Skulpturenplatz

Der Loth-Skulpturenpreis 2020 ging an den Künstler Gary Schlingheider und die Galerie Burster.
Der Loth-Skulpturenpreis 2020 ging an den Künstler Gary Schlingheider und die Galerie Burster.

Freiräume für das Dreidimensionale

Vor knapp zwei Jahrzehnten hatte Ewald Karl Schrade, der Kurator der art KARLSRUHE, die Skulpturenplätze erfunden und sie großzügig zwischen den Ständen der Aussteller eingeplant, so dass beim Rundgang durch die Kojen-Landschaft immer wieder Freiräume auftauchen und zugleich plastische Überraschungen.

Portrait Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE

Natürlich ist es für Aussteller einfacher, mit Bildern zur Messe zu kommen, mit der sogenannten Flachware. Die oft tonnenschweren, raumgreifenden Skulpturen erfordern einen viel größeren Aufwand. Gleichwohl bin ich froh, dass wir alljährlich zeigen können, was sich im Dreidimensionalen entwickelt. Und es ist ja auch so, dass diese unverwechselbaren Skulpturenplätze in den vier Messehallen besondere Akzente setzen, meine Idee einer anregenden Parklandschaft aufs Schönste in die Architektur tragen. Dafür bekommen wir viel Lob, und so wollen wir in Karlsruhe der Skulptur treu bleiben.


Ewald Karl Schrade, Kurator der art KARLSRUHE

Die Skulpturenplätze der art KARLSRUHE 2022

Auf den 24 Skulpturenplätzen der art KARLSRUHE 2022 werden zeitgenössische Klassiker wie Walter Moroder (Galerie Albert Baumgarten) oder Markus Lüpertz (Galerie Breckner) vertreten sein, aber auch weithin bekannte Bildhauer wie Ottmar Hörl (Galerie Friese), Wulf Kirschner (Galerie van der Koelen), Herbert Mehler (Galerie Tammen) und Reiner Seliger (Galerie Schloß Mochenthal). Auch starke Positionen der jüngeren Generation, darunter Dana Meyer (Galerie Rothamel) oder Stefan Rohrer (Galerie Scheffel), sind vorgesehen. „Von der konkreten Kunst über Handschriften, die von der Konzept-Art geprägt sind, bis zur figürlichen Plastik – wir erwarten auch auf den Skulpturenplätze eine große Vielfalt“, kommentiert Ewald Karl Schrade.

Skulpturengarten

Skulpturengarten 2020 im Atrium der Messe Karlsruhe
Skulpturengarten 2020 im Atrium der Messe Karlsruhe
Der Skulpturengarten, der ausschließlich Außenskulpturen gewidmet ist, wird von der vollack Gruppe ermöglicht.
Der Skulpturengarten, der ausschließlich Außenskulpturen gewidmet ist, wird von der vollack Gruppe ermöglicht.

Die Karlsruher Vollack Gruppe – Experten für methodische Planung, den Bau sowie für die Revitalisierung nachhaltiger, energieeffizienter Gebäude – mit bundesweit mehreren Standorten ermöglicht als Sponsor den Skulpturengarten und gibt damit dem eigenen Engagement im Bereich Kunst + Kultur weitere Strahlkraft. So rückt das Dreidimensionale erneut in den Fokus der art KARLSRUHE und ergänzt das gezeigte Programm.

Kunstprojekt "Karlsruher Multiple" - Natur und Kultur verbindet

Darüber hinaus wurde das Kunstprojekt „Karlsruhe Multiple“, das von der Vollack Gruppe initiiert wurde und mit dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und der Majolika Manufaktur umgesetzt wird, im Skulpturengarten der art KARLSRUHE präsentiert.

Das 2018 ins Leben gerufene Projekt soll Kultur und Natur verbinden und zeigen, wie diese positiv zusammenwirken und ist so im Umfeld des begrünten Atriums der Messe Karlsruhe bestens platziert. Gestartet mit einer Elefanten-Skulptur der Künstlerin Anna Dorothea Klug (2018) über einen Roten Panda des Künstlers Daniel Wagenblast (2019), hat das Karlsruhe Multiple 2020 mit einem Pinguin von Künstler Klaus Gutowski eine weitere bedrohte Tierart thematisiert.

Wiederum wurde das Tier von einem namhaften Künstler gestaltet, in einer limitierten Auflage als serielles Kunstobjekt aufgelegt und als große Plastik für den Zoo realisiert. Bei der art KARLSRUHE wurde das Karlsruhe Multiple 2020 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und nahm so ebenfalls seinen Platz im Skulpturengarten der art KARLSRUHE ein.

Loth-Skulpturenpreis

Zur 15. Ausgabe der art KARLSRUHE wurde erstmals der beste Skulpturenplatz mit dem mit 20.000 € dotierten Loth-Skulpturenpreis der art KARLSRUHE – gesponsert von der L-Bank ausgezeichnet.

„Ich war überaus glücklich, dass es die L-Bank, die Staatsbank für Baden-Württemberg, vor wenigen Jahren möglich gemacht hat, den mit 20 000 Euro dotierten Loth-Skulpturenpreis zu vergeben“, sagt Ewald Karl Schrade. Der Kurator der art KARLSRUHE, dem das Dreidimensionale in der Kunst schon immer eine Herzensangelegenheit ist, freut sich insbesondere für die Bildhauer und ihre auf der Messe ausstellenden Galerien. Denn dank dieser Auszeichnung wird seit 2018 die Leistung anerkannt, oft tonnenschwere Werke nach Karlsruhe zu transportieren und in den Messehallen zu zeigen.

  • 2020
    Die dritte Ausgabe des Loth-Skulpturenpreis wurde Gary Schlingheider und der Galerie Burster aus Berlin verliehen.
  • 2019
    Der zweite Loth-Skulpturenpreis ging an den Künstler Jörg Bach und den Galeristen Werner Wohlhüter.
  • 2018
    Der Preis ging an die Künstlerin Joana Vasconcelos und den Galeristen Christian K. Scheffel.

Am Samstag, 19. Februar 2022, 15 Uhr, Halle 3, soll die nächste Loth-Preisvergabe stattfinden. Sie erinnert an einen der bedeutenden deutschen Bildhauer, an Wilhelm Loth, 1920 geboren, 1993 gestorben. Der Bildhauer, ein leidenschaftlicher Verehrer des Weiblichen, lebenslang der Schönheit auf der Spur, lehrte von 1958 an, rund drei Jahrzehnte lang, an der Karlsruher Kunstakademie und regte dank seiner figurativen Plastiken viele Künstler der folgenden Generation an.