Loth-Skulpturenpreis der art KARLSRUHE

art Karlsruhe Preisverleihung Loth-Skulpturenpreis
Verleihung des Loth-Skulpturenpreises auf der art KARLSRUHE 2020 (v.l.n.r.): Ewald Karl Schrade (Kurator), Britta Wirtz (Messechefin), Alexander Heil (Nachlassverwaltung Wilhelm Loth, Karlsruhe), Rita Burster (Galerie Burster, Berlin), Künstler Gary Schlingheider

Zum dritten Mal wurde auf der art KARLSRUHE der Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank vergeben

Als der Kurator der art KARLSRUHE, Ewald Karl Schrade, im Zuge seines Gesamtkonzeptes für die 2004 gestartete Messe auch die vielbeachteten Skulpturenplätze initiierte, war die Begeisterung bei Ausstellern und Besuchern groß. Die zehn mal zehn Meter großen Zonen, ausschließlich der dreidimensionalen Kunst gewidmet, brachten raumgebende Situationen in die hohen, lichtdurchfluteten Hallen und schafften Plätze der Kontemplation zwischen den Messekojen. Von Beginn an erforderten diese raumgreifenden Kunstwerke, welche stets den Dialog mit der Architektur suchen, einen erheblichen logistischen Aufwand.

Um das Engagement der Galeristen und Bildhauer zu würdigen, die alljährlich diese Skulpturen nach Karlsruhe bringen, wurde 2018 der Loth-Skulpturenpreis, der von der L-Bank gesponsert wird, gegründet. Benannt ist der Preis nach dem Karlsruher Akademieprofessor Wilhelm Loth (1920 bis 1993). Eine kompetent besetzte Jury, in der auch 2020 erneut Museumsdirektoren vertreten sind, begutachtet sämtliche Installationen – und hat bereits 2018 mit Joana Vasconcelos (Galerie Scheffel, Bad Homburg) und 2019 mit Jörg Bach (Galerie Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim) wiederholt eine überzeugende Wahl getroffen.

Dass der Loth-Skulpturenpreis stets reichlich Aufmerksamkeit erzeugt, hat zweifellos auch damit zu tun, dass er stattlich dotiert erscheint. Die L-Bank stellt erneut 20.000 Euro Preisgeld zur Verfügung, das gleichermaßen dem Künstler und Galeristen zugutekommt.

Verleihung: Freitag, 14. Februar 2020, 17 Uhr, im ARTIMA art Forum in der dm-arena

Preisträger 2020: Galeristin Rita Burster und Künstler Gary Schlingheider

Preisträger des Loth-Skulpturenpreises 2020 Gary Schlingheider
Preisträger des Loth-Skulpturenpreises 2020 Gary Schlingheider (Galerie Burster)

Mit dem Preis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisträger des dritten Loth-Skulpturenpreises sind die Galeristin Rita Burster (Galerie Burster, Berlin) und der Künstler Gary Schlingheider.

Die Fachjury begründete ihre Wahl wie folgt: „Die Jury schätzt die Leichtigkeit und Frische von Gary Schlingheiders raumbestimmenden und -definierenden farbigen Stahlelementen. Spielerisch, aber dennoch ernsthaft, öffnen und umgrenzen Schlingheiders Skulpturen Innen- und Außenräume. Sie geben dem Betrachter die Möglichkeit, sich mittels seiner Phantasie selbst neue Räume und Raumwirkungen zu erschließen. Baukastengleich können die Stabelemente an anderem Ort in unterschiedlichen Längen, Winkeln und Farben zu neuen Skulpturen gefügt werden. Dies macht es dem Künstler möglich, auf unterschiedlichste Räume einzugehen. Dabei hilft ihm ein Modellkasten mit farbigen Miniaturteilen bei seiner Skulptur-Raum-Planung. Die noch junge Galerie Burster, Berlin/Karlsruhe, hat mit viel Mut für Neues und hohem materiellem Engagement der Messe einen Kunstgenuss ermöglicht, für den wir uns alle bedanken"

Der Namensgeber Wilhelm Loth

Der Skulpturenpreis ist nach dem Künstler Wilhelm Loth (1920 – 1993) benannt. 1958 wurde er als Leiter einer Bildhauerklasse an die Kunstakademie in Karlsruhe berufen, an der er seit 1960 als Professor bis zu seiner Emeritierung 1986 wirkte. Der Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens Wilhelm Loths lag stets auf Plastiken. Hierbei verwendete er Bronze, Neusilber und Aluminium als Materialien. Der zentrale künstlerische Aspekt, um den sein Werk kreiste, ist die Darstellung des weiblichen Körpers.

Die Fachjury 2020

  • Dr. Pia Dornacher, Leitung Museum Lothar Fischer, Neumarkt / Opf,
  • Alexander Heil , Nachlassverwaltung Wilhelm Loth, Karlsruhe
  • Johan Holten , Direktor der Kunsthalle Mannheim
  • Prof. Dr. Peter Weibel, Direktor des ZKM - Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe

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