Gegenwartskunst & Contemporary Art 21

Gegenwartskunst & Contemporary Art 21 - Skulpturenplatz von art affairs
Gegenwartskunst & Contemporary Art 21 - Skulpturenplatz von art affairs

Mit “ContemporaryArt 21” ist auf der art KARLSRUHE die Halle 4/dm-arena überschrieben; aber natürlich sind zeitgenössische Werke auch in den anderen Hallen zu finden. Auf welche Künstler und Stilrichtungen trifft man hier?

Armin Mueller-Stahl vor seinen Aquarellen
Armin Mueller-Stahl vor seinen Aquarellen

Ab Ende des 20. Jahrhunderts entsteht durch die zunehmende weltweite Vernetzung eine Kunst mit Anspruch auf globale Zeitgenossenschaft ohne Grenzen. Internationale Kunstmessen und weltweite Biennalen haben die Wende zur globalen Ära vollzogen. Auf ihnen präsentieren Galeristen oder Kuratoren internationale und regionale Gegenwartskunst an jeweils neuen Standorten für ein kunst-affines Publikum.

Diese Kunst wird nicht mehr als „modern“ bezeichnet, da dieser Begriff durch die Klassische Moderne und Postmoderne belegt ist. Es ist also kein Zufall, dass sowohl in der Benennung von Museen als auch in den Katalogen von Messen und Biennalen der Begriff "modern" durch "zeitgenössisch" abgelöst wird.

Viele Kunstmarktteilnehmer verstehen unter zeitgenössischer Kunst auch, dass sie von Zeitgenossen gemacht wird – dabei ist sicher nicht ausschlaggebend, ob der jeweilige Künstler noch lebt, wenn er als zeitgenössisch, auf die aktuelle Zeit reflektierend, empfunden wird.

Den Übergang von Postmoderne zur Gegenwartskunst kennzeichneten Kunstrichtungen wie die Pop Art, Aktionskunst wie Fluxus und Happening, Land Art oder Minimal Art. Die Neuen Wilden oder auch die Bewegung Zero folgten.

Mit dem Begriff „zeitgenössische Kunst“ oder auch „Gegenwartskunst“ ist keine Aussage zu Konzept, künstlerischem Stil, Technik, Form sowie Zugehörigkeit zu einer künstlerischen Strömung, Bewegung bzw. Gruppe verbunden. Zeitgenössische Kunst kann Malerei sein, aber auch in einer Form vorliegen, die sich erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten etabliert hat, wie die Videokunst, die Performance oder auch die Konzeptkunst.

Ein wichtiger Meilenstein für die Gegenwartskunst war die documenta 5 im Jahr 1972. Geleitet durch den 2005 verstorbenen Kurator Harald Szeemann war sie kein Reigen von Bildern mehr, sondern Bühne für künstlerische Prozesse, ein Dialog fremder und tradierter Kunstformen unter Einbeziehung „paralleler Bildwelten“ wie Werbung und Design.

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