Pressemitteilungen

2019-02-24
art KARLSRUHE: Hier wird aus Liebe zur Kunst gekauft
Blick in Halle 3 der art KARLSRUHE.

Die art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst zog in ihrer 16. Ausgabe rund 50 000 Besucher in die Karlsruher Messehallen. Insgesamt zeigten 208 Galerien aus 16 Ländern Kunst aus einer Spanne von 120 Jahren. Die Messe schärft ihr Profil: „Wir fördern die Kunstvermittlung durch die Galeristen und bedienen damit nicht primär den institutionellen Kunstmarkt, es geht um die Leidenschaft für Kunst – und das wird von allen Beteiligten wertgeschätzt,“ konstatiert Messechefin Britta Wirtz und ergänzt: „genau aus diesem Grund würdigen wir jedes Jahr privates Sammeln mit einer eigenen Sonderausstellung und fördern den Einstieg ins Sammeln durch die Sonderschau Druckgrafik“.

Ein weiteres wichtiges Spielbein der art KARLSRUHE sind die Skulpturenplätze, die in diesem Jahr zum zweiten Mal durch den Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – gewürdigt wurden. Dazu Kurator Ewald Karl Schrade: „Der Dialog zwischen Flachware und dreidimensionalen Objekten ist einmalig und bereits von Anfang an im Konzept der Messe verankert. Denn hier haben wir den Freiraum, um die Skulpturen in Szene zu setzen. Und ich bin glückselig, dass wir dies durch den diesjährigen ‚Skulpturenpark‘ im begrünten Atrium der Messe unterstreichen konnten.“

Galeristen und Besucher von der Messe überzeugt

Besonders große Resonanz erfuhr die Sonderausstellung des Sammlers Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945, die im Museum im Kulturspeicher in Würzburg beheimatet ist. Die Museumsdirektorin Dr. Marlene Lauter resümiert: „Unsere Ausstellung hat bereits an der Preview eine große Resonanz erfahren. Kollegen waren sehr angetan von der musealen Qualität der Sammlung Ruppert. Eventuell gibt es sogar einen Überschlag: Ein Sammler hat mir seine Sammlung kleinformatiger konkreter Kunst angeboten. Darüber werden wir jetzt im Nachgang sprechen.“ Peter C. Ruppert verstarb leider kurz vor der Messe im Februar 2019. Neben der Sonderausstellung zeigten Größen wie die Galerie Jeanne (München), Galerie Klüser (München), Peter Sillem (Frankfurt) oder auch Monika Wertheimer (Oberwil, Schweiz) anspruchsvolle Fotoarbeiten und Editionen.

In Halle 3 zieht Petra Kaffeesieder, von der Gilden’s Art Gallery (London), mit ihrem Programm der Klassischen Moderne ein positives Fazit: „Für uns rentiert sich die art KARLSRUHE, wir machen gute Umsätze, denn unsere Käufer sind international, kommen aus Holland, Frankreich, Belgien und der Schweiz hierher.“ Das auf der Messe gezeigte Programm ist speziell auf die art KARLSRUHE zugeschnitten, „wir wissen, hier finden wir die geeigneten Käufer – und manchmal versuchen wir, auch neue Wege zu gehen, bringen Künstler erstmals mit und probieren so aus, wie das Publikum darauf reagiert. Die art KARLSRUHE ist eine unserer erfolgreichsten Messen. Aber auch das Miteinander, der Kontakt zwischen den einzelnen Galerien ist sehr angenehm. Es geht, glaube ich, den Ausstellern in der großen Allgemeinheit so, dass sie glücklich sind.“ Die Klassische Moderne hatte unter anderem durch Galerien wie Döbele Kunst (Mannheim), Ludorff (Düsseldorf), Galerie Luzán (Berlin), Thole Rotermund (Hamburg) oder die Galerie Schwarzer (Düsseldorf) einen starken Auftritt.

An die Galerie Bernhard Knaus Fine Art aus Frankfurt mit der Künstlerin Myriam Holme ging der diesjährige art KARLSRUHE-Preis. Galerist Bernhard Knaus freut sich: „Die Messe bietet eine sehr schöne Atmosphäre und ist ein super Forum. Wir können von großem Interesse berichten. Wir sind gut positioniert, haben einen großen Stand und anständig verkauft – ich treffe neue Leute, die Kundenkontaktzahl ist hoch, ich bin sehr zufrieden. Natürlich hat der Preis das seine dazu beigetragen. Aber auch Arbeiten von Ralf Peters habe ich sehr gut verkauft. Wir arbeiten inzwischen seit 20 Jahren zusammen.“

Auch die dm-arena/Halle 4, die sich der Contemporary Art verschreibt, kommt an: Mit seinem besonderen Verkaufskonzept der One-Artist-Show von Jim Avignon zog der Galerist Marko Schacher (Schacher - Raum für Kunst, Stuttgart) die Aufmerksamkeit auf sich. Ein Neuzugang in der Halle, AV17 Galerie aus Vilnius (Litauen), zieht ebenfalls ein positives Fazit: „Die Organisation ist super, die Stände sind wunderbar geräumig und es gibt sehr viele interessierte Besucher. Wir haben schon einige Verkäufe getätigt. Die art KARLSRUHE ist eine wichtige Messe, und wir hoffen, wiederkommen zu dürfen.“

Eine Stadt im kulturellen Dialog

art KARLSRUHE-Preisverleihung (v.l.): Messechefin Britta Wirtz, Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, Annette Fehr, leitende Regierungsdirektorin, Künstlerin Myriam Holme und Galerist Bernhard Knaus, Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Direktorin der Kunsthalle Karlsruhe, sowie Kurator Ewald Karl Schrade.

In Karlsruhe besteht ein agiler Kontakt zwischen der Messe und der Stadt; ein Kulturdialog, der während der art KARLSRUHE jährlich einen Höhepunkt erreicht. Nicht nur, dass der von dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe verliehene und mit 15 000 Euro dotierte art KARLSRUHE-Preis auf der Messe verliehen wird, die Kulturinstitutionen der Stadt und darüber hinaus finden sich in der Museumsmeile oder in Gesprächsrunden wie dem ARTIMA art meeting auf der Messe wieder. Auch außerhalb des Messegeländes war in der Woche der art KARLSRUHE einiges geboten: Von besonderen Angeboten in der Städtischen Galerie, der Kunsthalle, dem ZKM – Zentrum für Kunst und Medien sowie auch der Gastronomieszene bis zu den jährlich zur Messe stattfindenden Händelfestspielen im Badischen Staatstheater.

Die nächste art KARLSRUHE findet vom 13. bis 16. Februar 2020 in der Messe Karlsruhe statt.

2019-02-22
Loth-Skulpturenpreis würdigt Auftritt der Skulptur
Galerie Werner Wohlhüter zeigt Skulpturen von Jörg Bach.
Preisträger sind die Galerie Werner Wohlhüter und Künstler Jörg Bach.

Seit mittlerweile zwölf Jahren werden auf der art KARLSRUHE (21. bis 24. Februar) der gleichnamige Preis sowie der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift verliehen. Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr der Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – ausgelobt, der den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE auszeichnet.

Loth-Skulpturenpreis geht an Galerist Werner Wohlhüter und Künstler Jörg Bach

Den mit 20 000 Euro dotierten Loth-Skulpturenpreis - gesponsert von der L-Bank - vergibt die Fachjury für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE. Die insgesamt 20 Skulpturenplätze, die der Jury zur Auswahl standen und die in den vier Messehallen zu sehen sind, zeichnen die Messe besonders aus.

Mit dem Preis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisträger des zweiten Loth-Skulpturenpreises sind der Galerist Werner Wohlhüter (Galerie Werner Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim) und der Künstler Jörg Bach, die in Halle 2 einen Skulpturenplatz bespielen.

Die Fachjury begründete ihre Wahl wie folgt: „Aus einem vielgestaltigen Aufgebot an Skulpturenplätzen von teils höchster Qualität hat die Jury einstimmig das Werk und die Präsentation des Bildhauers Jörg Bach (*1964) ausgewählt, vertreten von der Galerie Werner Wohlhüter. Dieser Skulpturenplatz überzeugt durch eine raumgreifende und präzise Setzung. Die zentrale großformatige Skulptur „Neuland“ von 2017 steht mit ihrem Volumen im spannungsreichen Kontrast zu den Plastiken kleineren Formats. Sichtbarkeit der Metallbearbeitung an der Oberfläche lassen das Werk lebendig werden. Die Materialität des Objekts, seine räumliche Dimension und die Spuren künstlerischer Arbeit bestimmen so die Skulpturen gleichermaßen. Das Wechselspiel zwischen innen und außen sowie die dynamische Masse der Stahlplastik zeichnen die Arbeit von Jörg Bach aus. Seit 1994 widmet sich die Galerie Wohlhüter besonders der Präsentation von Skulpturen. Dies wird mit der Preisvergabe ebenfalls gewürdigt. Wir gratulieren zur Auszeichnung mit dem zweiten Loth-Skulpturenpreis für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE.“

Der Skulpturenpreis ist nach dem Künstler Wilhelm Loth (1920 – 1993) benannt. 1958 wurde er als Leiter einer Bildhauerklasse an die Kunstakademie in Karlsruhe berufen, an der er seit 1960 als Professor bis zu seiner Emeritierung 1986 wirkte. Der Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens Wilhelm Loths lag stets auf Plastiken. Hierbei verwendete er Bronze, Neusilber und Aluminium als Materialien. Der zentrale künstlerische Aspekt, um den sein Werk kreiste, ist die Darstellung des weiblichen Körpers.

Die Fachjury besteht aus Dr. Sebastian Baden (Kunsthalle Mannheim, Kurator zeitgenössische Kunst / Skulptur / Neue Medien), Dr. Pia Dornacher (Leitung Museum Lothar Fischer, Neumarkt / Opf), Alexander Heil (Nachlassverwaltung Wilhelm Loth, Karlsruhe), Dr. Marlene Lauter (Leiterin Museum im Kulturspeicher, Würzburg).

art KARLSRUHE-Preis geht an Galerie Bernhard Knaus Fine Art und Künstlerin Myriam Holme

Myriam Holme auf der art KARLSRUHE
art KARLSRUHE-Preisträger sind Künstlerin Myriam Holme und die Galerie Berhard Knaus Fine Art aus Frankfurt.

Die Gewinner des zwölften art KARLSRUHE-Preises, der gemeinsam von dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe vergeben wird und mit 15 000 Euro dotiert ist, stehen fest. Die Fachjury wählte aus den 196 One-Artist-Shows der Messe die überzeugendste Einzelpräsentation: die Galerie Bernhard Knaus Fine Art aus Frankfurt mit der Künstlerin Myriam Holme (Halle 2) sind die Gewinner. Verliehen wird der Preis am Samstag (23. Februar) um 11:30 Uhr im ARTIMA art Forum in der dm-arena/Halle 4. Zur Auswahl der Preisträger kommentiert die Fachjury: „Zur Auswahl der Preisträger kommentiert die Fachjury: „Myriam Holme ist eine emphatische Materialkünstlerin, die ihre Arbeiten auf der Wand, auf dem Boden und im Raum entfaltet. In ihren zwischen Tafelbild, Relief, Skulptur und Installation changierenden Werken nutzt sie das Unkalkulierbare von Materialinteraktionen.“

Die Fachjury besteht aus Dr. Brigitte Baumstark (Direktorin Städtische Galerie Karlsruhe), Dorothee Baer-Bogenschütz (Journalistin), Anja Casser (Leiterin des Badischen Kunstvereins Karlsruhe e.V.), Dr. Michael Hübl (Journalist), Prof. Dr. Pia Müller-Tamm (Direktorin Staatliche Kunsthalle Karlsruhe), Prof. Werner Pokorny (Künstler), Michael Sieber (Staatssekretär a. D.).

Monica Bonvicini erhält Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift

Monica Bonvicini
Monica Bonvicini vor ihrer frisch gesprühten Graffiti-Arbeit auf der art KARLSRUHE.

Zum zwölften Mal wurde am Donnerstag (21. Februar) auf der art KARLSRUHE der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift vergeben. Die italienische Künstlerin Monica Bonvicini wurde von der Jurorin Bettina Steinbrügge, Direktorin des Kunstvereins in Hamburg und Mitglied des Vorstands der Hans Platschek Stiftung, ausgewählt.

In der Laudatio erklärt Steinbrügge: „Das Thema ,Frau als Opfer‘ ist Bonvicini zu weinerlich, zu langweilig. In jedem ihrer Werke zeigt sich ein Gefühl der Dringlichkeit. Damit deckt sie männlich konnotierte Machtverhältnisse auf und erschafft eine Schriftkultur eigener Art.“ Im Anschluss an die Preisverleihung sprühte Monica Bonvicini am Stand der Stiftung ein Graffiti an die Wand und kommentiert ihre frisch entstandene Arbeit vor Ort: „Das Graffiti ist inspiriert durch eine französische Schriftstellerin, die für mich als Beispiel für eine furchtlose Frau steht. Die Stimme muss man immer benutzen.“

2019-02-21
art KARLSRUHE: Starker Auftakt in die Kunstmesse-Saison
art karlsruhe Blick in Halle 2
Blick in Halle 2 der art KARLSRUHE.

„Die art KARLSRUHE strahlt wie kaum eine andere Veranstaltung in der Region in Kunst, Kultur und Wissenschaft weit über die Landesgrenzen aus,“ eröffnete Messechefin Britta Wirtz die diesjährige art KARLSRUHE (21. bis 24. Februar) an der gestrigen Preview für geladene Gäste. Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, bestätigte dies und ergänzte: „Für mich ist faszinierend, wie sich die Messe präsentiert. Das ist fast schon ein Kunstwerk. Man wird gefangen von einem freudigen Kunstgefühl.“

Insgesamt 208 Galerien aus 16 Ländern präsentieren ihr Programm – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst – in den vier Messehallen.

Kurator Ewald Karl Schrade ging zur Eröffnung auf ein wichtiges Merkmal der Messe ein: „Die Skulptur sollte von Anfang an einen ebenbürtigen Platz neben der Malerei einnehmen. Dafür habe ich die Skulpturenplätze geschaffen und wir konnten im letzten Jahr erstmalig den von der L-Bank gesponserten Loth Skulpturenpreis ausloben. Um dies noch zu unterstreichen, haben wir diesmal Skulpturen im Innenhof als ‚Skulpturenpark‘ konzentriert.“

Preview-Gäste in Kaufstimmung

Einen sehr positiven Start in die 16. Ausgabe der art KARLSRUHE vermeldeten etliche Galeristen bereits kurz nachdem am Vormittag die Tore der Karlsruher Messehallen für geladene Gäste öffneten und Kunstliebhaber auf das Messegelände strömten. Schon wenige Minuten nach Öffnung sah man Besucher mit gerade erstandenen Werken durch die Hallen laufen.

„Ein großer Sammler war direkt um 11 Uhr da und hat gekauft. Die Arbeiten von Christopher Lehmpfuhl kommen besonders gut an“, fasste Galerist Alfred Kornfeld (Berlin) kurz und bündig an seinem Stand in Halle 3 die Preview zusammen.

Die ebenfalls in Halle 3 platzierte Galerie Ludorff aus Düsseldorf berichtet von zwei musealen Anfragen für ein Werk von Otto Müller. „Es sind einige Museumsvertreter hier und wir stoßen auf der Messe auf ein sehr gesprächsbereites Publikum“, erklärt Galerist Manuel Ludorff. Die erstmals vertretene Galerie König aus Berlin verkaufte in Halle 2 unter anderem eine Arbeit von Alicja Kwade für 32.000 Euro.

Messechefin Britta Wirtz auf der art KARLSRUHE
Messechefin Britta Wirtz beim Presseempfang der art KARLSRUHE.

Wachstum in alle Richtungen

„Eine Messe ist mit einem Baum vergleichbar,“ sagt Kurator Ewald Schrade, „er braucht starke Wurzeln, um verankert zu sein und eine ausladende Krone, um viel Licht zu bekommen.“ Sowohl die Verankerung in der Region als auch die Strahlkraft der art KARLSRUHE weit über Landesgrenzen hinaus, sind beständig gewachsen. Der Kurator fügt lächelnd hinzu: „Die Bäume sollten aber auch nicht in den Himmel wachsen.“

Dazu Galerist Klaus Benden (Köln), der nach 11 Jahren Abstinenz auf die Messe zurückkehrt: „Die art KARLSRUHE bietet viele Vorteile und eine Menge an speziellen Rahmenfunktionen. Ich finde es unglaublich beeindruckend, wie die art KARLSRUHE in Karlsruhe gelebt wird. Das kenne ich nicht aus anderen Städten.“ Und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup unterstreicht: „Die art KARLSRUHE ist fast so etwas wie ein Kunstvolksfest; sie wird von der Bevölkerung gelebt. Sie ergänzt, was wir in Karlsruhe haben und die Karlsruher Kunstszene ergänzt die art KARLSRUHE.“

Die 16. Auflage der Messe wartet mit einer nie dagewesenen Beteiligung internationaler Galerien auf: jede vierte Galerie kommt mittlerweile aus dem Ausland. Neuzugänge waren in diesem Jahr beispielsweise die Istanbuler Galerie Anna Laudel, die Londoner Cube Gallery oder auch die Amsterdamer Planting Gallery. Aber auch aus Deutschland sind Galerien mit hochwertigem Programm hinzugekommen wie die Berliner Galerie Johann König oder die ebenfalls aus Berlin stammende Galerie Alexander Ochs Private.

Ewald Karl Schrade, Kurator
2019-02-04
Die art KARLSRUHE als Ort der Inspiration
Ewald Karl Schrade ist von Anbeginn Kurator der art KARLSRUHE.
Ewald Karl Schrade ist von Anbeginn Kurator der art KARLSRUHE.

Als Kurator der art KARLSRUHE haben Sie von Anfang an darauf geachtet, dass Sie nicht nur das gesamte kunsthistorische Spektrum seit etwa 1900 bis in die jüngste Gegenwart bieten können. Sie haben Aussteller mit unterschiedlichsten Programmen berücksichtigt – von der Klassischen Moderne bis zur Street Art. Ihnen war es zudem wichtig, dieser Messe mehrere Standbeine und damit ein eigenes Profil zu geben. Welche Idee steckt dahinter?

Die art KARLSRUHE braucht – wie alle Kunstmessen – eine Identität, die sich aus dem Zusammenwirken aller Beteiligten ergibt, die natürlich auch etwas mit ihrem Ort zu tun hat. Wir wollten uns deutlich von anderen Messen absetzen und haben dabei schon in der Gründungsphase die Idee entwickelt, mit großzügigen Skulpturenplätzen und vielen One Artist Shows sowohl Künstler und Galeristen als eben auch das Publikum zu überzeugen. Beide Angebote, die von den Ausstellern nach wie vor intensiv genutzt werden, dienen einerseits einer umfangreicheren Präsentation einzelner künstlerischer Handschriften, andererseits führen sie dazu, dass die Messehallen nicht überladen wirken, sondern ein schönes Gesamtbild bieten.

Sie machen sich alljährlich viele Gedanken, wenn Sie nach der Beirat-Sitzung und dem Zulassungsverfahren die rund 200 Aussteller platzieren müssen. Nach welchen Kriterien entscheiden Sie, wer wo seinen Messestand aufbauen kann?

Weil die art KARLSRUHE keine kleine Messe ist, sondern in allen vier Hallen stattfindet, muss ich vor allem die Besucher im Visier haben. Sie benötigen Orientierung, um den Parcours stressfrei wahrnehmen zu können. So gilt es, einen kompletten Rundgang möglich zu machen, aber auch die Chance zu geben, als Sammler zunächst gezielt in jene Hallen zu gehen, die das Gesuchte bieten. Wer also hochkarätige Klassische Moderne bevorzugt, steuert die Halle 3 an. Wer sich für Fotografie und/oder Editionen interessiert, darf sich auf die Halle 1 freuen.

Und wie lösen Sie das Problem, auch die Aussteller selbst zufriedenstellen zu müssen? Steckt nicht ein hohes Konflikt-Potential in der Aufgabe, die Galeristen mit ihren Kunstwerken dort unterzubringen, wo sie sich die meiste Beachtung erhoffen?

Grundsätzlich richtig. Wer als Teilnehmer investiert und selbst tagelang im Messe-Einsatz ist, will im optimalen Umfeld arbeiten. Im Laufe der Jahre haben sich viele Nachbarschaften und auch Freundschaften zwischen den Galeristen ergeben, so dass wir teils auf vertraute, bewährte Platzierungen setzen dürfen. Freilich auch zum Vorteil der Sammler und der anderen Kunstfreunde, die oft schon beim Zugang zur Messe wissen, wo sie ihre Favoriten finden. Gottlob haben wir in Karlsruhe ein überaus entspanntes Verhältnis zu allen Ausstellern. So geht es letztlich immer um Argumente, um die beste Lösung für alle und eben die art KARLSRUHE.

Weil Sie selbst als Aussteller an vielen Messen und vom Gründungsjahr 2004 an in Karlsruhe teilnehmen, kennen Sie die Anforderungen bestens und wissen genau, was Galeristen erwarten, wenn sie ihre Stände beziehen, wenn die Hängung fällig ist. Was ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Messe-Beteiligung?

Es geht dabei niemals nur um hohe Hallen, breite Gänge und hervorragendes Licht, sondern immer auch um die Stimmung, die seitens der Messeleitung verbreitet wird, um den engagierten Service, der in Karlsruhe selbstverständlich ist. Ich denke, der gute Ruf, den wir haben, resultiert auch aus dem achtsamen Umgang miteinander.

Von den Menschen zu den Objekten, zu den ausgestellten Werken. Auf welche freuen Sie sich am meisten, was erwarten Sie von der 16. art KARLSRUHE?

Gewiss haben Sie Verständnis dafür, wenn ich aus einer Liste von rund 1 500 beteiligten Künstlern und etlichen tausend Werken keine einzelnen Beispiele nennen mag. Ich freue mich schließlich darauf, dass wir ein derart breit angelegtes Spektrum bieten können, sowohl kunsthistorisch als auch in Bezug auf die Preisgestaltung. Gerade für die Einsteiger unter den Sammlern zeigen wir etwa im Rahmen der Grafik-Sonderschau, wie man sich behutsam der Kunst nähern kann.

Ob kostengünstige Grafik oder hochkarätiges Unikat – letztlich geht es immer um Kunst, und so drängt sich die Frage auf, wie Sie die art KARLSRUHE verortet sehen wollen. Als Museum? Als Marktplatz?

Vielleicht ist dieser Marktplatz auch als Museum zu sehen, das kann gut sein. Ganz sicher ist die art KARLSRUHE aber ein Ort der Inspiration, wo sich alle Branchen-Mitglieder, ob Produzenten, Galeristen oder Käufer, anregen lassen dürfen.

2019-02-04
Die art KARLSRUHE als Treffpunkt der Branche
Britta Wirtz bei der art KARLSRUHE Pressekonferenz 2019
Britta Wirtz präsentierte bei der Pressekonferenz den art KARLSRUHE Katalog 2019.

Mittlerweile kann die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH über 800 000 Besucher pro Jahr zählen, und in Ihrer Amtszeit als Geschäftsführerin haben Sie die Umsatzerlöse allemal verdoppelt – auf 33 Millionen Euro. Eine beeindruckende Bilanz. Welche Rolle spielen dabei die Kunst und die art KARLSRUHE?

Natürlich sind wir stolz, dass es uns mit vereinten Kräften gelungen ist, im Wettbewerb mit anderen internationalen Kunstmessen zu bestehen und allein dank der stattlichen Quote, nämlich rund 50 000 Kunstfreunde, das Kunstmesse-Jahr stets mit einem Paukenschlag eröffnen zu können. Diesmal vom 21. bis zum 24. Februar, mit 208 Ausstellern aus 16 Ländern. Aber es geht ja nicht nur um die Zahlen. Die art KARLSRUHE, die 2004 erstmals stattfand, hat sich längst als besonderer Treffpunkt der Branche positioniert, wo wir die renommiertesten Künstler, Privatsammler und Museumsdirektoren begrüßen können.

Ein besonderer Treffpunkt, so sagen Sie. Was ist das Besondere an dieser Karlsruher Messe? Liegt die erfreulich positive Resonanz am badischen Klima, am ZKM, an den Museen, Akademien und Galerien?

Gewiss spielt auch die einzigartige, kulturell wunderbar aufgeladene Stimmung im deutschen Südwesten mit, wenn wir weiterhin zuversichtlich sein dürfen. Aber es sind eben auch die optimalen Bedingungen, die wir Ausstellern und Publikum der art KARLSRUHE direkt auf der Messe bieten. Immer wieder höre ich von Galeristen, dass sie ihre Teilnahme hier in vergleichsweise optimaler Preis-Leistungs-Ausgewogenheit erhalten. Und die Leistungen für unsere Aussteller liegen uns hier besonders am Herzen: Die gebotene Willkommenskultur in unserem Hause überzeugt die Aussteller.

Preview-Tag der art KARLSRUHE 2018: Britta Wirtz besucht die Sonderschau mit Werken aus der Sammlung Frieder Burda
Preview-Tag der art KARLSRUHE 2018: Britta Wirtz besuchte die Sonderschau mit Werken aus der Sammlung Frieder Burda.

Und darüber hinaus? Was hat die art KARLSRUHE außerdem unverwechselbar zu bieten? Was zeichnet diese Kunstmesse im Speziellen aus?

Das ist der Fokus auf das Private, wenn ich das mal so nennen darf. Zu uns kommt der Unternehmer und Sammler überwiegend als Privatperson. Deshalb huldigen wir auch von Anbeginn dem privaten Sammeln mit unserer Sonderschau. Hier wäre in diesem Jahr Peter C. Ruppert zu nennen; in den Vorjahren Peter und Christiane Schauffler, Marli Hoppe-Ritter, Frieder Burda, Reinhold Würth und viele andere. Diese Leidenschaft, zum privaten Sammler zu werden, ist auch immer wieder das umkreisende Thema unserer Veranstaltungsreihe ARTIMA art meeting. Die private Beziehung zur Kunst ist ein Leitmotiv, das unser langjähriger Kurator, Ewald Karl Schrade, von Haus aus selbst Galerist und somit Insider, von vorneherein ausgegeben hat.

Und darüber hinaus, gibt es einen weiteren Aspekt, ein außergewöhnliches Merkmal der art KARLSRUHE?

Vielleicht kommt noch etwas anderes hinzu, was diese Kunstmesse besonders erscheinen lässt. Sie widmet sich nicht halbherzig, wie das mancherorts zu beobachten ist, der Klassischen Moderne, sondern mit vollem Engagement, und so goutieren die besten Händler der Klassischen Moderne die Möglichkeit, in Karlsruhe quasi im Familien-Verbund Kirchner, Picasso & Co. ausstellen zu dürfen. Mithin Museumsniveau, gleichwohl ein Marktplatz. Zweifellos alljährlich eine große Freude.

Besteht nicht die Gefahr, dass Ihre Melange aus kunsthistorisch abgesicherten Werten und der zugleich vorhandenen, teils noch nicht etablierten Gegenwartskunst auch zur Verunsicherung führt, dem Markt womöglich das homogene Erscheinungsbild fehlt?

Aber nein doch. Ganz und gar nicht. Erstens: Das Konzept, Klassische Moderne und Gegenwartskunst in einer Messe mit insgesamt vier Hallen zu präsentieren, macht sogar großen Sinn, weil das Allerjüngste immer auch vor dem kunsthistorischen Hintergrund gesehen werden will. Umgekehrt: Ist es nicht anregend, auf dem Messerundgang sehen und erkennen zu können, wie beispielsweise jene Kunst, die Anfang des vergangenen Jahrhunderts entstand, heute in die Zukunft geführt wird? Und, zweitens: Wer sucht wirklich ein „homogenes Erscheinungsbild“, wenn es um Kunst geht? Ist nicht gerade Vielfalt die Devise im zu Ende gehenden Jahrzehnt?

Was wünschen Sie sich persönlich, wenn Sie an die nun bevorstehende art KARLSRUHE denken? Was ist Ihnen am wichtigsten?

Dank unserer sorgfältigen Vorbereitungen dürfen wir davon ausgehen, dass wir einmal mehr zufriedene Aussteller und Besucher treffen werden. Was ich mir wünsche? Dass die Kraft der Kunst stark genug ist, in Zeiten gesellschaftlicher Irritationen den nötigen Halt und die angemessene Auseinandersetzung zugleich zu bieten. Freilich muss die Kunst nicht aufs Tagesgeschehen reagieren. Sie darf abstrakt oder konkret sein. Aber es tut gut, wenn man ihr und damit den Künstlern zutrauen kann, in einer aufgebrachten Welt an einer neuen Wertschöpfung zu arbeiten, die das Negative überwindet.

2019-01-23
art KARLSRUHE eröffnet das Kunstmessejahr
Messe Karlsruhe, art KARLSRUHE, Klassische Moderne und Gegenwartskunst

Zur 16. Ausgabe der art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst (21. bis 24. Februar) vereinen sich 208 national sowie international renommierte Galerien aus 16 Ländern in den Karlsruher Messehallen. Die Hallen werden zum Schauplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren. Zusätzlich schaffen 20 Skulpturenplätze raumgebende Situationen, und insgesamt 196 One-Artist-Shows ermöglichen einen vertieften Einblick in das künstlerische Schaffen Einzelner.

„Auch die Tatsache, dass große Teile unserer Aussteller gute Umsätze machen, bestätigt uns, den richtigen Kurs eingeschlagen zu haben und ist ein Beleg für den wirtschaftlichen Erfolg der Messe. Die art KARLSRUHE ist in einem kaufkräftigen Umfeld platziert und wichtige Sammler reisen an – aber auch jene, die es noch werden wollen“, ergänzt Britta Wirtz.

Sonderausstellung der Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945

Josef Albers, Sammlung Peter C. Ruppert, Bauhaus
Josef Albers, Bright September, 1963, Öl auf Masonit, 121,5x121,5 cm, Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945, Museum im Kulturspeicher Würzburg, Foto: Karl Arendt, ADF, Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Von Anfang an begeisterte sich Peter C. Ruppert für die Reduktion auf das Wesentliche, ein Merkmal konstruktiv-konkreter Kunst, die sich durch rationalen Bildaufbau auszeichnet. Kurator Ewald Karl Schrade erklärt: „Es ist kein Zufall, dass wir den Berliner Sammler Peter C. Ruppert eingeladen haben, mit ausgewählten Werken die traditionelle Sonderausstellung der art KARLSRUHE zu gestalten. Ruppert hat sich immer für die Werke der Konkreten Kunst begeistert. Und das bevorstehende Bauhaus-Jubiläum führt landauf und landab dazu, dass Bilder und Skulpturen konstruktiver Herkunft neu in die Wahrnehmung genommen werden. So auch auf der diesjährigen art KARLSRUHE.“

Als Dauerleihgabe ist die Sammlung fast vollständig in Würzburg im Museum im Kulturspeicher zu sehen. Museumsdirektorin Dr. Marlene Lauter fügt hinzu: „Auf der art KARLSRUHE werden unter anderem Werke von Künstlern wie Josef Albers, Max und Jakob Bill über Leo Erb bis hin zu Richard Paul Lohse oder David Nash gezeigt.“ Insgesamt umfasst die Sammlung von Peter C. Ruppert 420 Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier – von circa 240 Künstlern aus 23 europäischen Ländern.

Einblick in das Programm der Aussteller

Jorinde Voigt, Galerie König
Jorinde Voigt, Immersive Integral / Zenith VIII, 2018, India ink, gold leaf, pastel, oil crayon, graphite on paper, framed, 219,5 x 140,7 cm, courtesy of the artist and KÖNIG GALERIE, Berlin/London. Photo Roman März Galerie König, Berlin/London

Die Künstlerliste zeigt, dass auch die art KARLSRUHE 2019 sowohl im Bereich der Klassischen Moderne als auch der Gegenwartskunst alle relevanten Namen der Branche führt – von Jean Arp und Francis Bacon über Alberto Giacometti und Paul Klee bis Pablo Picasso und Oskar Schlemmer – ein Verzeichnis, das seine Fortsetzung in der etablierten Gegenwartskunst findet. Die 208 Aussteller werden zudem Arbeiten von Klassikern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts präsentieren, darunter Robert Motherwell und Cy Twombly.

In Halle 1 werden unter anderem Tony Cragg und Cindy Sherman bei der Galerie Klüser (München) vertreten sein und Jeff Koons bei Premium Modern Art (Heilbronn). Michael Schultz aus Berlin zeigt unter anderem Sigmar Polke und Gerhard Richter. Ebenfalls aus Berlin und neu mit dabei ist die international tätige Galerie König. Bei ihrem ersten Auftritt in Karlsruhe plant die Galerie mit Künstlern wie Monica Bonvicini, Alicja Kwade oder auch mit einer One-Artist-Show von Jorinde Voigt. Die Karlsruher Galerie Meyer Riegger zeigt unter anderem Malerei von Miriam Cahn. Auf Amerikaner wie Alex Katz und Julian Schnabel setzt die Galerie Schimming aus Hamburg.

Galerist Michael Sturm aus Stuttgart legt den Fokus seiner Präsentation auf konstruktive und konkrete Tendenzen und deren Brechung im postminimalistischen und konzeptuellen Bereich junger Kunst. Auf der Messe setzt er auf Künstler wie Rolf Glasmeier, Gabriela Oberkofler und eine One-Artist-Show von Dave Bopp.

In Halle 3 zeigt beispielsweise die Galerie Fetzer (Sontheim) Künstler wie Donald Judd und Imi Knoebel. Arbeiten von Damien Hirst gibt es bei der Galerie Koch (Hannover). St. Gertrude aus Hamburg präsentiert eine großformatige Arbeit aus dem Werkzyklus „Europa“ von Anselm Kiefer.

Ebenfalls auf der art KARLSRUHE zu entdecken: Die Pop-Art und der kürzlich verstorbene Pin-Up-Maler Mel Ramos. Es werden Werke des Amerikaners Tom Wesselmann und des deutschen Pop-Art-Pioniers Werner Berges zu sehen sein – beide Künstler haben oft in starken Farben weibliche Silhouetten gemalt.

Erotisch aufgeladener dagegen sind die Werke von Mel Ramos, der als Pin-Up-Maler ein nicht unumstrittener Künstler war. Auf der art KARLSRUHE können sich Besucher hiervon ein eigenes Bild machen. Andy Warhol – der bekannteste aller Pop-Artisten – wird den größten Auftritt auf der Messe haben. Insgesamt sechs Galerien planen Werke des Jahrhundert-Künstlers mitzubringen.

Insgesamt werden Arbeiten von rund 1 500 Künstlern auf der art KARLSRUHE präsentiert.

2018-12-18
Schauplatz der Kunst
Katharina Sieverding, ARTIMA art meeting auf der art KARLSRUHE

Zusätzlich schaffen insgesamt 20 Skulpturenplätze raumgebende Situationen und laden zum Verweilen ein, kombiniert mit 196 One-Artist-Shows, die einen vertieften Einblick in das künstlerische Schaffen Einzelner ermöglichen. Die limitierte Anzahl an Messekojen wurde von dem Beirat der art KARLSRUHE an national sowie international renommierte Galerien vergeben.

ARTIMA art meeting: Sammeln mit Konzept

Seit vielen Jahren ermöglicht die ARTIMA, die Kunstversicherung der Mannheimer Versicherung AG, die selbst als Aussteller an der art KARLSRUHE beteiligt ist (Halle 3), mit dem ARTIMA art meeting ein Forum der Dialoge und Debatten. Die von Lindinger + Schmid, Büro für Kunst und Öffentlichkeit, konzipierte Veranstaltung erörtert an zwei Tagen die Themen der Branche (ARTIMA art Forum, Halle 4/dm-arena).

Die 16. art KARLSRUHE bietet unter der Moderation des Kunstkritikers Carl Friedrich Schröer (Düsseldorf) ein Thema, das an die Sonderschau der Messe anknüpft. Es geht um die Kollektion Konkreter Kunst von Peter C. Ruppert (Berlin) und um das „Sammeln mit Konzept“. Der Freund reduzierter Malerei wird das ARTIMA art meeting am Donnerstag (21. Februar, 13 Uhr) im Gespräch mit Schröer eröffnen. Auf ihn folgt der Direktor des Museums Ludwig in Köln, Yilmaz Dziewior, der das Sammeln aus der Perspektive des Kurators einer öffentlichen Einrichtung beleuchten will (15 Uhr).

Am Freitag (22. Februar, 13 Uhr) eröffnet der Hamburger Sammler Harald Falckenberg, zugleich Vorsitzender des Vereins der Kunstsammler. Er wird über die Rahmenbedingungen einer Leidenschaft sprechen, die durch gesetzliche und kommerzielle Vorgaben aktuell Einschränkungen erfährt. Um 15 Uhr folgt der Dialog mit Carolin Scharpff-Striebich. Die bekannte Sammlerin und Buchautorin („Let’s Talk Abstract“) wirkt zudem in der Ankaufskommission der Tate Modern (London) und erörtert Aspekte internationaler Prägung.

Sonderschau Druckgrafik: Von Warhol bis Picasso

Sonderschau Druckgrafik
Sonderschau Druckgrafik in Halle 1.

Zahlreiche international renommierte Sammler begannen ihre Kunstsammlung mit dem Ankauf einer Radierung, einem Siebdruck oder einer Lithografie. Die Druckgrafik dient oftmals als Einstieg in eine spätere langjährige Sammelleidenschaft, die auf den ersten Ankäufen solcher Arbeiten basiert. So wurden zur kommenden art KARLSRUHE die ausstellenden Galerien bereits zum dritten Mal dazu eingeladen, hochkarätige Beispiele dieser Sparte aus ihrem Galerienprogramm zur Verfügung zu stellen. Kuratiert wird die Sonderschau Druckgrafik auf insgesamt 200 Quadratmetern (Halle 1) von einer Experten-Kommission aus dem Beirat der Messe. Von Warhol bis Picasso und vom Holzschnitt bis zur Lithografie – 2019 wird die Sonderschau Druckgrafik erneut zum Anziehungspunkt für etablierte wie auch noch am Anfang stehende Sammler.

Führungen über die Messe

Für einen ersten allgemeinen Überblick zur art KARLSRUHE oder einen tiefergehenden Einblick zum Programm der ausstellenden Galerien – von bereits etablierten bis zu aufstrebenden Künstlern –, bieten ausgebildete Kunsthistoriker Führungen auf der Messe an. 2019 wird es zudem eine Führung zum Sonderthema „100 Jahre Bauhaus“ geben. Diese zeigt Arbeiten verschiedener Bauhaus-Künstler und informiert über die wegweisende Bildungsstätte, die mit ihren Ideen und in ihrer Formensprache bis heute fortwirkt.

2018-11-29
Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945
Victor Vasarely, Lapidaire, 1972, Acryl auf Leinwand 140 x 140 cm, Museum im Kulturspeicher Würzburg Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945 Foto: Elmar Hahn, Veitshöchheim © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Victor Vasarely, Lapidaire, 1972, Acryl auf Leinwand 140 x 140 cm, Museum im Kulturspeicher Würzburg Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945 Foto: Elmar Hahn, Veitshöchheim © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945

Von Anfang an begeisterte sich Peter C. Ruppert für die Reduktion auf das Wesentliche, ein Merkmal konstruktiv-konkreter Kunst, die sich durch rationalen Bildaufbau und gleichzeitig überraschende Wahrnehmungseffekte auszeichnet.

Mit viel Geduld und großer Fachkenntnis entstand in mehr als 30 Jahren die Sammlung „Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945“. Auf der art KARLSRUHE 2019 werden unter anderem Werke von Künstlern wie Josef Albers, Max und Jakob Bill über Leo Erb bis hin zu Richard Paul Lohse oder David Nash gezeigt.

  • Insgesamt umfasst die Sammlung von Peter C. Ruppert 420 Werke – darunter Gemälde, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier – von circa 240 Künstlern aus 23 europäischen Ländern.
  • Zunächst alleine und dann im Zuspiel mit Ehefrau Rosemarie stellte der 1934 geborene, in Berlin lebende Sammler eine der vielfältigsten und in ihrer Qualität europaweit einmaligen Kollektionen zur Konkreten Kunst zusammen.
  • Zu den Besonderheiten gehören die konkrete Fotografie und Werke von Künstlern aus Großbritannien.
  • Als Dauerleihgabe ist die Sammlung fast vollständig in Würzburg im Museum im Kulturspeicher zu sehen.

Im Jahr 2005 mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet, vereint das Museum zwei Sammlungen unter seinem Dach: die Städtische Sammlung und die private Sammlung „Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945“. Das Museum im Kulturspeicher Würzburg konnte sich seit seiner Eröffnung 2002 in der traditionsreichen Barockstadt Würzburg als Haus für die Kunst der Moderne etablieren.

Josef Albers, Bright September, 1963, Öl auf Masonit, 121,5 x 121,5 cm, Museum im Kulturspeicher Würzburg, Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945, Foto: Karl Arendt, ADF, Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Josef Albers, Bright September, 1963, Öl auf Masonit, 121,5 x 121,5 cm, Museum im Kulturspeicher Würzburg, Sammlung Peter C. Ruppert – Konkrete Kunst in Europa nach 1945, Foto: Karl Arendt, ADF, Köln © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Konkrete Kunst im Programm der Galerien – ein Einblick

Künstler aus dem Umfeld der ZERO-Bewegung, darunter Bernard Aubertin, Piero Dorazio, Gotthard Graubner, Heinz Mack, Christian Megert, Otto Piene und Günther Uecker, werden auf der art KARLSRUHE 2019 stark vertreten sein, gut 60 Jahre nach Gründung durch Mack und Piene.

Aber auch die Bilder von Konstruktivisten wie Günter Fruhtrunk (gestorben 1982) und Georg Karl Pfahler (gestorben 2002) tauchen mehrfach auf. Die 16. Ausgabe der Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst verspricht einen starken Auftritt der stillen Maler und Bildhauer – von Josef Albers über Antonio Calderara bis zu Victor Vasarely und Ludwig Wilding.

Zur art KARLSRUHE – Klassische Moderne und Gegenwartskunst

Vom 21. bis 24. Februar 2019 vereinen sich während der art KARLSRUHE 208 Galerien aus 16 Ländern in den Karlsruher Messehallen. Diese werden zum Schauplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren. Zusätzlich schaffen insgesamt 20 Skulpturenplätze raumgebende Situationen und laden zum Verweilen ein, kombiniert mit 120 One-Artist-Shows, die einen vertieften Einblick in das künstlerische Schaffen Einzelner ermöglichen. Die limitierte Anzahl an Messekojen wurde von dem Beirat der art KARLSRUHE an national sowie international renommierte Galerien vergeben.

Ausgebildete Kunsthistoriker bieten Führungen über die Messe an, die einen allgemeinen Überblick zur art KARLSRUHE liefern oder tiefergehende Erläuterungen zu den ausstellenden Galerien und präsentierten Künstlern vermitteln. In 2019 wird es zudem eine Führung zum Sonderthema „100 Jahre Bauhaus“ geben. Diese zeigt Arbeiten verschiedener Bauhaus-Künstler und informiert über die wegweisende Bildungsstätte, die mit ihren Ideen und in ihrer Formensprache bis heute fortwirkt.

2018-11-13
Monica Bonvicini ist Hans Platschek Preisträgerin 2019

Preisverleihung und Ausstellung auf der art KARLSRUHE

Monica Bonvicini

Dieser erinnert an den verstorbenen Maler und Schriftsteller Hans Platschek, einer der bedeutenden Vor- und Nachdenker, aber auch Kritiker künstlerischer Positionen nach dem Zweiten Weltkrieg. Bettina Steinbrügge, Direktorin des Kunstvereins in Hamburg und Mitglied des Vorstands der Hans Platschek Stiftung, ist die Jurorin 2019 und hat die italienische Künstlerin Monica Bonvicini als Preisträgerin nominiert. Sie folgt auf Platschek-Preisträger wie Justin Almquist (2016), Jonathan Meese (2017) oder auch Michael Kunze (2018).

Monica Bonvicini ist eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. In ihren Arbeiten bezieht sie sich auf sozialpolitische Gegebenheiten. Unter Verwendung unterschiedlicher künstlerischer Ausdrucksformen wie Zeichnung, Skulptur, Installation, Video und Fotografie untersucht sie Themen wie Architektur, Geschlechterrollen, Kontrolle sowie Macht und reflektiert die besondere Bedeutung von Sprache und ihrer Wirkung. Ihr Werk wurde in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellung sowie auf Biennalen auf der ganzen Welt präsentiert. Permanent installierte Skulpturen von Monica Bonvicini befinden sich im Queen Elizabeth Park in London und auf dem Bjorvika Fjord vor dem Opernhaus von Oslo.

Die Arbeiten von Monica Bonvicini werden im Dialog mit ausgewählten Bildern von Hans Platschek am Stand der Stiftung in Halle 1 auf der art KARLSRUHE ausgestellt. Darüber hinaus findet am Donnerstag (21. Februar, 17 Uhr) die Preisverleihung auf der art KARLSRUHE im ARTIMA art Forum statt.

Loth-Skulpturenpreis wird zum zweiten Mal ausgelobt

Auf der diesjährigen art KARLSRUHE durfte sich die portugiesische Künstlerin Joana Vasconcelos, vertreten von der Galerie Scheffel (Bad Homburg), über den erstmals vergebenen Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – freuen. Den mit 20 000 Euro dotierten Preis vergibt eine Fachjury auch auf der art KARLSRUHE 2019 an einen der insgesamt 20 Skulpturenplätzen. Diese zählen zu den unverwechselbaren Eigenheiten der Kunstmesse. Mit dem Preis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am Freitag (22. Februar, 17 Uhr) im ARTIMA art Forum statt.

art KARLSRUHE-Preis für die beste One-Artist-Show

Seit über zehn Jahren wird jährlich auf der art KARLSRUHE der gleichnamige Preis für die beste One-Artist-Show der Messe vergeben. Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe würdigen damit gleichermaßen einen Künstler und einen Galeristen für die beste One-Artist-Show, welche eine Fachjury auswählt. Im Gegenwert von 15 000 Euro werden Werke aus der ausgezeichneten Einzelpräsentation für die art KARLSRUHE-Collection erworben, die die Städtische Galerie Karlsruhe verwaltet. Die Preisverleihung findet am Samstag (23. Februar, 11:30 Uhr) im ARTIMA art Forum statt.

2018-10-15
art KARLSRUHE 2019: Beirat juriert 208 Galerien aus 16 Ländern
art KARLSRUHE zeigt 208 Galerien aus 16 Ländern

Diese werden zum Schauplatz für Kunst aus einer Spanne von über 120 Jahren. Zusätzlich schaffen insgesamt 20 Skulpturenplätze raumgebende Situationen und laden zum Verweilen ein, kombiniert mit 120 One-Artist-Shows, die einen vertieften Einblick in das künstlerische Schaffen Einzelner ermöglichen.

Die limitierte Anzahl an Messekojen wurde von dem Beirat der art KARLSRUHE an national sowie international renommierte Galerien vergeben. Darunter sind bekannte Aussteller der art KARLSRUHE wie Die Galerie GmbH (Frankfurt am Main, D), Gilden's Arts (London, GB) und Schacher – Raum für Kunst (Stuttgart, D), aber auch zahlreiche Neuzugänge oder Wiederkehrer wie unter anderem die Galerien Klaus Benden (Köln, D), Maryam Fasihi Harandi (Teheran, IR), König (Berlin, D) oder auch Anna Laudel Contemporary (Istanbul, TR) sowie Karl Pfefferle (München, D).

Halle 1: Fotografie & Original-Editionen

Die Halle 1 der art KARLSRUHE widmet sich der Editionskunst: Hier sind die künstlerische Fotografie – in ihrer ganzen Bandbreite, von klassischer Reportage-, Portrait-, Akt- und Architekturfotografie bis hin zu konzeptioneller, experimenteller, inszenierter und abstrakter Fotografie, als Vintage oder Modern Print – sowie ein starker Auftritt der Druckgrafik zu finden. Auf einer Ausstellungsfläche von rund 200 Quadratmetern wird der Druckgrafik eine besondere Präsentationsfläche geboten. Bei der Sonderschau werden verkäufliche Exemplare in möglichst niedriger Auflage aus dem Bestand der Aussteller gezeigt und so ein breites Spektrum kunsthistorischer Art offeriert.

In den Messekojen zeigen Galerien wie Klüser (München, D), Eduard Planting Gallery (Amsterdam, NL) oder Heike Schumacher (Überlingen, D) und Monika Wertheimer (Oberwil, CH) Arbeiten von internationalen Künstlern wie Tony Cragg, Sean Scully oder auch Cindy Sherman.

Halle 2: Moderne Klassik & Gegenwartskunst

Der Begriff “Moderne Klassik” vereint künstlerische Positionen, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg herausgebildet haben. Kombiniert mit etablierten zeitgenössischen Positionen, setzten sich die Präsentationen aus Halle 3 fort. So versammeln sich in Halle 2 über 70 Aussteller, darunter Galeria Cortina (Barcelona, E), Gimpel & Müller (Paris, F), Galerie König (Berlin, D), Nothelfer (Berlin, D) oder auch Rother Winter (Wiesbaden, D), die vom Informel über die Werke der Zero-Bewegung und der Pop-Art bis zu Strömungen aus dem Bereich der konkreten Kunst ein breites Spektrum etablierter Gegenwartskunst offerieren. Einige Galerien wie Burkhard Eikelmann (Düsseldorf, D), Thomas Fuchs (Stuttgart, D), Ulrich Gering (Frankfurt am Main, D), Pfefferle (München, D) oder auch Schimming (Hamburg, D), stellen spezielle Positionen vor – etwa Realismus oder Neoexpressionismus –, die seltener zu finden sind.

Halle 3: Klassische Moderne & Gegenwartskunst

In Halle 3 werden die Besucher eingeladen, in die Welt der Klassischen Moderne einzutauchen. Stilrichtungen wie Expressionismus, Kubismus, Surrealismus oder Konstruktivismus – in Halle 3 der Messe wird man fündig. Vom deutschen Expressionismus, wie ihn unter anderem Galerien wie Ludorff (Düsseldorf), Thole Rotermund (Hamburg) oder Schwarzer (Düsseldorf) vertreten, bis zur internationalen Abstraktion à la Calder, Chillida, Corbusier, Feininger oder Picasso – die Pioniere ihrer Stilrichtungen sind in einer Vielzahl anzutreffen. Die ausstellenden Galerien, darunter Gilden’s Art (London, GB), Koch-Westenhoff (Lübeck), Schlichtenmaier (Grafenau/Stuttgart) oder Fenna Wehlau (München), zeigen ein hochkarätiges Programm. Außerdem sind in Halle 3 auch Arbeiten vieler Künstler jener Nachkriegsgeneration zu sehen, die in den späten Vierzigern und den Fünfzigern das Informel erfunden haben. Die spontanen, gestischen Malereien dieser Zeit werden unter anderem von Galerien wie Luzán (Berlin, D), Maulberger (München) oder Sina Stockebrand (Veltheim, D) angeboten.

dm-arena/Halle 4: ContemporaryArt 21

In Halle 4, der dm-arena, wird auch zur kommenden art KARLSRUHE unter dem Rubrum „ContemporaryArt 21“ eine hohe Konzentration jüngster Kunst zu entdecken sein. Den art KARLSRUHE-Besuchern bereits bekannte Galerien wie Martina Kaiser Cologne Contemporary Art (Köln, D), Marek Kralewski (Freiburg im Breisgau, D) oder auch Schacher – Raum für Kunst (Stuttgart, D) überzeugen mit Arbeiten von Künstlern aus aller Welt – von China über Polen bis nach Deutschland. Neu dabei sind unter anderem die Cube Gallery (London, GB), Goodwin Gallery (Hamburg, D) sowie die Meno Nisa Galerija (Vilnius, LT) oder auch Alexander Ochs (Berlin, D), die das internationale Angebot jüngster Kunst ergänzen.

(Eine vollständige Liste der ausstellenden Galerien finden Sie untenstehend bereit zum Download.)

2018-08-30
art KARLSRUHE 2019: Klassische Moderne bis Gegenwartskunst
Joana Vasconcelos, Preisträgerin, Skultpur, Galerie Scheffel
Der erstmals verliehene Loth-Skultpurenpreis ging an die portugiesische Künstlerin Joana Vasconcelos und Galerist Christian K. Scheffel.

Die art KARLSRHUE zeigt vom 21. bis 24. Februar 2019 Kunst aus 120 Jahren – von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart. Welche Galerien auf der sechzehnten Ausgabe der art KARLSRUHE teilnehmen, entscheidet sich Ende September. Unter der Leitung von Kurator Ewald Karl Schrade kommt der sechsköpfige Beirat zwei Tage zusammen, um die ausstellenden Galerien zu jurieren. Einreichungsschluss für Bewerbungsunterlagen ist der 10. September 2018.

Loth-Skulpturenpreis wird zum zweiten Mal ausgelobt

Auf der diesjährigen art KARLSRUHE durfte sich die portugiesische Künstlerin Joana Vasconcelos, die aktuell mit einer Einzelausstellung im Guggenheim in Bilbao gefeiert wird, über den erstmals vergebenen Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank – freuen. Vertreten wurde Joana Vasconcelos von der Galerie Scheffel (Bad Homburg). Mit dem Preis werden Galerie und Künstler gleichermaßen ausgezeichnet.

Den mit 20 000 Euro dotierten Preis vergab die Fachjury unter insgesamt 20 Skulpturenplätzen der art KARLSRUHE – sie zählen zu den unverwechselbaren Eigenheiten der internationalen Kunstmesse.

Der Skulpturenpreis ist nach dem Künstler Wilhelm Loth (1920 – 1993) benannt. 1958 wurde er als Leiter einer Bildhauerklasse an die Kunstakademie in Karlsruhe berufen, an der er seit 1960 als Professor bis zu seiner Emeritierung 1986 wirkte. Der Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens Wilhelm Loths lag stets auf Plastiken. Hierbei verwendete er Bronze, Neusilber und Aluminium als Materialien. Das zentrale künstlerische Motiv, um das sein Werk kreiste, ist die Darstellung des weiblichen Körpers.

Die Beiratsmitglieder der art KARLSRUHE

Neben Kurator Ewald Karl Schrade und Messechefin Britta Wirtz setzt sich der Beirat der art KARLSRUHE für 2019 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Dorothee Baer-Bogenschütz (Kunstjournalistin, Wiesbaden). Die Kunsthistorikerin und -journalistin schreibt unter anderem für die KUNSTZEITUNG und berichtet weltweit über Kunstmessen und –ausstellungen.

Renate Bender (Galeristin, München). Im Programm ihrer gleichnamigen Galerie (gegründet 1987) führt Bender reduzierte Formen der Malerei, Fotografie und Bildhauerei, überwiegend im Bereich minimaler, monochromer und konkreter Ausdrucksformen.

Frank Thomas Gaulin (KUNSTHAUS LÜBECK). Gaulin wurde vor zwei Jahren als neues Mitglied in den Beirat berufen. „Ein altgedienter Editeur“, so Schrade. Gaulin entscheidet mit bei der Auswahl der Galeristen im Bereich Limited (Halle 1) mit den Schwerpunkten Fotografie, Editionen und Objekte.

Anja Knoess (Galeristin, Köln). Die Kölner Galeristin Anja Knoess macht sich im zweiten Jahr als Beiratsmitglied für zeitgenössische Kunst stark.

Dr. Dorothea van der Koelen (Galeristin, Mainz/Venedig). Die Kunsthistorikerin und Verlegerin ist inzwischen mit drei Galerien für zeitgenössische Kunst in Mainz und Venedig präsent, sie hat über 500 Ausstellungen in mehr als 25 Ländern kuratiert.

Werner Tammen (Galerist, Berlin). Der Schwerpunkt der Galerie „Tammen & Partner“ liegt im Bereich der zeitgenössischen Kunst. Zudem ist Tammen als Vorsitzender des Landesverbandes Berliner Galerien aktiv.

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