Fotografie

Fotografie der Eduard Planting Gallery Amsterdam auf der art KARLSRUHE 2019
Fotografie der Eduard Planting Gallery Amsterdam auf der art KARLSRUHE 2019

Fotografie ist ein vergleichsweise junges künstlerisches Medium. Erste Kunstfotografien entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts in dem Bemühen, mit der Kamera die Malerei zu imitieren. Eine Differenzierung zwischen künstlerischer und angewandter Fotografie hat sich etwa ab 1945 herausgebildet. Die Anfänge der künstlerischen Fotografie setzen stilistisch in der Kunst des späten Biedermeier an, deren Ziel die möglichst authentische Darstellung der Wirklichkeit war. Auf der anderen Seite war die Fotografie als Momentfotografie stilbildend für den Impressionismus, dessen erste Ausstellung folgerichtig in einem Fotoatelier stattfand. Die künstlerische Fotografie löste sich jedoch rasch von der Zielsetzung der authentischen Darstellung und gliederte sich in zahlreiche Stilrichtungen und Genres auf.

Die Galerie Peter Sillem aus Frankfurt nahm 2019 erstmals teil.
Die Galerie Peter Sillem aus Frankfurt nahm 2019 erstmals teil.

Künstlerische Fotografie in ihrer ganzen Bandbreite, von klassischer Reportage-, Portrait-, Akt- und Architekturfotografie bis hin zu konzeptioneller, experimenteller, inszenierter und abstrakter Fotografie, als Vintage oder Modern Print ist auf der art KARLSRUHE in allen vier Hallen zu finden.

Neben visueller Idee und künstlerischer Botschaft gehört zu einem guten Foto auch immer die vollständige Beherrschung der fotografischen Technik.

Bekannte Vertreter der Fotokunst des 20. Jahrhunderts sind beispielsweise Henri Cartier-Bresson, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Robert Adams, William Eggleston oder auch Edward Jan Steichen. Wie in der Malerei haben sich in der Fotokunst auch sogenannte “Schulen” gebildet. Dazu gehört beispielsweise die Düsseldorfer Photoschule von Bernd und Hilla Becher. Das Paar erwarb sich mit seinen Schwarz-Weiß-Fotografien von Fachwerkhäusern und Industriebauten wie Fördertürmen, Hochöfen, Kohlebunkern, Fabrikhallen, Gasometern, Getreidesilos und komplexen Industrielandschaften ein internationales Renommee. Aus ihrer Schule gingen unter anderem heute weltberühmte Fotografen wie Andreas Gursky, Thomas Ruff oder Thomas Struth.

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