Loth-Skulpturenpreis der art KARLSRUHE

art Karlsruhe Preisverleihung Loth-Skulpturenpreis
Verleihung des Loth-Skulpturenpreises auf der art KARLSRUHE 2019 (v.l.n.r.): Alexander Heil (Nachlassverwaltung Wilhelm Loth, Karlsruhe), Britta Wirtz (Messechefin), Ewald Karl Schrade (Kurator), Cordula Bräuninger (Pressesprecherin der L-Bank), Künstler Jörg Bach, Gerlinde und Werner Wohlhüter (Galerie Werner Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim).

Zum dritten Mal wird auf der art KARLSRUHE der Loth-Skulpturenpreis – gesponsert von der L-Bank vergeben

Als der Kurator der art KARLSRUHE, Ewald Karl Schrade, im Zuge seines Gesamtkonzeptes für die 2004 gestartete Messe auch die vielbeachteten Skulpturenplätze initiierte, war die Begeisterung bei Ausstellern und Besuchern groß. Die zehn mal zehn Meter großen Zonen, ausschließlich der dreidimensionalen Kunst gewidmet, brachten raumgebende Situationen in die hohen, lichtdurchfluteten Hallen und schafften Plätze der Kontemplation zwischen den Messekojen. Von Beginn an erforderten diese raumgreifenden Kunstwerke, welche stets den Dialog mit der Architektur suchen, einen erheblichen logistischen Aufwand.

Um das Engagement der Galeristen und Bildhauer zu würdigen, die alljährlich diese Skulpturen nach Karlsruhe bringen, wurde 2018 der Loth-Skulpturenpreis, der von der L-Bank gesponsert wird, gegründet. Benannt ist der Preis nach dem Karlsruher Akademieprofessor Wilhelm Loth (1920 bis 1993). Eine kompetent besetzte Jury, in der auch 2020 erneut Museumsdirektoren vertreten sind, begutachtet sämtliche Installationen – und hat bereits 2018 mit Joana Vasconcelos (Galerie Scheffel, Bad Homburg) und 2019 mit Jörg Bach (Galerie Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim) wiederholt eine überzeugende Wahl getroffen.

Dass der Loth-Skulpturenpreis stets reichlich Aufmerksamkeit erzeugt, hat zweifellos auch damit zu tun, dass er stattlich dotiert erscheint. Die L-Bank stellt erneut 20.000 Euro Preisgeld zur Verfügung, das gleichermaßen dem Künstler und Galeristen zugutekommt.

Verleihung: Freitag, 14. Februar 2020, 17 Uhr, im ARTIMA art Forum in der dm-arena

Preisträger 2019: Galerist Werner Wohlhüter und Künstler Jörg Bach

Preisträger des Loth-Skulpturenpreises 2019 Jörg Bach
Preisträger des Loth-Skulpturenpreises der art KARLSRUHE 2019: Jörg Bach (Galerie Wohlhüter)

Mit dem Preis werden die Galerie und der Künstler gleichermaßen ausgezeichnet. Die Preisträger des zweiten Loth-Skulpturenpreises sind der Galerist Werner Wohlhüter (Galerie Werner Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim) und der Künstler Jörg Bach.

Die Fachjury begründete ihre Wahl wie folgt: „Aus einem vielgestaltigen Aufgebot an Skulpturenplätzen von teils höchster Qualität hat die Jury einstimmig das Werk und die Präsentation des Bildhauers Jörg Bach (*1964) ausgewählt, vertreten von der Galerie Werner Wohlhüter. Dieser Skulpturenplatz überzeugt durch eine raumgreifende und präzise Setzung. Die zentrale großformatige Skulptur „Neuland“ von 2017 steht mit ihrem Volumen im spannungsreichen Kontrast zu den Plastiken kleineren Formats. Sichtbarkeit der Metallbearbeitung an der Oberfläche lassen das Werk lebendig werden. Die Materialität des Objekts, seine räumliche Dimension und die Spuren künstlerischer Arbeit bestimmen so die Skulpturen gleichermaßen. Das Wechselspiel zwischen innen und außen sowie die dynamische Masse der Stahlplastik zeichnen die Arbeit von Jörg Bach aus. Seit 1994 widmet sich die Galerie Wohlhüter besonders der Präsentation von Skulpturen. Dies wird mit der Preisvergabe ebenfalls gewürdigt. Wir gratulieren zur Auszeichnung mit dem 2. Loth-Preis für den besten Skulpturenplatz der art KARLSRUHE.“

Der Namensgeber Wilhelm Loth

Der Skulpturenpreis ist nach dem Künstler Wilhelm Loth (1920 – 1993) benannt. 1958 wurde er als Leiter einer Bildhauerklasse an die Kunstakademie in Karlsruhe berufen, an der er seit 1960 als Professor bis zu seiner Emeritierung 1986 wirkte. Der Schwerpunkt des künstlerischen Schaffens Wilhelm Loths lag stets auf Plastiken. Hierbei verwendete er Bronze, Neusilber und Aluminium als Materialien. Der zentrale künstlerische Aspekt, um den sein Werk kreiste, ist die Darstellung des weiblichen Körpers.

Die Fachjury

Die Fachjury besteht aus:
Dr. Sebastian Baden, Kunsthalle Mannheim, Kurator zeitgenössische Kunst / Skulptur / Neue Medien,
Dr. Pia Dornacher, Leitung Museum Lothar Fischer, Neumarkt / Opf,
Alexander Heil , Nachlassverwaltung Wilhelm Loth, Karlsruhe und
Dr. Marlene Lauter , Leiterin Museum im Kulturspeicher, Würzburg

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