Allianz von Stadt und Land: der art KARLSRUHE-Preis 2022

Preisvergabe: Samstag, 19. Februar 2022, 11 Uhr, im ARTIMA art Forum in der Halle 3

Wenn der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, in Sachen art KARLSRUHE-Preis befragt wird, dann betont er gerne die weitreichende Bedeutung der Kunstmesse. Die Auszeichnung, eine Allianz von Land und Stadt, dotiert mit einem Ankaufsetat in Höhe von 15.000 Euro, würdigt seit 2008 einerseits die beste One-Artist-Show, andererseits dient sie dem fortwährenden Ausbau der art KARLSRUHE-Collection.

Jahr für Jahr kommt eine Jury aus Museumsleuten und Kunstkritikern zusammen, um aus der Vielzahl der Einzelausstellungen auf der Messe eine Präsentation auszuwählen und auch Arbeiten für die von der Städtischen Galerie in Karlsruhe betreute Sammlung zu erwerben. So ist es für zahlreiche Aussteller der art KARLSRUHE attraktiv eine One-Artist-Show zu zeigen. Auf mindestens 25 Quadratmetern Standfläche ausgebreitet besteht die Möglichkeit, einen besseren Einblick ins Werk einzelner Künstler zu gewähren. Auch 2022 stellen manche Galeristen gleich mehrere Künstler in diesem Format vor.

Unter den bisherigen Preisträgern sind Künstler und Galeristen wie Tatjana Doll (Galerie Klaus Gerrit Friese, Berlin), Julius Grünewald (Galerie Karlheinz Meyer, Karlsruhe), Alfonso Hüppi (Galerie Reinhold Maas, Reutlingen), Sarah McRae Morton (Galerie Anja Knoess, Köln) und Claude Wall (Galerie Angelo Falzone, Mannheim) zu finden. Zum Zehnjährigen des art KARLSRUHE-Preises wurde erstmals im Rahmen einer Sonderschau auf der Messe gezeigt, was die Jury prämiert hat.

Preisträger 2020: Galerie König und Künstlerin Annette Kelm

Kirsten Eggers, Direktorin der König Galerie in Berlin nahm den Preis stellvertretend entgegen
Kirsten Eggers, Direktorin der König Galerie in Berlin nahm den Preis stellvertretend entgegen

Zur Auswahl der Preisträger kommentiert die Fachjury:

Frau Dr. Baumstark Städtische Galerie Karlsruhe
Frau Dr. Baumstark, Städtische Galerie Karlsruhe

"Einzelne Details und kleine formale Irritationen führen über die unmittelbare Anschauung hinaus und öffnen den Blick für historische oder gesellschaftliche Zusammenhänge, die die eigentliche semantische Matrix der Aufnahmen bilden. So verweist etwa die Serie ‚Travertinsäulen, Recyclingpark Neckartal‘ (2019) auf die NS-Zeit und ein Bauvorhaben des späteren Rüstungsministers Albert Speer, während Arbeiten wie ‚20 Deutsche Mark‘ (2019) an mögliche Risse im Sozialgefüge der Bundesrepublik Deutschland denken lassen."

Bisherige Preisträger

  • 2019 Myriam Holme Galerie Bernhard Knaus Fine Art, Frankfurt am Main
  • 2018 Sarah McRae Morton Galerie Anja Knoess, Köln
  • 2017 Neringa Vasiliauskaite Galerie Smudajescheck, München
  • 2016 Werner Schmidt Galerie Wohlhüter, Leibertingen-Thalheim
  • 2015 Alfonso Hüppi Galerie Reinhold Maas, Reutlingen
  • 2014 Jessica Buhlmann Galerie Anja Rumig, Stuttgart
  • 2013 Claude Wall Galerie Angelo Falzone, Mannheim
  • 2012 Tatjana Doll Galerie Klaus Gerrit Friese, Stuttgart
  • 2011 Jens Hanke Galerie Hunchentoot, Berlin
  • 2010 Julius Grünewald Galerie Karlheinz Meyer, Karlsruhe
  • 2009 Thomas Müller Galerie Michael Sturm, Stuttgart
  • 2008 Reto Boller Galerie Mueller-Roth, Stuttgart

Jury 2020

Die Jury für den art KARLSRUHE Preis wird jährlich berufen und setzt sich aus leitenden Vertretern von Kulturinstitutionen, Journalisten, Künstlern und Politik zusammen.

  • Dr. Brigitte Baumstark, Direktorin Städtische Galerie Karlsruhe
  • Dorothee Baer-Bogenschütz, Journalistin
  • Anja Casser, Leiterin des Badischen Kunstvereins Karlsruhe e.V
  • Dr. Michael Hübl, Journalist
  • Prof. Dr. Pia Müller-Tamm, Direktorin Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
  • Prof. Werner Pokorny, Künstler
  • Michael Sieber, Staatssekretär a. D.