE als einzige Kunstmesse ohne Einschränkungen durchgeführt werden. Foto: Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

Was letztes Jahr gerade noch möglich war, ist es 2021 nun nicht mehr: Die 18. art KARLSRUHE kann nicht wie geplant vom 21. bis 24. Mai stattfinden. Aufgrund der fehlenden Öffnungsperspektive für das Messe- und Veranstaltungswesen und der damit verbundenen mangelnden Planungssicherheit, sieht sich die Messe Karlsruhe zu einer Absage der Kunstmesse gezwungen. Die art KARLSRUHE, die hochkarätige Kunst der letzten 120 Jahre präsentiert, war bereits Ende letzten Jahres in den Mai verschoben worden. Die nächste Ausgabe der Messe findet nun erneut im Februar statt, um damit auch langfristig ihrem gewohnten Termin zu Beginn des Kunstmessejahres treu zu bleiben.

Keine Öffnungsperspektive zum Wiederanlauf des Messegeschäfts

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, begründet die Entscheidung: „Eine Messe erfordert mehrere Monate Vorbereitungszeit aller beteiligter Akteure. Trotz permanent weiterentwickelter und an die aktuelle Lage anpassungsfähiger Corona-Schutzkonzepte gibt es zurzeit keine tragfähigen Öffnungsperspektiven für die Branche, die unseren Kunden, Partnern und Kollegen jetzt die benötigte Planungssicherheit für den Mai 2021 bieten. Deshalb ist eine Absage der diesjährigen art KARLSRUHE leider unumgänglich.“

Kurator Ewald Karl Schrade ist dankbar für die Loyalität der Galeristen in der aktuellen Situation: „Wir haben bis zuletzt gehofft, dass die art KARLSRUHE stattfinden kann und die nötigen Umplanungen vorgenommen. Unsere Galeristen haben uns stets die Treue gehalten und alle Vorbereitungen für ihre Messeauftritte getroffen. Nun freuen wir uns auf ein persönliches Wiedersehen mit ihnen im nächsten Jahr.“ Projektleiterin Olga Blaß ergänzt: „Mit der frühzeitigen Ankündigung, dass die nächste art KARLSRUHE im Februar 2022 stattfinden wird, wollen wir gegenüber allen Messebeteiligten ein verlässlicher Partner sein und bestmögliche Planungssicherheit bieten.“

Online-Highlight im Mai

Nichtsdestotrotz möchte die Messe Karlsruhe den Besuchern und Ausstellern zum geplanten Termin im Mai mit neuen digitalen Lösungen eine Plattform bieten: „Die Kunst braucht die direkte Begegnung. Davon sind wir weiterhin überzeugt. Aktuell entwickeln wir passende hybride und digitale Formate, die die Messe vor Ort ergänzen und auch über die Pandemie hinaus Bestand haben“, erläutert Projektleiterin Olga Blaß. Mit individuellen Formaten will die art KARLSRUHE auch zuhause Freude an der Kunst verbreiten.

Über die Messe

Die art KARLSRUHE spannt als Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst den Bogen über 120 Jahre Kunstgeschichte. Nationale sowie internationale Galerien zeigen die Bandbreite des Kunstmarktes – von dem kompletten Spektrum der Kunst des 20. Jahrhunderts bis hin zu Werken frisch aus den Ateliers. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal in den luftigen, lichtdurchfluteten Messehallen ist die einzigartige Aufplanung von Galerien im Wechselspiel mit großzügig angelegten Skulpturenplätzen und One-Artist-Shows, die den Fokus auf das künstlerische Schaffen Einzelner legen. Die nationale und internationale Strahlkraft der art KARLSRUHE spricht sowohl etablierte Sammler als auch Kunstmarkteinsteiger an und ist fest in der Kulturstadt Karlsruhe verankert. Im Zusammenspiel mit renommierten Museen und Kulturinstitutionen der Stadt Karlsruhe sowie der umliegenden Region erzeugt sie ein besonderes Kunsterlebnis.

2020-11-04
Neuer Termin: art KARLSRUHE auf 21. bis 24. Mai 2021 verschoben

Der aktuelle Verlauf der Corona-Pandemie sowie die einschneidenden Maßnahmen für das öffentliche Leben, die die Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten mit Beginn dieser Woche in Kraft setzte, sind der Grund, dass die Messe Karlsruhe ihr Veranstaltungsportfolio im Januar und Februar 2021 vorausschauend neu terminiert.

„Wir haben nach zahlreichen Gesprächen mit Ausstellern, Sponsoren und Beiräten einschließlich natürlich unserem Kurator Ewald Karl Schrade nach Terminen in unserem Kalender gesucht, die für die art KARLSRUHE passen und von der Branche akzeptiert werden“, erklärt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. „Die neue Terminierung soll zur Verbesserung der Planungssicherheit für alle Beteiligten führen. Es ist uns wichtig, dass das Vertrauen von Ausstellern, Besuchern und Partnern in die Planbarkeit von Messebeteiligungen erhalten bleibt. Unsere frühzeitige Entscheidung, die art KARLSRUHE neu zu terminieren, ist im Interesse aller. Wir haben mit der Neu-Terminierung die Interessen unserer Aussteller in den Mittelpunkt unserer Entscheidung gestellt.“

Die art KARLSRUHE sollte ursprünglich vom 25. bis 28. Februar 2021 in der Messe Karlsruhe stattfinden.

Über die Messe

Die art KARLSRUHE (21. bis 24. Mai 2021) spannt als Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst den Bogen über 120 Jahre Kunstgeschichte. Nationale sowie internationale Galerien zeigen die Bandbreite des Kunstmarktes – von dem kompletten Spektrum der Kunst des 20. Jahrhunderts bis hin zu Werken frisch aus den Ateliers. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal in den luftigen, lichtdurchfluteten Messehallen ist die einzigartige Aufplanung von Galerien im Wechselspiel mit großzügig angelegten Skulpturenplätzen und One-Artist-Shows, die den Fokus auf das künstlerische Schaffen Einzelner legen. Die nationale und internationale Strahlkraft der art KARLSRUHE spricht sowohl etablierte Sammler als auch Kunstmarkteinsteiger an und ist fest in der Kulturstadt Karlsruhe verankert. Im Zusammenspiel mit renommierten Museen und Kulturinstitutionen der Stadt Karlsruhe sowie der umliegenden Region erzeugt sie ein besonderes Kunsterlebnis.

2020-09-24
Kunst braucht die direkte Begegnung

Die Messe Karlsruhe arbeitet unter Hochdruck an der art KARLSRUHE, die vom 25. bis 28. Februar 2021 stattfinden wird.

Besucher vor Werken von Lotte Laserstein
Besucher vor Werken von Lotte Laserstein. Foto: MK, Jürgen Rösner

Zuletzt, im Februar dieses Jahres, konnte die art KARLSRUHE noch uneingeschränkt und erfolgreich durchgeführt werden, bevor weltweit wegen der Ausbreitung der Corona-Pandemie sämtliche Messen abgesagt werden mussten. Allmählich kommt wieder Bewegung in den Kunstmarkt; nach und nach starten allerorten die Planungen.

„Messen funktionieren auch in der Pandemie. Die im Zusammenleben täglich erprobten Regeln sind auch auf Messen abbildbar. Das erleben wir aktuell nicht nur in Berlin und Düsseldorf, sondern auch in Karlsruhe. Die Sehnsucht nach persönlicher Auseinandersetzung mit Kunst ist in den letzten Monaten gewachsen. Insofern freuen wir uns, dass wir dies mit der art KARLSRUHE zum Jahresauftakt ermöglichen können. Denn es braucht genau diese Plattform, damit der Kunsthandel wieder durchstarten kann. Kunst braucht die direkte Begegnung“, sind sich Messechefin Britta Wirtz und Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE, einig.

Preview wird auf zwei Tage ausgeweitet / Bewerbungsschluss am 12.10.

Für die kommende art KARLSRUHE werden die bestehenden Konzepte angepasst. „Was feststeht ist, dass wir die Preview für geladene Gäste und Medienvertreter auf zwei Tage ausweiten werden. Somit starten wir bereits am Dienstag, um die Besucher besser zu verteilen und intensive Begegnungen mit der Kunst in entspannter Atmosphäre zu ermöglichen“, betont Projektleiterin Olga Blaß. „Außerdem entwickeln wir ein individuelles Konzept mit erweiterten räumlichen Flächen, ergänzenden digitalen Lösungen sowie Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Unsere 17 Meter hohen und zusätzlich mit Frischluft zuführbaren Messehallen kommen uns sehr zu gute. Bei allen Überlegungen steht für uns die Sicherheit und Gesundheit aller Teilnehmenden im Vordergrund“, fügt Olga Blaß ergänzend hinzu.

Unter der Leitung von Kurator Ewald Karl Schrade und Messechefin Britta Wirtz kommt der siebenköpfige Beirat Ende Oktober zusammen, um die ausstellenden Galerien zu jurieren. Die Bewerbungsphase wurde in diesem Jahr um vier Wochen verlängert, um den Galerien eine bestmögliche Planungssicherheit einzuräumen. „Zahlreiche Bewerbungen sind bereits eingetroffen, und aus persönlichen Gesprächen mit den Galeristen nehmen wir mit, dass der Zuspruch für die art KARLSRUHE 2021 sehr groß ist“, so Olga Blaß. Einreichungsschluss für Bewerbungsunterlagen ist der 12. Oktober.

Über die Messe

Die art KARLSRUHE (25. bis 28. Februar 2021) eröffnet das Kunstmessejahr in Deutschland und spannt als Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst den Bogen über 120 Jahre Kunstgeschichte. Nationale sowie internationale Galerien zeigen die Bandbreite des Kunstmarktes – von dem kompletten Spektrum der Kunst des 20. Jahrhunderts bis hin zu Werken frisch aus den Ateliers. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal in den luftigen, lichtdurchfluteten Messehallen ist die einzigartige Aufplanung von Galerien im Wechselspiel mit großzügig angelegten Skulpturenplätzen und One-Artist-Shows, die den Fokus auf das künstlerische Schaffen Einzelner legen. Die nationale und internationale Strahlkraft der art KARLSRUHE spricht sowohl etablierte Sammler als auch Kunstmarkteinsteiger an und ist fest in der Kulturstadt Karlsruhe verankert. Im Zusammenspiel mit renommierten Museen und Kulturinstitutionen der Stadt Karlsruhe sowie der umliegenden Region erzeugt sie ein besonderes Kunsterlebnis.

2020-02-16
Galeristen verkaufen an neue Sammler
Die 17. Ausgabe der art KARLSRUHE zog rund 50.000 Kunstsammler und -interessierte in die Karlsruher Messehallen. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Die 17. Ausgabe der art KARLSRUHE zog rund 50.000 Kunstsammler und -interessierte in die Karlsruher Messehallen. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Die 17. Ausgabe der art KARLSRUHE zog rund 50.000 Kunstsammler und -interessierte in die Karlsruher Messehallen. Vom 13. bis 16. Februar wurden die Hallen zum Schau- und Marktplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren. 210 national und international renommierte Galerien aus 15 Ländern präsentierten ihr Programm – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst. Der Bedeutungszuwachs der Messe zeigt sich insbesondere in der gestiegenen Teilnahme internationaler Galerien und den längeren Anreisewegen, vor allem der Erstbesucher. Viele Aussteller loben das gute Geschäft mit neuen Sammlern.

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, erklärt den konzeptionellen Ansatz der Kunstmesse: „In Karlsruhe wird aus Leidenschaft zur Kunst gekauft. Unsere gleichbleibend hohen Besucherzahlen und die große Zufriedenheit der Besucher und Aussteller bekräftigen unser Konzept. Wir sehen uns als die vielleicht demokratischste Kunstmesse: Die art KARLSRUHE versteht es trefflich, einen Bogen zu spannen zwischen arrivierter Kunst und künstlerisch wertvollen Positionen, über die Menschen den Weg zum Sammeln finden.“ Passend dazu würdigte die Messe die Druckgrafik in diesem Jahr mit der Präsentation der Sammlung Stiftung Hans-Peter Haas, dem bedeutendsten Siebdrucker Deutschlands, die große Resonanz erfuhr.

Einen wichtigen Fokus legt die art KARLSRUHE traditionsgemäß auf die Skulptur und deren Zusammenspiel mit den anderen gezeigten Gattungen der bildenden Kunst. Kurator Ewald Karl Schrade zur Gestaltung der diesjährigen Messe: „Ich freue mich, dass wir mit unserem Konzept so erfolgreich sind. Wir haben dieses Jahr noch besser sortiert, was unsere Hallenschwerpunkte betrifft, und gleichzeitig ein harmonisches Messebild geschaffen – insbesondere durch das Zusammenspiel von zweidimensionaler Kunst und der Skulptur.“ Die traditionellen, raumgebenden zwanzig Skulpturenplätze wurden flankiert von einem Skulpturengarten im Atrium – unterstützt von der Vollack Gruppe. Die art KARLSRUHE hat außerdem zum dritten Mal den Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank vergeben. Dieser ging an den Künstler Gary Schlingheider und an die Galerie Burster (Berlin, Karlsruhe).

Skulpturenplatz von kunsthandel Osper zeigt Werke von hannes Helmke. Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Skulpturenplatz von kunsthandel Osper zeigt Werke von hannes Helmke. Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Zahlreiche Verkäufe und fachkundiges Publikum

Für die Galerie Ludorff (Düsseldorf) verlief die diesjährige art KARLSRUHE sehr erfolgreich. Manuel Ludorff: „Wir haben zwei sehr große Objekte verkauft, worüber wir sehr glücklich sind – ein großes Bild von Karin Kneffel für 180.000 Euro und von August Macke ein Aquarell für 550.000 Euro. Das sind natürlich echte Highlights, die man nicht jeden Tag verkauft. Hier trifft man eben auf Sammler, die auch Objekte in diesen Dimensionen erwerben.“ Auch der Kunsthandel Osper (Köln) freut sich über gute Verkäufe während des gesamten Messeverlaufs. Knut Osper: „Wir hatten das Glück, dass wir in den ersten zwei Stunden das teuerste Bild verkauft haben – einen Gerhard Richter für 850.000 Euro. Danach lief auch noch einiges und auch an den letzten Tagen haben wir nochmal gut verkauft.“ Sechsstellige Verkäufe im Bereich der Klassischen Moderne verzeichnet auch Thole Rotermund Kunsthandel (Hamburg).

Kirsten Floss von der Galerie Floss und Schulz (Köln) lobt insbesondere das Publikum: „Unsere Sorge ist, dass unsere Sammlerschaft veraltet. Deshalb ist es schön zu sehen, dass dieses Jahr 30- bis 40-Jährige mit Budget durch die Hallen laufen, die auch kaufen wollen. Wir haben viele eingehende Gespräche geführt, es gibt ein großes Interesse und auch neue Kunden. Wir haben bewusst auf Anbahnung gesetzt und unsere Erwartungen wurden erfüllt.“ Auch die Galerie Feldbusch, Wiesner und Rudolph (Berlin) sind mit ihrer Erstteilnahme an der art KARLSRUHE sehr zufrieden. Andreas Wiesner: „Wir haben nur an Neukunden verkauft, das ist für uns sehr wichtig. Wir hatten sehr gute Resonanz auf unsere Präsentation und werden auch wiederkommen.“

Kirsten Eggers von der Galerie König: „Wir freuen uns unglaublich, dass wir mit Annette Kelms Einzelpräsentation den art KARLSRUHE Preis für die beste One-Artist-Show gewonnen haben. Und insbesondere darüber, dass dieser Preis mit einem Museumsankauf verbunden ist. Wir haben viele unserer Sammler hier getroffen und haben außerdem zwei Arbeiten von Annette Kelm und Peter Dreher verkauft.“

Neuzugang Gad Edery von der Galerie Gadcollection aus Paris: „Dies ist meine erste Messe in Deutschland, ich sehe eine Menge toller Kunst hier, wir befinden uns in guter Umgebung und, ich muss sagen, das deutsche Publikum ist sehr an hochklassiger Fotografie interessiert. Wir konnten Einiges an Neukunden verkaufen und ein neues Publikum erreichen. Menschen aus ganz Deutschland, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und sogar aus Argentinien kamen zu unserem Stand.“

Der Bedeutungszuwachs der Messe zeigt sich insbesondere in der gestiegenen Teilnahme internationaler Galerien und den längeren Anreisewegen, vor allem der Erstbesucher. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Der Bedeutungszuwachs der Messe zeigt sich insbesondere in der gestiegenen Teilnahme internationaler Galerien und den längeren Anreisewegen, vor allem der Erstbesucher. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Starke weibliche Positionen in den Hallen und auf dem Podium

Viele Galerien brachten dieses Jahr bekannte Künstlerinnen mit nach Karlsruhe. Kunsthandel Dr. Nöth zeigte Werke von Lotte Laserstein, Galerie Friese aus Berlin hängte Arbeiten von Franziska Holstein. Galerie Cyprian Brenner stellte mit der Nadel gefilzte Skulpturen von Stefanie Ehrenfried aus. Die Werke von Helga Schmidhuber wurden mit dem Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift gewürdigt, der bereits das dreizehnte Mal auf der Messe vergeben wurde.

Auch die Talks auf der art KARLSRUHE rückten Frauen im Kunstmarkt stärker in den Fokus. Im SWR 2 Talk beschrieb Karin Kneffel ihren Weg zur Kunst: „Ich glaube schon, dass es schwieriger ist, sich als Frau durchzusetzen. Ich hatte einen Glauben an die Malerei und kam dann in die Klasse von Richter – dort hat man alles in Frage gestellt. Ich wollte einen offenen Blick auf die Welt haben und habe mir deshalb die von außen an mich herangetragenen Verbote nicht zu Eigen gemacht.“ Bildhauerin Vera Röhm diskutierte im ARTIMA art meeting über die Rolle der Kunst insbesondere für heutige, gesellschaftliche Diskurse: „Künstlerinnen und Künstler haben zweifelsohne eine besondere Verantwortung. Wir haben die Verantwortung, Werke zu machen, die eine Interpretation dieser Welt liefern und den Menschen die Möglichkeit geben, eine andere Sichtweise anzunehmen.“

In Karlsruhe besteht ein agiler Kontakt zwischen der Messe und der Stadt; ein Kulturdialog, der während der art KARLSRUHE jährlich einen Höhepunkt erreicht. Die Verleihung des Titels UNESCO City of Media Arts an die Stadt Karlsruhe Ende 2019 bestätigt das Engagement von Messe und Stadt für die Kunst. Über die Auszeichnung und die Bedeutung der Medienkunst sprach Christiane Riedel, Geschäftsführerin des ZKM (Zentrum für Kunst und Medien), in den Monopol Talks: „Das ZKM will der Prado der Medienkunst werden, damit die Menschen auch in 500 Jahren von unserer Expertise profitieren können. Das ZKM ist für die Zukunft gegründet: Wir transportieren die Vergangenheit in die Zukunft.“

Die nächste art KARLSRUHE findet vom 25. bis 28. Februar 2021 in der Messe Karlsruhe statt.

2020-02-14
art KARLSRUHE: Starke künstlerische Positionen gewürdigt
 Die Galeristin Rita Burster (Berlin, Karlsruhe) und der Künstler Gary Schlingheider dürfen sich über die diesjährige Auszeichnung mit dem Loth-Skulpturenpreis freuen. Foto:Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Die Galeristin Rita Burster (Berlin, Karlsruhe) und der Künstler Gary Schlingheider dürfen sich über die diesjährige Auszeichnung mit dem Loth-Skulpturenpreis freuen. Foto:Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Seit mittlerweile dreizehn Jahren werden auf der art KARLSRUHE (noch bis 16. Februar) der gleichnamige Preis sowie der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift verliehen. Bereits zum dritten Mal wird der Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – ausgelobt, der den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE auszeichnet.

Loth-Skulpturenpreis geht an Galeristin Rita Burster und Künstler Gary Schlingheider

Den von der L-Bank gesponserten und mit 20 000 Euro dotierten Preis vergibt die Fachjury für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE. Die Galeristin Rita Burster (Berlin, Karlsruhe) und der Künstler Gary Schlingheider dürfen sich über die diesjährige Auszeichnung freuen. Mit dem Loth-Skulpturenpreis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet.

Die Fachjury begründete ihre Wahl wie folgt: „Die Jury schätzt die Leichtigkeit und Frische von Gary Schlingheiders raumbestimmenden und -definierenden farbigen Stahlelementen. Spielerisch, aber dennoch ernsthaft, öffnen und umgrenzen Schlingheiders Skulpturen Innen- und Außenräume. Sie geben dem Betrachter die Möglichkeit, sich mittels seiner Phantasie selbst neue Räume und Raumwirkungen zu erschließen. Baukastengleich können die Stabelemente an anderem Ort in unterschiedlichen Längen, Winkeln und Farben zu neuen Skulpturen gefügt werden. Dies macht es dem Künstler möglich, auf unterschiedlichste Räume einzugehen. Dabei hilft ihm ein Modellkasten mit farbigen Miniaturteilen bei seiner Skulptur-Raum-Planung. Die noch junge Galerie Burster, Berlin/Karlsruhe, hat mit viel Mut für Neues und hohem materiellem Engagement der Messe einen Kunstgenuss ermöglicht, für den wir uns alle bedanken.“ Gary Schlingheider, geboren 1983 in Detmold, lebt und arbeitet in Berlin und Ostwestfalen.

Der Skulpturenpreis ist nach dem Künstler Wilhelm Loth (1920 – 1993) benannt. 1958 wurde er als Leiter einer Bildhauerklasse an die Kunstakademie in Karlsruhe berufen, an der er seit 1960 als Professor bis zu seiner Emeritierung 1986 wirkte. Die Fachjury besteht aus Dr. Pia Dornacher (Leitung Museum Lothar Fischer, Neumarkt), Alexander Heil (Nachlassverwaltung Wilhelm Loth, Karlsruhe), Johan Holten (Direktor der Kunsthalle Mannheim) und Peter Weibel (Direktor des ZKM – Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe).

Die Galerie König und die Künstlerin Annette Kelm sind die Preisträger des artKARLSRUHE-Preises, der die beste One-Artist-Show auszeichnet. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Die Galerie König und die Künstlerin Annette Kelm sind die Preisträger des artKARLSRUHE-Preises, der die beste One-Artist-Show auszeichnet. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

art KARLSRUHE-Preis geht an Galerist Johann König und Künstlerin Annette Kelm

Die Gewinner des dreizehnten art KARLSRUHE-Preises, der gemeinsam vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe vergeben wird und mit 15 000 Euro dotiert ist, stehen fest: Der Galerist Johann König (Berlin, London, Tokio) überzeugte die Fachjury mit der One-Artist-Show der Künstlerin Annette Kelm. Die Fachjury wählte aus den 193 One-Artist-Shows der Messe die überzeugendste Einzelpräsentation. Verliehen wird der Preis am Sonntag (16. Februar) um 11:00 Uhr im ARTIMA art Forum in der dm-arena/Halle 4. Nach Ansicht der vier Jurorinnen und drei Juroren zeichnen sich Kelms Fotoarbeiten durch eine Vielschichtigkeit aus, die nach und nach aus den ästhetisch klug balancierten Szenerien ihrer Fotos hervortreten. Die Fachjury weiter: „Einzelne Details und kleine formale Irritationen führen über die unmittelbare Anschauung hinaus und öffnen den Blick für historische oder gesellschaftliche Zusammenhänge, die die eigentliche semantische Matrix der Aufnahmen bilden. So verweist etwa die Serie ‚Travertinsäulen, Recyclingpark Neckartal‘ (2019) auf die NS-Zeit und ein Bauvorhaben des späteren Rüstungsministers Albert Speer, während Arbeiten wie ‚20 Deutsche Mark‘ (2019) an mögliche Risse im Sozialgefüge der Bundesrepublik Deutschland denken lassen.“ Annette Kelm ist 1975 in Stuttgart geboren und hat ihren Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Berlin.

Die Jury lobte die hohe Qualität der diesjährigen One-Artist-Shows und betonte die schwierige Entscheidungsfindung. Auf Anraten der Jury hat sich die Messe Karlsruhe – in Abstimmung mit Land und Stadt – dazu entschieden, zwei weitere Galerien und deren ausgestellte Künstler mit einer Anerkennung zu würdigen. Die Messe Karlsruhe vergibt ein Preisgeld von je 1 000 Euro an den Galeristen Bernd Bentler (Bonn) mit seiner One-Artist-Show des Künstlers Michael Cleff sowie an die Galerie Voss (Düsseldorf) mit der Einzelpräsentation des Künstlers Peter Uka.

Die Fachjury besteht aus Dr. Brigitte Baumstark (Direktorin Städtische Galerie Karlsruhe), Dorothee Baer-Bogenschütz (Journalistin), Anja Casser (Leiterin des Badischen Kunstvereins Karlsruhe e.V.), Michael Hübl (Journalist), Prof. Dr. Pia Müller-Tamm (Direktorin Staatliche Kunsthalle Karlsruhe), Prof. Werner Pokorny (Künstler), Michael Sieber (Staatssekretär a. D.).

Helga Schmidhuber ist die Preisträgerin des Hand Platschek Preis für Kunst und Schrift. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Helga Schmidhuber ist die Preisträgerin des Hand Platschek Preis für Kunst und Schrift. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Helga Schmidhuber erhält Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift

Zum dreizehnten Mal wurde am Donnerstag (13. Februar) auf der art KARLSRUHE der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift vergeben. Der diesjährige Einzeljuror und somit auch Laudator Alexander Klar (Direktor der Kunsthalle Hamburg) wählte in diesem Jahr die Künstlerin Helga Schmidhuber aus. „Helga Schmidhuber schafft auf sehr gesellschaftliche Art politische Kunst. In ihren Arbeiten sind die Menschen auffällig abwesend. Der Tierchorus vor dem Betrachter erinnert an das Gegenüber in der Welt. Ihre Assemblagen sind eine Mischung aus Fetisch, Altar und Endlichkeit, die von ihren Bildern zusammengehalten werden. Das Schönste an ihnen ist das Schwebende, Unerklärliche. Sie entstehen mit Zufall.“

2020-02-13
art KARLSRUHE: Starker Auftakt in den Kunstfrühling
Döbele Kunst zeigt auf dem Skulpturenplatz der Galerie Werke von Angelika Summa. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Döbele Kunst zeigt auf dem Skulpturenplatz der Galerie Werke von Angelika Summa. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

„Die art KARLSRUHE überzeugt mit ihrem Profil und uns geht es nicht um Spekulation, nicht darum, den Markt anzuheizen, sondern um die Vermittlung besonderer Werte“, mit diesen Worten eröffnete die Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Britta Wirtz, die 17. Ausgabe der art KARLSRUHE. Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, ergänzt: „Die Massen strömen jedes Jahr zur art KARLSRUHE, ohne dass es eine Massenveranstaltung ist.“ Kurator Ewald Karl Schrade betonte zur Eröffnung: „Kunst hat an Popularität gewonnen, hat aber bis heute eine breite Streuung nötig.“ Noch bis Sonntag (16. Februar) zeigen insgesamt 210 Galerien aus 15 Ländern ihr Programm – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst.

Noch bis Sonntag (16. Februar) zeigen insgesamt 210 Galerien aus 15 Ländern ihr Programm – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst. Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Noch bis Sonntag (16. Februar) zeigen insgesamt 210 Galerien aus 15 Ländern ihr Programm – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst. Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Gute Verkäufe bei etablierten und neuen Galerien

Die art KARLSRUHE kann auch in ihrer 17. Auflage zahlreiche renommierte Neuzugänge verzeichnen. Die Galerie Behning & Niehues von Sylt sind mit ihrem Erstauftritt in Karlsruhe sehr zufrieden. Galerie-Inhaber David Behning betont: „Wir konnten bereits eine Installation verkaufen, die eigentlich als schwer zu verkaufen galt. Das freut mich besonders. Wir haben sehr gute Gespräche geführt, es kommen sehr offene und wirklich interessierte Leute an unseren Stand.“ Die Besucherin Camilla Bonath-Voelkel bestätigt Behnings Wahrnehmung. Sie ist von den Neuzugängen der art KARLSRUHE begeistert: „Dieses Mal ist die art KARLSRUHE erfrischend neu: Neue Künstler, neue Galerien – es ist sehr spannend, durch die Hallen zu flanieren.“

Auch Bert Schlichtenmaier, Inhaber der langjährig ausstellenden Galerie Schlichtenmaier, attestiert die kauffreudige Stimmung: „Zunächst mal waren wir sehr zufrieden, von Beginn an hatten wir hervorragende Besucher am Stand. Es waren wichtige Sammler da und das Schöne war, dass es nicht beim Gespräch geblieben, sondern auch zu Verkäufen gekommen ist. Viele Sammler von jung bis alt und aus allen Regionen waren anwesend und das ist es auch, was die Lebendigkeit dieser Messe ausmacht.“

Der Galerist Dr. Michael Nöth stellt erstmals an der Messe aus und hängt u. a. Werke von Lotte Laserstein. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Der Galerist Dr. Michael Nöth stellt erstmals an der Messe aus und hängt u. a. Werke von Lotte Laserstein. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Peter Konschake, Inhaber der Galerie STP, resümiert die Preview: „Wir sind das erste Mal in der Halle 3. Es ist ein sehr fachkundiges, sehr interessiertes Publikum hier. Das merkt man auch an den Verkäufen, dass heute ein guter Tag ist. Wir haben schon Etliches verkauft und verzeichnen viele Nachfragen. Die Leute können viel sehen und viel entdecken und für jeden ist etwas dabei. Wir liegen mit den Verkäufen aktuell im fünfstelligen Bereich, da ist für eine Fotogalerie sehr gut.“

Auch auf internationaler Ebene kann die art KARLSRUHE einige Zuwächse verzeichnen. GADcollection aus Paris und Brita Prinz Arte aus Madrid sind zwei der insgesamt 59 ausländischen Galerien, die auf der diesjährigen art KARLSRUHE ausstellen. Dass sich eine erneute Messeteilnahme auszahlt, erlebt die Galerie Anna Laudel aus Istanbul. „Wir sind das zweite Mal auf der art KARLSRUHE und habe einige Künstler mitgebracht, die wir auch letztes Mal ausgestellt hatten. Durch den Wiedererkennungswert sind viele Käufer zurückgekommen und haben erneut gekauft. Wir konnten schon einige Arbeiten verkaufen und sind mit dem Publikum am Stand sehr zufrieden. Auch einige Kunsthistoriker und Kuratoren haben uns besucht“, berichtet Galerie-Inhaberin Binnaz Gül Yeter-Nakkas zufrieden.

2020-02-10
art KARLSRUHE 2020 – Klassische Moderne und Gegenwartskunst
Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner
Die 17. art KARLSRUHE - Klassische Moderne und Gegenwartskunst findet vom 13. bis 16. Februar 2020 in der Messe Karlsruhe statt. Foto: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Die 17. Ausgabe der art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst (13. bis 16. Februar) vereint 210 national sowie international renommierte Galerien aus 15 Ländern in den Karlsruher Messehallen. Die Hallen werden zum Jahresbeginn wieder zum Schau- und Marktplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren. Ein wichtiger Fokus der Kunstmesse liegt auf der dreidimensionalen Kunst. Die traditionellen, raumgebenden zwanzig Skulpturenplätze werden erstmalig flankiert von einem Skulpturengarten im Atrium – gesponsert von der Vollack Gruppe. Die art KARLSRUHE vergibt außerdem zum dritten Mal den Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank.

Die Sonderausstellung der Stiftung Hans-Peter Haas – Serigraphien großer Meister von Ackermann bis Vasarely zeigt, wie der Siebdrucker Hans-Peter Haas (HPH) mit sicherem Blick eine Sammlung druckgrafischer Werke aufgebaut hat, aus der auf der art KARLSRUHE rund 100 Werke gezeigt werden. In direkter Nähe zur Sonderschau Druckgrafik, die 2020 bereits zum vierten Mal stattfindet und für die aus Einreichungen der ausstellenden Galeristen Werke juriert und angeboten werden.

2020 zeigen die ausstellenden Galerien vermehrt weibliche Positionen: Arbeiten von bedeutenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, die zwar Kunstgeschichte mitgeschrieben haben, doch jahrzehntelang von den Museen und teils auch vom Kunsthandel vernachlässigt wurden. Das gilt beispielsweise für die Malerin Lotte Laserstein, die beim erstmals ausstellenden Galeristen Dr. Michel Nöth (Ansbach) im Programm ist oder auch für die Bildhauerin Renée Sintenis, vertreten von der Galerie Ludorff (Düsseldorf).

Für Werke der klassischen Moderne haben sich wieder viele Galeristen entschieden, so dass diese Kunst-Epoche insgesamt stark vertreten ist. Von Lovis Corinth über Max Ernst bis zu Pablo Picasso. International renommierte Galerien der klassischen Moderne wie Cortina (Barcelona) und Gilden’s Art Gallery (London) bringen Spitzenwerke mit. Einen weiteren Schwerpunkt werden Arbeiten der Zero-Bewegung bilden. Allein Heinz Mack und Otto Piene stehen im Fokus von jeweils acht bis zehn Ausstellern. Im Bereich der Gegenwartskunst wird ebenfalls höchste Qualität gezeigt. Viele amerikanische Künstler sind diesmal vertreten, beispielsweise Christo, Julian Schnabel, Cindy Sherman und Richard Serra. Auch Werke der Pop-Artisten stehen zur Verfügung, ob Roy Lichtenstein oder Robert Rauschenberg oder James Rosenquist. Sieben Galerien werden Werke von Andy Warhol zeigen.

Allergrößtes Sammler-Interesse werden einmal mehr die Bilder von Gerhard Richter finden. Der weltweit geschätzte Maler aus Deutschland, wird überwiegend von Ausstellern aus dem Rheinland, darunter Bernd Bentler (Bonn) und die Kunsthandlung Osper (Köln) vertreten. Außer Gerhard Richter sind viele weitere bekannte Künstler der Gegenwart mit Werken vertreten, beispielsweise Georg Baselitz, Miriam Cahn, Katharina Grosse, Jürgen Klauke oder Karin Kneffel.

Mit Werken frisch aus den Ateliers warten die Aussteller im Bereich ContemporaryArt 21 auf. Beispielsweise wird The View dem Künstler Stefan Bircheneder eine One-Artist-Show widmen. Zeitgenössisches findet man aber auch bei der Galerie Mirko Mayer, der seinem Künstler Moritz Karweick eine One Artist Show ausrichtet.

2020-01-29
Interview mit Kurator Ewald Karl Schrade
Kurator Ewald Karl Schrade

Frage: Wie würden Sie die von Ihnen und der Messe Karlsruhe bereits 2004 gegründete art KARLSRUHE charakterisieren? Was zeichnet diese Kunstmesse aus?

Ewald Karl Schrade: Wir haben uns von Anfang an auf den Gedanken eingelassen, dass die Gegenwartskunst ohne die Klassische Moderne nicht vorstellbar ist, dass das Zeitgenössische seine Wurzeln in jener Bilderwelt hat, die Anfang des vergangenen Jahrzehnts vor allem in der Auseinandersetzung mit sichtbarer Wirklichkeit entstand. So können wir mittlerweile 120 Jahre Kunst präsentieren, eben die art KARLSRUHE, die vom Expressionismus über Informel, Pop und ZERO bis zu allerjüngsten Strömungen nichts auslässt.

Frage: Wenn von rund 1 500 Künstlern, vertreten durch 210 Galerien aus 15 Ländern, in vier Messehallen gewiss Tausende von Kunstwerken zu sehen sind, besteht dann nicht die Gefahr, dass die Besucher und vor allem die Sammler maßlos überfordert sind?

Ewald Karl Schrade: Die Gefahr bestünde, wenn wir nicht darauf achten würden, das Angebot zu strukturieren und Orientierung anzubieten. Wir tun das auf allen Ebenen. So bietet die art KARLSRUHE in ihren Hallen jeweils stilistische Schwerpunkte, freilich nicht allzu streng voneinander abgegrenzt, sondern mit der gebotenen Durchlässigkeit. Denn die Kunst selbst findet oft im Übergang der Themen und Disziplinen statt. Und natürlich gibt es – vom übersichtlichen Hallen-Plan über Führungen bis zum hilfreichen Messe-Magazin – reichlich Information, wo was zu finden ist.

Frage: Und was tun Sie, um das umfangreiche Angebot der Aussteller in den einzelnen Hallen zu ordnen? Gibt es da ebenfalls ein Erfolgsrezept, das die art KARLSRUHE ja offenbar hat, wenn sie pro Messe rund 50 000 Besucher zählt?

Ewald Karl Schrade: Jeder Aussteller ist natürlich selbst für seine Stand-Präsentation verantwortlich. Aber ich habe einst zwei wesentliche Gestaltungselemente vorgegeben, die sich auch in diesem Jahr bewähren werden. Erstens: Dank der breiten Gänge und der stets vielbeachteten Skulpturenplätze, die in allen vier Hallen zu entdecken sind, bietet der Rundgang genug Freiraum, auch Orte der Kontemplation. Zweitens: Mit den zahlreichen One-Artist-Shows, die unsere Aussteller gerne an ihren Ständen einrichten, erhält die art KARLSRUHE ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Es zeichnet sich – bei aller Vielfalt – durch eine gewisse Dichte aus, weil einzelne Künstler stark vertreten sind.

Frage: Zum besonderen Charakter der von Ihnen kuratierten und von einem Beirat mitgestalteten Messe gehört Jahr für Jahr großes Engagement, Anregungen zum Sammlungsaufbau zu geben. Was steckt dahinter, wie verwirklichen Sie das Ziel?

Ewald Karl Schrade: In der Tat ist es uns ein Anliegen, dass die Besucher gerne auf dieser Messe einkaufen und die Aussteller folglich gute Umsätze machen können. Mit der groß inszenierten Sonderausstellung einer Privatsammlung (diesmal die Stiftung von Hans-Peter Haas) vermitteln wir, wie bedeutende Kollektionen zusammengestellt werden können, wie sie wachsen. Und mit der Sonderschau Druckgrafik geben wir auch jüngeren Sammlern, den Einsteigern, reichlich Gelegenheit, in Halle 1 preisgünstige Auflagenkunst zu erwerben.

Frage: Auffällig ist, dass die 17. art KARLSRUHE viel Einsatz in Sachen Skulptur zeigt, noch mehr als bislang. Hat das einen besonderen Grund?

Ewald Karl Schrade: Natürlich wird auf der art KARLSRUHE auch weiterhin die Malerei eine entscheidende Rolle spielen, Druckgrafik, Zeichnung und Fotografie inklusive. Aber weil wir, unterstützt vom Sponsor Vollack Gruppe, im begrünten Innenhof der Messe den neuen Skulpturengarten präsentieren werden, wollten wir die anderen Aktivitäten dreidimensionaler Herkunft ebenfalls besonders ins Licht rücken, darunter die schon erwähnten Skulpturenplätze, die nun zum dritten Mal im Fokus des von der L-Bank mit 20 000 Euro dotierten Loth-Skulpturenpreises stehen, sowie das ARTIMA art meeting am 13. und am 14. Februar, diesmal der Skulptur und der Kunst im öffentlichen Raum gewidmet. Unter den Podiumsgästen werden Felix Krämer, der Generaldirektor des Museums Kunstpalast in Düsseldorf, sowie die Bildhauer Olaf Metzel und Vera Röhm sein.

Frage: Apropos Kunstpreise – drei sollen auch 2020 auf der art KARLSRUHE vergeben werden. Welche?

Ewald Karl Schrade: Der genannte Loth-Skulpturenpreis, den zuletzt Jörg Bach und die Galerie Wohlhüter erhielten, im Jahr zuvor Joana Vasconcelos und die Galerie Scheffel, sowie der art KARLSRUHE-Preis, der von Stadt und Land mit 15 000 Euro dotiert ist und Ankäufen für die art KARLSRUHE-Collection dient. Außerdem wird auch diesmal der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift vergeben. Hier steht die Preisträgerin bereits fest: Helga Schmidhuber, ausgewählt vom Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alexander Klar.

2020-01-29
Interview mit Messechefin Britta Wirtz
Messechefin Britta Wirtz
Messechefin Britta Wirtz

Frage: Klassische Moderne und Gegenwartskunst, Malerei und Skulptur, Übersichten und One-Artist-Shows, drinnen und draußen – es scheint so, als würde die art KARLSRUHE auf einem dialektischen Bogen veranstaltet werden. Ist das so?

Britta Wirtz: Es sind weniger die Gegensätze, die uns interessieren. Es sind eher die Gemeinsamkeiten im Spannungsfeld der Zeiten, Themen und Räume, die diese Messe seit vielen Jahren prägen. Gleichwohl bleiben wir in Bewegung, diesmal auch auf der von Ihnen genannten Achse „drinnen/draußen“, indem wir zusätzlich einen Skulpturengarten eröffnen, gesponsert von der Vollack Gruppe.

Frage: Welche Neuigkeiten gibt es zudem? Ist Ihnen als Messechefin im diesjährigen Angebot der Aussteller etwas Besonderes aufgefallen? Gibt es einen Trend, durch die Kunst selbst oder den Kunstbetrieb ausgelöst?

Britta Wirtz: Es lässt sich weltweit auf Messen und Auktionen, in Galerien und Museen beobachten, dass die Kunst von Künstlerinnen endlich die verdiente Anerkennung erfährt, dass der zuvor verengte Blick geweitet wird. So kann ich erfreut bestätigen, dass wir die 17. art KARLSRUHE auch als eine Messe weiblicher Positionen sehen können. Zahlreiche Galeristen kümmern sich verstärkt um Arbeiten von Malerinnen und Bildhauerinnen, und es wird folglich auch reichlich Kunst von renommierten Künstlerinnen geben, darunter Francoise Gilot, Hannah Höch, Käthe Kollwitz, Lotte Laserstein und Tamara de Lempicka. Aber auch die folgende Generation ist stark vertreten. Von Miriam Cahn über Katharina Grosse bis Cindy Sherman – gewissermaßen ein Who’s Who der großen Namen.

Frage: Zu den großen Namen, die auf der diesjährigen art KARLSRUHE auftauchen, gehören erstaunlich viele Doppelbegabungen, beispielsweise Schauspieler, Schriftsteller oder Musiker, die auch malen oder modellieren. Wie kommt das?

Britta Wirtz: Es ist in der Tat so, dass unsere Aussteller jetzt mit vielen kreativen Grenzgängern auftrumpfen, die zusätzliche Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit erwarten lassen. So sind Arbeiten der Literatur-Nobelpreisträger Bob Dylan und Peter Handke angekündigt, so werden die Musiker Till Brönner und Helge Schneider ihre Fotografien oder Objekte ausstellen. Vor Tagen erinnerte ich in einem Gespräch daran, dass wir in Karlsruhe seit langem per Vergabe des Hans Platschek Preises für Kunst und Schrift signalisieren, wie bedeutsam Synergie-Effekte auch im künstlerischen Schaffen sind – zumal es vorrangig um Inhalte, nicht um Techniken geht.

Frage: Unwichtig sind Ihnen die bildnerischen Techniken freilich nicht, wenn Sie beispielsweise per Sonderschau Druckgrafik von der Radierung und der Lithografie über den Holzschnitt bis zum Siebdruck sämtliche Möglichkeiten in herausragenden Exponaten präsentieren lassen, oder?

Britta Wirtz: Das stimmt. Aber wichtiger ist mir, dass die von Ausstellern in dieser Übersicht präsentierten Editionen auch jüngeren Messe-Besuchern, die noch mit bescheidenen Mitteln einkaufen müssen, die Chance geben, etwas zu erwerben, eine Sammlung aufzubauen. Denn die art KARLSRUHE ist eine Messe, die im Blick nach vorn entwickelt wird, die an die Sammler von morgen denken muss.

Frage: Zum Jahreswechsel 2019/2020 haben einige Kunstkritiker eine eher skeptische Bilanz gezogen. Sie sind, bezogen auf den internationalen Kunstmarkt und seine Entwicklung im dritten Jahrzehnt, auffällig vorsichtig. Wie lautet Ihre Prognose, wie sehen Sie die Zukunft der Kunstmärkte?

Britta Wirtz: Wenn ich bedenke, dass der Umsatz der Kunsthändler, weltweit betrachtet, in den vergangenen zehn Jahren nur rund neun Prozent zugelegt hat, sich das Vermögen der reichsten Menschen aber in dieser zurückliegenden Dekade verdoppelt hat, dann lässt sich die Zukunft der Branche leider nicht allzu euphorisch beschreiben. Zweifelsfrei haben einige wenige, wohl maßlos überzogene Höchstpreise für Gegenwartkunst, um die 90 Millionen Dollar, für eine Verzerrung der Zahlen gesorgt. Wir bilden mit der art KARLSUHE aber nicht den hochspekulativen Markt ab.

Wir verstehen uns vielmehr als die vielleicht demokratischste, sozialste Kunstmesse im deutschsprachigen Raum: wir fördern durch niedrigschwellige, aber künstlerisch wertvolle Angebote, dass Menschen zum Kunstbesitzenden werden. Denken wir hier an die Druckgrafik, die ja in diesem Jahr erstmals nicht nur mit der Sonderschau bedacht wird, sondern auch mit der Präsentation der Sammlung Stiftung Hans-Peter Haas, dem wohl bedeutendsten Siebdrucker Deutschlands. In Halle eins sind ebenso die Multiples zu Hause. Auch durch ein solches Angebot wird der Kunstbesitz Vielen ermöglicht. Und: Kunstbesitz macht etwas mit den Menschen. Sie werden zum Fühlen und Denken angeregt. Ganz im beuysschen Sinne liefern wir hier einen Beitrag, und der ist in einer von Demokratie und Recht geprägten Stadt wie Karlsruhe gerade gut aufgehoben.

Frage: Trotzdem müssen Galeristen verkaufen und auf ihre Kosten kommen. Was empfehlen Sie?

Britta Wirtz: Es geht grundsätzlich um ein vernünftiges Maß bei der Preisbildung. Und ich bin froh, dass unser Kurator, Ewald Karl Schrade, der zugleich selbst als Galerist tätig ist, seine Kollegen immer wieder animiert, dabei behutsam zu rechnen. Zwar werden auch auf der art KARLSRUHE durchaus Werke über der Millionen-Grenze angeboten, doch alles in allem beobachte ich hier eine moderate Preisgestaltung in allen Segmenten. Das ist gut so, das dürfte auch ein Grund sein, warum wir in den kommenden Tagen erneut rund 50 000 Besucher erwarten dürfen. Die art KARLSRUHE, so hat es sich herumgesprochen, bietet Herausragendes zu angemessenen Preisen. Und es dreht sich, zum Glück, primär alles um die Kunst. Klartext: Schönheit und Erkenntnis vor Rendite und Spekulation.

2020-01-15
Hans Platschek Preis 2020 geht an Helga Schmidhuber

Dieser erinnert an den vor 20 Jahren verstorbenen Maler und Schriftsteller Hans Platschek, einer der bedeutenden Vor- und Nachdenker, aber auch Kritiker künstlerischer Positionen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Stiftung wurde vom Hamburger Anwalt Kurt Groenewold gegründet und der Vorstand besteht derzeit neben ihm aus Bettina Steinbrügge (Kunstverein Hamburg) und Sebastian Giesen (Hermann-Reemtsma-Stiftung). Im letzten Jahr erhielt Monica Bonvicini den Preis und folgte damit auf Preisträger wie Justin Almquist (2016), Jonathan Meese (2017) oder auch Michael Kunze (2018). Der diesjährige Einzeljuror und somit auch Laudator Alexander Klar (Kunsthalle Hamburg) wählte in diesem Jahr die Künstlerin Helga Schmidhuber aus.

Die 1972 in Wiesbaden geborene Künstlerin studierte Kommunikationsdesign in Wiesbaden und an der Kunstakademie Düsseldorf bei Dieter Krieg und Albert Oehlen, dessen Meisterschülerin sie ist. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, u.a. Markus-Lüpertz-Preis, Preis der Freunde und Förderer der Kunstakademie Düsseldorf und 1. Preis Max-Ernst-Stipendium, Brühl.

Die Arbeiten von Helga Schmidhuber sind als Zyklen und größere Werkgruppen aufgebaut, im Zentrum steht die Malerei, wobei es ihr darum geht, die Möglichkeiten des Malerischen zu erkunden und „akute, selbstverursachte Probleme zu lösen“. Bild- und Realitätsebenen, malerische und graphische Elemente verschränken und überlagern sich zu Deformationen und Verfremdungen.

Die Arbeiten von Helga Schmidhuber werden im Dialog mit ausgewählten Bildern von Hans Platschek am Stand der Stiftung in Halle 1 auf der art KARLSRUHE ausgestellt. Darüber hinaus findet am Donnerstag (13. Februar, 17 Uhr) die Preisverleihung auf der art KARLSRUHE im ARTIMA art Forum statt.

Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank - zum dritten Mal ausgelobt

Auf der letztjährigen art KARLSRUHE durfte sich Jörg Bach, vertreten von der Galerie Wohlhüter (Leibertingen-Thalheim), über den zum zweiten Mal vergebenen Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – freuen. Den mit 20 000 Euro dotierten Preis vergibt eine Fachjury auch auf der art KARLSRUHE 2020 an einen der insgesamt 20 Skulpturenplätzen. Diese zählen zu den unverwechselbaren Eigenheiten der Kunstmesse. Mit dem Preis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am Freitag (14. Februar 2020, 17 Uhr) im ARTIMA art Forum statt.

Preis für die beste One-Artist-Show

Seit 2008 wird jährlich auf der art KARLSRUHE der gleichnamige Preis für die beste One-Artist-Show der Messe vergeben. Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe würdigen damit gleichermaßen einen Künstler und einen Galeristen für die beste One-Artist-Show, welche eine Fachjury auswählt. Im Gegenwert von 15 000 Euro werden Werke aus der ausgezeichneten Einzelpräsentation für die art KARLSRUHE-Collection erworben, die die Städtische Galerie Karlsruhe verwaltet. Letztjährige Preisträgerin war die Künstlerin Myriam Holme mit ihrem Galeristen Bernhard Knaus (Frankfurt). Die Preisverleihung findet am Sonntag (16. Februar, 11 Uhr) im ARTIMA art Forum statt.

2020-01-15
art KARLSRUHE feiert die Skulptur
Skulptur des Künstlers Daniel Wagenblast
Skulptur ist stark im Fokus der kommenden art KARLSRUHE. Auch der Künstler Daniel Wagenblast, dem die Galerie Burster (Karlsruhe/Berlin) 2019 einen Skulpturenplatz widmete, ist wieder dabei. (Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner)

Die 17. Ausgabe der art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst (13. bis 16. Februar) vereint 210 national sowie international renommierte Galerien aus 15 Ländern in den Karlsruher Messehallen. Die Hallen werden zum Jahresbeginn wieder zum Schau- und Marktplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren.

„Mitten im Sammlerland Baden-Württemberg schafft die Messe Karlsruhe jeweils zum Jahresbeginn für fünf Tage einen Hot Spot für die Kunst“, erläutert Messechefin Britta Wirtz. „Die letztjährige Verleihung des Titels UNESCO City of Media Arts an die Stadt Karlsruhe bestätigt uns in unserem Engagement für die Kunst“, ergänzt Britta Wirtz.

Die traditionellen, raumgebenden zwanzig Skulpturenplätze werden erstmalig flankiert von einem Skulpturengarten im Atrium – gesponsert von der Vollack Gruppe. Und um das Thema Skulptur noch stärker in den Fokus zu rücken, befragt Moderator Carl Friedrich Schröer beim 15. ARTIMA art meeting die Bildhauer Olaf Metzel und Vera Röhm zu den Herausforderungen ihres künstlerischen Schaffens und spricht mit Galerist Christian K. Scheffel über seine Leidenschaft für Dreidimensionales. Karl Ewald Schrade, Kurator der Messe von Anbeginn, dazu: „Ich habe mich immer sehr für die dreidimensionale Kunst eingesetzt und freue mich deshalb außerordentlich, dass wir im Rahmen des Skulpturen-Schwerpunkts den Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – zum dritten Mal vergeben können. Und das im Jahr des 100. Geburtstages von Wilhelm Loth.“

Sonderausstellung der Stiftung Hans-Peter Haas – Serigraphien großer Meister von Ackermann bis Vasarely

Max Ackermann, Josef Albers, Christo, Lucio Fontana, HAP Grieshaber, Robert Indiana, Roy Lichtenstein, Günter Fruhtrunk, Niki de Saint Phalle, Otto Piene, Tom Wesselmann – die Liste der Künstler, für die der Siebdrucker Hans-Peter Haas (HPH) seit Ende der 50er Jahre arbeitete, ist lang. Bereits der Maler und Bildhauer Heinz Mack urteilte: „HPH ist der Drucker für die Künstler – und der Künstler unter den Druckern.“ Und mit sicherem Blick hat Haas, der 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, eine Sammlung druckgrafischer Werke aufgebaut, aus der auf der art KARLSRUHE rund 150 Werke gezeigt werden. In direkter Nähe zur Sonderschau Druckgrafik, die 2020 bereits zum vierten Mal stattfindet und für die aus Einlieferungen der ausstellenden Galeristen Werke juriert und angeboten werden.

Einblick in das Programm der Aussteller

Die 210 Aussteller aus 15 Ländern werden in den vier Messehallen das breite Spektrum herausragender Kunstwerke vergangener 120 Jahre bieten, aber auch besondere Schwerpunkte setzen.

Etliche Galeristen haben sich dazu entschieden, Arbeiten von bedeutenden Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts mit nach Karlsruhe zu bringen. Von Künstlerinnen, die zwar Kunstgeschichte mitgeschrieben haben, doch jahrzehntelang von den Museen und teils auch vom Kunsthandel vernachlässigt wurden. Das gilt beispielsweise für die Malerin Lotte Laserstein, die beim erstmals ausstellenden Galeristen Dr. Michel Nöth (Ansbach) im Programm ist oder auch für die Bildhauerin Renée Sintenis, vertreten von der Galerie Ludorff (Düsseldorf). Nöth und Ludorff gehören – zusammen mit dem Kunstkontor Dr. Doris Möllers (Münster) – zu den Ausstellern, die auch Werke von Gabriele Münter im Gepäck haben. Bei Galerie St. Gertrude (Hamburg) wird Hannah Höch gezeigt und bei Varfok (Budapest) Francois Gillot. Weitere Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts wie Tamara de Lempicka und Käthe Kollwitz sind bei Eggerbauer (Köln) und Koch-Westenhoff (Lübeck) vertreten.

Für Werke der klassischen Moderne haben sich wieder viele Galeristen entschieden, so dass diese Kunst-Epoche insgesamt stark vertreten ist. Von Lovis Corinth über Max Ernst bis zu Pablo Picasso, der allein bei 13 Galerien zu sehen ist und dem die Galerie Klaus Benden (Köln) eine One-Artist-Show widmet, hin zu Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner und bis zu Joan Miró: Keiner der bekannten Vertreter wird fehlen. International renommierte Galerien der klassischen Moderne wie Cortina (Barcelona), Gilden’s Art Gallery (London) und Schwarzer (Düsseldorf) bringen Spitzenwerke mit.

Einen weiteren Schwerpunkt werden Arbeiten der Zero-Bewegung bilden. Allein Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker stehen im Fokus von jeweils acht bis zehn Ausstellern. Uecker, der dieses Jahr seinen 90. Geburtstag feiert, widmet die Galerie Dorothea van der Koelen eine One-Artist-Show.

Im Bereich der Gegenwartskunst wird ebenfalls höchste Qualität gezeigt. Viele amerikanische Künstler sind diesmal vertreten, beispielsweise Christo, Alex Katz, Jeff Koons, Julian Schnabel, Cindy Sherman und Richard Serra.

Auch Werke der Pop-Artisten stehen zur Verfügung, ob Roy Lichtenstein oder Robert Rauschenberg, ob James Rosenquist oder Tom Wesselmann. Sieben Galerien werden Werke von Andy Warhol zeigen.

Allergrößtes Sammler-Interesse werden einmal mehr die Bilder von Gerhard Richter finden. Der weltweit geschätzte Maler aus Deutschland, von einem halben Dutzend Galerien angekündigt, wird überwiegend von Ausstellern aus dem Rheinland, darunter Bernd Bentler (Bonn) und die Kunsthandlung Osper (Köln) vertreten. Aber auch die Galerie Hegau Bodensee bringt einen Richter mit nach Karlsruhe.

Außer Gerhard Richter sind viele weitere bekannte Künstler der Gegenwart mit Werken vertreten, beispielsweise Georg Baselitz, Miriam Cahn, Katharina Grosse, Jürgen Klauke, Karin Kneffel, Imi Knoebel, Markus Lüpertz, Julian Opie, Neo Rauch, Anselm Reyle, Sean Scully oder Daniel Spoerri.

Mit Werken frisch aus den Ateliers warten die Aussteller im Bereich ContemporaryArt 21 auf. Beispielsweise wird The View dem Künstler Stefan Bircheneder eine One-Artist-Show widmen. Und die Galerie Tobias Schrade bespielt einen Skulpturenplatz mit den wunderbaren Vogel-Gestalten von Matthias Garff. Zeitgenössisches findet man aber auch in Halle 1 bei der Galerie Mirko Mayer, der seinem Künstler Moritz Karweick eine One Artist Show ausrichtet.

Die kommende art KARLSRUHE wird vermehrt Fotografien, Zeichnungen, Bilder und Objekte von Künstlern anderer Sparten präsentieren, etwa von Musikern, Schauspielern und Schriftstellern. Werke des Musikers und Komponisten Michael Patrick Kelly sind am Stand von Artstar zu haben und Bob Dylan, Blues-Legende und Dichter, der bereits 2016 mit dem Nobelpreis geehrt wurde, gibt es bei Premium Modern Art (Heilbronn). Fotografien von Dieter Nuhr werden bei der Galerie Obrist (Essen) angeboten, und der weltberühmte Jazz-Trompeter Till Brönner zeigt sein fotografisches Werk am Stand der Galerie Alexander Ochs Private (Berlin).

2019-12-05
Ein Festival des Dreidimensionalen

Skulptur im Fokus der art KARLSRUHE 2020

Damals waren es neun Skulpturenplätze, die von ausgewählten Galerien beschickt wurden. Vom 13. – 16. Februar nächsten Jahres werden es 20 Skulpturenplätze sein, die raumgebende Situationen in die hohen, lichtdurchfluteten Hallen bringen und Plätze der Kontemplation zwischen den Messekojen schaffen. Von Beginn an erforderten diese raumgreifenden Kunstwerke, welche stets den Dialog mit der Architektur suchen, einen erheblichen logistischen Aufwand.

Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – wird zum dritten Mal vergeben

Skulptur von Jörg Bach, Preisträger des Loth-Skulpturenpreises 2019
Preisträger des Loth-Skulpturenpreises 2019 war der Künstler Jörg Bach (Galerie Wohlhüter) (Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner)

Um das Engagement der Galeristen und Bildhauer zu würdigen, die alljährlich diese Skulpturen nach Karlsruhe bringen, wurde 2018 der Loth-Skulpturenpreis, der von der L-Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg, gesponsert wird, ins Leben gerufen. Benannt ist der Preis nach dem Karlsruher Akademieprofessor Wilhelm Loth (1920 bis 1993). Eine kompetent besetzte Jury, in der auch 2020 erneut Museumsdirektoren vertreten sind, begutachtet sämtliche Installationen – und hat bereits 2018 mit Joana Vasconcelos (Galerie Scheffel, Bad Homburg) und 2019 mit Jörg Bach (Galerie Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim) wiederholt eine überzeugende Wahl getroffen.

Dass der Loth-Skulpturenpreis stets reichlich Aufmerksamkeit erzeugt, hat zweifellos auch damit zu tun, dass er stattlich dotiert erscheint. Die L-Bank stellt erneut 20 000 Euro Preisgeld zur Verfügung, das gleichermaßen dem Künstler und Galeristen zugutekommt.

Die offizielle Verleihung findet am Freitag, 14. Februar 2020, 17 Uhr, im ARTIMA art Forum in der dm-arena statt.

Skulpturengarten – gesponsert von der Vollack Gruppe – im Atrium

Skulptur von Herbert Mehler
Es gibt 20 der raumgebenden Skulpturenplätze auf der Messe; hier ein Ausschnitt einer Skulptur von Herbert Mehler (Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner)

Neben den in die Hallen integrierten Skulpturenplätzen wird der Skulpturengarten – gesponsert von der Vollack Gruppe – im Atrium der Messe Karlsruhe entstehen und einen weiteren Baustein für das Festival des Dreidimensionalen bilden. Der Skulpturengarten widmet sich ausschließlich Außenplastiken und ergänzt den Rundgang im Innenhof des Messegeländes. Gezeigt werden Skulpturen von ausstellenden Galerien, die auch in der Messe einen Skulpturenplatz bespielen.

Die Karlsruher Vollack Gruppe – Experten für methodische Planung, den Bau sowie für die Revitalisierung nachhaltiger, energieeffizienter Gebäude – mit bundesweit mehreren Standorten ermöglicht als Sponsor den Skulpturengarten und verleiht damit dem eigenen Engagement im Bereich Kunst und Kultur weitere Strahlkraft.

ARTIMA art meeting zum Thema Skulptur

Dank der Kunstversicherung der Mannheimer Versicherungen, die auch 2020 mit einem Informationsstand in Halle 3 der art KARLSRUHE vertreten sein wird, findet alljährlich die Gesprächsreihe ARTIMA art meeting im gleichnamigen Forum in der dm-arena der Messe Karlsruhe statt. Ob Kunstproduktion oder Kunstrezeption, ob Kulturpolitik oder Marktentwicklungen: Seit 15 Jahren werden sämtliche Branchenthemen nach und nach per Podiumsdiskussion oder Einzelgespräch erörtert. Konzipiert von Lindinger + Schmid, vermittelt die Veranstaltungsreihe mithin einen tiefen Einblick in den Kunstbetrieb, und prominente Fachleute sorgen mit markanten Statements für Gesprächsstoff.

Moderator Carl Friedrich Schröer, Kunstkritiker aus Düsseldorf, wird diesmal am 13. und am 14. Februar 2020, jeweils um 13 Uhr und um 15 Uhr, mit seinen Talkgästen über das Thema Skulptur sprechen. Die Besetzung des Podiums ist einmal mehr hochkarätig ausgefallen. Am ersten Messetag wird beispielsweise der Bildhauer Olaf Metzel, der im Dialog mit Schröer seine Erfahrungen im öffentlichen Raum einbringen will, zu Gast sein. Am zweiten Messetag, 14. Februar, werden die Künstlerin Vera Röhm sowie Messe-Kurator Ewald Karl Schrade und Beirat-Mitglied Christian K. Scheffel, Initiator der Skulpturen-Biennale “Blickachsen“, auftreten und ihrerseits über die dreidimensionale Kunst berichten.

2019-11-12
Serigraphien großer Meister von Ackermann bis Vasarely

Sonderausstellung der Sammlung der HPH Stiftung

Unverkennbar ein Wassily Kandinsky: das 1939 entstandene Werk als HPH-Siebdruck für das Deutsche Kinderhilfswerk Foto: Jürgen Burkhardt
Unverkennbar ein Wassily Kandinsky: das 1939 entstandene Werk als HPH-Siebdruck für das Deutsche Kinderhilfswerk Foto: Jürgen Burkhardt

Auf Sonderausstellungen wie die der Sammlung Würth (2017), Frieder Burda (2018) oder Peter C. Ruppert (2019) folgt in 2020 eine Präsentation, die sich speziell dem Medium der Druckgrafik widmet: die Sammlung der HPH Stiftung – Serigraphien großer Meister von Ackermann bis Vasarely. Gezeigt werden rund 100 Arbeiten von international erfolgreichen Künstlern.

HPH – Der Künstler unter den Druckern

Hans-Peter Haas bei der Arbeit in seinem Atelier. Foto: Jürgen Burkhardt
Hans-Peter Haas bei der Arbeit in seinem Atelier. Foto: Jürgen Burkhardt

Hans-Peter Haas (HPH), der 1935 in Stuttgart geboren wurde, lernte den Siebdruck bei Luitpold Domberger, dem Pionier des künstlerischen Siebdrucks. Bereits in jungen Jahren wurde HPH vom Virus Kunst erfasst: Seit über 60 Jahren arbeitet er mit international bekannten Malern und Bildhauern zusammen und erweckt ihre Ideen zum Leben – von Salvador Dalí, Lucio Fontana, Max Ernst und Günther Fruhtrunk bis hin zu Heinz Mack oder Victor Vasarely. Haas Arbeiten zeugen von einer außerordentlich hohen handwerklichen Qualität, was ihm weltweit einen einzigartigen Ruf einbrachte. Der im baden-württembergischen Leinfelden-Echterdingen nach wie vor tätige Präzisionsdrucker wurde 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Eine besondere Aufmerksamkeit erhält die Sammlung der Stiftung auf der kommenden art KARLSRUHE: HPH ist der Künstler unter den Sammlern. Der renommierte Siebdrucker hat über die Jahrzehnte mit unbestechlichem Blick quer durch die Kunstgeschichte gesammelt. Rund 100 Exponate aus der Sammlung werden auf der Messe gezeigt. Der Maler und Bildhauer Heinz Mack urteilte: „HPH ist der Drucker für die Künstler – und der Künstler unter den Druckern.“

Sonderschau Druckgrafik: Kunstwerke für Einsteiger und Experten

Sonderschau Druckgrafik der art KARLSRUHE.
Sonderschau Druckgrafik der art KARLSRUHE. Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

Zusätzlich vereint die Sonderschau Druckgrafik, die seit 2017 fester Bestandteil der Halle 1 ist, druckgrafische Werke aus dem Programm der ausstellenden Galerien. Die Sonderschau verlängert thematisch die gezeigte Sammlung der Stiftung HPH und bietet auf rund 200 Quadratmetern hochkarätige Druckgrafiken, die in der Preisspanne von einem unteren dreistelligen bis zu einem mittleren fünfstelligen Betrag zu erwerben sind. Das Spektrum deckt unterschiedliche Stilrichtungen, Drucktechniken und Auflagen ab: Von den ausstellenden Galerien werden Radierungen, Lithografien, Holzschnitte und Siebdrucke eingereicht und von einer Experten-Kommission für die Ausstellung kuratiert.

Die Druckgrafik, als Einsteigermedium bekannt, diente bereits zahlreichen etablierten Sammlern als Medium zur Annäherung an die Kunst. So bietet auch diese Sonderschau auf der art KARLSRUHE die Möglichkeit, einen Einstieg in die Sammelleidenschaft zu finden oder eine schon bestehende Sammlung um hochkarätige Original-Grafiken zu ergänzen.

2019-10-31
Karlsruhe ist erste deutsche Creative City of Media Arts

Als neues Mitglied des Städtenetzwerks tritt Karlsruhe künftig in einen Austausch mit Großstädten aus der ganzen Welt. Die von der UNESCO ausgewählten Mitglieder des Netzwerks haben Kultur und Kreativität als entscheidenden Teil ihrer eigenen Identität und eine der zentralen Stützen einer nachhaltigen Zukunftsstrategie erkannt. Für den mehr als einjährigen Bewerbungsprozess hatten insgesamt rund 40 Institutionen aus Kultur, Kreativwirtschaft, Forschung, Wissenschaft und der digitalen Open-Source-Szene sowie städtische Gesellschaften und Dienststellen ihre Kräfte gebündelt.

„Das ist ein bedeutender Tag für die Fächerstadt“, sagt Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Mit ihrer Entscheidung erkennt die UNESCO die besonderen Potenziale Karlsruhes als Medienkunst- und Kreativstandort an. Durch die Auszeichnung als UNESCO Creative City of Media Arts schärft Karlsruhe sein Profil als ein führendes Zentrum der universellen Medienkunst, der Digitalwirtschaft und IT-Forschung weiter.“ Mentrup verweist hier auf das jüngste Ranking der EU, das Karlsruhe als Nummer zwei der europäischen Städte bis 500.000 Einwohner bei Kultur und Kreativität einstuft. „Die Stadt gewinnt jetzt international noch mehr an Strahlkraft und Aufmerksamkeit. Mein Dank gilt allen Partnern der Bewerbung", so das Stadtoberhaupt.

Eine Stadt im kulturellen Dialog

Zu den Partnern im Advisory Board im Rahmen der Bewerbung der Stadt gehört auch die Messe Karlsruhe mit der internationalen Kunstmesse art KARLSRUHE. Messechefin Britta Wirtz betont: „In Karlsruhe besteht ein agiler Kontakt zwischen der Messe und der Stadt; ein Kulturdialog, der besonders während der art KARLSRUHE einen Höhepunkt erreicht und den Kreativstandort weiter bestärkt. So freuen wir uns natürlich sehr, über den positiven Ausgang der Bewerbung und beglückwünschen die Stadt Karlsruhe.“ Und Wirtz weiter: „Wir werden den Ball aufnehmen und gemeinsam mit den Akteuren der Stadt Karlsruhe die Creative City of Media Arts durch unterschiedliche Aktionen auf der Messe sichtbar machen. Darunter auch dem ZKM – Zentrum für Kunst und Medien, das schon seit jeher auf der art KARLSRUHE Medienkunst zeigt und unseren Besuchern näherbringt.“

Zahlreiche Karlsruher Kulturinstitutionen präsentieren sich jährlich auf der art KARLSRUHE. Auch außerhalb des Messegeländes ist in der Woche der Kunstmesse einiges geboten: Von besonderen Angeboten in der Städtischen Galerie, der Kunsthalle, dem ZKM – Zentrum für Kunst und Medien sowie auch der Gastronomieszene bis zu den jährlich zur Messe stattfindenden Händelfestspielen im Badischen Staatstheater. Außerdem wird während der art KARLSRUHE jährlich der von dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe verliehene und mit 15 000 Euro dotierte art KARLSRUHE-Preis auf der Messe verliehen.

(v.l.n.r.): Moderator Markus Broch im Gespräch mit Messechefin Britta Wirtz und dem Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

Über die art KARLSRUHE

Zuhause im Sammlerland Baden-Württemberg, eingebettet in einer dichten Kulturlandschaft mit großen privaten Sammlungen wie Grässlin (St. Georgen), Schaufler (Sindelfingen), Hoppe-Ritter (Waldenbuch), dem Museum Würth (u.a. Schwäbisch Hall) und der Stiftung Frieder Burda (Baden-Baden), hat sich die Messe als eine feste Größe im internationalen Messegeschehen etabliert.

Die 17. Ausgabe der art KARLSRUHE (13. – 16. Februar 2020) wird erneut Kunst aus einer Spanne von 120 Jahren in den Karlsruher Messehallen vereinen. Jährlich ermöglichen über 200 nationale sowie internationale Galerien mit ihrem ausgestellten Programm einen Dialog der Klassischen Moderne und Gegenwartskunst. Markenzeichen der Messe sind die rund 20 in die Hallen integrierten Skulpturenplätze sowie zahlreiche One-Artist-Shows, die den Fokus auf das künstlerische Schaffen Einzelner legen. Zum begleitenden Programm der Messe gehören u.a. Sonderausstellungen, Preisverleihungen, das zweitägige Symposium ARTIMA art meeting sowie Events in der Karlsruher Kulturlandschaft.

2019-10-22
Beirat juriert 210 Galerien aus 15 Ländern

National sowie international renommierte Galerien erwartet

Die Halle 2 der art KARLSRUHE vereint Werke der Nachkriegskunst bis zur Gegenwart
Blick in die Halle 2 der art KARLSRUHE. Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

Insgesamt werden 210 national und international renommierte Galerien aus 15 Ländern ihr Programm auf der Messe präsentieren. Die Spanne der gezeigten Werke deckt 120 Jahre Kunstentwicklung ab – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart.

Druckgrafik & Auflagenobjekte

In vielen Fällen beginnt ein Sammler-Leben mit dem Erwerb einer Druckgrafik, die dank ihres seriellen Charakters auch für Einsteiger attraktiv ist. Ein Großteil der Künstler hat sich an Aquatinta, Lithografie, Siebdruck oder dem Holzschnitt versucht. In Halle 1 bekommt das Medium Druckgrafik besondere Aufmerksamkeit. Aus Köln zeigt sich hier beispielsweise erstmals die Galerie Mirko Meyer mit einer One-Artist-Show. Außerdem neu mit dabei sind unter anderem die Overhead Gallery (Münster, D), die Gallery40NL (Doetinchem, NL) oder auch die Galerie Brita Prinz Arte (Madrid, E), die sich neben den für art KARLSRUHE-Besuchern bekannten Galerien wie Art Edition Fils (Düsseldorf, D) oder Premium Modern Art (Heilbronn, D) präsentieren. Die Galerien Behning / Eikelmann (Sylt / Düsseldorf, D) werden gemeinsam in Halle 1 – zusätzlich zu ihrem Stand in Halle 2 – ihr hochwertiges Grafikprogramm zeigen.

Außerdem vereint in Halle 1: die Sonderausstellung „Sammlung Hans-Peter Haas – Serigraphien großer Meister von Ackermann bis Vasarely“ sowie die Sonderschau Druckgrafik.

Die Sonderschau Druckgrafik vereint von den Ausstellern eingereichte und jurierte druckgrafische Werke aus allen vier Hallen.
Sonderschau Druckgrafik - Druckgrafiken aus dem Programm der Aussteller in Halle 1. Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner.

Klassische Moderne über Nachkriegskunst bis hin zur Gegenwart

Ein Schwerpunkt im Programm der art KARLSRUHE bildet seit der ersten Ausgabe die Klassische Moderne, gefolgt von der Nachkriegskunst bis hin zur Gegenwartskunst. Diese Bereiche werden in den beiden Messehallen 2 und 3 vereint. Stark im Bereich der Klassischen Moderne zeigen sich mit ihrem ausgestellten Programm unter anderem die Galerien Cortina (Barcelona, E), Eggerbauer (Köln, D), Gilden’s Art (London, GB), Luzán (Berlin, D), Dr. Michael Nöth (Ansbach, D), Thole Rotermund (Hamburg, D) sowie Malte Uekermann (Berlin, D). Mit einer Verlängerung ihres Portfolios bis hin zur Gegenwartskunst präsentieren sich unter anderem Die Galerie (Frankfurt, D), Ludorff (Düsseldorf, D), Schwarzer (Düsseldorf, D) sowie erstmals die in diesem Jahr gegründete Galerie WOS (Pfäffikon, CH). Neu mit dabei sind außerdem die Galerien Braun-Falco (München, D), GADCollection (Paris, F), Hegau-Bodensee-Galerie (Singen, D) oder auch Proarta (Zürich, CH) sowie Galeria Roy (Felanitx, E). Speziell im Bereich der Nachkriegskunst – mit Vertretern von Informel bis Zero – tritt, neben der etablierten Galerie Georg Nothelfer (Berlin, D), die Galerie Behning & Niehues (Sylt, D) zum ersten Mal auf. Vom Auftritt in 2019 überzeugt und so erneut mit dabei sind die Berliner Galerien König und Alexander Ochs.

Klassische Moderne und Nachkriegskunst zeigt die Halle 3
Blick in die Halle 3 der art KARLSRUHE. Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

ContemporaryArt 21

Speziell den Positionen, die frisch aus den Ateliers kommen, widmet sich die Halle 4/dm-arena der art KARLSRUHE. Hier sind unter anderem den Messe-Besuchern bekannte Galerien wie heissingart (Berlin/Lübeck, D), Klinger (Karlsruhe/Radeberg, D), Marek Kralewski (Freiburg im Breisgau, D), Christian Marx (Düsseldorf, D) oder auch Meno Parkas (Kaunas, LT) vertreten. Neu mit dabei sind hier unter anderem die Etienne Gallery (Oisterwijk, NL) sowie The View – Contemporary Art Space (Salenstein, CH). Die Galerie Tobias Schrade wird den Skulpturenplatz der Halle bespielen.

Neuaussteller und Wiederkehrer

Insgesamt hat der Beirat rund 40 Galerien juriert, die das erste Mal an der Messe teilnehmen sowie diejenigen, die für eine oder mehrere Ausgaben pausierten und nun wiederkehren. Die Neuaussteller verteilen sich über alle vier Hallen und kommen aus sechs Ländern:

  • Deutschland
  • Frankreich
  • Italien
  • Niederlande
  • Schweiz
  • Spanien

Eine vollständige Liste der ausstellenden Galerien finden Sie untenstehend zum Download bereit.

2019-08-23
art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst
Messechefin Britta Wirtz und Kurator Ewald Karl Schrade auf der art KARLSRUHE
Messechefin Britta Wirtz und Kurator Ewald Karl Schrade auf der art KARLSRUHE. Foto: Messe Karlsruhe, Jürgen Rösner

Jährlich ermöglichen über 200 nationale sowie internationale Galerien mit ihrem ausgestellten Programm einen Dialog der Klassischen Moderne und Gegenwartskunst. Markenzeichen wie die rund 20 in die Hallen integrierten Skulpturenplätze sowie zahlreiche One-Artist-Shows, die den Fokus auf das künstlerische Schaffen Einzelner legen, runden die Messe ab. Darüber hinaus wird in Halle 1 die Sonderausstellung einer Privatsammlung gezeigt sowie die Sonderschau Druckgrafik, die kuratierte druckgrafische Werke aus dem Programm der Aussteller zusammenführt.

Unter der Leitung von Kurator Ewald Karl Schrade und Messechefin Britta Wirtz kommt der siebenköpfige Beirat Anfang Oktober zusammen, um die ausstellenden Galerien zu jurieren. 2019 wurden die Galeristen Dr. Alexander Fils (Düsseldorf), Marko Schacher (Stuttgart) sowie Christian K. Scheffel (Bad Homburg) neu in das Gremium berufen. Nach langjähriger und guter Zusammenarbeit sind Dr. Frank Thomas Gaulin (Lübeck) sowie Anja Knoess (Köln) ausgeschieden.

Einreichungsschluss für Bewerbungsunterlagen ist der 9. September.

Die Beiratsmitglieder der art KARLSRUHE

Neben Kurator Ewald Karl Schrade und Messechefin Britta Wirtz setzt sich der Beirat der art KARLSRUHE für 2020 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Dorothee Baer-Bogenschütz (Kunstjournalistin, Wiesbaden). Die Kunsthistorikerin und -journalistin schreibt unter anderem für die KUNSTZEITUNG und berichtet weltweit über Kunstveranstaltungen und Ausstellungen.

Renate Bender (Galeristin, München). Im Programm ihrer gleichnamigen Galerie (gegründet 1987) führt Bender reduzierte Formen der Malerei, Fotografie und Bildhauerei, überwiegend im Bereich minimaler, monochromer und konkreter Ausdrucksformen.

Dr. Alexander Fils (Galerist, Düsseldorf). Der promovierte Kunsthistoriker und Aufsichtsratsmitglied in mehreren Museen führt die Art Edition-Fils (gegründet 1870), in fünfter Generation.

Dr. Dorothea van der Koelen (Galeristin, Mainz/Venedig). Die Kunsthistorikerin und Verlegerin ist inzwischen mit drei Galerien für zeitgenössische Kunst in Mainz und Venedig präsent, sie hat über 500 Ausstellungen in mehr als 25 Ländern kuratiert.

Marko Schacher (Galerist, Stuttgart). Seit einigen Jahren betreibt er seine Galerie Schacher – Raum für Kunst in Stuttgart und betätigt sich darüber hinaus als Kurator und Autor.

Christian K. Scheffel (Galerist, Bad Homburg). Er betreibt seine gleichnamige Galerie für zeitgenössische Kunst (gegründet 1979) in zweiter Generation. Zudem ist er Gründer und Kurator der Skulpturenbiennale Blickachsen und Geschäftsführer der Stiftung Blickachsen gGmbH.

Werner Tammen (Galerist, Berlin). Der Schwerpunkt der Galerie Tammen & Partner liegt im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Zudem ist Tammen als Vorsitzender des Landesverbandes Berliner Galerien aktiv.

Die art KARLSRUHE finden Sie auch unter:

facebook.com/artkarlsruhe und instagram.com/art_karlsruhe

2019-02-24
art KARLSRUHE: Hier wird aus Liebe zur Kunst gekauft
Blick in Halle 3 der art KARLSRUHE.

Die art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst zog in ihrer 16. Ausgabe rund 50 000 Besucher in die Karlsruher Messehallen. Insgesamt zeigten 208 Galerien aus 16 Ländern Kunst aus einer Spanne von 120 Jahren. Die Messe schärft ihr Profil: „Wir fördern die Kunstvermittlung durch die Galeristen und bedienen damit nicht primär den institutionellen Kunstmarkt, es geht um die Leidenschaft für Kunst – und das wird von allen Beteiligten wertgeschätzt,“ konstatiert Messechefin Britta Wirtz und ergänzt: „genau aus diesem Grund würdigen wir jedes Jahr privates Sammeln mit einer eigenen Sonderausstellung und fördern den Einstieg ins Sammeln durch die Sonderschau Druckgrafik“.

Ein weiteres wichtiges Spielbein der art KARLSRUHE sind die Skulpturenplätze, die in diesem Jahr zum zweiten Mal durch den Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – gewürdigt wurden. Dazu Kurator Ewald Karl Schrade: „Der Dialog zwischen Flachware und dreidimensionalen Objekten ist einmalig und bereits von Anfang an im Konzept der Messe verankert. Denn hier haben wir den Freiraum, um die Skulpturen in Szene zu setzen. Und ich bin glückselig, dass wir dies durch den diesjährigen ‚Skulpturenpark‘ im begrünten Atrium der Messe unterstreichen konnten.“

Galeristen und Besucher von der Messe überzeugt

Besonders große Resonanz erfuhr die Sonderausstellung des Sammlers Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945, die im Museum im Kulturspeicher in Würzburg beheimatet ist. Die Museumsdirektorin Dr. Marlene Lauter resümiert: „Unsere Ausstellung hat bereits an der Preview eine große Resonanz erfahren. Kollegen waren sehr angetan von der musealen Qualität der Sammlung Ruppert. Eventuell gibt es sogar einen Überschlag: Ein Sammler hat mir seine Sammlung kleinformatiger konkreter Kunst angeboten. Darüber werden wir jetzt im Nachgang sprechen.“ Peter C. Ruppert verstarb leider kurz vor der Messe im Februar 2019. Neben der Sonderausstellung zeigten Größen wie die Galerie Jeanne (München), Galerie Klüser (München), Peter Sillem (Frankfurt) oder auch Monika Wertheimer (Oberwil, Schweiz) anspruchsvolle Fotoarbeiten und Editionen.

In Halle 3 zieht Petra Kaffeesieder, von der Gilden’s Art Gallery (London), mit ihrem Programm der Klassischen Moderne ein positives Fazit: „Für uns rentiert sich die art KARLSRUHE, wir machen gute Umsätze, denn unsere Käufer sind international, kommen aus Holland, Frankreich, Belgien und der Schweiz hierher.“ Das auf der Messe gezeigte Programm ist speziell auf die art KARLSRUHE zugeschnitten, „wir wissen, hier finden wir die geeigneten Käufer – und manchmal versuchen wir, auch neue Wege zu gehen, bringen Künstler erstmals mit und probieren so aus, wie das Publikum darauf reagiert. Die art KARLSRUHE ist eine unserer erfolgreichsten Messen. Aber auch das Miteinander, der Kontakt zwischen den einzelnen Galerien ist sehr angenehm. Es geht, glaube ich, den Ausstellern in der großen Allgemeinheit so, dass sie glücklich sind.“ Die Klassische Moderne hatte unter anderem durch Galerien wie Döbele Kunst (Mannheim), Ludorff (Düsseldorf), Galerie Luzán (Berlin), Thole Rotermund (Hamburg) oder die Galerie Schwarzer (Düsseldorf) einen starken Auftritt.

An die Galerie Bernhard Knaus Fine Art aus Frankfurt mit der Künstlerin Myriam Holme ging der diesjährige art KARLSRUHE-Preis. Galerist Bernhard Knaus freut sich: „Die Messe bietet eine sehr schöne Atmosphäre und ist ein super Forum. Wir können von großem Interesse berichten. Wir sind gut positioniert, haben einen großen Stand und anständig verkauft – ich treffe neue Leute, die Kundenkontaktzahl ist hoch, ich bin sehr zufrieden. Natürlich hat der Preis das seine dazu beigetragen. Aber auch Arbeiten von Ralf Peters habe ich sehr gut verkauft. Wir arbeiten inzwischen seit 20 Jahren zusammen.“

Auch die dm-arena/Halle 4, die sich der Contemporary Art verschreibt, kommt an: Mit seinem besonderen Verkaufskonzept der One-Artist-Show von Jim Avignon zog der Galerist Marko Schacher (Schacher - Raum für Kunst, Stuttgart) die Aufmerksamkeit auf sich. Ein Neuzugang in der Halle, AV17 Galerie aus Vilnius (Litauen), zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Die Organisation ist super, die Stände sind wunderbar geräumig und es gibt sehr viele interessierte Besucher. Wir haben schon einige Verkäufe getätigt. Die art KARLSRUHE ist eine wichtige Messe, und wir hoffen, wiederkommen zu dürfen.“

Eine Stadt im kulturellen Dialog

art KARLSRUHE-Preisverleihung (v.l.): Messechefin Britta Wirtz, Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, Annette Fehr, leitende Regierungsdirektorin, Künstlerin Myriam Holme und Galerist Bernhard Knaus, Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Direktorin der Kunsthalle Karlsruhe, sowie Kurator Ewald Karl Schrade.

In Karlsruhe besteht ein agiler Kontakt zwischen der Messe und der Stadt; ein Kulturdialog, der während der art KARLSRUHE jährlich einen Höhepunkt erreicht. Nicht nur, dass der von dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe verliehene und mit 15 000 Euro dotierte art KARLSRUHE-Preis auf der Messe verliehen wird, die Kulturinstitutionen der Stadt und darüber hinaus finden sich in der Museumsmeile oder in Gesprächsrunden wie dem ARTIMA art meeting auf der Messe wieder. Auch außerhalb des Messegeländes war in der Woche der art KARLSRUHE einiges geboten: Von besonderen Angeboten in der Städtischen Galerie, der Kunsthalle, dem ZKM – Zentrum für Kunst und Medien sowie auch der Gastronomieszene bis zu den jährlich zur Messe stattfindenden Händelfestspielen im Badischen Staatstheater.

Die nächste art KARLSRUHE findet vom 13. bis 16. Februar 2020 in der Messe Karlsruhe statt.

2019-02-22
Loth-Skulpturenpreis würdigt Auftritt der Skulptur
Galerie Werner Wohlhüter zeigt Skulpturen von Jörg Bach.
Preisträger sind die Galerie Werner Wohlhüter und Künstler Jörg Bach.

Seit mittlerweile zwölf Jahren werden auf der art KARLSRUHE (21. bis 24. Februar) der gleichnamige Preis sowie der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift verliehen. Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr der Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – ausgelobt, der den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE auszeichnet.

Loth-Skulpturenpreis geht an Galerist Werner Wohlhüter und Künstler Jörg Bach

Den mit 20 000 Euro dotierten Loth-Skulpturenpreis - gesponsert von der L-Bank - vergibt die Fachjury für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE. Die insgesamt 20 Skulpturenplätze, die der Jury zur Auswahl standen und die in den vier Messehallen zu sehen sind, zeichnen die Messe besonders aus.

Mit dem Preis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisträger des zweiten Loth-Skulpturenpreises sind der Galerist Werner Wohlhüter (Galerie Werner Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim) und der Künstler Jörg Bach, die in Halle 2 einen Skulpturenplatz bespielen.

Die Fachjury begründete ihre Wahl wie folgt: „Aus einem vielgestaltigen Aufgebot an Skulpturenplätzen von teils höchster Qualität hat die Jury einstimmig das Werk und die Präsentation des Bildhauers Jörg Bach (*1964) ausgewählt, vertreten von der Galerie Werner Wohlhüter. Dieser Skulpturenplatz überzeugt durch eine raumgreifende und präzise Setzung. Die zentrale großformatige Skulptur „Neuland“ von 2017 steht mit ihrem Volumen im spannungsreichen Kontrast zu den Plastiken kleineren Formats. Sichtbarkeit der Metallbearbeitung an der Oberfläche lassen das Werk lebendig werden. Die Materialität des Objekts, seine räumliche Dimension und die Spuren künstlerischer Arbeit bestimmen so die Skulpturen gleichermaßen. Das Wechselspiel zwischen innen und außen sowie die dynamische Masse der Stahlplastik zeichnen die Arbeit von Jörg Bach aus. Seit 1994 widmet sich die Galerie Wohlhüter besonders der Präsentation von Skulpturen. Dies wird mit der Preisvergabe ebenfalls gewürdigt. Wir gratulieren zur Auszeichnung mit dem zweiten Loth-Skulpturenpreis für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE.“

Der Skulpturenpreis ist nach dem Künstler Wilhelm Loth (1920 – 1993) benannt. 1958 wurde er als Leiter einer Bildhauerklasse an die Kunstakademie in Karlsruhe berufen, an der er seit 1960 als Professor bis zu seiner Emeritierung 1986 wirkte. Der Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens Wilhelm Loths lag stets auf Plastiken. Hierbei verwendete er Bronze, Neusilber und Aluminium als Materialien. Der zentrale künstlerische Aspekt, um den sein Werk kreiste, ist die Darstellung des weiblichen Körpers.

Die Fachjury besteht aus Dr. Sebastian Baden (Kunsthalle Mannheim, Kurator zeitgenössische Kunst / Skulptur / Neue Medien), Dr. Pia Dornacher (Leitung Museum Lothar Fischer, Neumarkt / Opf), Alexander Heil (Nachlassverwaltung Wilhelm Loth, Karlsruhe), Dr. Marlene Lauter (Leiterin Museum im Kulturspeicher, Würzburg).

art KARLSRUHE-Preis geht an Galerie Bernhard Knaus Fine Art und Künstlerin Myriam Holme

Myriam Holme auf der art KARLSRUHE
art KARLSRUHE-Preisträger sind Künstlerin Myriam Holme und die Galerie Berhard Knaus Fine Art aus Frankfurt.

Die Gewinner des zwölften art KARLSRUHE-Preises, der gemeinsam von dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe vergeben wird und mit 15 000 Euro dotiert ist, stehen fest. Die Fachjury wählte aus den 196 One-Artist-Shows der Messe die überzeugendste Einzelpräsentation: die Galerie Bernhard Knaus Fine Art aus Frankfurt mit der Künstlerin Myriam Holme (Halle 2) sind die Gewinner. Verliehen wird der Preis am Samstag (23. Februar) um 11:30 Uhr im ARTIMA art Forum in der dm-arena/Halle 4. Zur Auswahl der Preisträger kommentiert die Fachjury: „Zur Auswahl der Preisträger kommentiert die Fachjury: „Myriam Holme ist eine emphatische Materialkünstlerin, die ihre Arbeiten auf der Wand, auf dem Boden und im Raum entfaltet. In ihren zwischen Tafelbild, Relief, Skulptur und Installation changierenden Werken nutzt sie das Unkalkulierbare von Materialinteraktionen.“

Die Fachjury besteht aus Dr. Brigitte Baumstark (Direktorin Städtische Galerie Karlsruhe), Dorothee Baer-Bogenschütz (Journalistin), Anja Casser (Leiterin des Badischen Kunstvereins Karlsruhe e.V.), Dr. Michael Hübl (Journalist), Prof. Dr. Pia Müller-Tamm (Direktorin Staatliche Kunsthalle Karlsruhe), Prof. Werner Pokorny (Künstler), Michael Sieber (Staatssekretär a. D.).

Monica Bonvicini erhält Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift

Monica Bonvicini
Monica Bonvicini vor ihrer frisch gesprühten Graffiti-Arbeit auf der art KARLSRUHE.

Zum zwölften Mal wurde am Donnerstag (21. Februar) auf der art KARLSRUHE der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift vergeben. Die italienische Künstlerin Monica Bonvicini wurde von der Jurorin Bettina Steinbrügge, Direktorin des Kunstvereins in Hamburg und Mitglied des Vorstands der Hans Platschek Stiftung, ausgewählt.

In der Laudatio erklärt Steinbrügge: „Das Thema ,Frau als Opfer‘ ist Bonvicini zu weinerlich, zu langweilig. In jedem ihrer Werke zeigt sich ein Gefühl der Dringlichkeit. Damit deckt sie männlich konnotierte Machtverhältnisse auf und erschafft eine Schriftkultur eigener Art.“ Im Anschluss an die Preisverleihung sprühte Monica Bonvicini am Stand der Stiftung ein Graffiti an die Wand und kommentiert ihre frisch entstandene Arbeit vor Ort: „Das Graffiti ist inspiriert durch eine französische Schriftstellerin, die für mich als Beispiel für eine furchtlose Frau steht. Die Stimme muss man immer benutzen.“

2019-02-21
art KARLSRUHE: Starker Auftakt in die Kunstmesse-Saison
art karlsruhe Blick in Halle 2
Blick in Halle 2 der art KARLSRUHE.

„Die art KARLSRUHE strahlt wie kaum eine andere Veranstaltung in der Region in Kunst, Kultur und Wissenschaft weit über die Landesgrenzen aus,“ eröffnete Messechefin Britta Wirtz die diesjährige art KARLSRUHE (21. bis 24. Februar) an der gestrigen Preview für geladene Gäste. Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, bestätigte dies und ergänzte: „Für mich ist faszinierend, wie sich die Messe präsentiert. Das ist fast schon ein Kunstwerk. Man wird gefangen von einem freudigen Kunstgefühl.“

Insgesamt 208 Galerien aus 16 Ländern präsentieren ihr Programm – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst – in den vier Messehallen.

Kurator Ewald Karl Schrade ging zur Eröffnung auf ein wichtiges Merkmal der Messe ein: „Die Skulptur sollte von Anfang an einen ebenbürtigen Platz neben der Malerei einnehmen. Dafür habe ich die Skulpturenplätze geschaffen und wir konnten im letzten Jahr erstmalig den von der L-Bank gesponserten Loth Skulpturenpreis ausloben. Um dies noch zu unterstreichen, haben wir diesmal Skulpturen im Innenhof als ‚Skulpturenpark‘ konzentriert.“

Preview-Gäste in Kaufstimmung

Einen sehr positiven Start in die 16. Ausgabe der art KARLSRUHE vermeldeten etliche Galeristen bereits kurz nachdem am Vormittag die Tore der Karlsruher Messehallen für geladene Gäste öffneten und Kunstliebhaber auf das Messegelände strömten. Schon wenige Minuten nach Öffnung sah man Besucher mit gerade erstandenen Werken durch die Hallen laufen.

„Ein großer Sammler war direkt um 11 Uhr da und hat gekauft. Die Arbeiten von Christopher Lehmpfuhl kommen besonders gut an“, fasste Galerist Alfred Kornfeld (Berlin) kurz und bündig an seinem Stand in Halle 3 die Preview zusammen.

Die ebenfalls in Halle 3 platzierte Galerie Ludorff aus Düsseldorf berichtet von zwei musealen Anfragen für ein Werk von Otto Müller. „Es sind einige Museumsvertreter hier und wir stoßen auf der Messe auf ein sehr gesprächsbereites Publikum“, erklärt Galerist Manuel Ludorff. Die erstmals vertretene Galerie König aus Berlin verkaufte in Halle 2 unter anderem eine Arbeit von Alicja Kwade für 32.000 Euro.

Messechefin Britta Wirtz auf der art KARLSRUHE
Messechefin Britta Wirtz beim Presseempfang der art KARLSRUHE.

Wachstum in alle Richtungen

„Eine Messe ist mit einem Baum vergleichbar,“ sagt Kurator Ewald Schrade, „er braucht starke Wurzeln, um verankert zu sein und eine ausladende Krone, um viel Licht zu bekommen.“ Sowohl die Verankerung in der Region als auch die Strahlkraft der art KARLSRUHE weit über Landesgrenzen hinaus, sind beständig gewachsen. Der Kurator fügt lächelnd hinzu: „Die Bäume sollten aber auch nicht in den Himmel wachsen.“

Dazu Galerist Klaus Benden (Köln), der nach 11 Jahren Abstinenz auf die Messe zurückkehrt: „Die art KARLSRUHE bietet viele Vorteile und eine Menge an speziellen Rahmenfunktionen. Ich finde es unglaublich beeindruckend, wie die art KARLSRUHE in Karlsruhe gelebt wird. Das kenne ich nicht aus anderen Städten.“ Und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup unterstreicht: „Die art KARLSRUHE ist fast so etwas wie ein Kunstvolksfest; sie wird von der Bevölkerung gelebt. Sie ergänzt, was wir in Karlsruhe haben und die Karlsruher Kunstszene ergänzt die art KARLSRUHE.“

Die 16. Auflage der Messe wartet mit einer nie dagewesenen Beteiligung internationaler Galerien auf: jede vierte Galerie kommt mittlerweile aus dem Ausland. Neuzugänge waren in diesem Jahr beispielsweise die Istanbuler Galerie Anna Laudel, die Londoner Cube Gallery oder auch die Amsterdamer Planting Gallery. Aber auch aus Deutschland sind Galerien mit hochwertigem Programm hinzugekommen wie die Berliner Galerie Johann König oder die ebenfalls aus Berlin stammende Galerie Alexander Ochs Private.

Ewald Karl Schrade, Kurator
2018-11-29
Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945
Victor Vasarely, Lapidaire, 1972, Acryl auf Leinwand 140 x 140 cm, Museum im Kulturspeicher Würzburg Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945 Foto: Elmar Hahn, Veitshöchheim © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Victor Vasarely, Lapidaire, 1972, Acryl auf Leinwand 140 x 140 cm, Museum im Kulturspeicher Würzburg Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945 Foto: Elmar Hahn, Veitshöchheim © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945

Von Anfang an begeisterte sich Peter C. Ruppert für die Reduktion auf das Wesentliche, ein Merkmal konstruktiv-konkreter Kunst, die sich durch rationalen Bildaufbau und gleichzeitig überraschende Wahrnehmungseffekte auszeichnet.

Mit viel Geduld und großer Fachkenntnis entstand in mehr als 30 Jahren die Sammlung „Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945“. Auf der art KARLSRUHE 2019 werden unter anderem Werke von Künstlern wie Josef Albers, Max und Jakob Bill über Leo Erb bis hin zu Richard Paul Lohse oder David Nash gezeigt.

  • Insgesamt umfasst die Sammlung von Peter C. Ruppert 420 Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier – von circa 240 Künstlern aus 23 europäischen Ländern.
  • Zunächst alleine und dann im Zuspiel mit Ehefrau Rosemarie stellte der 1934 geborene, in Berlin lebende Sammler eine der vielfältigsten und in ihrer Qualität europaweit einmaligen Kollektionen zur Konkreten Kunst zusammen.
  • Zu den Besonderheiten gehören die konkrete Fotografie und Werke von Künstlern aus Großbritannien.
  • Als Dauerleihgabe ist die Sammlung fast vollständig in Würzburg im Museum im Kulturspeicher zu sehen.

Im Jahr 2005 mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet, vereint das Museum zwei Sammlungen unter seinem Dach: die Städtische Sammlung und die private Sammlung „Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945“. Das Museum im Kulturspeicher Würzburg konnte sich seit seiner Eröffnung 2002 in der traditionsreichen Barockstadt Würzburg als Haus für die Kunst der Moderne etablieren.

Josef Albers, Bright September, 1963, Öl auf Masonit, 121,5 x 121,5 cm, Museum im Kulturspeicher Würzburg, Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945, Foto: Karl Arendt, ADF, Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Josef Albers, Bright September, 1963, Öl auf Masonit, 121,5 x 121,5 cm, Museum im Kulturspeicher Würzburg, Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945, Foto: Karl Arendt, ADF, Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Konkrete Kunst im Programm der Galerien – ein Einblick

Künstler aus dem Umfeld der ZERO-Bewegung, darunter Bernard Aubertin, Piero Dorazio, Gotthard Graubner, Heinz Mack, Christian Megert, Otto Piene und Günther Uecker, werden auf der art KARLSRUHE 2019 stark vertreten sein, gut 60 Jahre nach Gründung durch Mack und Piene.

Aber auch die Bilder von Konstruktivisten wie Günter Fruhtrunk (gestorben 1982) und Georg Karl Pfahler (gestorben 2002) tauchen mehrfach auf. Die 16. Ausgabe der Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst verspricht einen starken Auftritt der stillen Maler und Bildhauer – von Josef Albers über Antonio Calderara bis zu Victor Vasarely und Ludwig Wilding.

Zur art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst

Vom 21. bis 24. Februar 2019 vereinen sich während der art KARLSRUHE 208 Galerien aus 16 Ländern in den Karlsruher Messehallen. Diese werden zum Schauplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren. Zusätzlich schaffen insgesamt 20 Skulpturenplätze raumgebende Situationen und laden zum Verweilen ein, kombiniert mit 120 One-Artist-Shows, die einen vertieften Einblick in das künstlerische Schaffen Einzelner ermöglichen. Die limitierte Anzahl an Messekojen wurde von dem Beirat der art KARLSRUHE an national sowie international renommierte Galerien vergeben.

Ausgebildete Kunsthistoriker bieten Führungen über die Messe an, die einen allgemeinen Überblick zur art KARLSRUHE liefern oder tiefergehende Erläuterungen zu den ausstellenden Galerien und präsentierten Künstlern vermitteln. In 2019 wird es zudem eine Führung zum Sonderthema „100 Jahre Bauhaus“ geben. Diese zeigt Arbeiten verschiedener Bauhaus-Künstler und informiert über die wegweisende Bildungsstätte, die mit ihren Ideen und in ihrer Formensprache bis heute fortwirkt.