art KARLSRUHE selections

Vom 20. bis 23. Mai setzen die art KARLSRUHE selections auf einen Mix aus digital und offline: Neben online Diskussionen und Talks zu unterschiedlichen Kunstmarktthemen können Besucher der Webseite an digitalen Führungen von Kunsthistorikern teilnehmen. Die Führungen beleuchten das Programm der zugelassenen Galerien mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen. Weitere digitale Highlights sind ein Podcast sowie Treffpunkt und Diskussion auf Clubhouse.

Auch offline wird die Kunstmesse erlebbar sein: Viele der für die art KARLSRUHE zugelassenen Galerien veranstalten vor oder während des ursprünglich geplanten Messezeitraums im Mai Sonderausstellungen und kleinere Events in ihren Räumen. Sie rücken Künstler und Projekte in den Fokus, die auf der art KARLSRUHE 2021 präsentiert werden sollten, und zeigen für die Kunstmesse vorgesehene Werke.

Mehr zur Idee und zum Konzept der art KARLSRUHE selections erfahren Sie im Infotalk.

art KARLSRUHE selections in Ihrer Stadt

Zahlreiche Galerien präsentieren Ausstellungen um den ursprünglich geplanten Termin im Mai unter dem Motto art KARLSRUHE selections. Auf unserer Deutschlandkarte sehen Sie die teilnehmenden Orte - entdecken Sie bei sich vor Ort Künstler und Werke, die auf der art KARLSRUHE 2021 ausgestellt worden wären. Und erleben diese live. Und mit Abstand am besten.

Alle teilnehmenden Galerien finden Sie hier.

Deutschlandkarte Übersicht der teilnehmenden Galerien

Berlin

Bonn

Düsseldorf

Ehingen

Essen

Frankfurt am Main

Freiburg

Halle

Hamburg

Heidelberg

KARLSRUHE

Köln

Langenargen

Leibertingen-Thalheim

Leipzig

Mainz

Mannheim

München

Münster

Nürnberg

Offenbach

Regensburg

Reutlingen

Stuttgart

Tübingen

Überlingen

Wiesbaden

Zell am Hamersbach

AT: Wien

CH: Ascona

F: Paris

GR: Athen

IT: Bologna

IT: Bozen

IT: St. Ulrich

Galerie Albrecht

  • 28. Mai bis 03. Juli 2021
  • Bleibtreustr. 48
    10623 Berlin

Der Schwerpunkt der Galerie Albrecht liegt auf den klassischen Medien Malerei, Fotografie, Zeichnung und Skulptur. In ihrer Galeriearbeit folgt Susanne Albrecht der Devise «Kunst bleibt immer jung». Im Rahmen der art KARLSRUHE selections werden in ihrer Galerie Werke des Fotografen Steffen Diemer ausgestellt sein. Von Ende Mai bis Juli 2021 wird seine Ausstellung in der Galerie Albrecht zum ersten Mal in Berlin zu sehen sein.

Steffen Diemer, Distel 2019, Kollodium-Nassplatte 21 x 16 cm
Steffen Diemer, Distel 2019, Kollodium-Nassplatte 21 x 16 cm, Foto: Galerie Susanne Albrecht

Japanische Ästhetik und die philosophische Bedeutung des Schattens führten Steffen Diemer auf den Weg, sich die alte Nassplatten-Kollodium-Technik anzueignen. Urspünglich wurde sie zur Herstellung eines Negativs verwendet, um davon Abzüge machen zu können. Er wandelte es unter Verwendung von Schwarzglas um in ein Positiv, das dann aber ein Unikat blieb und keine Abzüge zuliess.

Steffen Diemer, Tulpen 2017, Kollodium-Nassplatte 25 x 20 cm
Steffen Diemer, Tulpen 2017, Kollodium-Nassplatte 25 x 20 cm, Foto: Galerie Susanne Albrecht

Die Aufnahmen werden mit dafür neu angefertigten Plattenkameras gemacht. Steffen Diemer fotografiert Stillleben: Fundstücke, die er von Reisen und Spaziergängen mitbringt, Blumen, Gefäße, Früchte und Dinge des täglichen Lebens. Das Foto steht am Ende eines aufwendigen Prozesses, der darauf abzielt, auf schlichte Weise das Wesentliche hervorzubringen. Das Nassplatten-Kollodium-Verfahren ist eines der subtilsten und aufwendigsten in der Fotografie. Schönheit, Zeit, Stille – Steffen Diemer hat entschieden, dass er dies dem Elend entgegensetzen will.

Die Ausstellung in der Galerie Albrecht von Ende Mai bis Juli 2021 ist seine erste Ausstellung in Berlin. Ein 60 seitiger Katalog begleitet die Ausstellung. Dieser kann über die Galerie erworben werden. Neben 40 Abbildungen ist ein Text von Steffen Diemer und ein Text des Fotohistorikers und Kurators Michael Koetzle enthalten. Auch wird ein Gespräch zwischen Fotograf und Autor in der Galerie stattfinden.

Art28 Kunsthandel & gallery

  • Mai 2021
  • Schaffhausenstr. 123
    72072 Tübingen

Rund um den geplanten Messetermin der art KARLSRUHE im Mai wird auch die Art28 ihre Ausstellung in Tübingen den art KARLSRUHE selections widmen. Der Fokus wird auf den Künstler Horst Eckert alias Janosch gerichtet sein, der aus Anlass seines 90. Geburtstags eine Jubiläumsausstellung in den Ausstellungsräumen der Art28 erhält.

Janosch gilt als einer der bedeutendsten, wenn nicht gar der einzige Künstler weltweit, der zugleich Maler, Illustrator, Karikaturist, Roman- und Kinderbuchautor ist, und es in jeder einzelnen Disziplin zu erheblicher Bekanntheit gebracht hat.

ART EDITION-FILS GmbH

  • Eduard-Schloemann-Str. 47-49
  • 40237 Düsseldorf

Die Art Edition-Fils gilt mit jetzt 150 Jahren als ältester Kunstverlag Europas. Die Editionen von meist schon sehr anerkannten Künstlern werden in der eigenen Galerie in Düsseldorf und einer Kunsthalle bei Bremen gezeigt, sowie in über 100 Galerien und Kunstvereine, mit denen schon lange Zeit zusammengearbeitet wird.

Megert Spiegelduett
Megert Spiegelduett

Neben Christo, dessen letztes Projekt im September noch in Paris realisiert werden soll, stehen immer wieder die Künstler der Zero Gruppe im Mittelpunkt, so Günther Uecker, Heinz Mack, Otto Piene und Christian Megert, der wieder spektakuläre Siebdrucke auf Plexiglasscheiben in Verbindung mit Spiegeln entwickelt hat. Auch von Vasarely können noch Original Grafiken angeboten werden.

Die nächsten Künstler-Generationen arbeiteten dann wieder figurativer, wie die Neuen Wilden, vertreten bei der Art Edition-Fils durch Penck, Immendorff, Tadeusz und Baselitz. Jüngere Künstler, wie Christoph Pöggeler, Melanie Richter, Jörn Grothkopp und Sabine Liebchen haben dann noch realistischer Positionen vertreten. Zu den internationalen Stars des Kunstverlags gehört neben Jacinto Moros der Brasilianer Bel Borba, der auch schon eine Einzelpräsentation in Karlsruhe hatte, aber in New York, wie in Marbella, der Schweiz usw genauso präsent ist.

Die Fotografie ist ein Editions-Schwerpunkt der letzten Jahre, wofür Siegfried Wittenburg, Oliver Look und die drei Horst stehen = Gläsker, Schäfer, und Wackerbarth.

Als Kunstverlag beschäftigt sich die Art Edition-Fils auch mit Multiples, also Skulpturen Editionen, wie die Flossis von rosalie, 3-D Drucke von Jürgen Mayer- H und den Säulenheiligen von Pöggeler. Für 2021 war in Karlsruhe ein zusätzlicher Skulpturenstand mit Thomas Schönauer angemeldet, dessen Edelstahl-Skulpturen in der ganzen Welt gefragt sind und hoffentlich 2022 dann in Karlsruhe gezeigt werden können.

ARTHUS Galerie

  • bis 11.07.2021
  • Am Galgenfeld 5b
  • 77736 Zell a.H.

Die ARTHUS Galerie in Zell am Harmersbach zeigt auf rund 270 qm Galeriefläche bis zum 11.7.2021 die Ausstellung „Bewegung und Farbe. Mit Werken von Vitali Safronov und Rapahel Rack“. Diese Exposition ist vom Deutschen Kunstfonds als förderwürdig erachtet worden und verbindet zwei gegensätzliche künstlerische Positionen; einerseits den russischstämmigen Bildhauer Vitali Safronov, der mit seine humorvollen, farbig gefassten Bronzesplastiken Alltagssituationen in angenehmen Bewegungsabläufen dem Kunstkenner näherbringt und andererseits der bei Frankfurt schaffende Maler Raphael Rack, der mit dem Rackel aufgetragen und abgezogen Farbölschichten Tiefe und Bewegung erzeugt.

Safronovs Arbeiten beschreibt der renommierte Kunsthistoriker Dr. Friedhelm Häring wie folgend: „Alle Gestaltungselemente in der figürlichen Darstellung sind in der Erscheinung der Körper vorgegeben. Hier kann nichts erfunden werden. Aus dem Gehen ein zögerliches Tippeln zu machen, aus dem Standpunkt eine Balance, aus einer Handgeste eine Deutungshoheit ist das besondere Vermögen von Vitali Safronov. Seine Figurendarstellungen sind in jeder Nuance gefüllt mit Ausdruck, Witz, Kraft und intelligenter Weltdeutung. Das Mensch und Natur, Tier und Mensch Anverwandlungen eingehen können, Ovid‘sche Metamorphosen, bestätigt seine beeindruckende Sichtweise.“

Bronzekunstwerke von Vitali Safronov

Vitali Safronov, Corona – Tanz, vierteilig, Bronze, farbig, Auflage 12 + 3 e.a., Höhe ca. 18 cm

Vitali Safronov, Hindernis, Bronze, farbig, Auflage 12 + 3 e.a., Höhe ca. 17 cm.

Vitali Safronov, Künstler/in, Bronze, farbig, Auflage 12 + 3 e.a., Höhe ca. 19 cm.

Vitali Safronov, Frau mit Schuhen / Geschäftsfrau, Bronze, farbig, Auflage 12 + 3 e.a., Höhe ca. 17 cm.

Bilder von Raphael Rack

Über Raphael Racks Werke formuliert Dr. Häring folgende Sätze: "Wie Einatmen und Ausatmen bedingen sich Chaos und Kosmos in der Malerei Raphael Racks. Im chaotischen Aufbegehren sucht er die Erkenntnistiefe. Rack ist ein Infragesteller, der das Regellose wagt, ein Abweichler auf der Wahrheitssuche. Mit der großen Rackel glättet er diesen Rumor, um anschließend in den Schichten aus Farben auf Grabung zu gehen. Hier findet er sie, die Schätze - Archäologie nach dem Goldfund der Farbe. Nach der emotionalen Niederschrift kratzt er aus der nachzitternden Fläche der Metamorphose die Kosmen an Sinn außerhalb des Alltags. Aktion - Reaktion, Suchen - Finden, Ahnen - Erkennen lebt es im Dialog seiner Bilder. Chaos, Kosmos, Tag und Nacht - Geschwister in der Ewigkeit."

Raphael Rack, ohne Titel, Grafitstift, Kohle, Wachsstift auf Papier, 30 x 45 cm, gerahmt 73 x 53 cm, 2018. (WVZ Z45)

Raphael Rack, Pascal, Öl auf Leinwand, 180 x 220 cm, 2020 (WVZ 547).

Art Galerie 7

  • Mai 2021
  • St. Apern-Str. 7, 50667 Köln

Im Rahmen der art KARLSRUHE selections präsentiert die Art Galerie 7 noch bis Ende Mai die drei Künstlerinnen Joanna Jesse, Suscha Korte und Kirsten van den Bogaard mit neuen, für die art KARLSRUHE 2021 geplanten Arbeiten.

Mit einer besonderen Ausstellung überlässt die Art Galerie 7 den drei Künstlerinnen jeweils einen eigenen Raum zur persönlichen Ausgestaltung ihrer jeweils interpretierten „frauen­zimmer“ – mit ihrem eigenen künstlertypischen Charakter und in besonderer Atmosphäre.

Galerieteam der Art Galerie 7
Galerieteam der Art Galerie 7
Joanna Jesse, An der Küste, 2021, Öl auf Leinwand, 110 x 160 cm
Joanna Jesse, An der Küste, 2021, Öl auf Leinwand, 110 x 160 cm, Foto: Art Galerie 7

Die emotional aufgeladenen Arbeiten von Joanna Jesse strahlen Naturverbundenheit und eine friedliche Harmonie aus. Die fotorealistisch gemalten Bildmotive vom Menschen in der Natur, zumeist Rückenfiguren, laden den Betrachter dazu ein, sich in verschiedene natürliche Szenarien hineinzufühlen und bieten eine stimmungsvolle Auszeit vom Alltag.

Kirsten van den Bogaard widmet das Projekt ihrer Mutter Birgit Goldberg. Das frühere Fotomodell und Mannequin war auch Muse des Malers Vincent van den Bogaard. Seine Portraits und Fotografien aus den 60er Jahren sind Teil des Raumkonzepts der Künstlerin. Ihr Frauenzimmer ist eine Hommage - an ihre Mutter und an einen Klassiker in unseren Kleiderschränken, den Bademantel.

Kirsten van den Bogaard, 15:57:10h, 2021, Acryl/Dibond, 150 x 100 cm
Kirsten van den Bogaard, 15:57:10h, 2021, Acryl/Dibond, 150 x 100 cm, Foto: Art Galerie 7
Suscha Korte, trotzdem..., 2019-21, Öl, Zement und Neonleuchtschrift auf Leinwand, 180 x 160 cm
Suscha Korte, “trotzdem...“, 2019-21, Öl, Zement und Neonleuchtschrift auf Leinwand, 180 x 160 cm, Foto: Art Galerie 7

Mit alltäglichen Gegenständen wie fein gemalte Porzellanteller auf installativ wirkenden Leinwandarbeiten und unkonventionellen Paravents hinterlässt Suscha Korte menschliche Spuren in ihrem „Frauenzimmer“. Die aus dem Leben gegriffenen Bildmotive fungieren als Erinnerungsmomente an vergangene Zeiten, reflektieren Lebenssituationen, Erlebnisse und Gefühlswelten fiktiver Persönlichkeiten, aber auch des Betrachters. Symboltragende Worte wie „Glück“ und „trotzdem“ sowie Gedankensprüche über das Leben inspirieren uns und vielleicht auch Sie, weiter mit der Kunst positiv in die Zukunft zu schauen.

ATM Gallery

  • 20. bis 23. Mai 2021
  • Lützowstr. 6
    10785 Berlin

Vom 20. bis 23. Mai 2021 präsentiert die ATM Gallery exclusive Arbeiten ihrer Künstlerauswahl für die art KARLSRUHE. Mit fantastischen Werken von Emess, Danny Gretscher, Innerfields, Josephine Kaiser und John Wentz gibt die Galerie bei den art KARLSRUHE selections einen Vorgeschmack auf das postpandemische Kunstereigniss des Jahres.

John Wentz, To Break Bread, 2020, 50x60cm
John Wentz, To Break Bread, 2020, 50x60cm, Foto: ATM Gallery

Die ATM Gallery Berlin präsentiert Positionen zeitgenössischer, urbaner Kunst verschiedenster Ausdrucksformen:

Während Emess durch poppige Geldschein-Portraits in Schablone und Siebdruck vielschichtige Assoziationen entblättert, setzt Danny Gretscher mehr auf die sanften, emotionaleren Töne seiner abstrakten Malerei. Innerfields behandeln auf groben Leinwänden mittels zart-luftigem Surrealismus digitalen Wahnsinn während Josephine Kaiser sich in ihren filigranen Scherenschnitten dem Wechselspiel der Geschlechter zuwendet. John Wentz, ein Meister der dekonstruktiven Malerei erforscht in seinen Portraits Prozess und Wirkung von Detail und Vereinfachung.

Döbele Kunst Mannheim

  • 30.04. bis 05.06.2021
  • Leibnizstraße 26
  • 68165 Mannheim

In den Räumlichkeiten Leibnizstraße 26 findet die Klassikerschau statt. Erst im direkten Gegenüber, Face to Face, erschließt sich die volle Wirkung - nicht nur von Kunst. Wir alle sehnen uns, nach einem Jahr auf Abstand, nach diesem direkten Gegenüber.

KünstlerInnen:

Horst Antes; Willi Baumeister; Peter Brüning; Rolf Cavael; Karl Fred Dahmen; Gerhard Hoehme; Heinz Kreutz; Brigitte Matschinsky-Denninghoff; Ernst Wilhelm Nay; K. R. H. Sonderborg; Doris Ziegler

Galerie Charron

  • Mai 2021
  • Paris

Die Pariser Galerie Charron präsentiert eine Avant-Première (Vorschau) mit den Kunstwerken, die für die Messe vorgesehen sind. Die Ausstellung kann ab dem 20. Mai nach Vereinbarung besucht werden.

László Lakner, courtesy Galerie Charron
László Lakner, courtesy Galerie Charron

Eine Ausstellung, die den Betrachter in ein Hin und Her von Korrespondenzen und Unterschieden führen sollte, die in einem Forschungsfeld der plastischen Kunst angegangen werden, produziert und interpretiert durch den persönlichen Werdegang jedes Künstlers der Galerie Charron: "Mirror, oh mirror..." von Bruno Bossut, Skulpturen, die entschlossen deformiert werden, um den Spiegel der Erscheinungen zu brechen und mit seiner Identität zu spielen.

Alexandre Bour, courtesy Galerie Charron
Alexandre Bour, courtesy Galerie Charron

Die fadenförmigen Installationen von Alexandre Bour spielen mit Licht und Schatten in Bezug auf die Wirkung unserer visuellen Identität. Die Objekte, die uns umgeben, gezeichnet in den Gemälden von Michael Doucet, Spiegel unserer Sehnsüchte, unserer Umwelt, unserer Kultur. Spezismus mit Jules Andrieu’s "Eselchen", die menschliche Identität und Tierstatus gegenüberstellen. Manfred Hamm's Fotografien oder Irène Lussou's "Allegorien", menschengroße historische Figuren, die als gemeinschaftliches Gedächtnis aufgebaut sind. Die Verwirrung der Sinne in den Gemälden von Andreas Lau oder die Vermittlung von Familienwerten, dargestellt von Beatriz Guzman Catena. Der Ausdruck von sich selbst, von Erinnerungsschichten durch Schrift und Poesie, eine Befragung um geheimnisvolle Zeichen, Linien und Worte durch die Ansätze von Cy Twombly, Làszlò Lakner, Jan Voss, Max Neumann und Georges Noël.

Galerie Albert Baumgarten

  • 20. bis 23. Mai 2021
  • Kartäuserstr. 32
    79102 Freiburg im Breisgau

Im Rahmen der art KARLSRUHE selections zeigt die Galerie Albert Baumgarten, Freiburg eine konzentrierte Auswahl von Werken der Künstler, die für die art KARLRSRUHE 2021 vorgesehen waren -es geht um Malerei, Photographie und Skulptur.

Unter anderen Bronzen und Holzskulpturen von Walter Moroder (Italien), Franz Bernhard oder Tony Cragg. Walter Moroder hätte auf der diesjährigen art KARLSRUHE einen Skulpturenplatz bespielt.

Digitale Fotografie von Dirk Brömmel im Kontrast mit den Ambrotypie-Unikaten von Steffen Diemerbeziehungsweise mit den dezenten, analogen Bonsai-Photographien von Yamamoto Masao (Japan).

Galerie Alessandro Casciaro

  • Via Cappuccini 26/a Kapuzinergasse
  • 39100 Bolzano / Bozen, Italy

Robert Pan_XH 9578 PL_2020_Harz Mischtechnik_1605 x 1405 cm
Robert Pan_XH 9578 PL_2020_Harz Mischtechnik_1605 x 1405 cm

Schon seit Jahren bedient sich Robert Pan des Werkstoffes Harz. Er hat sich damit so intensiv auseinandergesetzt und damit herumexperimentiert, dass er zweifelsohne eine technische Perfektion mit der Materie erreicht hat wie kein anderer. War das Harz in seinen ersten Bildern nur Stilmittel, ist Harz in seinen neuen Bild-Objekten Träger der Botschaft, des Inhaltes. Pans Werke entstehen in einem langwierigen Prozess der Addition. Die Bilder werden in Harzschichten gegossen, wobei verschiedene Farbpigmente eingearbeitet werden, die dann in mühevoller Kleinarbeit zu einem chromatischen Ganzen verschmelzen.

Das Licht ist die Grundmetapher seiner Kunst. Farbe wird so in das Harz gegossen und damit ins Bild gesetzt, dass daraus ein Bild der Farbe wird. So entstehen seine Traumbilder mit abstrakten Formen oder auch surreale Landschaften: Die Magie des Unbekannten.

Kinki Texas_Tv-Cossacks_2020_Mischtechink auf Papier_841 x 594 cm
Kinki Texas_Tv-Cossacks_2020_Mischtechink auf Papier_841 x 594 cm

Holger Meier, alias Kinki Texas, ist in erster Linie ein Maler, der einen unglaublichen Instinkt für die Linienführung und Farbe besitzt. Er ist ein schneller arbeitender, geradezu ungestümer Künstler, der völlig instinktiv handelt, wenn er Gewichtungen und Akzente auf der Leinwand oder auf dem Papier setzt.

Das, was der Bremer Künstler selbst den „Kinki Texas Space“ genannt hat, ist die Projektion einer Vorstellungswelt, in denen sich gegensätzliche Impulse und Instinkte gegenseitig hochschaukeln, ein Experimentierfeld für unvorstellbare geistige Auswüchse, ein Laboratorium für dreiste Versuche, aber auch die Bühne, auf der Schiessereien und Duelle bis zum letzten Blutstropfen, grausame Folter und sadistische Machtspiele zur Aufführung kommen. Kinki Texas stellt oft eine blutige Welt dar, in der konflikte reagieren, die aber nichtsdestotrotz extrem lebendig ist und dabei nicht frei von humoristischen oder ironischen Elementen ist. Gewalt, Sex, Liebe, Tod, Betrug, Ruhm, Aufstieg und Fall, das sind die Grundzutaten für eine Geschichte, die würdig ist erzählt zu werden.

Galerie Bausmann

  • Juni bis Juli 2021
  • Martha-Brautzsch-Str. 13
    06108 Halle

Von Juni bis Juli wird in der Galerie Bausmann die Künstlerin Claudia Berg ausgestellt. In einer One-Artist-Show zeigt sie ihr ursprünglich für die art KARLSRUHE 2021 geplantes Programm.

Claudia Berg, Kaltnadelradierung, Kampf der Giganten , Bormazo 2020, 80 x 100 cm
Claudia Berg, Kaltnadelradierung, Kampf der Giganten , Bormazo 2020, 80 x 100 cm, Foto: Galerie Bausmann

Eines der Geheimnisse, warum Kunst uns bewegt, ist die Synästhesie. Kunstwerke vermögen ihre direkte materielle Sinnlichkeit zu überschreiten und in ein flirrendes Ganzes der Wirklichkeit zu treten.

Die Graphiken von Claudia Berg haben eine sonderbare Eigenschaft. Aus der Distanz betrachtet zeigen sie Landschaften und konkrete Erscheinungen. Trete ich nur ein wenig näher heran, verliert sich das Gesehene in lauter lose Kratzer, die für sich in einem Raum schwirren und ohne Ordnung eine Metallplatte decken.

Mit verstörender Klarheit und zielsicher führen diese Graphiken in eine Abgründigkeit menschlichen Sehens, von der wir uns meist keine Rechenschaft geben.

Claudia Berg geht hinaus, wörtlich und im metaphorischen Sinn. Sie setzt sich mit ihren großen Platten in die Natur, setzt sich dem aus, was sie noch nicht weiß.

- Text: Christian Lehnert

Innenansicht der Räumlichkeiten der Galerie Erik Bausmann in Halle (Saale)

Innenansicht der Räumlichkeiten der Galerie Erik Bausmann in Halle (Saale), Foto: Galerie Bausmann

Claudia Berg, Mappe zu Paul Celans Gedicht

Claudia Berg, Mappe zu Paul Celans Gedicht "Sommernacht" mit 3 Kaltnadelradierungen, 2020, Auflage 17 Exemplare, 30 cm x 40 cm, Foto: Galerie Bausmann

Galerie Bentler

  • 17. Mai bis 25. Juni 2021
  • Friedrichstr. 55, 53111 Bonn

Auch die Galerie Bentler wird von Mai bis Juni an den art KARLSRUHE selections teilnehmen. Die Galerie wird in dem Zeitraum ihre Räumlichkeiten wie einen Messestand gestalten und in vier gleichgroße Räume aufteilen. So können jeweils vier Künstlerinnen oder Künstler in einer One-Artist-Show gleichzeitig für die Dauer von zwei Wochen präsentiert werden. Nach zwei Wochen wechseln die Künstlerinnen und Künstler jeweils, so dass nach insgesamt sechs Wochen das Programm, welches die Galerie Bentler auf der art KARLSRUHE 2021 vorgestellt hätte, in der Galerie gezeigt wurde. Bei der Ausstellung werden Werke von Bettina Hachmann, Markus Lüpertz, Marius Singer, Günther Uecker, Michael Cleff, Aja von Loeper, Sybille Pattscheck, Martin Noël, Thomas Röthel, Bernhard Schultze und André Schweers zu sehen sein.

Anlässlich dazu hat die Galerie Bentler einen Katalog rund um die art KARLSRUHE selections in ihren Räumlichkeiten entworfen. In diesem finden Sie weitere Infos zu den ausgestellten Künstlerinnen und Küstlern

Mystische Räume, fantastische Welten, bizarre Formen und überlagernde Formationen: So präsentiert sich die eindrucksvolle malerische magische Welt des Bernard Schultze. Sein Werk ist Teil der momentanen Wiederentdeckung und Neubewertung der gesamten Informellen Bewegung, zu deren wichtigsten Vertretern Bernard Schultze zählt.

Bernard Schultze, maskiert, 2002, 120 x 140 cm, Öl auf Leinwand
Bernard Schultze, maskiert, 2002, 120 x 140 cm, Öl auf Leinwand, Foto: © VAN HAM Art Estate 2021
Bernard Schultze, Neuenahr 6, 1995, 76 x 57 cm, Aquarell auf Karton
Bernard Schultze, Neuenahr 6, 1995, 76 x 57 cm, Aquarell auf Karton, Foto: © VAN HAM Art Estate 2021

Seine Arbeiten werden häufig als lyrisch abstrakt bezeichnet. Diese überwiegend farbenfrohen und detailreichen akribisch hergestellten Gemälde sind voller Elemente, die unterschiedlichste Assoziationen beim Betrachter wecken. Sie enthalten meist Anspielungen und Zitate aus der Natur, erinnern an Wurzeln, Wald und andere Gewächse und imaginieren ganz eigene hermetische Gegenwirklichkeiten.

Später, ab 1961 erweiterte er die Leinwand um „Migofs“, Konstrukte aus Draht, Textil, Papier und Kunststoff, die in ihrer Form an Wurzelstrukturen erinnern. Und so war Bernard Schultze ein äußerst vielseitiger Maler, Grafiker und Objektkünstler und gehörte zu den Mitbegründern der deutschen informellen Malerei, die die Kunstwelt der Nachkriegszeit revolutionierte.

Ganz besonders bei Günther Uecker ist die Suche nach und die Arbeit mit dem Licht in seinen dreidimensionalen Nagelobjekten bis zum heutigen Tage deutlich zu erkennen. Von allen Seiten präsentiert sich durch den Effekt von Licht und Schatten ein unterschiedlicher Eindruck seiner Werke. Erstaunlicherweise gelingt es Uecker, mit diesem schlichten Gebrauchsgegenstand und seinem Werkzeug, dem Hammer, Arbeiten von extrem unterschiedlicher Ausstrahlung zu fertigen. Von wirklich zerstörten, weil völlig zersplitterten Holzoberflächen mit krumm geschlagenen, schwarz gefassten Nägeln, deren Gesamtwirkung an die Zerstörungen des Krieges erinnern, bis zu harmonisch schwingenden, weiß übermalten Nagelfeldern, die an die Schwingungen der Gräser im Wind angelehnt sind und Frieden und Ruhe in die Herzen der Betrachter senken.

Günther Uecker, Feld, Nagelobjekt, 2016, 60 x 60 cm, Nägel auf Holzbrett mit Farbe
Günther Uecker, Feld, Nagelobjekt, 2016, 60 x 60 cm, Nägel auf Holzbrett mit Farbe, Foto: Jasmin Metzen, Galerie Bentler
Markus Lüpertz, Atlas, handaquarellierte Radierung, 2013, 2019, 94,5 x 69,5 cm
Markus Lüpertz, Atlas, handaquarellierte Radierung, 2013, 2019, 94,5 x 69,5 cm

Während sich seine Zeitgenossen dem Informel und Tachismus hingeben, bleibt Markus Lüpertz, nach seiner Ausbildung an der Werkkunstschule in Krefeld und der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf, der gegenständlichen Malerei treu. Er vereint in seinem Werk seinen persönlichen Sinn für Humor mit seiner rebellischen Art, Regeln zu brechen. Ein geheimnisvolles Gesamtwerk ist entstanden, das sich gleichzeitig als Weltzugang und Weltdeutung eignet.

Am Anfang seines Schaffens steht die „dithyrambische Malerei“ deren philosophischer als auch mythologischer Ansatz sich auf Nitzsche und den Gott Dionysos stützt. Seine geheimnisvollen Elemente, kombiniert mit überdimensionaler gegenständlicher Malerei, erzeugen eine große Wissens- und Neugier im Betrachter.

In den 70er Jahren folgt eine intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte in den „deutschen Motiven“. Stillebenartige militärische Gegenstände sollen in einer neuen Aura an den vergangenen Krieg erinnern. Seit 1980 betätigt sich Lüpertz auch als Bildhauer und entwirft Skulpturen. Mythologische oder literarische Helden erwachen in einem neuen Antlitz aus Bronze. Die Versehrtheit der unvollkommenen und nach antikem Vorbild farbig bemalten Skulpturen soll die Erinnerung an das einst Erhabene und Vollkomme in der Kunst aufrechterhalten. Ebenso entwirft er Aquarelle und Gouachen, die sich mit der antiken Mythologie auseinandersetzen und diese hinsichtlich unserer modernen Welt neu für die Gegenwart interpretiert.

Galerie von Braunbehrens

  • 22. bis 23. Mai 2021
  • Rotebühlstr. 87
    70178 Stuttgart

In ihrer Auswahl für die art KARLSRUHE selections zeigt die Galerie von Braunbehrens vom 22. bis 23. Mai exklusive Arbeiten von Elena Steiner, Willi Siber, Peter Anton, Marc Fromm, Xenia Hausner, Danielle Zimmermann, Sean Henry, Jens Lorenzen, Robert Steng, MARCK und Daniel Cherbuin.

Die KünstlerInnen bilden ein breites Spektrum zeitgenössischen Kunstschaffens ab: Von opulenter Skulptur (Willi Siber, Peter Anton) über Holzbildhauerei (Marc Fromm), Objektkunst (Robert Steng) und bemalter Bronze (Sean Henry), von Videokunst (MARCK, Cherbuin) bis zu Malerei in allen Facetten (Xenia Hausner, Jens Lorenzen, Elena Steiner, Danielle Zimmermann) präsentiert die Stuttgarter Galerie eine Auswahl aktueller Positionen ihres Programms.

Die Ausstellung „Sehnsuchtsorte“ mit den KünstlerInnen Verena Guther und Helle Jetzig wurde verlängert und ist parallel zu unserer Auswahl für die art KARLSRUHE selections in ihren Räumlichkeiten am Stuttgarter Feuersee zu sehen.

galerie burster

  • 08. Mai bis 07. August 2021
  • Baumeisterstr. 4
    76137 Karlsruhe

Ab dem 08. Mai wird die galerie burster karlsruhe eine Ausstellung anlässlich der art KARLSRUHE selections eröffnen. Gemeinsam mit PURE COMEDY wird die Karlsruher Galerie die erste Einzelausstellung der Leipziger Künstlerin Maria Schumacher präsentieren.

Maria Schumacher, ohne Titel, 250 x 190 cm
Maria Schumacher, ohne Titel, 250 x 190 cm, Foto: galerie burster

Maria Schumacher wurde an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig in den Fachklassen von Heribert C. Ottersbach und Neo Rauch sowie am San Francisco Art Institute, USA, ausgebildet.

Ungebrochene Farbflächen in Blau, Grau, Rot und Gelb, vor allem aber: Raster und sich kreuzende Linien, mal in streng geschlossener, mal in offen dynamischer Anordnung setzen sich auch in Schumachers neuesten Arbeiten fort. Ihre figurativ-theatralischen Motive fügen sich in eine Werkphase, die in Schumachers Ausstellung "SYSTEMS OF EVASION" in der galerie burster berlin 2020 begann.

Maria Schumacher, Gelb Rosa Portrait
Maria Schumacher, Gelb Rosa Portrait, Foto: galerie burster

Wenn man das Absurde, frei nach Albert Camus in Der Mythos des Sisyphos, als das Band versteht, das den Menschen mit der Welt verbindet, dann sind es Schumachers Arbeiten, die dieses Band vielleicht für einen Moment spür- und sichtbar machen können. Sie zeigen unseren immerwährenden Zwiespalt zwischen essenzieller Sinnsuche und Bedeutungslosigkeit auf und begegnen dieser Absurdität gleichzeitig in angstfreier Unbeholfenheit und in tiefem Misstrauen gegenüber menschlichen Idealen, absoluter Selbstbeherrschung oder absoluter Beherrschung einer Sache.

Galerie Commeter-Persiehl-Heine

  • Bergstrasse 11
  • Hamburg

Die Galerie Commeter/ Persiehl & Heine ist stolz, drei wunderbare Künstlerinnen, also „FRAUEN“, zeigen zu können, die sich schon zu Lebzeiten in der Kunstszene einen Namen gemacht haben: Minjung Kim, mittlerweile berühmt für ihre meditative Malerei und Collagen, Sarah Moon, die sich als eine der wenigen Frauen in der Modefotografie mit einer unverwechselbaren Handschrift durchgesetzt hat und Li Trieb, die das Element „Wasser“ in jeder erdenklichen Erscheinungsform zeichnerisch zu einem einmaligen Kunstwerk erhebt.

Um diese geballte Frauenpower quotenmäßig zu unterstützen, haben wir männliche Künstler mit ausgewählt, die unserem Vernehmen nach aber sehr gut mit den weiblichen Highlights harmonieren: Laurent Chéhère lässt neue Häuser in den Himmel aufsteigen, Alex Timmermans erstaunt mit seinen beeindruckenden im Collodium-Nassplatten-Verfahren hergestellten Fotografien. Außerdem Gregor Törzs, der eine wunderbare Werkschau seiner Arbeiten momentan in den Galerieräumen präsentiert – leider auch nur digital zu sehen - und Lars Zech, der aus einem Stück Holz ein „moving portrait“ zaubert . Ein spanisches Künstlerduo hat sich ganz auf Fotografie und Druck spezialisiert und überrascht stets auf Neue mit wahrhaft „zauberhaften“ Bildern: AlbarrànCabrera.

Christian Marx Galerie

  • 20. Mai bis 31. Juli 2021
  • im stilwerk
    Grünstr. 15
    40212 Düsseldorf

Die Galerie Christian Marx präsentiert eine Ausstellung mit den geplanten Messehighlights zur art KARLSRUHE 2021 sowohl live in den Galerieräumen, als auch in einem virtuellen "Viewing Room" auf ihrer Website. Die Eröffnung findet während der geplanten Laufzeit der art KARLSRUHE vom 20. - 23. Mai 2021 an allen Tagen statt und hat bis zum 31. Juli geöffnet. Zu sehen sind Werke von Ole Aakjaer, Dietmar Brixy, Der Heidebrecht, Tim Okamura, Igor Oleinikov, Salustiano, Tim David Trillsam, Maxim Wakultschik und Dimitriy Zhdankin.

Maxim Wakultschik,
Maxim Wakultschik, "Frida", 2021, Holz, Lack, Kapa board 60 x 49,5 x 12,5 cm, Motiv 40 x 30 x 9 cm, Foto: Christian Marx Galerie

DavisKlemmGallery

  • 20. bis 23. Mai 2021
  • Steinern-Kreuz-Weg 22-24a
    55246 Wiesbaden

Die DavisKlemmGallery zeigt im Rahmen der art KARLSRUHE selections die Ausstellung "Berliner Mischung" von Hein Spellmann.

Die Ausstellung präsentiert Fotoausschnitte einzelner Bauten, die der Künstler auf mit Schaumstoff aufgepolsterte Bildkörper aufzieht. So entstehen gewölbte, kissenähnliche Kunstwerke, die einerseits eindeutig der Architektur zuzuordnen sind, andererseits, verpackt in eine neue Form, ein eigenständiges, wabenhaftes Leben entwickeln.

Die Werke Spellmanns konzentrieren sich auf die individuellen Details in der Reihung von Fenstern und Architekturelementen der modernen Fassaden: Ein gekipptes Fenster, ein angedeuteter Vorhang oder ein zu erahnender Blick ins Innere brechen die Neutralität von Fotografie und Architektur auf.

Die minimalistische Form seiner Werke wird durch die Fotografie aufgebrochen, gleichzeitig bricht die Kissenform die neutralen Fotoaufnahmen in Manier des großen Fotografen-Ehepaars Bernd und Hilla Becher auf.

Mehr Einblicke erhalten Sie im Online-Katalog.

Hein Spellmann, Hotel 2, 2020, Silikon, Acryl, CLC-Print, Schaumstoff, Holz, 45,5 x 62 x 9 cm, Foto: Hein Spellmann

Hein Spellmann, Hotel 2, 2020, Silikon, Acryl, CLC-Print, Schaumstoff, Holz, 45,5 x 62 x 9 cm, Foto: Hein Spellmann

DavisKlemm Hein Spellmann Ausstellungsansicht, Fotos: Gregor Zawadzki

DavisKlemmGallery Hein Spellmann Ausstellungsansicht, Fotos: Gregor Zawadzki

Galerie Dr. Dorothea van der Koelen

  • 23. Mai bis 20. Juni 2021
  • August-Horch-Straße 14
    55129 Mainz-Hechtsheim

Die Galerie Dr. Dorothea van der Koelen präsentiert im Rahmen der art KARLSRUHE selections die Werke ihrer Künstler in der CADORO, dem Zentrum für Kunst und Wissenschaft in Mainz. Ab dem 23. Mai sind die Arbeiten von Lore Bert, Heinz Gappmayr, Gottfried Honegger, Mohammed Kazem, Vera Röhm, Reinhard Roy, Turi Simeti zu sehen. Die Skulpturen von Wulf Kirschner sind bereits jetzt im Skulpturengarten vor der CADORO zu besichtigen.

Entdecken Sie eine persönliche Führung durch die Ausstellung virtuell mit Dr. Dorothea van der Koelen:

dst.Galerie

  • 15. Mai bis 12. Juni 2021
  • Hafenstraße 21
    48153 Münster

Die dst.Galerie wird im im Rahmen der art KARLSRUHE selections vom 15. Mai bis zum 12. Juni Werke der beiden Künstler Richard Helbin und Janus Hochgesand ausstellen. Gezeigt werden die Arbeiten, die auf der diesjährigen art KARLSRUHE in jeweils einer One-Artist-Show präsentiert werden sollten.

Richard Helbin,
Richard Helbin, "it’s beautiful then gone", Handstickerei in Seide und Wolle auf Baumwolle, 26 x 21 cm, Foto Kai Werner Schmidt

Richard Helbin umkreist in seiner Werkgruppe "it’s beautiful then gone" den Titel mittels einer Reihe kleinformatiger, akribisch gefertigter Stickportraits, die einerseits Anziehung, Verführung, Begehren und Hingabe zur Schau stellen, andererseits wiederum die Kehrseiten Ablehnung, Verletzlichkeit, Kälte und Zerstörung erkennen lassen.

Die Akkuratesse der Fertigung und die Materialität verweisen dabei unweigerlich auf die Haute Couture deren Glanz und Vergänglichkeit - wie in kaum einem anderen Bereich - fest miteinander verwoben sind.

Ein immerwährendes Ringen mit Erwartungshaltungen bei gleichzeitiger, systemimmanenter Vergeblichkeit

Janus Hochgesand, oT, 2019, Öl und Pigmente auf Leinwand, 200 x 160 cm
Janus Hochgesand, High Intensity Painting-Kunstverein Emsdetten 2019, Ausstellungsansicht. Foto Matthias Ibeler

High Intensity Paintings nennt der Künstler Janus Hochgesand seine abstrakten Bilder, in welchen die Hauptprotagonisten die Oberfläche, Strukturen und Texturen sind. Der ehemalige Bildhauer, der u.a. bei Tobias Rehberger an der Städelschule in Frankfurt studierte, geht von der Farbe als Material im haptischen Sinne aus und findet zu eigenen Wegen, sie zu gestalten. In seinem Atelier, das sich als Labor in Sachen Malerei erweist, finden sich weder Pinsel noch Staffelei. Stattdessen bewegt er sich über die Leinwand und benutzt nicht zuletzt seine Schuhe als Arbeitsmaterial.

Galerie Gans

  • 21. Mai bis 02. Juli 2021
  • Kirchberggasse 4
    1070 Wien

Unter dem Titel „From Nature to Abstract" wird die auf der art KARLSRUHE geplante One-Artist Show des Künstlers Mario Dalpra ab dem 21. Mai in der Galerie Gans in Wien stattfinden.

Gezeigt werden aktuelle hochglanzlackierte und patinierte Aluminium- und Bronzeskulpturen, welche Bezüge zur Pop Art aufweisen und ebenso formal in der Klassischen Moderne verankert sind.

Mario Dalpra, Kiss me in Green, 2019
Mario Dalpra, Kiss me in Green, 2019, Foto: Galerie Gans
Mario Dalpra, Mutation, 2019
Mario Dalpra, Mutation, 2019, Foto: Galerie Gans

Dalpra’s Skulpturen zeigen organische Züge, die sich jedoch in Utopisches und Abstraktes auflösen, um sich der Realität zu entziehen und der Fantasie Raum zu lassen. Inspiriert von der Farben- und Formenvielfalt fernöstlicher Kulturen, denen er auf längeren fernöstlichen Auslandsaufenthalten begegnet ist.

Mario Dalpra hat zu einer ganz unverwechselbaren, einzigartigen Ausdruckskraft gefunden, von Komplexität und Vielschichtigkeit. Seit den 1980er-Jahren hat Mario Dalpra ein umfassendes Werk im Spannungsfeld von Malerei, Aktionismus und Skulptur geschaffen.

Galerie GNG

  • 18. Mai bis 03. Juli 2021
  • 3, rue Visconti
    75006 Paris, France

Martin Hollebecq ist ein Künstler, der seit vielen Jahren auf der art KARLSRUHE von der Galerie GNG ausgestellt wird. Im Rahmen der art KARLSRUHE selections wird diesem Künstler eine eigene Ausstellung in der Galerie GNG gewidmet. Interessierte können die Ausstellung in den Pariser Räumlichkeiten vom 18. Mai bis 03. Juli besuchen.

Martin Hollebecq,

Martin Hollebecq, "Blue Stone Oxydation", 85 x 85 x 15 cm, Foto: Galerie GNG

Martin Hollebecq,

Martin Hollebecq, "Chemin Chaotique Blue Stonepaint", 31 x 31 x 11 cm, Foto: Galerie GNG

Kunsthandel Hagemeier

  • 17. bis 29. Mai 2021
  • Hansaallee 17
    60322 Frankfurt/Main

Der Kunsthandel Hagemeier wird vom 17. bis 29. Mai in seinen Galerieräumen in Frankfurt am Main unter dem Titel Art Karlsruhe: Home Edition eine Auswahl von Werken präsentieren, die ursprünglich auf der art KARLSRUHE gezeigt werden sollten. Neben der Ausstellung in den Räumlichkeiten des Kunsthandels Hagemeier können virtuelle Touren via Zoom vereinbart sowie eine 3D-Tour durch die Ausstellungsräume über die Website angestellt werden.

Bei der Ausstellung rund um die art KARLSRUHE selections werden Werke von Alex Katz, Josef Scharl und Klaus Fussmann ausgestellt.

Alex Katz,

Alex Katz, "Ann Lauterbach", 1977, Originalfarbaquatinta, 38,4 x 55,9 cm, Edition: 40 + 4 AP, Links unten signiert: Alex Katz, Werkverzeichnis Maravell 91, Schröder et al. 95, Foto: Kunsthandel Hagemeier

Klaus Fussmann,

Klaus Fussmann, "Calendula", 2011, Öl auf Leinwand, 30 x 38 cm, Rückseitig signiert und datiert, Foto: Kunsthandel Hagemeier

Galerie Hegemann

  • 23. April bis 05. Juni 2021
  • Hackenstraße 4
    80331 München

Mit ihrem art KARLSRUHE selections Auftritt „NEW PERSPECTIVES“ will die Galerie Hegemann optimistisch und zuversichtlich auf die Zeit nach Corona blicken. In gewohnter Galerieumgebung präsentiert die den niederländischen Künstler Toon Tullemans, dessen beeindruckende Skulpturen ohne Zweifel das breite Publikum auf der art KARLSRUHE begeistert hätten. Als Ergänzung dazu hat die Künstlerin Maayke Schuitema für die Galerie ein Logo entworfen, das sich auf ihre einzigartige, stilvolle Weise mit dem Thema Corona auseinandersetzt.

Logo des art KARLSRUHE selections Projekts der Galerie Hegemann
Toon Tulleman,
Toon Tulleman, "Introspection", 2021, Bronze mit Stahlsockel, Foto: Galerie Hegemann

Der niederländische Bildhauer Toon Tullemans zelebriert die Vielfalt und Ästhetik des menschlichen Körpers. Die verschiedenen Materialien interpretiert er sowohl traditionell als auch experimentell. Komplexe Themen der Evolution und Identitätssuche und -findung werden durch die stilvollen Skulpturen zur Diskussion gestellt.

Mit dem neuen virtuellen 3D-Rundgang durch ihre Räumlichkeiten hat die Galerie Hegemann eine innovative Möglichkeit gefunden, einen lebendigen Eindruck ihrer Galerietätigkeit und ihres Programmes zu transportieren.

Kunsthandlung Osper

  • 20. Mai bis 16. Juni
  • Pfeilstraße 29
    50672 Köln

Vom 20.5. bis 16.6. präsentiert die Kunsthandlung Osper anlässlich der art KARLSRUHE ausgewählte Arbeiten von Gerhard Richter, Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Klaus Fußmann, Hannes Helmke, Martin Noël und Herta Müller in ihren Galerieräumen.

Von Gerhard Richter werden bedeutende Arbeiten wie Skizze zu Parkstück (1971) gezeigt. Als weiteres Highlight wird das monumentale Gemälde Tänzerin Murnau von Georg Baselitz aus dem Jahr 1997 zu sehen sein. Die Papierarbeiten von Markus Lüpertz, darunter die von Hand aquarellierten Werke o.T. (Krähe) und Die drei Grazien, zeugen von einer virtuosen Bearbeitung gegenständlicher Motive in expressiver Manier.

Mit einem unglaublichen Gespür für Farbe und Komposition transportieren die Aquarelle von Klaus Fußmann die volle Pracht der Natur und ein ganz persönliches Naturerlebnis. Die charakterstarken und nahezu lebendigen Bronzefiguren von Hannes Helmke, normalerweise ein Highlight auf dem Skulpturenplatz der Messe, werden dieses Jahr in und vor der Galerie in Köln zu sehen sein.

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt sind die Arbeiten von Martin Noël, der sich Mitte der 1980er Jahre bis kurz vor seinem Tod im Jahr 2010 zu einem wichtigen Erneuerer des Linol- und Holzschnitts etablierte.

Mit ihren Pastellen und Ölbildern versucht die Künstlerin Herta Müller, das Wesen der Natur durch eine eigene Formensprache zu begreifen und zum Ausdruck zu bringen. Eine Auswahl ihrer aktuellen Werke rundet das Messeprogramm ab.

Galerie Helle Coppi

  • 10. April bis 04. Juni 2021
  • Auguststrasse 83
    10117 Berlin-Mitte

Anlässlich des 80. Geburtstages des Bildhauers Hubertus von der Goltz, dessen Installationen nicht nur in Berlin, Potsdam, Lüneburg, Karlsruhe und vielen anderen Städten Deutschlands, sondern auch in Basel, Chicago, Zürich, Seoul und Shanghai zu finden sind, zeigt die Galerie 28 kleinere und größere Objekte aus den Jahren 1989 bis 2021.

Ausstellung des Künstlers Hubertus von der Goltz in der Galerie Helle Coppi
Ausstellung des Künstlers Hubertus von der Goltz in der Galerie Helle Coppi, Foto: Galerie Helle Coppi

Heitsch Gallery

  • 12. Mai bis 12. Juni 2021
  • Reichenbachstr. 14
    80469 München

In ihren Räumlichkeiten am Münchner Gärtnerplatz präsentiert die seit 1994 agierende Heitsch Gallery für zeitgenössische Kunst die für die diesjährige Messe art KARLSRUHE gewählten Künstler Stefan Faas, Eike König, Angela Glajcar, Moto Waganari, Marco Casentini und Roland Helmer. Sie sind stellvertretend für das vielseitige Angebot der Galerie, die Werke der Minimalistischen- und Konkreten Kunst ins Zentrum setzt und zeitgleich Abstrakte Malerei, Skuptur und Fotografie umfasst. Eine One-Artist Show mit dem Titel Memorie di natura ist ebenfalls zu sehen, mit den expressionistischen Arbeiten des italienischen Malers Franco Viola. Bis zum 12. Juni 2021 ist die Sonderausstellung und damit auch der Beitrag zur art KARLSRUHE selections noch zu sehen. Auf der Website der Heitsch Gallery gibt es auch die Möglichkeit die Galerie mit einem virtuellen Rundgang zu besuchen und verschafft damit einen guten Überblick über die verschiedenen künstlerischen Positionen, die von der Heitsch Gallery vertreten werden.

Eike König, WHO DO YOU THINK YOU ARE, 2019. 200 x 210 cm White screen print on mirror, 6 mirrors

Eike König, WHO DO YOU THINK YOU ARE, 2019. 200 x 210 cm White screen print on mirror, 6 mirrors, Foto: Heitsch Gallery

Eike König ist ein „weltbekannter Grafikdesigner“ und Gründer & Kreativdirektor des Berliner Kreativkollektivs HORT. Eikes künstlerische Arbeit wird für seine konzeptionelle, emotionale, visuelle - manchmal spielerische, aber immer bewusste - Annäherung gefeiert.

Franco Viola, Immutabile III, 2012 100 x 90 cm Oil on canvas

Franco Viola, Immutabile III, 2012 100 x 90 cm Oil on canvas, Foto: Heitsch Gallery

Als Ingenieur und Maler hatte Viola das Privileg, die umstrittene, aber sehr fruchtbare Begegnung zwischen Kunst und Wissenschaft mitzuerleben. Während seiner künstlerischen Laufbahn hat er die Farbe und ihre Gesetzmäßigkeiten gründlich studiert und mit ihnen experimentiert, um den Begriff des Erhabenen zu erfassen. Seine Bildsprache umfasst zudem eine an Intensität und Vollständigkeit reichen Linienführung. Seit seinen ersten Aquarellen und später auch in seinen Ölgemälden, hat Franco Viola Landschaften geschaffen, indem er die Wirklichkeit und die innere Welt miteinander verband. Er versucht die Emotion und das Erhabene der unberührten Wirklichkeit auf die Leinwand zu übertragen. Ein kontinuierlicher Prozess, der die Gedanken über das Wesen der Malerei im Zeitalter der Moderne und über ihre Beziehung zu Ort, Zeit und den sich ständig verändernden sozialen und menschlichen Bedingungen begleitet. Es ist ein Umdenken über die Natur, im Kontext eines kognitiven und emotionalen Flusses.

Marco Casentini, Rio Grande, 2019 Acrylic on plexiglass on aluminium, 125 × 120 cm

Marco Casentini, Rio Grande, 2019 Acrylic on plexiglass on aluminium, 125 × 120 cm, Foto: Heitsch Gallery

Marco Casentini erkundet in seiner Arbeit räumliche Dynamiken von Farbe, Textur und Form. Seine von der Gestaltung des städtischen Raums inspirierten Werke spiegeln sein Interesse an Geometrie sowie Architektur und eröffnen dem Betrachter mit ihrer leuchtenden, hellen Farbpalette die Stimmung der lebendigen Häuseranstriche Südkaliforniens und Mexikos. Er dekodiert die architektonischen Oberflächen und das, was er unmittelbar wahrnimmt – das kann zum Beispiel eine Achterbahn sein –, indem er die Entwürfe von ArchitektInnen, IngenieurInnen und StadtplanerInnen dekonstruiert und neu interpretiert. Monochromatische Werke, die Casentini aus seinen europäischen Erfahrungen generiert, weisen dunklere Farben mit ihren Variationen im Farbton auf.

Roland Helmer, V85 - bunt, unbunt, gelb-gelb-gelb, 2019. 80 x 80 x 8 cm. Acrylic and vinyl on wood

Roland Helmer, V85 - bunt, unbunt, gelb-gelb-gelb, 2019. 80 x 80 x 8 cm. Acrylic and vinyl on wood, Foto: Heitsch Gallery

Seit den 60er Jahren entwickelt Roland Helmer seine konstruktive und konkrete Arbeit mit mit äußerster Konsequenz. Sein abstrakt-geometrisches Frühwerk zeigt klare Formen, ruhige Flächen und beschränkt sich auf maximal 7 oder 8 leuchtende Farben. Die Vielfalt der Formen wird in späteren Arbeiten auf schmale und breite Linien in vertikaler und horizontaler Rasterung reduziert. Die Farbpalette erweitert sich bei bestimmten Themen durch Überblendungen und Untermalungen mit Weiß und Schwarz. In der konkreten und konstruktiven Malerei gehört er zu jenen Gestaltern, die ein persönliches Bild als Teil eines bildgebenden Systems.

Stefan Faas, Anthropomir Celestino, 2015 inkl. Sockel 200 cm Spiegelstahl

Stefan Faas, Anthropomir Celestino, 2015 inkl. Sockel 200 cm Spiegelstahl, Foto: Heitsch Gallery

Die hochpolierten Oberflächen des Spiegelstahls erweitern die Skulpturen von Stefan Faas um eine weitere, entscheidende Dimension. Neben der Form und dem Bezug zum Raum tritt nun die Reflexion hinzu. Die gesamte Umgebung spiegelt sich ebenso wie der Betrachter in der blanken Oberfläche und wird somit zu einem Teil des Kunstwerks. Im übertragenen Sinne ist es eine Reflexion über das eigene Ich und das Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft. Diese inhaltliche Tiefe steht im Dialog zur formalen Konsequenz, und macht die Werke von Stefan Faas zu begehrenswerten Kunstwerken von zeitloser Ästhetik. Alle Körper haben im flüchtigen Vorübergehen alle ein verwandtes, anthropomorphes Erscheinungsbild, jedoch bei näherer Betrachtung der Skulpturen kommen hier sehr unterschiedliche Charaktere zum Ausdruck. Das Erkennen der Feinheiten verlangt natürlich vom Betrachter ein erhebliches Maß an SICH EINLASSEN auf das Kunstwerk, wobei hier jeder Rezipient einen anderen, individuellen Erfahrungshorizont einfließen lässt.

Angela Glajcar, Paperwall 2018-002, 96 x 100 x 18 cm, paper 400g (old white), torn, screwed, glued, framed

Angela Glajcar, Paperwall 2018-002, 96 x 100 x 18 cm, paper 400g (old white), torn, screwed, glued, framed, Foto: Heitsch Gallery

Angela Glajcars Papierskulpturen scheinen fast frei im Raum zu schweben. Sie vermitteln eine unnachahmliche Leichtigkeit und Schlichtheit. Gleichzeitig gibt die klare Reduktion des Materials, das weiße Papier, den Skulpturen eine unnachgiebige Klarheit. Geometrische Formen werden durch die einfache Geste des Reißens konterkariert. Zudem geben die Staffelung des Materials und das Spiel von Licht und Schatten auf verschiedenen Ebenen, dem Kunstwerk eine unnachahmliche Tiefe. Letztlich sorgen Angela Glajcars Skulpturen für Ruhe und Ausgeglichenheit.

Moto Waganari, Black Jumpers, 120 x 40 x 40 cm, SLS and polyamide

Moto Waganari, Black Jumpers, 120 x 40 x 40 cm, SLS and polyamide, Foto: Heitsch Gallery

Moto Waganari entwirft transparente Gitternetz-Skulpturen, die sich als schwerelose Körperhüllen vor dem Auge des Betrachters abzeichnen. Inszeniert als Lichtinstallationen werden die dreidimensionalen Figuren um ein zweidimensionales Schattenbild erweitert und erhalten ein immaterielles Alter Ego. Seine Wesen visualisieren eine surreale Parallelwelt, die voller Rätsel und Überraschungen steckt. Moto Waganaris raffinierte Kunstwerke bestechen durch formale Schönheit und filigrane Leichtigkeit.

Galerie Hilleckes & Probst

  • 24. April bis 12. Juni 2021
  • Suarezstraße 55
    14057 Berlin

Im Rahmen der art KARLSRUHE selections präsentiert die hilleckes probst galerie derzeit die Ausstellung ‚Marina meets Robert – an artist liaison‘: frei nach dem klassischen ‚boy meets girl‘ Genre der Hollywoodfilme. Marina Herrmann besticht mit einem enormen Gespür für Feinheiten und Unsichtbares, während die Werke des Altmeisters der Pop Art die Grundlage der Hermannschen Inspiration bilden. Ein gelungenes Tête-à-Tête!

Marina Herrmann, Glaswürfelskulptur, Foto: Galerie Hilleckes & Probst
Marina Herrmann, Glaswürfelskulptur, Foto: Galerie Hilleckes & Probst

Sichtbar wird die titelgebende Verbundenheit zwischen Marina Herrmann und Robert Indiana für den Ausstellungsbesucher durch eine transparente Glaswürfelskulptur. Mit dieser stellt Marina Herrmann Robert Indianas Skulpturen „ONE through ZERO“ auf eine neue Stufe. Die Zahl Null auf der nach oben gewandten Seite der Würfelskulptur stellt die Fortentwicklung der Zahlenreihe von 1 bis 9 von Robert Indiana dar, die vor den Schaufenstern der Banken des Londoner Financial Districts zu finden ist.

Neben der Ausstellung "Marina meets Robert" sind die Arbeiten der anderen zur art KARLSRUHE angemeldeten Künstler im Atelier Alvar Beyers inszeniert und werden online präsentiert: Eliška Bartek, Alvar Beyer, GAMA, Yoel Diaz Vazquez und Udo Nöger.

Galerie Horst Dietrich

  • 12. bis 28. Mai 2021
  • Giesebrechtstr. 19
    10629 Berlin

Die Galerie Horst Dietrich wurde 1982 mit dem Fokus auf zeitgenössische Kunst zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion gegründet. Das Gesamtangebot umfasst Malerei, Zeich-nungen, Skulpturen und insbesondere eine außerordentliche Sammlung von Malerbüchern.

Im Rahmen der art KARLSRUHE selections zeigt die Galerie ausgewählte Werke von Helmut Dirnaichner, Menno Fahl, Irene Fastner, Albrecht Genin, H.-H.Grimmling, Moritz Hasse, Alexandra Huber und Eun Nim Ro.

Eun Nim Ro, „BlumenTier“, Radierung auf Bütten, 2000, Blatt 70x90cm
Eun Nim Ro, „BlumenTier“, Radierung auf Bütten, 2000, Blatt 70x90cm, Foto: Galerie Horst Dietrich

Eun Nim Ro kam Anfang der siebziger Jahre nach Hamburg. Sie studierte an der Hamburger Hochschule für bildende Künste. Sie entwickelt einen intuitiven Malstil, der die Tradition der koreanischen Tuschpinselmalerei mit dem expressiven der westlichen Kunst verbindet. Das Papier, Seidenpapier oder das Papier des Maulbeerbaumes, das Sie aus ihrer Heimat mitbringt, ist nicht nur Malgrund sondern auch Gestaltungsmittel in ihrer Kunst. Ihre Arbeiten, sind oft nur schwarz-weiß, mit Nähe zur Natur: alles ist eins, ein Universum, Pflanze-Tier-Mensch. Ende der achtziger entstehen die ersten Grafiken: Holzdrucke, Lithografien und Radierungen. Die meisten von der Galerie Horst Dietrich herausgegeben und in Berlin gedruckt. Mit ihren Texten sind die Grafiken in dem kleinen, feinen Büchlein „Zwischen Sternen und Mond“ versammelt.

Ausgangspunkt der Malerei von Moritz Hasse sind Straßenaufnahmen, die er seit Jahren mit der Kamera in den Metropolen der Welt sammelt. Er ist dabei auf der Suche nach einem Bildtypus, der bewusst einem von Fotografie und Film geprägten Blick folgt und Situationen widerspiegelt, die für unsere Alltagswelt typisch sind. Moritz Hasse zieht durch die Welt und sammelt Eindrücke von Mailand, Rom, Lissabon und spannt in seinen Bildern den Bogen von Berlin über Moskau nach New York. In den Bildern von Moritz Hasse eröffnet sich das Spiel des Lichts und der Reflexe und lädt den Betrachter zum Verweilen in urbanen, vermeintlich nebensächlichen Szenerien globaler Metropolen ein.

Moritz Hasse, „New York, Grennpiont“, 2021, Öl auf Leinwand, 50x70cm
Moritz_Hasse, „New York, Grennpiont“, 2021, Öl auf Leinwand, 50x70cm, Foto: Galerie Horst Dietrich
Albrecht Genin,„Ständchen“, 2008, Carbrundumdruck über Noten auf Leinwand, 75x135cm
Albrecht Genin,„Ständchen“, 2008, Carbrundumdruck über Noten auf Leinwand, 75x135cm, Foto: Galerie Horst Dietrich

Albrecht Genins Malerei über Notenblättern vermittelt nur einen Aspekt seines schier unerschöpflichen Werk-Kosmos. Überblickt man das Gesamtwerk Genins, dessen Zentrum eigentlich die Malbücher bilden, die Bibel-Übermalungen, die römischen Meßbuchseiten, die tagebuchartigen Reisebücher, kann man immer wieder miterleben, wie sich aus dem schlichten zeichnerischen Ansatz eine Konfiguration entwickelt und wie sich aus dem Tanz der Elemente eine hochorganisierte Choreographie der Zeichen entspinnt. Genins Bilderwelt beherrscht alle Skalen der Empfindung und Stimmung, von melancholischer Traurigkeit bis zur unbeschwerten Heiterkeit.

Galerie Hübner

  • 12. März bis 20. Mai 2021
  • Grüneburgweg 71
    60323 Frankfurt

Die Sonderschau zur art KARLSRUHE selections greift diverse Themen und Positionen der Galerie auf mit einem starken Schwerpunkt auf die zeitlose Beschäftigung mit dem Individuum in seinen Fühlen und Tun und der Sehnsucht nach der Ferne, die man in Landschaften oder imaginären Welten finden kann.

Die Galerie Hübner präsentiert Werke der Künstlerinnen und Künstler Johannes Hepp, Geli von der Schulenburg, Dieter Mammels, James Lloyd, Gunilla Jähnichen, Heike Negenborn und Ib Jorns.

Geli von der Schulenburg,
Geli von der Schulenburg, "Hirsch", Acryl auf Leinwand, Foto: Galerie Hübner

Die großflächig freigelassenen Leinwände von Geli von der Schulenburg werden zu Reflektionsräumen, in die angeschnittene Menschen und Tiere gesetzt werden, deren Ausdruck zwischen Melancholie und Gelassenheit liegt.

Zum ersten Mal sind auch Skulpturen von Johannes Hepp dabei, dessen meist vereinzelten Holzfiguren Selbstreflektion ausdrücken, sei es durch den klassischen Blick in einen Spiegel, der ungewöhnlicherweise aus einem Boot in die Weiter heraus passiert oder durch einen Menschen in Alltagskleidung, der durch eine nicht zur Situation passenden Krone ausgezeichnet wird. Es sind die ungewöhnlichen Kombinationen zwischen Ernst und Ironie, die alltägliche menschliche Befindlichkeiten zeigen, und die Figuren mit einem heiteren melancholischen Ernst ihre Situation ertragen lassen.

Dieter Mammels,
Dieter Mammels, "light in the dark", Foto: Galerie Hübner

Dieter Mammels einzeln agierende Figuren bekommen durch eine Geste wie das Anzünden einer Zigarette eine kraftvolle Selbstverständlichkeit.

Gunilla Jähnichen bringt in ihre Bilder immer eine metaphysische Ebene hinein, die durch die besondere Kombination von Figuren und Szenerien, aber auch durch eine ausgewählte Farbgestaltung umgesetzt wird.

Heike Negenborn konstruiert ihre Landschaften mit einem mehr oder weniger sichtbaren Raster, das die Perspektive der analysierenden naturalistischen Malerei festhält. So vergegenwärtigt sie ein Verhältnis zu unserer Umwelt zwischen menschlichen Analyse- und Konstruktionsbedürfnis und Natur.

James Lloyd,
James Lloyd, "studio refection", Öl auf Leinwand, Foto: Galerie Hübner

Und James Lloyd zeigt sein Atelier, so wie er es tagtäglich vorfindet, setzt es aber in einer Malerei um, die mit ihrer Farb- und Lichtbehandlung aus dem Raum einen ganz besonderen Ort macht.

Ib Jorns Landschaften sind farbgetränkt und trotz ihrer strukturbildenden Schichtungen sehr emotional. Einige seiner fiktiven Landkarten zeigen auf den ersten Blick vertraut anmutende Strukturen, die sich aber dann doch als rätselhaft verschlüsselte Informationen herausstellen. Seine Farbcollagen laden dazu ein, intellektuell und emotional ansprechende Räume imaginieren.

Galerie Wolfgang Jahn

  • 06.05. - 26.06.2021
  • Reichenbachstr. 47-49 Rgb, 80469 München

Grenzenlos

Mit der Gruppenausstellung „Grenzenlos“ zeigt die Galerie Wolfgang Jahn in München einen repräsentativen Querschnitt aus ihrem Portfolio von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Auswahl jeweils aktueller Arbeiten. In pandemischen Zeiten wie diesen, die vor allem auch den Kulturbetrieb und seine Angebote notgedrungen stark beschneiden, lässt sich der gewählte Titel bewusst mehrdeutig lesen. So zielt der Begriff „Grenzenlos“ vor allem auf die Beschreibung und Aufgabe der Kunst ab, vielfältig zu sein, Grenzen auszuweiten, sie zu sprengen mit uneingeschränkter Fantasie und Gedanken, die frei sind. Insofern kann gerade die Hinwendung zur und die Beschäftigung mit Kunst in der aktuellen Lage für das eigene Gemüt heilsamer denn je sein, (Zu-)Flucht bieten und in dieser Ausnahmesituation vielleicht helfen, den eigenen Kompass in Richtung Empfindsam- und Achtsamkeit neu zu justieren. Dass es sich hierbei nach all den Einzelpersonalen in beiden Dependancen der Galerie um eine Gruppenausstellung handelt, in der figurativ und abstrakt arbeitende Künstlerinnen und Künstler aus unterschiedlichen Nationen und Regionen nun gemeinsam und dennoch jede(r) auf seine / ihre individuelle und sich voneinander „abgrenzende“ Art zusammenkommen, ist zudem zum jetzigen Zeitpunkt ein Statement für Solidarität und gemeinschaftlichen Zusammenhalt in der Krise um der Notwendigkeit der Kunst willen.

Die Ausstellung vereint dabei etablierte Positionen wie Jiri Georg Dokoupil, Rainer Fetting, Harding Meyer, Hermann Nitsch, Hubert Scheibl, Martin Schnur, Martijn Schuppers, Leif Trenkler und Bernd Zimmer – mit Shooting-Stars wie Michael Sailstorfer und neuen, aufstrebenden Positionen der Galerie wie Michelle Jezierski und Christine Liebich.

Galerie Isabelle Lesmeister

  • 21. April bis 10. Juni 2021
  • Untere Bachgasse 7
    93047 Regensburg

Die Galerie Isabelle Lesmeister präsentiert im Rahmen der art KARLSRUHE selections eine Soloshow von einem Künstlerduo, das wir auch auf der Kunstmesse ausgestellt worden wäre. Die Ausstellung FAULTY REVERIES von atelierJAK ist noch bis zum 10. Juni in Regensburg zu besuchen.

Jangyoung Jung und Andreas Geisselhardt arbeiten zusammen als atelierJAK. Seit einigen Jahren arbeitet das atelierJAK an dem Filmprojekt SOUL BLINDNESS. Die Geschichte des Films erzählt den Umgang des Akteurs JAK mit visueller Agnosie, einer neuropsychologischen Störung, im Deutschen auf Seelenblindheit genannt, bei der Betroffene ihre Umgebung zwar sehen können, jedoch nicht in der Lage sind, Gegenstände und Gesichter zu erkennen bzw. sie funktional zuzuordnen.

Die Ausstellung FAULTY REVERIES, fehlerhafte Träumereien, ist als eine installative Ausstellung zu verstehen die aktuelle Highlights aus dem Schaffen des Künstlerduos zeigt. Darunter eine 2,50m hohe Wandarbeit aus filigranen Eisenstücken, eigens für die Ausstellung entstanden, und die erste ihrer Art, die atelierJAK realisiert hat. Hunderte von 7,6 x2,6 x 2,6 cm großen Epoxidkuben erstrecken sich über zwei komplette Wandflächen und zeigen miniaturhafte Entwürfe für Filmszenen. Großformatige schwarze Arbeiten weisen eine filigrane, silberne Linienzeichung auf, die Filmsettings zeigt. Was frontal betrachtet wie eine Zeichnung aussieht, verschiebt sich ins Dreidimensionale, sobald der Besucher aus verschiedenen Winkeln das Bild betrachtet. Das vorher so genaue und scharfe Bild verfremdet sich, die Linien scheinen zu flirren und es ist nur noch schwer zu erkennen. Bei ihren Arbeiten spielen die beiden Künstler mit der Erkrankung, der visuellen Agonie des Hauptakteurs JAK und den Betrachtern, die dazu eingeladen sind, in die bildgewordene Welt des Akteurs JAK einzutauchen.

Galerie Klaus Benden

  • Mai 2021
  • Maybachstraße 8
    50670 Köln

Die Galerie Klaus Benden freut sich im Rahmen der KARLSRUHE selections die digitale Ausstellung „Warhol – Flash November“ eines der vielschichtigsten Werke Andy Warhols zeigen zu dürfen.

Von der Galerie gibt es drei virtuelle Rundgänge, in denen jeweils eine andere Ausstellung dargestellt wird:

art KARLSRUHE selections

Warhol Flash November

Selten gezeigt, konzeptuell einzigartig und ästhetisch wegweisend: Das Portfolio „Flash – November 22, 1963“ markiert einen Höhepunkt in Andy Warhol’s Oeuvre. Mit einer bis dato nie gesehenen Farbbrillanz seiner Siebdrucke, die von puristischen Textblättern flankiert werden, trug der Künstler maßgeblich zur Ikonisierung John F. Kennedys bei. Dass er mit dieser Fusion aus Bild- und Schriftwerk zugleich den Mythos JFK und den Hoheitsanspruch der Medien hinterfragte und so eine Urform der Scripted Reality schuf, lässt das Werk bis heute höchst faszinierend und brandaktuell erscheinen. Und stempelt den Pop Giganten endgültig zum Visionär.

Im Zentrum des komplexen Mappenwerks stehen elf Siebdrucke, basierend auf Fotos und TV-Stills, die vorrangig JFK, aber auch seine Frau Jacqueline Kennedy sowie den vermeintlichen Mörder Lee Harvey Oswald flashartig porträtieren und dabei in so gleißende, wie transluzide Alu-Farbkontexte aus Silber, Blutrot, Kobaltblau, Ultraviolett und Cyclam tauchen. Ein silberfarbenes Rasterbild Kennedys oszilliert zwischen Positiv und Negativ; und lässt den Präsidenten wahlweise als mythisch verehrten Helden oder Phantom erscheinen. Der Eilmeldungen – die wie der Kamerablitz auf Englisch als „Flash“ bezeichnet werden – von Kennedys Ankunft in Dallas und dem Anschlag, korrespondieren nur scheinbar mit den Bildinhalten. Tatsächlich ließ Andy Warhol sie transkribieren impulsive Tippfehler eine Dramaturgie, die oftmals in Widerspruch zu den Bildern zu stehen scheint. Warhols Bild-Wort-Narration der Geschehnisse, weniger orientiert an Fakten als an Stil und Genre-Effekten, wirft bis heute gültige Fragen auf: Welche mediale Form hat die finale Deutungshoheit – Wort oder Bild? Beide...? Keine...?

Galerie Knecht und Burster

  • 8. Mai – 3. Juli 2021
  • Baumeisterstraße 4
  • 76137 Karlsruhe

In ihren großflächigen Bildobjekten setzt sich Franziska Schemel mit dem Leben in urbanen Räumen auseinander. Wesentliches Element der Arbeiten sind kleinformatige Fotografien, die sich in den großflächigen Bildtafeln, die diese umgeben, perspektivisch verlängern. Durch die zentrale Setzung konzentriert sich der Blick des Betrachters:in auf die Fotografien, die wie Fensteröffnungen wirken. Die Wege des städtischen Umfelds scheinen ins Unendliche zu führen – ziellos sind sie dabei dennoch nicht.

Kennzeichnend für die Arbeiten von Franziska Schemel ist eine klare und reduzierte formale Gestaltung, wobei ihre Kunst vieles zugleich ist: Figuren im Raum, Architekturbild mit Figur, abstrakte Konstruktion mit Fotographie, Raumillusionen.
Franziska Schemel 2021 206 Kennzeichnend für die Arbeiten von Franziska Schemel ist eine klare und reduzierte formale Gestaltung, wobei ihre Kunst vieles zugleich ist: Figuren im Raum, Architekturbild mit Figur, abstrakte Konstruktion mit Fotographie, Raumillusionen.

Auszug Katalogtext Prof. Dr. Chris Gerbing

„Franziska Schemel erkennt die unterirdischen Verkehrsbauwerke in ihrer ästhetischen Vielfalt, die sie aufgreift und fortführt. Und zugleich geht es ihr, wie sie selbst sagt, darum, „aus dem Dunkel in die Helligkeit auszubrechen. Den austarierten Kontrast von Erdenfestigkeit und Leichtigkeit, der ihren Werken zu eigen ist, ruft sie auch durch ihre Materialwahl hervor. Immer wieder kommt zu der Kombination aus Fotografie und Aquarell bzw. Leinwand, die ihre Bildgründe prägen, Sand hinzu, der die Oberfläche mit seiner Körnigkeit zusätzlich strukturiert, den haptischen Eindruck von grobkörniger Betonoberfläche noch verstärkt. Betont werden muss auch, dass Franziska Schemel ihre Fotografien nicht retuschiert, sondern sie in jenem von ihr eingefangenen Moment in ihre Arbeiten einbindet. Sie entwirft damit eine ,neue‘ Realität quasi als Gegenpol zum Alltag, bietet dem Betrachter eine neue Lesart dieser Verkehrsbauwerke an und fängt das Erhabene im Alltagsmoment ein. Das tief verwurzelte Unbehagen, das der Unterwelt stets anhaftet, deutet sie letztlich um in lichte Momente, als „Einblicke in eine künstliche Welt, in eine Grenzwelt zwischen Wirklichkeit und Imagination“, zu der einerseits das Archaische passt, andererseits die kräftigen Lichtreflexe und hellen Fixpunkte, die die Phantasie des Betrachters anregen mögen."

Galerie Klose

  • Mai 2021
  • Rüttenscheider Straße 221
    45131 Essen

Bei der art KARLSRUHE selections zeigt die Galerie Klose die drei Künstler, die auf dem Messestand der art KARLSRUHE 2021 für eine One Artist Show vorgesehen waren. Es werden Arbeiten von Jesús Miguel Rodriguez de la Torre, Jörg W. Schirmer und Titus Lerner präsentiert. Zusätzlich präsentieren wir auch noch die Arbeiten des Künstler Gan-Erdene Tsend, welcher sich in den vergangenen Jahren bei den Messebesuchern der art KARLSRUHE großer Beliebtheit erfreut hat.

Jörg W. Schirmer, Mannequin, Bronze, Farbig gefasst, H 88 cm, 2019 Foto: Courtesy Galerie Klose
Jörg W. Schirmer, Mannequin, Bronze, Farbig gefasst, H 88 cm, 2019 Foto: Courtesy Galerie Klose

Studiert hat Jörg W. Schirmer 1991 an der Kunstakademie Düsseldorf unter Markus Lüpertz, dessen Meisterschüler er wurde. Seine Arbeiten in Malerei, Relief und Skulptur sind Figuren mit manieristisch veränderten Proportionen, die die Ameisenperspektive repräsentieren und dadurch immer etwas Monumentales haben. Durch starke Körpersprache werden seine Figuren zu Ausdrucksträgern der Bandbreite menschlicher Emotionen und darüber hinaus zu modernen Allegorien.

Jesús de la Torre, Leda, Öl auf Leinwand, 160 x 200 cm, 2020
Jesús de la Torre, Leda, Öl auf Leinwand, 160 x 200 cm, 2020 Foto: courtesy Galerie Klose

Der in Deutschland und Spanien lebende Maler Jesús Miguel Rodriguez de la Torre studierte Kunst in Sevilla und Granada. Auffällig ist sein extremer Einsatz von Licht, welches das Motiv verhüllt und verschleiert und seiner Malereien wie ausgeblichene Fotos erscheinen lässt. In seinen Straßenszenen kommt es auf den besonderen Augenblick inmitten des Getümmels an, den es zu entdecken gilt. Mit seiner Kunst gelingt es ihm, den Blick auf die vermeintliche Wirklichkeit zu verändern: Er schafft es, Steinarchitektur warm und lebendig wirken zu lassen während seine davor inszenierten menschlichen Figuren in perfekter Pose wie unbewegte Steinskulpturen anmuten.

Galerie Klinger

  • 22.4. - 30.5.2021
  • Marienstraße 12
    76137 Karlsruhe

Die Galerie Hohner Contemporary (vormals Klinger & Me) in Karlsruhe zeigt als art KARLSRUHE selections die Ausstellung “copy and paste” mit Malereien von Christian Schmid.

Werke von Christian Schmid in der Galerie Klinger Foto: courtesy Galerie Klinger
Werke von Christian Schmid in der Galerie Klinger Foto: courtesy Galerie Klinger

In der Ausstellung werden ab 22.04. bislang kaum in den Blickpunkt gerückte Arbeiten des Künstlers Christian Schmid gezeigt, der bekannt ist für seine Betonarbeiten.

Der Künstler aus Karlsruhe, Schüler von T. Kaminski und Katharina Grosse hat das Thema “Kopieren und Einfügen” dem Computer-Jargon entlehnt. In dieser Werkserie nutzt er ornamentale Formen, die beliebig kopiert und wiederholt werden können. Geometrische Muster haben nicht nur eine schmückende Funktion, sie sagen etwas aus: Hier ist die Welt geordnet, die Entwicklung ist nie abgeschlossen, und dennoch handelt es sich um die ewige Wiederkehr des Gleichen. Unser Weltbild, so zeigt er, wird nicht mehr von fest stehenden Mustern bestimmt, auch die Netzwerke sind nicht vollständig, sie lösen sich auf und Teile werden verfügbar — so im Verfahren des “copy and paste”. das ist eine realistische Sicht der Dinge — auch wenn es sich stilistisch um gegenstandslose Malerei handelt.

Galerie Ludorff

  • 20. bis 23. Mai 2021
  • Königsallee 22
    40212 Düsseldorf

Als Alternative zur physischen Teilnahme an der art KARLSRUHE legt die Galerie Ludorff für die diesjährige art KARLSRUHE selections in einer digitalen Präsentation und vor Ort in Düsseldorf vom 20. bis 23. Mai den Schwerpunkt auf Arbeiten von Sam Francis und ausgewählten Highlights ihrer aktuellen Sammlung.

Sam Francis - "Space & Containment"
Sam Francis - "Space & Containment", ausgestellt in der Galerie Ludorff, Düsseldorf vom 19. Februar bis 24. April 2021, Video: Galerie Ludorff

Sam Francis (1923-1994) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der zweiten Generation des Abstrakten Expressionismus. Beeinflusst durch das europäische Art Informel und den Zen-Buddhismus, entwickelt er ein Œuvre, das die Idee der Leere mit der Anwesenheit der malerischen Gegenwart zu vereinen sucht.

In ihrer Ausstellung Sam Francis "Space & Containment" (Raum und Eingrenzung) präsentiert die Galerie über zwanzig Werke des amerikanischen Künstlers, dessen abstrakt expressive Malerei weit über Amerika hinaus Anerkennung gefunden hat. Neben seinen kalifornischen Wurzeln hatte er über viele Jahre ein Atelier in Tokio und übernahm unzählige Eindrücke seiner Reisen und Arbeitsaufenthalte in Asien und Europa in seine Kunst.

«Painting is about the beauty of space and the power of containment / In der Malerei geht es um die Schönheit des Raums und die Kraft der Eingrenzung »


Sam Francis

Dieses zentrale Zitat des Künstlers war die Anregung zum Titel der Ausstellung. Trotz eines sehr deutlichen Schwerpunkts bei den frühen Werken bis 1964 gibt die Ausstellung einen Überblick über 40 Jahre Schaffenszeit: Aus seiner Werkgruppe von ineinanderfließenden Farbgebilden über seine leeren Flächenanordnungen aus Tokio, den sogenannten edge paintings, bis hin zu den action paintings der späten Jahre.

Galerie Martina Kaiser

  • 20. bis 25. Mai 2021
  • Bismarckstrasse 50
    50672 Köln

Der Fokus der Galerie Martina Kaiser liegt auf zeitgenössische Positionen von international renommierten Künstlern, wie Arne Quinze und Zhuang Hong Yi, sowie einem jungen Shootingstar der Kunstszene und Absolvent der Münchener Kunstakademie, Alexander Höller, die von der Natur inspiriert sind und diese materiell wie metaphysisch in neue Kontexte setzen. Es werden Skulpturen, Objekte, Leinwandarbeiten sowie farbchangierende Arbeiten aus Reispapier, Tusche und Lack gezeigt.

Arne Quinze,
Arne Quinze, "Wildflower", 2020, Oil on Canvas, 200 x 200 cm, Foto: Galerie Martina Kaiser

So implementiert der belgische Konzeptkünstler Arne Quinze mit seinen ätherischen Studien und abstrahierten Skulpturen von Strelitzien, Lupinen und Wildrosen die ungezähmte Natur im geschlossenen Raum, um damit einen interaktiven Dialog um Themen wie Urbanität, Diversität und soziale Verantwortung anzustoßen. Weltberühmt ist Quinze für sein monumentales Naturverständnis und seine überdimensional großen Installationen im öffentlichen Raum auf der ganzen Welt. Seine Ausstellung „My Secret Garden“ in der Galerie Martina Kaiser wurde gerade mit 100 geladenen Gästen und einer fulminanten Eröffnung gefeiert. Zur Frieze Sculpure 2020 im Regent’s Park, London hat die Kuratorin Clare Lilley neben Arbeiten von internationalen Größen wie Sarah Lucas oder Eric Fischl auch eine Arbeit von Arne Quinze ausgesucht, die vom 5. – 18. Oktober 2020 dort gezeigt wurde.

Der junge Münchner Alexander Höller gehört zweifellos zu den spannendsten Newcomern der Kunstszene und gilt als Shootingstar des neuen abstrakten Expressionismus in Deutschland. Höller verdichtet die archaisch gewachsenen Vegetationsmuster des Waldes mitsamt den Wurzeln, Stämme, Zweigen und Ästen in hochkomplexen, vielschichtigen Gemälden und überführt dabei Naturromantik und den Wald als Genius loci in neuronale Strukturen, die eine Renaissance des abstrakten Expressionismus heraufbeschwören. Seine erste Ausstellung in der Galerie Martina Kaiser war nach wenigen Tagen ausverkauft. Bereits am Mittwoch, den 19. Mai 2021 um 15:00 Uhr findet eine öffentliche Enthüllung von Alexander Höllers erstem "Stummen Schrei" am Kölner Dom statt. In seiner neuen Bilderserie setzt sich der Künstler mit dem Werk des norwegischen Malers Edvard Munch auseinander.

Alexander Höller
Alexander Höller , Foto: Galerie Martina Kaiser
Zhuang Hong Yi, 200 x 180 cm
Zhuang Hong Yi, 200 x 180 cm, Foto Galerie Martina Kaiser

Zhuang Hong Yi erschafft mit seinen Colour Changing Works die Illusion beweglicher Blumenfelder, deren alternierende Farbverläufe durch die Bewegung des Betrachters ausgelöst werden. Für seine dreidimensionalen Arbeiten greift er auf traditionell chinesische Materialien wie Reispapier und Tusche zurück. Stilistisch wandelt der gebürtige Chinese zwischen Neoimpressionismus und Abstraktion. Das Werk von Zhuang Hong Yi ist in namhaften öffentlichen und privaten Sammlungen auf der ganzen Welt vertreten. Darüberhinaus wurde es bereits in zahlreichen Museumsausstellungen gezeigt, wie zum Beispiel im Groningen Museum, Niederlande, im Found Museum in Peking, China sowie im Museum Ulm, Deutschland und im PowerLong Museum in Shanghai, China.

mianki.Gallery

  • 20. Mai bis 10. Juli 2021
  • Kalckreuthstr. 15
    10777 Berlin

Mit neuen Formaten und Möglichkeiten präsentiert die mianki.Gallery zur art KARLSRUHE selections zum ersten Mal die KünstlerInnen, mit ihren neuen Werken, in einem neu eingerichteten Online-Katalog. Einige haben Sie in den letzten Jahren schon in Karlsruhe gesehen, andere sind erstmalig mit dabei. Entdeckungen sind für die Besucher damit garantiert.

Parallel zeigt die Galerie in Berlin mit der Ausstellung LOOK AT THE BIRDS, ab dem 20. Mai, die Künstlerinnen Katarina Schnitzler und Edith Held im Dialog zweier Kunstgattungen.

Edith Held und Katharina Schnitzler - Look at the birds
Courtesy of mianki.Gallery

Der Retrospektive besondere Beachtung zu schenken, ihr mit Neugierde und Aufgeschlossenheit zu begegnen und dadurch etwas Neues zu kreieren, ist das Anliegen der Künstlerinnen Edith Held und Katharina Schnitzler im gemeinsamen Kunstprojekt: LOOK AT THE BIRDS.

Edith Held, Fotografin und Katharina Schnitzler, Malerin, widmen sich der Biografie ihrer eigenen Kunstform im kreativen Austausch. Werke aus früheren Zeiten – einen Entstehungszyklus von ca. 20-25 Jahren umfassend – erhalten eine neue Betrachtung, unter Berücksichtigung des zeitlichen Kontexts ihrer Entstehung.

Im dynamischen Prozess dieser Auseinandersetzung entsteht schließlich das Thema der Ausstellung: Gemeinsam Werke vergangener Schaffenszyklen hervorbringen ins Hier und Jetzt, und durch kunstvolle Synthesen etwas Neues entstehen lassen.

Zwei unterschiedliche Kunstgattungen treffen sich im Dialog, eine wechselvolle Beziehung zwischen Fotografie und Malerei - Licht und Leinwand ergänzen sich zu einer Einheit.

Das Gattungssprengende präsentiert sich dabei selbstbewusst durch die intuitive Bildauswahl beider Künstlerinnen. Sie kombinieren assoziativ malerische und fotografische Herangehensweisen, Motive und Techniken, und erschaffen so eindrucksvolle Bildwelten, die irgendwo zwischen Realität und Fiktion beheimatet sind.

LOOK AT THE BIRDS regt auf unkonventionelle Weise dazu an, sich aus starren Konventionen, die Sehgewohnheiten betreffend, zu befreien. Der Vogel gilt von alters her als Symbol der körperlosen Seele, der freien Gedanken oder der Transzendenz.

Dieses Kunstprojekt dient unter diesem Aspekt auf jeden Fall als Inspiration für Leichtigkeit und Unbeschwertheit.

Edith Held und Katharina Schnitzler - Familie Butonga
Courtesy of mianki.Gallery

Katharina Schnitzler nimmt wahr und fragt nach angenommenen Realitäten. In ihrer Arbeit überlagert sie unzählige Texturen, Farbschichten, Zeichnungen und Text. Die Darstellung des »Dazwischen« ist ihr künstlerischer Anspruch.

Von 1995 bis 1999 studiert sie Kunsttherapie / Kunstpädagogik an der Fachhochschule Ottersberg (Diplom), wechselt dann an die UdK Berlin und schließt dort 2003 mit dem Master of Art ab. Ihre Werke waren bereits in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen und auf Messen zu sehen.

Edith Held, Fotografin, geboren im Schwarzwald, mit Stationen in Wien und Paris führt uns mit Seele, Zartgespür und Gegenwärtigkeit ausgestattet, nahe an das Leben und die Menschen heran. Das Tragische hat sein Komisches, in jedem Ernst liegt auch Leichtigkeit. Humor ist der Schlüssel, mit dem Edith Held uns eine Welt eröffnet, die wir sonst nicht sehen könnten. Jede ihrer Inszenierungen spiegelt Wahrhaftigkeit zurück und doch bleibt das allerletzte Geheimnis gewahrt. Ganz so als schaue man in ein Märchenbuch.

Edith Held und Katharina Schnitzler - Regen auf dem Berg
Courtesy of mianki.Gallery

Galerie P13

  • 02. Mai bis 30. Juni 2021
  • Pfaffengasse 13
    69117 Heidelberg

Im Rahmen der art KARLSRUHE selections zeigt die Galerie P13 in ihrer Ausstellung ausgewählte Werke von ihren Messe-Künstlern: Skulpturen von Günter Braun, Markus F. Strieder und Evelyn Weinzierl sowie Objekte und Malerei von Johannes Brus, Fabian Gatermann, Michel Meyer, Matthias Maaß und Willi Siber.

Galerie Raphael

  • Mai 2021
  • Domstraße 6
    60311 Frankfurt

Alternativ zur jährlichen Teilnahme an der art KARLSRUHE präsentiert die Galerie Raphael im Mai in ihren Galerie-Räumlichkeiten in Frankfurt ausgewählte Druckgrafiken der Moderne. Darunter ein Triptychon von Francis Bacon, eine Aquatinta von Sam Francis sowie eine Serigraphie von Robert Indiana.

Francis Bacon, Triptych 1986-1987, 1987, Triptychon bestehend aus drei Radierungen und Aquatinten, Auflage 99 + 15 A.P, nummeriert und signiert, jeweils 89 x 62 cm
Francis Bacon, Triptych 1986-1987, 1987, Triptychon bestehend aus drei Radierungen und Aquatinten, Auflage 99 + 15 A.P, nummeriert und signiert, jeweils 89 x 62 cm, Foto: Galerie Raphael
Sam Francis, SFE-079 RC, 1992, Aquatinta-Radierung, Auflage 75 + 24 A.P., nummeriert und signiert, 70 x 95,3 cm

Sam Francis, SFE-079 RC, 1992, Aquatinta-Radierung, Auflage 75 + 24 A.P., nummeriert und signiert, 70 x 95,3 cm, Foto: Galerie Raphael

Robert Indiana, Heal, 2015, Serigraphie, Auflage 25 Exemplare, nummeriert, datiert und signiert, 81 x 81 cm

Robert Indiana, Heal, 2015, Serigraphie, Auflage 25 Exemplare, nummeriert, datiert und signiert, 81 x 81 cm, Foto: Galerie Raphael

Galerie Reinhold Maas

  • 20. bis 24. Mai 2021
  • Gartenstr. 49
    72764 Reutlingen

Die Galerie Reinhold Maas präsentiert vom 20. bis 24. Mai 2021 in ihren Räumen in Reutlingen im 1. Obergeschoss das für die Messe art KARLSRUHE 2021 geplante Programm. Die Galerie stellt im Rahmen der art KARLSRUHE selections die gleichen Künstlerinnen und Künstler aus und setzt sowohl die geplante Hängung als auch eine separate One-Artist-Show um. Es werden Werke von silvia hornig, Johannes Kares, Matthias Reinmuth, Steffen Schlichter, Stef Stagel, Vera Leutloff und ststs zu sehen sein sowie Ronald Franke in der One-Artist-Show.

silvia hornig, „livingroom 3“, 2017, Mischtechnik auf Leinwand, 70 x 70 cm

silvia hornig, „livingroom 3“, 2017, Mischtechnik auf Leinwand, 70 x 70 cm, Foto: silvia hornig

Johannes Kares, Relief, 2001, Eisen, 56 x 53 x 4 cm

Johannes Kares, Relief, 2001, Eisen, 56 x 53 x 4 cm, Foto: Galerie Reinhold Maas

Matthias Reinmuth,

Matthias Reinmuth, "Glimpse (Arizona)", Öl und Wachs auf Leinwand, 170 x 140 cm, Foto: Galerie Reinhold Maas

Steffen Schlichter,

Steffen Schlichter, "Code 89451", 2020, Spanplatte, Klebeband, 100 x 100 x 1,9 cm, Foto: Steffen Schlichter

Stef Stagel, 20 Überzeichnungen, 2016 - 2021, Tusche auf Illustriertenseite, je 41 x 31 x 3 cm,

Stef Stagel, 20 Überzeichnungen, 2016 - 2021, Tusche auf Illustriertenseite, je 41 x 31 x 3 cm, Foto: Stef Stagel

Vera Leutloff,

Vera Leutloff, "Circular Oszillation: Nunivak", 2021, Öl auf Leinwand, 60 x 60 cm, Foto: Galerie Reinhold Maas

ststs,

ststs, "Hausgemachte Platten LIII", 2019, Foto, Aludibond, Klebeband, 90 x 135 x 1,3 cm, Foto: ststs

Ronald Franke, „Köln“, 2012, Öl auf Leinwand, 110 x 220 cm

Ronald Franke, „Köln“, 2012, Öl auf Leinwand, 110 x 220 cm, Foto: Galerie Reinhold Maas

Galerie Renate Bender

  • 23. April bis 19. Juni 2021
  • Türkenstr. 11
    80333 München

Vom 23. April bis 5. Juni 2021 widmet sich die neue Ausstellung in der Galerie Renate Bender mit Arbeiten Peter Weber den dreidimensionalen Wandobjekten und der Skulptur im weitesten Sinne. Der Titel der Ausstellung – “Material und Struktur” – ist programmatisch für die Arbeitsweise des Künstlers.

Werke von Peter Weber:
Peter Weber "2 x Variation der Durchdringung A"- 2020, Fabriano Bütten, gefaltet, Acrylglashaube, 45 x 108 x 22.5 cm; "3 Quadrate" - 2014/2021, Edelstahl, pulverbeschichtet, Auflage 3 Ex., 63 x 63 x 9 cm; "Faltzustand R" und "Faltzustand V" - 2020, Arches Bütten, gefaltet, Acrylglashaube, je 51,5 x 53 x 6 cm, Foto: Galerie Renate Bender

Mit den unterschiedlichsten Techniken und Materialien hat Peter Weber ein Faltsystem entwickelt, das immer aus einem Stück und ohne Schnitte durch die Fläche erarbeitet wird. Für die art KARLSRUHE selections hat die Galerie drei neue Papierreliefs aus rein-weißem Arches und Fabriano Bütten ausgewählt. Ihre empfindliche Oberfläche wird durch eine Acrylglashaube geschützt. Neben Papier verwendet Weber auch Materialien wie Filz, Leinwand, Baumwolle, Kunststoff und sogar Stahl. Seit Ende 2017 entstehen seine gefalteten Stahlreliefs. Die gezeigte leuchtend rote Stahlskulptur "3 Quadrate" - 2014/21 ist aus pulverbeschichtetem Edelstahl und war ebenfalls ursprünglich für die Präsentation auf der art KARLSRUHE 2021 vorgesehen.

Galerie Rother

  • 20. bis 24. Mai 2021
  • Wiesbadener Casino-Gesellschaft
    Friedrichstr. 22
    65185 Wiesbaden

Auch die Galerie Rother möchte Kunstinteressierten die Möglichkeit bieten, Gemälde und Skulpturen verschiedener Künstler zu erleben. Daher zeigt auch die im Rahmen der art KARLSRUHE selections in der Wiesbadener Casino-Gesellschaft in mehreren Räumen unter Einhaltung der Hygieneregeln fünf Künstler, die ursprünglich für ihre Präsentation auf der art KARLSRUHE 2021 ausgewählt hatten.

Wiesbadener Casino-Gesellschaft
Wiesbadener Casino-Gesellschaft

Der Fokus liegt diesmal auf jüngeren Künstlerinnen und Künstlern unter 50 Jahren: Gemälde von Renata Tumarova und Miriam Vlaming, Skulpturen von Jan Muche und Axel Anklam. Und auch der jüngste Shootingstar der Galerie darf nicht fehlen: wir präsentieren zwei neue spektakuläre Sandbilder von Tim Bengel.

Axel Anklam,

Axel Anklam, "Daphne", 2013, Edelstahl, 330 x 120 x 80cm, Foto: Galerie Rother

Axel Anklam schafft abstrakte Skulpturen in einer perfekten Balance zwischen Fläche und Volumen, aufbauend auf einem Edelstahlgerüst, welches dann mit Latex, Edelstahl oder Fiberglas überzogen wird. Seine Skulpturen erzeugen ein Wechselspiel aus Offenheit und Geschlossenheit, aus Transparenz und Masse. Dynamische und ruhig fließende Partien folgen einander und erzeugen spannungsvolle Formen.

Tim Bengel,

Tim Bengel, "Eternal Life", 2020, Gold und Sand auf Aluminium, 135 x 135 cm, Foto: Galerie Rother

Gold, Sand und Klebstoff – mit diesen ungewöhnlichen Materialien gelang Tim Bengel der Durchbruch auf den Kunstmärkten der Welt. Heute gilt er mit einer medialen Reichweite von über 400 Millionen Menschen als bekanntester deutscher Künstler seiner Generation. Früh begriff der junge Künstler, dass Kunst nicht durch Imitieren, sondern durch das Kombinieren und das Schaffen von Neuem entsteht. Bengels Intension hinter den Werken ist, durch ungewöhnliche Kombinationen und Techniken etwas Einzigartiges zu erschaffen. Mit seinen Videos, in denen er kurze Einblicke in seine Technik gewährt, hat Bengel eine internettaugliche Präsentation der Kunst geschaffen.

Jan Muche,

Jan Muche, "Morgen", 2020, Acryl und Tusche auf Leinwand, 100 x 80 cm, Foto: Galerie Rother

Jan Muches Gemälde und Skulpturen sind abstrakte Arbeiten mit dreidimensionaler Wirkung. Sie zeigen ein Neben- und Übereinander von Trag- und Spannkonstruktionen von Brücken, Strommasten, alten Fabrikhallen. Sie setzen sich aus vielen kontrastreichen Farbflächen zusammen. „Viele [Bilder] zeigen moderne Maschinen und Apparaturen. Die Motive stammen aus alten Zeitschriften und Büchern. […] Das Spiel mit Farbflächen und Formen, das Sichtbarmachen und gleichzeitig das Auflösen von Strukturen – diese alten Maschinen eignen sich besser für meine Form von Malerei. […] Die Motive sind Vorwände, um malen zu können“, erklärt der Künstler.

Renata Tumarova,

Renata Tumarova, "By the Sea", 2021, Öl auf Leinwand, 140 x 170 cm, Foto: Galerie Rother

Das Hauptanliegen Renata Tumarovas ist es, Licht mit den Mitteln der Kunst einzufangen. Es gilt mit Farbe zu arbeiten, in und aus Farbe einen Ausdruck mitzuteilen. Das Ergebnis sind bewegte Bilder, nächtliche Straßenszenen voll stimmungsvoller Dichte. Es geht der Malerin um Atmosphärisches, um das Festhalten eines flüchtigen Augenblicks, den sie unmittelbar in Farbe übersetzt. Mit ihren poetischen Bildprozessen, die Ungesehenes, Verborgenes, Vergessenes und Erahntes zur Erscheinung bringen, gelingt es Renata Tumarova aus der Malerei ein Erlebnis des Staunens zu machen.

Miriam Vlaming,

Miriam Vlaming, "Mirroring", 2013, Eitempera auf Leinwand, 230 x 170 cm, Foto: Galerie Rother

Miriam Vlaming, eine der bedeutenden Vertreterinnen der Neuen Leipziger Schule, studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink und schloss ihr Studium als Meisterschülerin Rinks ab. Seit Beginn ihres Schaffens beschäftigt sich Miriam Vlaming mit der Symbiose von Mensch und Natur. Kennzeichnend für ihre Werke ist dabei die Verschmelzung der Leinwandprotagonisten mit der sie umgebenden floralen Ornamentik. Die Künstlerin erhebt die Frage nach der menschlichen Identität und Menschwerdung zum zentralen Thema ihrer Arbeit.

Galerie Roy Sfeir

  • 20. bis 23. Mai 2021
  • 6, rue de Seine
    75006 Paris, France

Die Galerie Roy Sfeir hat im Rahmen der art KARLSRUHE selections die One-Artist-Show von Jérôme Legrand, ursprünglich für die art KARLSRUHE 2021 geplant, in ihre Pariser Räume vom 20.05. bis 20.06.2021 verlegt. Gleichzeitig sind auch in der Galerie vom 20.05. bis 23.05.2021 Arbeiten der Künstlerauswahl für die Messe 2021 zu sehen. Dort werden Werke der französische Malerin Catherine Chopinet, die zum ersten Mal mit dabei sein sollte, Lamiel, Joseph und die französischen Bildhauer Cuenot, Forges, Palenski, Petit, Polles ausgestellt.

Jérôme Legrand, „Sans titre 20521
Jérôme Legrand, „Sans titre 20521", Acryl auf Leinwand, 80 x 80 cm, Foto: Galerie Roy Sfeir

Galerie SACCHETTI CONTEMPORARY

  • 13. Mai bis 10. Juli 2021
  • Via Beato P. Berno 14
    CH-6612 Ascona (Schweiz)

Auf der diesjärigen art KARLSRUHE hätte die Schweizer Galerie SACCHETTI CONTEMPORARY großformatige Gemälde der in Bonn tätigen Sonja Simone Albert gezeigt. Vom 13. Mai bis 10. Juli 2021 sind nun ihre stimmungsvollen Arbeiten im Rahmen der Einzelausstellung "Die natürlichste Sache der Welt" in den Räumlichkeiten der Galerie in Ascona zu sehen. Des Weiteren wären auf der Messe in Karlsruhe Skulpturen des Südtirolers Christian Verginer und des Berliners Maximlian Verhas sowie die auf Leinwand transferierten Fresken des im Tessin lebenden Michele Lamassa präsentiert worden. Ausgewählte Werke dieser drei Künstler werden ebenfalls im Zeitraum von Mitte Mai bis Mitte Juli bei SACCHETTI CONTEMPORARY ausgestellt.

Sonja Simone Albert, ohne Titel, 2020, Öl auf Leinwand 150 x 200 cm
Sonja Simone Albert, ohne Titel, 2020, Öl auf Leinwand 150 x 200 cm, Foto: Galerie SACCHETTI CONTEMPORARY

Sonja Simone Albert lässt in einem äusserst zeitintensiven Malprozess Ölbilder entstehen, die motivisch ganz im Zeichen der Natur stehen und an fotografische Aufnahmen erinnern mögen. Der Mensch ist gelegentlich präsent: mal direkt als Person in der Landschaft, mal indirekt als Pflücker des Wildblumenstrausses. Das künstlerische Interesse gilt der Sichtbarmachung eines bestimmten Augenblicks in der Natur und der damit verbundenen Stimmung, evoziert durch eine Spiegelung, ein Schattenspiel, einen Windhauch oder ein Rascheln. Der besondere Reiz von Alberts Gemälden manifestiert sich in der partiellen Unschärfe, die eine verführerische Spannung erzeugt und den Blick des Betrachters zum Verweilen einlädt.

Das künstlerische Schaffen Christian Verginers ist der Figuration verpflichtet und widmet sich thematisch der bisweilen ambivalenten Beziehung zwischen Mensch und Natur. Bei seinen mit erstaunlicher Präzision ausgeführten Skulpturen handelt es sich um Darstellungen von Kindern und Jugendlichen. Die Protagonisten erscheinen stets als unbefangene und unschuldige Wesen, die keinerlei Verantwortung für das schadhafte Tun der Erwachsenen gegenüber der Umwelt tragen. Der Bildhauer hinterfragt – gelegentlich provozierend und ironisierend – das menschliche Handeln und dessen Folgen für unseren Lebensraum und die kommenden Generationen.

Christian Verginer,
Christian Verginer, "you need love", 2021, Lindenholz und Acryl, Figur 90 cm, Sockel 14 cm, Foto: Galerie SACCHETTI CONTEMPORARY

Sakhile&Me

  • 27. Mai bis 17. Juli 2021
  • Oberlindau 7, 60323 Frankfurt/Main

Sakhile&Me ist eine Galerie für Contemporary Art mit Fokus auf Afrika und seine Diaspora. Vom 27. Mai bis 17. Juli zeigt die Galerie Werke des kamerunischen Künstlers Tagne William Njepe in der Einzelausstellung "Enfance volée". Neue Arbeiten des Künstlers sollten ursprünglich auf der art KARLSRUHE präsentiert werden und sind jetzt im Rahmen der art KARLSRUEHE selections ins den Räumlichkeiten der Galerie in Frankfurt am Main zu sehen.

Tagne William Njepe,

Tagne William Njepe, "Enfance volée 1993 C05: Le Petit Paysan", 2021, Acryl auf Leinwand, 200 x 160 cm, Foto: Tagne William Njepe

Tagne William Njepe,

Tagne William Njepe, "Enfance volée 1993 C03: Le Petit Roméo", 2021, Acryl auf Leinwand, 162 x 120 cm, Foto: Tagne William Njepe

Galerie Schimming

  • Mai bis 24. Juli 2021
  • Jungfrauenthal 4
    20149 Hamburg
  • Dependance Sylt, Wattweg 1
    25999 Kampen

Auch die Galerie Schimming nimmt an den art KARLSRUHE selections teil und zeigt den auf der art KARLSRUHE 2021 vorgesehenen Künstler Alex Katz in einer Soloshow „handpicked Masterpieces“. Die Werke werden noch bis zum 27. Juli in den Hamburger Räumlichkeiten der Galerie präsentiert. In der Sylter Dependance der Galerie wird die Soloshow "SEE YOU AGAIN" des Künstlers Heiner Meyer präsentiert.

Der New Yorker Künstler Alex Katz zählt unumstritten zu den bedeutendsten Künstlern unserer Zeit. Durch konsequente Abstraktion und dennoch präzise Erfassung von Stimmung und Gestik seiner Motiveerreicht er schon zu frühen Schaffenszeiten seine ganz eigene Bildsprache im Bereich der gegenständlichen Malerei. Nicht zuletzt seine klare und unmittelbare Dokumentation des Zeitgeistes macht ihn zu einem maßgeblichen Wegbereiter der Pop Art.

Installationsansichten - Alex Katz in Hamburg
Installationsansichten - Alex Katz in Hamburg, Foto: Galerie Schimming
Installationsansichten - Alex Katz in Hamburg
Installationsansichten - Alex Katz in Hamburg, Foto: Galerie Schimming

Kaum ein anderes grafisches Werk wird so konzentriert entwickelt wie das von Alex Katz. Auf Basis eines konkreten Gemäldes entsteht die Bildidee für einen Siebdruck, eine Lithographie, einen Holzschnitt oder eine Aquatinta. Durch die gesteigerte Reduktion auf eine Perspektive sowie die Konzentration von Licht, Form und Farbe auf den Kerncharakter des Motivs, erreicht Alex Katz mit seinen druckgrafischen Arbeiten die absolute Ausgestaltung der ursprünglichen Bildidee. Diese gesteigerte formale, technische aber besonders auch inhaltliche Präzision verleiht seinem druckgrafischen Werk eine kunsthistorische Bedeutung, die trotz der langen Tradition des Mediums, bei kaum einem anderen Künstler in dieser geballten Kraft zu finden ist.

Heiner Meyer versteht die Pop Art nach wie vor als Ausdruck zeitgenössischer Wirklichkeit, konfrontiert uns mit dem Glamour und dem Sex-Appeal der allgegenwärtigen Werbewelt und verwickelt den Betrachter in rätselhafte, narrative Szenarien. Mit Verweisen auf die großen Labels und Luxusmarken unserer Zeit, gelingt es ihm auf ganz individuelle Weise, den Grundgedanken der wohl berühmtesten Kunstströmung in die heutige Zeit zu übersetzen und ihre Tradition in neuer Weise fortzuführen.

Sein malerisches und auch sein skulpturales Werk sind nicht nur in Deutschland, sondern auch international ein Must-Have! Heiner Meyer, ehemals Assistent im Atelier von Salvador Dalí, wurde im Laufe seiner Karriere vielfach ausgezeichnet und lehrte unter anderem an der HBK in Braunschweig.

Sein Werk ist international in Galerien vertreten, wird auf allen großen Messen präsentiert und ist in zahlreichen Sammlungen zu finden.

Heiner-Meyer Dior 2020 Öl auf Leinwand 60x80cm Foto: Galerie Schimming

Heiner-Meyer Dior 2020 Öl auf Leinwand 60x80cm Foto: Galerie Schimming

Heiner Meyer, Foto: Galerie Schimming

Heiner Meyer, Foto: Galerie Schimming

Galerie Schmalfuss

  • 01. Mai bis 12. Juni 2021
  • Knesebeckstr. 96
    10623 Berlin

Die Galerie Schmalfuss stellt ebenfalls im Rahmen der art KARLSRUHE selections eine Installation der Künstlerin Ulrike Bolenz aus. Das Werk "Fünf Lachende - fünf Kontinente" von Ulrike Bolenz, die auf der art KARLSRUHE einen Skulpturenplatz bespielt hätte, wird nun in der Galerie Schmalfuss in Berlin präsentiert.

Installation „Fünf Lachende -Fünf Kontinente“ von Ulrike Bolenz
"Fünf Kontinente - Fünf Lachende" 350 x 250 x 100 cm, 2019, transparentes Material, Plexiglas, Ledlighting Video: Galerie Schmalfuss

Die Freude und das Gefühl von Glück, das die Werke von Ulrike Bolenz zum Thema "Lachen" ausdrücken, versteht die Künstlerin auch als Widerstand gegen die menschlichen Grausamkeiten unserer Zeit, welche sich auf allen Kontinenten finden.

Das Werk möchte jedoch die Verbundenheit der Völker reflektieren, dies nicht nur durch Frauen offensichtlich unterschiedlich kontinentaler Herkunft, sondern auch durch fädenartige Strukturen in den einzelnen Figuren: Ähnlich wie Arterien, die unterschiedliche Lebensbereiche des Menschen unumgänglich und lebenswichtig verbinden – symbolisieren diese Fäden völkerverbindende Elemente wie Handelswege, diplomatische Interaktionen, digitale interkontinentale Kommunikation, Wechselwirkungen und gegenseitige Einflüsse in Kunst und Kultur und nicht zuletzt versinnbildlicht diese künstlerische Darstellung eine wesentliche Erkenntnis: Die Wurzeln des Menschen sind – gleichgültig welcher Herkunft - alle identisch.

Und so unterstreicht letztendlich auch die zweidimensionale, in Acrylglas fein gravierte und transparente Weltkarte den menschlichen weltumspannenden Pakt der lachenden Figuren im Raum.

Galerie Schrade

  • 8. Mai bis 27. Juni 2021
  • Galerie Schrade
    Zirkel 34-40
    76131 Karlsruhe
  • Schloß Mochental
    Mochental 2
    89584 Ehingen

Die Galerie Schrade zeigt im Rahmen der diesjährigen art KARLSRUEHE selections Werke der Künstler Reiner Seliger, Christopher Lehmpfuhl, Antonio Marra und Cornelia Schleime.

Als Ergänzung zur art KARLSRUHE selections ist in Schloß Mochental die Ausstellung "Abstraktion und Figuration" zu sehen, die von einem Katalog begleitet wird.

Galerie Schrade Karlsruhe: Bilder: Christopher Lehmpfuhl, Skulpturen: Reiner Seliger
Galerie Schrade Karlsruhe: Bilder: Christopher Lehmpfuhl, Skulpturen: Reiner Seliger, Foto: Galerie Schrade

In der Karlsruher Galerie Schrade werden Skulpturen des Freiburger Künstlers Reiner Seliger ausgestellt, der ursprünglich mit einer großen Präsentation auf dem Skulpturenplatz vorgesehen war.

Zu den Skulpturen präsentiert die Galerie als One-Artist-Show ausgewählte Werke des Plein-Air-Malers Christopher Lehmpfuhl aus Berlin. Lehmpfuhl schafft mit seinem pastösen Ölfarbenauftrag von Stadt- und Landschaftsmotiven gelungene Interpretationen der realen Welt.

Galerie Schrade Schloß Mochental: Zwischengeschoss: Bilder Antonio Marra, 1.Stock: Bilder Cornelia Schleime, Foto: Galerie Schrade
Galerie Schrade Schloß Mochental: Zwischengeschoss: Bilder Antonio Marra, 1.Stock: Bilder Cornelia Schleime, Foto: Galerie Schrade

In Schloß Mochental zeigt die Galerie Schrade im Rahmen der art KARLSRUHE selections die auf der Messe als One-Artist-Shows geplanten Künstler Antonio Marra und Cornelia Schleime.

Mit seinem dreidimensionalen Auftrag erzeugt der aus Italien stammende Künstler Marra einzigartige Effekte,die in einem Bild drei verschiedene Darstellungen ermöglichen und so dem Betrachter ein lebendiges visuelles Erfahren erlauben.

Die Berliner Malerin Cornelia Schleime zeigt mit Ihren großformatigen Porträits eindrucksvolle, charaktergeprägte Darstellungen des menschlichen Gesichtes.

Galerie Skoufa

  • 28. April bis 22. Mai 2021
  • Skoufa 4
    Athens, 10673, Greece

Die Galerie Skoufa präsentiert im Rahmen der art KARLSRUHE selections die Gruppenausstellung "Blossoms & Colors".

In der Ausstellung werden Werke der Künstler

Kalliopi Assargiotaki, Maria Giannakaki, Stefanos Daskalakis, Lydia Dimitriadi, Irini Iliopoulou, Irene Kana, Tina Karageorgi, Alexis Kyritsopoulos, Panayiotis Beldekos,

Konstantinos Papamichalopoulos, Antonis Staveris, George Hadoulis, Prodromos Charalampidis vorgestellt.

Einen virtuellen Rundgang durch die Ausstellung erleben Sie hier:

Galerie Sievi

  • ab 09. Juli 2021

Die Galerie Sievi freut sich, ihre Künstlerauswahl bei der digitalen art KARLSRUHE selections präsentieren zu können. Aufgrund einer laufenden Ausstellung in den Berliner Räumlichkeiten der Galerie, werden die Arbeiten der drei Künstler Darko Lesjak, Olivier Messas und Berit-Kristina Weiss in einer Gemeinschaftsausstellung ab 9. Juli vor Ort zu sehen sein.

Mit dieser Künstlerzusammenstellung präsentiert die Galerie verschiedene Positionen zeitgenössischer Kunst.

Darko Lesjak, Eisbach, Öl auf Holzpannel, 2021, 60 x 80 cm
Darko Lesjak, Eisbach, Öl auf Holzpannel, 2021, 60 x 80 cm, Foto: Galerie Sievi

Darko Lesjaks Malerei ist inspiriert von der Kraft und Ästhetik der Natur, die sich in seinen dynamischen und farbintensiven Bildkompositionen widerspiegeln. In seiner neuen Serie „Eisbach“ überrascht er jedoch mit reduzierten Farbtönen und kraftvollen figurativen Elementen, die einen nachdenklichen, fast mystischen Eindruck hinterlassen.

In den Werken Olivier Messas' spiegelt sich die Einflüsse seines Lebens zwischen Frankreich und Deutschland. Ständig auf der Suche nach Diversität und neuen Eindrücken, sind seine oft sehr farbenfreudigen Bilder Ausdruck seiner positiven Lebenshaltung und Freiheitsliebe sowie dem Streben nach Harmonie.

Ausstellungsansicht von Olivier Messas
Ausstellungsansicht von Olivier Messas
Kristina Weiss
Berit-Kristina Weiss, Foto: Galerie Sievi

Berit-Kristina Weiss setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit dem Ausloten von Strukturen, der Versinnlichung eines inneren Gerüsts, der Urbarmachung von Chaos auseinander. Einerseits in dem Versuch, ausufernde Zustände zu erfassen und einzugrenzen, andererseits aber auch den gegenteiligen Prozess anzuschieben: artifizielle Landschaften und sich verselbstständigende Gebilde aus einer kleinen Zelle heraus zu entwickeln.

sight Galerie

  • 14. Mai bis 25. Juli 2021
  • Schillstr. 2
    63067 Offenbach

Mit den Künstlern Jan-Ulrich Schmidt (Janus), einem der Hauptvertreter der dekonstuktivistischen Malerei, der Transformationskünstlerin Ina Holitzka sowie dem 2019 mit dem Skulpturenpreis ausgezeichneten Bildhauer Jörg Bach hätte die sight Galerie auf der diesjährigen art KARLSRUHE ein hochkarätiges Programm präsentiert. Da die Messe aus aktuellem Anlass abgesagt wurde, zeigt die Galerie nun das um viele Kunstwerke erweiterte Messekonzept in ihren großzügigen Räumen. Auch Werke des Mannheimer Künstlers Manfred Binzer sowie des in Sammlerkreisen geschätzten Künstlers Rupert Eder werden präsentiert.

sight Galerie und Kunstberatung - art KARLSRUHE selections
Manfred Binzer, 2019, 140 x 200 cm
Manfred Binzer, 2019, 140 x 200 cm, Foto: sight Galerie

Den Künstlern Binzer, Eder und Schmidt gemeinsam ist die Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Komposition. Sie schließen an die Tradition der gegenstandsfreien Malerei der Moderne an. Vorbilder können zweifelsohne in den Werken der großen FarbmalerInnen wie Helene Frankenthaler, Morris Louis, Frank Stella, Kenneth Noland gesehen werden.

Jan-Ulrich Schmidt (Janus),
Jan-Ulrich Schmidt (Janus), "Frau mit Schirm", Foto: sight Galerie

Jan-Ulrich Schmidt übersetzt Originalbilder bekannter Künstler in einem Farbstreifencode, dem die jeweilige Analyse der Farben im Ausgangsbild zugrund liegt. In einer selbst entwickelten Schüttechnik werden die Farben auf der Leinwand neu komponiert. Ihm geht es um die Farbe, vornehmlich um deren Anteil an der Beschaffenheit eines Gemäldes, an dessen Ausstrahlung und der Stimmung, die es vermittelt.

Rupert Eder, orbit, 2019, Öl auf Leinen, 110 x 110 cm
Rupert Eder, orbit, 2019, Öl auf Leinen, 110 x 110 cm, Foto: sight Galerie

Bei den Werken von Binzer und Eder strahlen die intensiv leuchtenden Farben in ihre Umgebung und werden als Farbenergien wahrgenommen, die sich nicht nur auf den Betrachter zubewegen, sondern sich auch als Farbbewegung in alle Richtungen auszudehnen scheinen, sich überlagern und überschneiden. Während Binzer seine Farben schüttet und spritzt, baut Eder seine Werke mit dem spürbaren Gestus der Pinselführung auf.

Ina Holitzka,
Ina Holitzka, "PASSAGE", Foto: sight Galerie

Ina Holitzka transformiert wie Schmidt einen realen Bestand. Architektonische Formen und Strukturen werden fotografiert und dann dekonsturiert. Die Künstlerin lässt Räume neu entstehen und schärft das Bewusstsein für Ästhetik dort, wo wir sie vielleicht nicht vermuten.

Galerie Spektrum

  • 23. April bis 12. Juni 2021
  • Gebhardstr. 19
    76137 Karlsruhe

Die Galerie Spektrum plante für die art KARLSRUEHE 2021 zwei One-Artist-Shows: Malereien von Victor Kraus und Fotografien von Blaffert&Wamhof. Zusätzlich sollten auf der Kunstmesse Arbeiten von Tanja Mohr ausgestellt werden. Die parallel geplante Einzelausstellung von Tanja Mohr "Die Inszenierung der Schwerelosigkeit" ist nun in der Galerie zu sehen, gefördert von „Neustart Kultur 20/21“. Ebenso werden in der Galerie in Karlsruhe im Zuge der art KARLSRUHE selections die Arbeiten von Victor Kraus und Blaffert&Wamhof gezeigt.

Victor Kraus,
Victor Kraus,"Floral Dual", 2018, 150 x 200 cm, Acryl auf Leinwand, Foto: Galerie Spektrum

Der Schwerpunkt von Victor Kraus' Malerei ist Landschaft und Blumen. Mit expressivem Duktus gibt er Stimmungen und Einflüsse der Naturmotive wieder. Er schafft für den Betrachter ein intensives Bilderlebnis.

In der Ausstellung „-haus“ zeigt das Künstlerpaar Nicole Blaffert und Franz Wamhof Einblicke in sechs Wohnungen, an unterschiedlichen Orten. Alle diese Wohnungen sind in Auflösung begriffen, die Bewohner im Heim oder verstorben. Die Wohnungen befinden sich in einem Übergangsstadium, zwischen dem bevorstehenden Leerstand und der anstehenden Wiedervermietung, einem Neuanfang.

Die Ausstellung wird von einem Katalog mit 40 Seiten, 20 Abbildungen und einem Text von Carmen Beckenbach begleitet.

Blaffert&Wamhof, “o.T. (Kühler Krug)”, Fotografie 2018, Lightjet-print, Auflage 3, 156,3x117cm
Blaffert&Wamhof, “o.T. (Kühler Krug)”, Fotografie 2018, Lightjet-print, Auflage 3, 156,3x117cm, Bild: Galerie Spektrum
Tanja Mohr, „13T20“ 2020, Öl, Pigment, Leinwand 85x110cm, Foto: Galerie Spektrum
Tanja Mohr, „13T20“ 2020, Öl, Pigment, Leinwand 85x110cm, Foto: Galerie Spektrum

„Sucht man nach den Inhalten von Tanja Mohrs Boldern, stößt man auf Versatzstücke von Landschafts- und Architeekturelementen, aber im Wesentlichen sind sie alle ihre Bilder – und insbesondere die neueren – nichtgegenständlicher Natur“ - Andreas Kühne aus dem Katalog „Die Inszenierung der Schwerelosigkeit“ mit Texten von Andreas Kühne und Anette Meyer.

Galleria Stefano Forni

  • Mai 2021
  • Piazza Cavour, 2
    40124 Bologna (Italien)

Die Galleria Stefano Forni präsentiert im gesamten Mai eine Ausstellung von Werken des Meisters Luciano Ventrone im Rahmen der art KARLSRUHE selections.

Ventrone war bei den Teilnahmen der Galerie an der art KARLSRUHE seit dem ersten Jahr 2014 präsent. Dank der art KARLSRUHE konnte die Galleria Stefano Forni in diesem Jahr viele Sammler treffen, die seine Poesie zu schätzen wussten und Werke des Künstlers zur Bereicherung ihrer Sammlung erworben haben.

Luciano Ventrone,
Luciano Ventrone, "Oriente", 2011-2017, oil on canvas 50 x 50 cm, Foto: Galleria Stefano Forni

Obwohl Luciano Ventrone international als einer der Meister der realistischen Malerei seiner Generation anerkannt ist, glaubt er, dass es in seinen Werken eigentlich um Optik geht: "In der Malerei geht es nicht um die bloße Darstellung eines Gegenstandes, sondern um dessen Farbe und Licht", sagt er. "Der Gegenstand kann nicht so gesehen werden, wie er ist, sondern als abstraktes Element." Ventrone studierte am Liceo Artistico in Rom und erregte - obwohl er mit avantgardistischen Methoden experimentierte - Aufmerksamkeit für seinen akademischen Realismus und seine Liebe zum anatomischen Detail; seine Lebenszeichnungen wurden in einem Universitätslehrbuch über menschliche Anatomie veröffentlicht. In Ventrones Gemälden finden sich immer noch häufig Akte, aber auch sorgfältig arrangierte Stillleben. Für jedes seiner Werke inszeniert Ventrone sein Motiv sorgfältig unter hellem Studiolicht und fotografiert das Arrangement als Referenz für die Malerei.

Luciano Ventrone,
Luciano Ventrone, "Gocce di vita", 2014, oil on canvas, 50 x 60 cm, Foto: Galleria Stefano Forni

Luciano Ventrones Gemälde laden den Betrachter zu einer Stimmung reiner Kontemplation ein. Sie sind Werke von meisterhaftem Können und höchster ästhetischer Schönheit. Obwohl er zugibt, eine starke Affinität zum Werk von Caravaggio zu haben, betrachtet sich Ventrone nicht als realistischer Maler im traditionellen Sinne. Er malt reale Objekte, aber durch die Verwendung bestimmter zeitgenössischer Techniken als Teil des künstlerischen Prozesses werden die dargestellten Objekte in einen metaphysischen, hyperrealen Kontext versetzt. Was wir in einem Ventrone-Gemälde sehen, ist nicht 'real', weil es nicht das ist, was wir sehen würden, wenn wir mit dem bloßen Auge schauen würden - wir sehen mehr. Ventrone zeigt uns die Dinge vollständiger und deutlicher, als sie uns in der Realität erscheinen Alles ist im Fokus, alles kann genau betrachtet werden. Er erlaubt uns, jeden Makel zu bemerken und jede Kurve des Fleisches in einem Stück Obst oder an einer nackten weiblichen Form zu bewundern. Vor monochromen Hintergründen in Weiß, Grau oder Schwarz wird das Motiv aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet und ermöglicht so eine vollständige und objektive Beurteilung dessen, was wir sehen.

Steinberger Galerien

  • 08. März bis 03. Juli 2021
  • Kunsthaus am See
    Am Gondelhafen
    Schulstraße 15
    88085 Langenargen am Bodensee

Seit vielen Jahren präsentieren die Steinberger Galerien die Skulpturen von Silvia Siemes in Form einer One-Artist-Show auf der art KARLSRUHE. Auch in diesem Jahr hätten die aktuellen Werke der Künstlerin gezeigt werden sollen.

Diese für die art KARLSRUHE 2021 geplante Show haben die Steinberger Galerien 1:1 in ihre One-Artist-Box in ihrer Galerie in Langenargen übertragen.

Silvia Siemes, „Halbfigur“, Terrakotta, engobiert, Höhe ca. 85 cm, Jahr 2020
Silvia Siemes, „Halbfigur“, Terrakotta, engobiert, Höhe ca. 85 cm, Jahr 2020, Foto: Steinberger Galerien

Galerie Tammen

  • 12. April bis 28. Mai 2021
  • Hedemannstr. 14
    10969 Berlin

Bis zum 28. Mai können in der Galerie Tammen die Malereien der Künstlerin Gabi Streile betrachtet werden. Auf dem Messestand der Galerie auf der art KARLSRUHE hätte die Künstlerin ausgestellt werden sollen. Nun werden ihre Werke im Rahmen der art KARLSRUHE selections in der Galerie Tammen in Berlin präsentiert.

Ausstellungsansicht von GABI STREILE - 40 Jahre Malerei, Copyright: Holger Biermann
Ausstellungsansicht von GABI STREILE - 40 Jahre Malerei, Copyright: Holger Biermann

Die im Südwesten der Republik, im Badischen beheimatete Künstlerin Gabi Streile erhält anlässlich ihres 70. Geburtstags eine Ausstellung in der Galerie Tammen, begleitet von einer neuen exklusiven Katalogpräsentation. „40 Jahre Malerei“ sind Gegenstand einer besonders angelegten Ausstellung in der Galerie, die noch bis zum 28. Mai 2021 zu sehen sein wird.

Neben der Ausstellung wird eine Online-Präsentation auf der Website der Galerie Tammen zu finden sein sowie eine filmische Ausstellungspräsentation, gesprochen von Christoph Tannert, Direktor des Künstlerhaus Bethanien, Berlin.

Ausstellungsansichten von GABI STREILE - 40 Jahre Malerei, Copyright: Holger Biermann

Ausstellungsansichten von GABI STREILE - 40 Jahre Malerei, Copyright: Holger Biermann

Ausstellungsansicht von GABI STREILE - 40 Jahre Malerei, Copyright: Holger Biermann

Ausstellungsansichten von GABI STREILE - 40 Jahre Malerei, Copyright: Holger Biermann

"Auch nach 40-jähriger Malpraxis sind ihre Bilder noch energiegeladen und fundamental, jede Landschaft, jedes Stillleben so intensiv wie ein Herzzerspringen.

Als ob sie die Selbstregulierungsmechanismen der Natur restituieren wollte, provoziert Gabi Streile auf ihren Leinwänden Farbausbrüche und ein Ausagieren im pinselwuchtig Unbestimmten abstrakter Sächlichkeit, dass man meint, die eigenen Pupillen würden Feuer fangen. Selten hat man solche in zyklischer Permanenz heizenden Hochöfen im Keilrahmengeviert gesehen." - Christoph Tannert

Besuchen Sie auch unsere Online-Präsenz im Ausstellerverzeichnis der art KARLSRUHE.

Galerie Thomas Fuchs

  • 23. April bis 23. Mai 2021
  • Reinsburgstr. 68A
    70178 Stuttgart

Im Zuge der Absage der art Karlsruhe 2021 zeigt die Galerie Thomas Fuchs vom 23.04. bis 23.05.2021 die für die Kunstmesse bestimmten Werke von Mona Ardeleanu, Bastian Börsig, Christian Awe, Peter Chur-cher, Rainer Fetting, Jochen Hein, Ruprecht von Kaufmann, Yongchul Kim und Günter Zachariasen in ihren Stuttgarter Räumen.

Rainer Fetting, Pelikan
Rainer Fetting, Pelikan 2020, Acryl auf Leinwand, 110 x 150 cm Courtesy Galerie Thomas Fuchs

Rainer Fetting wurde mit seiner expressiv-figurativen Malerei Ende der 70er / Anfang der 80er als einer der wichtigsten Protagonisten der sogenannten "Jungen Wilden" international bekannt. Der kreative Anspruch des Künstlers, Grenzen zu überschreiten, mit Konventionen zu brechen und allgemein angestammte Pfade zu verlassen, zeigt sich bis heute.

Rainer Fetting, Grüner Kitesurfer
Rainer Fetting, Grüner Kitesurfer 2020, Acryl auf Leinwand, 100 x 140 cm Courtesy Galerie Thomas Fuchs

Rainer Fetting blickt mittlerweile auf eine Karriere von mehr als vier Jahrzehnten zurück. Auch wenn sich in seinen Werken wiederkehrende Motive ausmachen lassen, so gelingt es Fetting immer, neue malerische Wege zu gehen und seine Frische und Kreativität beizubehalten. Dabei inspirieren den Künstler vor allem die Orte, an denen er sich selbst gerne und oft aufhält, sei es Berlin, Sylt oder New York. In vielen seiner aktuellen Arbeiten hält er die enorme Dynamik der erlebten Umwelt mit einem ausdrucksstarken Pinselduktus und seinem Gespür für Farben fest.

Thole Rotermund Kunsthandel

  • 20. bis 25. Mai 2021
  • Koppel 38
    20099 Hamburg

Das Ziel der art KARLSRUHE selections, ein „Konzentrat des Messegeschehens“ zu zeigen, trifft auch auf die Auswahl des Thole Rotermund Kunsthandels zu. Als Spezialist für Papierarbeiten des deutschen Expressionismus und der Klassischen Moderne, möchten sie den Fokus auf einige wenige, besonders typische Handzeichnungen, auch in „mixed-media“ Technik und herausragende Druckgraphik legen. Es werden Werke der Künstler Max Pechstein, Lyonel Feininger, Alexej von Jawlensky, Markus Lüpertz und Eduard Bargheer präsentiert.

Markus Lüpertz,
Markus Lüpertz, "Dithyrambe", 1964, Öl, Gouache und Dispersionsfarbe mit Collage auf unregelmäßig gerissenem geknitterten Papier, 86,5 × 58 cm, Foto: Thole Rotermund Kunsthandel

Der Kunsthandel stell bewusst auch eine Arbeit von Markus Lüpertz in den Fokus, dessen Kunst in gewisser Weise an die Maximen der Klassischen Moderne anknüpft, indem er sich vehement für die Freiheit der Malerei einsetzt. Auf der art KARLSRUHE immer stark vertreten, möchten der Thole Rotermund Kunsthandel den gerade 80 gewordenen deutschen Ausnahmekünstler hochleben lassen und seine fulminante Papiercollage „Dithyrambe“ aus der gleichnamigen Serie der 1960er Jahre vorstellen. Scheinbar aus der Zeit gefallen, wirkt die Arbeit vor allem durch ihre unveränderliche Aura und Suggestivkraft – Form, Farbe und Medium werden in einem kreativen Schöpfungsakt zelebriert.

Hermann Max Pechstein,
Hermann Max Pechstein, "Die Woge", 1943, Tempera und Tuschpinsel in Braun auf Karton, 50,1 × 69,8 cm, Foto: Thole Rotermund Kunsthandel

Max Pechstein verdeutlicht etwa in seiner temperamentvollen, brechenden „Woge“ von 1943, dass kaum ein anderes Medium die künstlerische Idee so unmittelbar erleben läßt, wie das Papier! In seiner geradezu „radikal“ auf das Element Wasser fokussierten Zeichnung bringt er die Magie der Wellen und die Urkraft des Meeres hervorragend zu Papier.

Galerie Überlingen

  • 16. Mai bis 12. Juni 2021
  • Hochbildstr. 22a
    88662 Überlingen

Mit einer Auswahl von Arbeiten des Künstlers Ralf Bittner wäre die Galerie Überlingen auf der art KARLSRUHE 2021 vertreten gewesen. Es sind neue Arbeiten der Jahre 2020/21, die ihre Strahlkraft aus reinen Pigmenten aus der Farbmühle, auszudrücken vermögen.

Ralf Bittner, o.T., 2021, Alkydharz/ Pigment auf Holz, 60 x 110 cm
Ralf Bittner, o.T., 2021, Alkydharz/ Pigment auf Holz, 60 x 110 cm, Foto: Galerie Überlingen

«Farbe steht im Zentrum meiner Arbeiten. Farbe ist sinnlich, Farbe ist Emotion. Also Kombinationen schaffen. Kontrapunkte. Farbsummen. Spazieren in der Wärme eines Rot, blauer Weite. Flächen lebendig gestalten, ins Strahlen bringen, vibrieren lassen. Sinnliche Körper, gewachsen und selbstverständlich. Mühelos. Also frei.»


Ralf Bittner

Uhlig Gallery

  • Ausstellung: 20. Mai bis 20. Juni 2021
  • Vernissage: 20. bis 23. Mai 2021
  • Uhlig Gallery
    Volckmarstr. 5
    04317 Leipzig
  • Uhlig Gallery PopUp Frankfurt @ 3 Rooms
    Egenolffstr. 30
    60316 Frankfurt a.M.

Anlässlich der art KARLSRUHE selections eröffnet die Uhlig Gallery zur gleichen Zeit und gemeinsam mit 3Rooms, den PopUp Space in Frankfurt am Main in Form einer Doppelausstellung Leipzig/Frankfurt. Die Ausstellung zeigt Künstler, die sich hauptsächlich mit Post-Urban-Art beschäftigen und sich von ihrem ursprünglichen Medium, der Spraydose, gelöst und auf ihre eigene Weise entwickelt haben.

Christoph Rode, situationsbedingte Komiken, 120cm x 110cm, Öl auf Leinwand
Christoph Rode, situationsbedingte Komiken, 120cm x 110cm, Öl auf Leinwand, Foto: Uhlig Gallery

Die Künstler haben alle gleichermaßen ihre ersten künstlerischen Wege im städtischen Raum eingeschlagen. Darauf aufbauend entwickelten sie sich in verschiedene Richtungen. Es ist der Uhlig Gallery ein wichtiges Anliegen, diese Stile der posturbanen Kunst einem interessierten Publikum vorzustellen.

Tobias Stutz, Casestudyhouse Nr. 22 II, 120x160cm, Öl auf Leinwand
Tobias Stutz, Casestudyhouse Nr. 22 II, 120x160cm, Öl auf Leinwand, Foto: Uhlig Gallery

Die Uhlig Gallery zeigt moderne Malerei folgender junger Künstler: Christoph Rode, Christian KERA Hinz, Nico Sawatzki und Tobias Stutz.

Die Arbeiten sind jeweils eine einzigartige Interpretation von Innen- und Außenräumen und Landschaften. Jeder der Künstler, ob er bildlich oder abstrakt malt, erforscht natürliche und künstliche Elemente mit seiner ganz eigenen scharfsinnigen Signatur.

Galerie Valentien

  • bis 12. Juni 2021
  • Gellertstraße 6, 70184 Stuttgart

Die Ausstellung COME BACK STUTTGART zeigt Künstlerinnen und Künstler, deren Gemeinsamkeit die Herkunft aus Stuttgart und Baden-Württemberg ist, sowie der Umstand, dass sie ihrer „Heimat“ früher oder später den Rücken gekehrt und ihre künstlerischen Karrieren an anderen Orten aufgebaut haben.

Einige sind irgendwann wieder zurückgekehrt, während andere jede Bezugnahme auf ihre Herkunft vermeiden. Ganz entkommen kann seiner Herkunft jedoch wohl kaum jemand. Sie begegnet den Künstlern zum Beispiel im Klischee vom fleißigen, geizigen, zielstrebigen, erfinderischen oder störrischen Schwaben, als positives oder negatives Vorurteil. Welche Rolle der schwäbische Hintergrund für die Haltung und das Selbstverständnis der Künstler spielt, auf welche Weise die Herkunft in die künstlerische Produktion einfließt, soll hier zur Diskussion gestellt werden.

Katharina Hinsberg, Lacunae, 2017, Tusche auf Papier, ausgeschnitten
Katharina Hinsberg, Lacunae, 2017, Tusche auf Papier, ausgeschnitten, Foto: Galerie Valentien

Die gezeigten Arbeiten reichen von Malerei und Skulptur über Fotografie bis zu Konzeptkunst. Die formale und inhaltliche Diversität der Exponate macht deutlich, dass es in diesem Ausstellungs- und Forschungsprojekt nicht darum geht, etwas singulär Verbindendes zu finden, sondern vielmehr darum, der Komplexität des Themas „Herkunft“ Raum zu geben. Neben der analogen Präsentation in der Galerie, eröffnen Interviews und Gespräche mit den Künstlerinnen und Künstlern vielfältige Perspektiven auf die „Heimat“.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Come Back Stuttgart, Galerie Valentien, Ausstellungsansicht

Come Back Stuttgart, Ausstellungsansicht. Vorne: Erik Andersen, Handschlag, 2020. Hinten: Judith Hopf, untiteld (Birne, klein), 2019; Wall 5, 2019 und Wall 3, 2019

Come Back Stuttgart, Galerie Valentien, Ausstellungsansicht

Come Back Stuttgart, Ausstellungsansicht. Vorne: Klaus Weber, Brick Shoes. Mitte: Klaus Weber, Clock Rock (volcano), 2019. Hinten: Matthias Megyeri, Crinkle Crankle by Sweet Dreams Security, 2021; Annette Kelm, Travertinsäulen Recyclingpark Neckartal, 2019

Vijion Art Gallery

  • 15. Mai bis 12. Juni 2021
  • Pontives 26
    I- 39046 St. Ulrich (BZ, Italien)

In der Ausstellung „Harmonie des Gleichgewichts“, die in der Vijion Art Gallery im Rahmen der Art KARLSRUHE selections stattfindet, zeigen die Künstler Elisa Alberti, Mirijam Heiler, Flavio Senoner und Egon Digon ihre inhaltlich wunderbar ergänzenden künstlerischen Positionen.

Mirijam Heiler,
Mirijam Heiler, "On a cloudy day", 2020, Öl auf Leinwand, 185 x 74 cm, Foto: Vijion Art Gallery

Die Tautologie „Harmonie des Gleichgewichts“, ist ein grundlegender Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens von Elisa Alberti, Mirijam Heiler, Flavio Senoner und Egon Digon; vier Künstler, die ihre Werke aus der Anordnung und Verschiebung von geometrischen Formen und Linien entstehen lassen. Dabei ist ihnen die Intensivierung der Struktur zu einem Ritual geworden. Aus diesem bewusst angestrebten rhythmischen Stil haben sich Gedankenklarheiten entfaltet, die tiefen Berührungspunkte der Wahrnehmung aufleben lassen. Durch die Wiederholung entsteht eine Verdichtung der Aussage.

Flavio Senone, Untitled 30, 2015, burned wood plaster, 40,5 x 40,5 x 6 cm
Flavio Senone, Untitled 30, 2015, burned wood plaster, 40,5 x 40,5 x 6 cm, Foto: Vijion Art Gallery

Mirijam Heiler und Flavio Senoner verbindet das scheinbare Einfache, Geordnete und Klare. Die Beschränkung der Mittel und die radikale Reduktion fördert die Konzentration auf die Essenz der Dinge. In ihren Werken entstehen aus Linien und Formen filigrane Raumgefüge, die von Rhythmus, Sequenzen und Überschneidungen gekennzeichnet sind. Das Puristische und Neutrale kommt hier zum Ausdruck. Dabei schenken sie der Wiederholung eine hohe Bedeutung zu, einer Wiederholung ins scheinbare Unendliche. Die aufeinanderfolgenden Formen können als ewiger Kreislauf gedeutet werden.

Elisa Alberti, Without Title, 2019, Acryl on wooden panel, 24 x 18 x 3 cm
Elisa Alberti, Without Title, 2019, Acryl on wooden panel, 24 x 18 x 3 cm, Foto: Vijion Art Gallery

Die Künstler Elisa Alberti und Egon Digon widmen sich in ihrem künstlerischen Schaffen der Formen- und Linienfindung. Der geraden Linie verleihen sie Bewegung und Leichtigkeit. Es entstehen Spannungsfelder, zwischen divergierenden und konvergierenden Formen.

Alberti’s Praxis widmet sich konsequent der Repetition von Linien und Formen in einem übergeordnetem System. Dabei strebt sie keine vollkomme identische Wiederholung an, sondern sucht die Variation eines stets Ähnlichen.Ihre Werke sind formal asketisch, rein, schweigend, in sich ruhend; ein Schleier vor einer transzendenten Wirklichkeit. Sie sind eine visuelle Meditation, wissend um den Blick des Betrachters. Der Blick versinkt im Zwischenspiel der einzelnen Elemente eines Bildes und folgt den zueinander kommunizierenden Formen. Alberti’s Kunst wirkt anziehend, erhaben und elegant.

Egon Digon,
Egon Digon, "Kräftemessen der Elemente", 2020, carwed wood, 44 x 43 cm, Foto: Vijion Art Gallery

Egon Digons Kunstwerke starten von der Verformung des Geometrischen. Dabei verarbeitet er das harte Material Holz und verfremdet es seiner Eigenschaft. Den starren Linien entnimmt er jede Härte und wandelt sie in spannungsgeladene Formen. Durch Dynamik der Komposition wird Energie und Lebendigkeit freigegeben. Diese Ambivalenz zwischen Geordnetem und das sich dazu Krümmende führt zu einer Destabilisierung der Wahrnehmung. Die Kunstwerke bieten ein Ausweichen in freie Dimensionen des Denkens und öffnen einen Zugang zu neuen Sichtweisen.

Galerie Von & Von

  • bis 30. Mai 2021
  • Lorenzer Straße 31, 90402 Nürnberg

Miriam Vlaming gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der sogenannten Neuen Leipziger Schule, wobei in ihrem Œuvre der figurative Aspekt und die Natur gleichberechtigt erscheinen. In Düsseldorf geboren, studierte sie an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arno Rink, absolvierte 1999 ihr Studium mit Prädikat und wurde im Anschluss seine Meisterschülerin.

Miriam Vlamings geheimnisvolle Bilderwelt bewegt sich in einem symbiotischen Spannungsfeld von Mensch und Natur. Dabei bricht die Malerin in ihren großformatigen, in Eitempera gemalten, Bildern die Grenzen zwischen Vergangenheit und Realität auf und erzeugt durch schemenhafte Überlagerungen, die durch das Auf- und Abtragen der Farbe entstehen, eine stimmige Koexistenz vermeintlicher Gegensätze. „Es sind die Brüche und Widersprüche, die mich interessieren… der Moment, nachdem oder bevor etwas passiert ist, …nicht die große Historie.“ Miriam Vlaming gibt dem Betrachter mit ihren an alte Fotografien erinnernde Bilder, deren Motive vage bleiben und sich einer klaren Deutung entziehen, Rätsel auf. Die vielschichtigen Lasuren lassen erahnen, was sich subjektiv nicht fassen lässt. Miriam Vlamings Bilder changieren zwischen Figuration und Abstraktion, Form und Auflösung. Einzelne Farbinseln und vieldeutige visuelle Elemente und Bildinhalte eröffnen dem Rezipienten der Bilder eigene Perspektiven und Interpretationsmöglichkeiten. Die Bilder entziehen sich einer festgelegten Leseart und Deutung. Miriam Vlaming fungiert als eine „visuelle Anthropologin“ (Susanne Altmann), die mit vielen Methaphern spielt und einen berührenden Bilderkosmos schafft.

Ihre Werke sind in bedeutenden öffentlichen Sammlungen und Museen vertreten, darunter im Von der Heydt - Museum in Wuppertal, im Museum der Bildenden Künste in Leipzig, der ALTANA Kulturstiftung, der Kunstsammlung der Deutschen Bundesbank, Berlin oder der Unternehmenssammlung Robert Bosch GmbH, Stuttgart.

Galerieansicht Miriam Vlaming Foto: Galerie Von & Von
Galerieansicht Miriam Vlaming Foto: Galerie Von & Von

Galerie Werner Wohlhüter

  • 21. März bis 30. Mai 2021
  • Kreuzstr. 12
    88637 Leibertingen-Thalheim

Bis Sonntag, 30. Mai 2021 zeigt die Galerie Werner Wohlhüter im Rahmen der art KARLSRUHE selections Arbeiten des Bildhauers Jörg Bach, der im Jahr 2019 den Wilhelm-Loth-Skulpturenpreis gewann, und des Malers Gerhard Langenfeld. Die beiden Künstler hätten auch im Jahr 2021 auf der art KARLSRUHE vorgestellt werden sollen. Gefördert wird diese Ausstellung durch NEU START KULTUR und STIFTUNG KUNSTFONDS.

Ausstellungsansicht Jörg Bach
Ausstellungsansicht Jörg Bach, Foto: Galerie Werner Wohlhüter

In vielfältigen Variationen dekliniert Jörg Bach die Idee der Verschlingung, Beugung und Schichtung in seinen Arbeiten. So entstehen monumentale oder kleine, geschwungene Wandarbeiten ebenso wie kompakte, freistehende Plastiken. Diese sind in sich geschlossen oder weit in den Raum greifend mit lackierten, polierten oder rohen Oberflächen. Ausgangspunkt für das genauere Erforschen oder Erfinden einer Form ist oftmals das Abreiben der Flächenkontur einer Plastik mittels der Frottage Technik. (Zitat aus „Die suchende Arbeitsweise Jörg Bachs“ von Gabriele Bauer M.A.)

Zu sehen sind in der Ausstellung überwiegend neue, zum Teil monumentale Plastiken aus der Serie HÖHLENBLÖCKE, neben Reliefs und Frottagen aus der Serie NEULAND.

Gerhard Langenfeld, O.T.WV Lw 52, 2020
Gerhard Langenfeld, O.T.WV Lw 52, 2020, Foto: Galerie Werner Wohlhüter

„Schwarz ist die schönste Farbe überhaupt.“ Wenn Gerhard Langenfeld das mit Überzeugung sagt und er die letzten Jahre ausschließlich schwarze Bilder gemalt hat, dann waren diese also für ihn, wenn nicht bunt, so doch farbig. Die über mehrere Jahre laufende Reihe ‚Schwarzproben‘, etwa aus Furnaceruß, Ultramarinblau und Disoxazinviolett, zeigen: In jedem Schwarz ist Farbe! Es ist ein entschiedener, aber sinnfälliger Schritt, die Farben, die dem Schwarz beigemischt sind, nun an den Bildrändern ‚ungeschwärzt‘ zu benutzen. (Zitat aus „Der Rahmen gehört zum Bild!“ von Otfried Käppeler)

Gezeigt werden Arbeiten, die weniger die bildumfassende Monochromie thematisieren, sondern vielmehr eine fein aufeinander abgestimmte Gegenüberstellung zentraler, schwarzer Bildflächen und stark farbiger Randzonen im Bild aufzeigen.