Pressemitteilungen

2026-07-14
3. Benefiz-Kunstauktion der Freunde und Förderer der art karlsruhe erzielt über 60.000 € für den guten Zweck.

Erlös mit doppelter Wirkung

48 Werke renommierter Galerien der art karlsruhe kamen mit einem Startgebot von 100 € unter den Hammer. Der Erlös wird wie angekündigt hälftig geteilt: 50 Prozent gehen an die beteiligten Künstlerinnen und Künstler und 50 Prozent an die Deutsche DepressionsLiga e. V., die sich bundesweit für Aufklärung und Entstigmatisierung von Depression einsetzt.

Ute Drescher, die stellvertretende Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Depressionsliga e.V., lobte am Abend das Engagement der Kunst für die Vereinsarbeit: „Die Depression ist eine nicht sichtbare Krankheit – sie kann Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen treffen. Umso wichtiger ist es, offen darüber zu sprechen und Vorurteile abzubauen. Wir danken allen, die mit ihrem Gebot dazu beitragen, dass Betroffene nicht allein bleiben.“

Hochkarätige Positionen, starke Resonanz

Zu den besonderen Höhepunkten des Abends zählten die Werke von Harding Meyer und Fahar Al-Salih sowie von Frieder Kühner, Andrea Esswein, Christine Crozat, Klaus Fußmann, André Wendland und dem LBBW academy art award Preisträger Felix Wagner.

Durch den Abend führte erneut Kristian Jarmuschek als Auktionator. Mit Fachkenntnis, Humor und persönlicher Einordnung sorgte er für eine lebendige, zugleich konzentrierte Atmosphäre. Er resümiert: „Die Atmosphäre im Konzerthaus war außergewöhnlich, es war eine spürbare Dynamik im Saal. Mein besonderer Dank gilt unseren Galerien, die diese Auktion mit der Qualität und Auswahl ihrer Arbeiten möglich gemacht haben.“

Kunst erleben – und mit nach Hause nehmen

„Die Benefiz Kunstauktion zeigt, wie Kunst Menschen verbindet und zugleich konkrete Unterstützung ermöglicht“, betont Britta Wirtz, Vorstandsvorsitzende der Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. „Dass wir mit diesem Abend sowohl Künstlerinnen und Künstler fördern als auch ein wichtiges gesellschaftliches Thema sichtbar machen, freut uns sehr.“

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Über die Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V.

Die Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. engagieren sich seit 2023 für die beständige Förderung von Kunst und Kultur im Umfeld der art karlsruhe. Durch Museumsankäufe, Benefizveranstaltungen und Vermittlungsformate stärken sie das kulturelle Profil der Region und die öffentliche Zugänglichkeit von Kunst.

Weitere Informationen unter: Weitere Informationen: art-karlsruhe.de, facebook.com/artkarlsruhe, instagram.com/art_karlsruhe, art-karlsruhe.de/linkedin.

2026-06-30
3. Benefiz-Kunstauktion der Freunde und Förderer der art karlsruhe e.V. unterstützt die Deutsche DepressionsLiga e. V.

Karlsruhe, 30.06.2026 – Am Freitag, den 10. Juli 2026, laden die Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. zur dritten Benefiz-Kunstauktion ins Konzerthaus Karlsruhe ein. Ab 17:30 Uhr können die Werke vor Ort besichtigt werden, um 19:00 Uhr beginnt die Auktion. Rund 50 ausgewählte Arbeiten renommierter Galerien der art karlsruhe kommen mit einem Startgebot von jeweils 100 Euro unter den Hammer.

In diesem Jahr unterstützt die Auktion die Deutsche DepressionsLiga e. V., eine bundesweit aktive Patientenvertretung für an Depression erkrankte Menschen und ihre Angehörigen. 50 Prozent des Erlöses gehen an die Organisation, 50 Prozent direkt an die beteiligten Künstlerinnen und Künstler – als Zeichen der Wertschätzung für ihr Engagement.

Auktionskatalog jetzt online – Bieterkarten erhältlich

Wer schon vorab einen Blick auf die zu versteigernden Werke werfen möchte, kann ab sofort den Auktionskatalog online nutzen. Auch Eintrittsticket und Bieterkarte können hier online erworben werden.

Versteigert wird eine exklusive Auswahl zeitgenössischer Arbeiten nationaler und internationaler Künstler und Künstlerinnen.

Vertreten sind unter anderen Stefan Jeske (PAW), Andrea Esswein (mianki.Gallery), Christine Crozat (Eric Mouchet), Klaus Fußmann (Kunsthandel Hubertus Hoffschild) und Fahar Al-Salih (Yvonne Hohner), dessen viel beachtete Präsentation The Cage kürzlich in der Stadtkirche Karlsruhe zu sehen war.

Max Giermann, der Schauspieler und Komiker, liefert eine Arbeit ein und Felix Wagner, Preisträger des ersten LBBW academy art award vertritt zusammen mit Leandro Cultraro (Lauffer), André Wendland (Better go South) und Julia Firmbach den vielversprechenden Nachwuchs aus dem Bereich academy:square der art karlsruhe.

Kunst ersteigern. Erleben. Gutes tun.

Die Benefiz-Kunstauktion ist ein Abend voller Energie und Emotionen. Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Beirats der art karlsruhe und Auktionator des Abends schafft mit seinen kenntnisreichen Einordnungen, persönlichen Anekdoten und kurzweiligen Informationen zu den einzelnen Positionen eine mitreißende Atmosphäre, qualitätsvolle Kunst unmittelbar zu erwerben. Mit etwas Glück kann das eigene neue Lieblingswerk noch am selben Abend mit nach Hause genommen werden.

So verbindet die Benefiz-Kunstauktion auf besondere Weise Freude am Sammeln mit dem guten Gefühl, zugleich etwas Sinnstiftendes zu bewirken.

Über die Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V.

Die Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. wurden im April 2023 gegründet. Ziel des Vereins ist die nachhaltige Förderung von Kunst und Kultur im Umfeld der jährlich stattfindenden art karlsruhe.

Durch die finanzielle Unterstützung von Museumsankäufen herausragender Werke sowie durch gezieltes kulturelles Engagement trägt der Verein dazu bei, Kunst öffentlich zugänglich zu machen und das kulturelle Profil der Region weiter zu stärken.

Als engagiertes Netzwerk von Kunstinteressierten bieten die Freunde und Förderer exklusive Einblicke und besondere Zugänge zur Kunstwelt der art karlsruhe.

Benefiz-Kunstauktion der Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. zugunsten Deutsche DepressionsLiga e. V.

• Vorbesichtigung der Werke: 18:00 Uhr

• Auktionsbeginn: 19:00 Uhr

• Auktionskatalog online entdecken: Jetzt hier einsehbar

• Noch kein Ticket? Schnell über den Ticketshop sichern!

• Konzerthaus Karlsruhe, Festplatz 9, Karlsruhe

Weitere Informationen zur Mitgliedschaft und zum Engagement des Vereins unter:

art-karlsruhe.de/freundeskreis

Weitere Informationen: art-karlsruhe.de, facebook.com/artkarlsruhe, instagram.com/art_karlsruhe, art-karlsruhe.de/linkedin.

Julia Fehrenbach

+49 151 58954022

Julia.fehrenbach@messe-karlsruhe.de

2026-02-08
art karlsruhe 2026 positioniert sich klar im Kunstmarkt
Messe Karlsruhe / Carlotta Roob
Messe Karlsruhe / Carlotta Roob

„Der art karlsruhe gelingt es verlässlich rund 50.000 Kunstbegeisterte jährlich in den Messehallen, aber auch zunehmend in den Kunsträumen der Stadt, zu versammeln“, sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. „Es ist ein starkes Signal, wenn Direktorinnen und Direktoren, Sammler und private Mäzene aus insgesamt 30 Ländern gezielt nach Karlsruhe kommen, offen für Gespräche, für Entdeckungen, für Austausch. Das ist im aktuellen Marktumfeld keine Selbstverständlichkeit, sondern Ausdruck einer gewachsenen Relevanz.“

Für alle spürbar war, wie die in den vergangenen Jahren entwickelten Formate unter dem Leitungsteam Olga Blaß und Kristian Jarmuschek, Wirksamkeit entfaltet und den Charakter der Messe geschärft haben.

Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner
Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

„Sammeln als Selbstverständlichkeit“

„Sammeln als Selbstverständlichkeit“ – unter diesem Titel beschrieb der Tagesspiegel aus Berlin treffend die besondere Atmosphäre der art karlsruhe 2026. Dabei spielt der Standort im Dreiländereck Deutschland–Frankreich–Schweiz eine wesentliche Rolle. Die Verbindung von kultureller Dichte, guter Erreichbarkeit und wirtschaftlicher Stabilität schafft entscheidende Rahmenbedingungen und zieht eine engagierte Sammlerschaft an.

Bereits am Previewtag verzeichneten viele der 180 Galerien gute Verkäufe an langjährige Sammler, vielfach aber auch an neue Käuferinnen und Käufer. „Am ersten Tag hatten wir bereits relevante Verkäufe. Das Interesse ist hoch, die Besucherinnen und Besucher sind offen und gut vorbereitet. Die Gespräche ergeben sich schnell und erfreulich viele Käufer sind neue Kontakte für unsere Galerie“, so Galerist Mario Mauroner aus Salzburg.

Große Aufmerksamkeit erhielten die re:discover-Positionen. Werke von Künstlerinnen und Künstlern, wie z. Bsp. Vera Mercer, Knopp Ferro und Eri Hahn, wurden stark nachgefragt. Die für die art karlsruhe charakteristisch hochwertig besetzte Klassische Moderne und Nachkriegskunst trifft auf das richtige Publikum. Die Galerien Samuelis Baumgarte, Schlichtenmaier, Thole Rotermund, Schrade/Schloss Mochental, Eric Mouchet, Fuchs, Sina Stockebrand, Ludorff, Benden&Ackermann, Hagemeier und viele weitere ziehen eine positive Verkaufsbilanz. Besonders erfreulich: Zahlreiche institutionelle Einkäufe und Anbahnungen für Ausstellungen sprechen für Wirksamkeit weit über den Moment der Messe hinaus.

Messe Karlsruhe / Carlotta Roob
Collectors Dinner 2026 / Messe Karlsruhe / Carlotta Roob

Collectors Dinner – Raum für Qualität im Gespräch

Das einzigartige Collectors Dinner versammelte rund 700 geladene Gäste aus Galerien, Sammlungen, Institutionen und Medien in der für den Abend eindrucksvoll inszenierten dm-arena. Die entspannte Atmosphäre mit gehobener Kulinarik wurde vielfach als Ort der echten Begegnung gelobt. „Es war der richtige Rahmen, um gemeinsam über Inhalte zu sprechen und wertvolle Kontakte zu vertiefen“, so Kristian Jarmuschek. „Dieser Abend steht für das, was die art karlsruhe auszeichnet: Dialog, Wertschätzung und Verbindlichkeit.“

Halle 3: Forum Karlsruhe – LBBW academy:square award erstmals verliehen

In Halle 3 – dem Forum Karlsruhe – zeigte sich in besonderer Weise die enge Verbindung von Messe, Stadtgesellschaft und institutionellen Akteuren. Präsentationen zentraler Karlsruher Institutionen wie dem ZKM, der UNESCO City of Media Arts sowie die diesjährigen Sonderausstellungen der Messe bildeten den Rahmen und erreichten in diesem Jahr ein neues Qualitätsniveau, so die einhellige Resonanz von Besuchenden und Galerien. Mit inhaltlicher Tiefe, kuratorischer Sorgfalt und künstlerischer Stärke überzeugten die Präsentationen der städtischen Partner. Die Beiträge von der Sammlungspräsentation der LBBW (Digital Traces) über die Ausstellung Farbe, Form, Fabelwesen zu Rolf Behm, bis hin zur Pop-Art-Auswahl der Sammlung Kohlrusch und dem Nachwuchsformat academy:square – bewiesen eindrucksvoll, wie gut kuratorisches Feingefühl und gelungene Vermittlung ineinandergreifen können. Projektleiterin Olga Blaß: „Wir sehen, dass sich unsere Handschrift in kurzer Zeit verfestigt hat. Die Formate entwickeln sich kontinuierlich, Impulse werden gesetzt und führen zu neuen Kooperationen. Bestes Beispiel: der erstmals vergebene LBBW academy:square award, ein starker Baustein zur Förderung junger Kunst, wie auch der ARTIMA Förderpreis, der in diesem Jahr an Marlon Lanziner ging. Die art karlsruhe zeigt, welche Strahlkraft Kunst für Gesellschaft und Wirtschaft entfalten kann.“

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Messe Karlsruhe / Jürgen Rösner

Kunst als Resonanzraum – Relevanz über den Markt hinaus

Ob in den Hallen oder in der Stadt: Der offene Dialog, die Neugier und das Miteinander, das sich während der art karlsruhe entfalten, schaffen Räume, in denen Kunst ihre gesellschaftliche Kraft entfaltet und Menschen miteinander verbindet. Auch für das Land Baden-Württemberg nimmt die Messe eine besondere Rolle ein. Arne Braun, Staatssekretär für Wissenschaft, Forschung und Kunst, betont anlässlich der Verleihung des art karlsruhe Preises von Stadt und Land Baden-Württemberg den überregionalen Stellenwert: Die art karlsruhe sei für ihn persönlich international führend – nicht nur, weil sie im Land verwurzelt sei, sondern auch, weil sie junge Talente gezielt fördere und Raum für neue Denkansätze eröffne. Sie sei, so Braun, „ein einziger großer, inspirierender Denkraum.“ Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup: „Kunst ist nicht ‚nice to have‘. Wir müssen die Gesellschaft mit Kunst und Kultur begeistern. Denn, dass wir hier auf der art karlsruhe, gemeinsam mit Menschen, die wir nicht persönlich kennen, friedlich zusammenstehen und uns austauschen, zeigt unsere Idee des Zusammenlebens und ist ein starkes Zeichen.“

Auch außerhalb des Messegeländes belebte Kunst die Stadt. Die Lange Nacht der Galerien, Kunstrauschen, Performances im öffentlichen Raum sowie Formate wie die After art Party boten Möglichkeiten zur Begegnung.

2026-02-07
Loth Skulpturenpreis, gestiftet von der L-Bank, geht an Stahlbildhauer Robert Schad und die Galerie Schlichtenmaier

Bereits zum achten Mal wurde in diesem Jahr der Loth Skulpturenpreis auf der art karlsruhe verliehen – gestiftet von der L-Bank. Die mit 20.000 Euro hochdotierte Auszeichnung geht zu gleichen Teilen an den gebürtigen Ravensburger Stahlbildhauer Robert Schad und an die ihn vertretende Galerie Schlichtenmaier. Überreicht wurde der Preis im festlichen Rahmen am Freitagabend auf der Messe, Kay Kromeier von der Galerie Schlichtenmaier nahm die Auszeichnung entgegen. In seiner Laudatio begründete Jurysprecher Alexander Heil, Nachlassverwalter sowie Neffe von Wilhelm Loth, die Wahl wie folgt: „In seiner Karlsruher Zusammenstellung ist es dem Künstler erneut gelungen, die Bewegungsdiagramme ‚schwerer Leichtigkeit‘ von sechs doch so unterschiedlichen Skulpturen fantasievoll zu einer schlüssigen Komposition in ein interagierendes Ensemble zusammenzufassen. Die Jury hat Robert Schad den Preis für das Jahr 2026 mehrheitlich zuerkannt, nicht zuletzt im Hinblick auf das Lebensgesamtwerk.“

An den ersten Messetagen wurden auf der art karlsruhe 2026 gleich drei Auszeichnungen vergeben und sie zeigen deutlich, wie künstlerische Qualität heute gedacht und gewürdigt wird. Der art karlsruhe Preis für die beste one:artist show der Messe ging an Shanee Roe und die KORNFELD Galerie. Erstmals 2026 wurde der LBBW academy:square award verliehen, der die überzeugendste academy:square Position auszeichnet, und an Felix Wagner ging, Absolvent der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Skulpturen von Robert Schad, Galerie Schlichtenmaier (Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner)

Von Linie zu Raum: Robert Schad erhält Loth Skulpturenpreis 2026

Mit dem Loth Skulpturenpreis, gestiftet von der L-Bank, wird eine besondere Einzelposition im Bereich Skulptur hervorgehoben, inklusive der Galerie, die sie sichtbar macht. In diesem Jahr schlägt der Preis zugleich den Bogen zurück zu Wilhelm Loth, einem der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts, denn Robert Schad studierte bei ihm an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe zwischen 1974 und 1980. Die Linie ist das wichtigste Element von Robert Schads Kunstwerken, die er einmal als „Chiffren seiner eigenen körperlichen Befindlichkeit“ bezeichnete. Entsprechend dienen seine Zeichnungen nicht der Vorbereitung einer Skulptur, sondern sind eigenständige Kunstwerke, die ebenso mit dem Raum interagieren, wie seine filigranen Stahlarbeiten, die dennoch Raumlinie sind und einen energetisch aufgeladenen Raum aufspannen. Die fragilen Gebilde aus gerostetem Cortenstahl haben eine große haptische Qualität. Sie stellen sich im Raum der Schwerkraft entgegen und reizen zur Überprüfung der Naturgesetze. Sie beinhalten ein tänzerisches Element, das die Wirkung der Kunstwerke ausmacht. Denn trotz der Schwere des Materials wirken sie in ihrer Höhen- oder Breitenausdehnung leicht, fast schwerelos.

Freddy Kornfeld von KORNFELD Galerie (Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner)

Shanee Roe und KORNFELD Galerie erhalten art karlsruhe Preis

Der art karlsruhe Preis 2026 geht an die Künstlerin Shanee Roe, vertreten durch die KORNFELD Galerie aus Berlin. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird gemeinsam von der Stadt Karlsruhe und dem Land Baden-Württemberg vergeben und ist mit dem Ankauf eines Werks für die art karlsruhe Collection der Städtischen Galerie Karlsruhe verbunden.

Galerist Freddy Kornfeld nahm den Preis im Rahmen der Eröffnung der art karlsruhe entgegen. Jury-Sprecherin Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseum Karlsruhe, würdigte die Künstlerin: „Shanee Roe zählt zu den markanten Stimmen einer Malerei, die den menschlichen Körper als emotionalen und psychischen Erfahrungsraum begreift. Gerade diese Bildwelt im rohen Ton und im ausschließlichen Jetzt emotionaler Intensität hat uns als Jury besonders beeindruckt.“

Felix Wagner erhält den LBBW academy:square award 2026 (Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner)

LBBW academy:square award erstmals verliehen

Auf dem academy:square präsentieren sich seit 2024 ausgewählte Künstlerinnen und Künstler der Baden-Württembergischen Kunsthochschulen – neben arrivierten Positionen stehen so auch Nachwuchstalente im Fokus der art karlsruhe. Erstmals wurde in diesem Rahmen der von der Bank geförderte LBBW academy:square award verliehen. Die Auszeichnung wurde bereits am Mittwoch von Sarah Haberkorn, Leiterin der Sammlung LBBW, und Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Beirats der art karlsruhe, überreicht. Über einen Ankauf für die renommierte Sammlung der LBBW kann sich Felix Wagner freuen, der seit 2018 in der Klasse Prof. Ackermann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe studiert. „Felix Wagner verbindet eigene Kindheitserinnerungen mit dem kollektiven Gedächtnis. Seine Arbeit ,broken use‘ zeigt verschiedene Facetten des menschlichen Seins bis zur rohen Gewalt“, so die Begründung der Jury, die Kristian Jarmuschek anlässlich der Preisverleihung vortrug. Stefanie Münz, Vorständin für Finanzen und Operations der LBBW, bezeichnete den academy:square als eine „wunderbare Möglichkeit für die jungen Künstler, sich zu zeigen“ und unterstreicht damit die Relevanz der neuen Plattform als Sprungbrett für künstlerische Karrieren.

Weitere Informationen: art-karlsruhe.de, facebook.com/artkarlsruhe, instagram.com/art_karlsruhe, art-karlsruhe.de/linkedin

2026-02-06
art karlsruhe 2026 eröffnet

Mit einem erfolgreichen Previewtag am Mittwoch und der festlichen Eröffnung am Donnerstag ist die art karlsruhe 2026 überzeugend gestartet. Schon am ersten Messetag zeichnete sich eine starke, positive Rückmeldung ab - von Galerien, Gästen und wichtigen Akteuren der Kunst- und Kulturwelt. Die Qualität des Publikums sei hoch, Verkäufe zahlreich und Gespräche intensiv. Zahlreiche wichtige Sammler aus dem In- und Ausland sowie Kuratorinnen und Kuratoren namhafter kultureller Institutionen aus Karlsruhe und der Region besuchten die Messe am ersten Tag.

Diese positive Resonanz schlägt sich auch in der Gesamtwahrnehmung der Messe nieder: Die sorgfältig kuratierten Ausstellungen, die gewachsene Internationalität und die hohe Aufenthaltsqualität überzeugen Besuchende wie Aussteller. Ausstellen lohnt sich, so der Tenor vieler Galerien, die bereits am ersten Tag gute Verkäufe melden konnten.

Arne Braun, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW, Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Dr. Tilman Treusch, Direktor der Galerie KORNFELD, Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseum Karlsruhe, Galerist Freddy Kornfeld, Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe (v.l.n.r.). Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Shanee Roe und Galerie KORNFELD erhalten art karlsruhe Preis

Messechefin Britta Wirtz eröffnete die diesjährige Ausgabe der art karlsruhe gemeinsam mit Arne Braun, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Olga Blass, Projektleiterin der art karlsruhe und Kristian Jarmuschek, dem Beiratsvorsitzenden der Messe. Höhepunkt der Eröffnung war die Verleihung des art karlsruhe Preises an die Künstlerin Shanee Roe, vertreten durch die Galerie KORNFELD aus Berlin. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird gemeinschaftlich von der Stadt Karlsruhe und dem Land Baden-Württemberg gestiftet. Mit dem Preis verbunden ist der Ankauf eines Werkes für die art karlsruhe Collection des Kunstmuseum Karlsruhe. Galerist Freddy Kornfeld nahm die Auszeichnung entgegen – überreicht von Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseum Karlsruhe.

Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

„Shanee Roe zählt zu den markanten Stimmen einer Malerei, die den menschlichen Körper als emotionalen und psychischen Erfahrungsraum begreift. Das Figurative erscheint bei ihr nicht als bloße Abbildung, sondern als existenzielle Setzung. Der Körper wird zum Ort innerer Bewegungen, an dem sich Intimität, Unsicherheit und Ironie zu einer Bildsprache verdichten, die unmittelbar wirkt und zugleich vielschichtig bleibt. Gerade diese Bildwelt im rohen Ton und im ausschließlichen Jetzt emotionaler Intensität hat uns als Jury besonders beeindruckt“, begründete Jury-Sprecherin Stefanie Patruno die Entscheidung im Namen der gesamten Jury. „Im Zentrum ihres Werks stehen zwischenmenschliche Beziehungen in ihrer Fragilität. Ihre Figuren suchen Annäherung, doch Gesten bleiben unvollendet, Nähe erscheint als Sehnsucht im Spannungsfeld von Begehren und Abwehr. Diese Offenheit des Nicht-Gelingens verleiht den Bildern ihre emotionale Kraft.“

Sarah Haberkorn, Leiterin der Sammlung LBBW, Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, Preisträger Felix Wagner, Stefanie Münz, Mitglied im Vorstand der LBBW und Kristian Jarmuschek, Beiratsvorsitzender der art karlsruhe (v.l.n.r.). Credit: Messe Karlsuhe/Jürgen Rösner

Felix Wagner mit LBBW academy:square award ausgezeichnet

Erstmals in diesem Jahr wurde der LBBW academy:square award verliehen. Die Auszeichnung ging an Felix Wagner, Absolvent der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe. Die Preisverleihung fand im Beisein von Britta Wirtz, Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz, Stefanie Münz, Mitglied des Vorstands der LBBW, Sarah Haberkorn, Leiterin der Sammlung LBBW, Olga Blass und Kristian Jarmuschek statt - ein klares Zeichen für die Wertschätzung und Unterstützung dieses Nachwuchsformats. Die Werke Wagners werden für die renommierte Sammlung der LBBW erworben.

Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Seine Arbeit überzeugt durch eine sensible Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum, dessen klangliche und visuelle Qualitäten er in installative Formate übersetzt. Klanginstallationen, Fotografie und Objekte verbinden sich: etwa ein deformierter Kaugummiautomat oder alte Bildschirme, zu einer eindringlichen künstlerischen Sprache zwischen Geräusch und Erinnerung. Mit der 2024 gestarteten Sonderausstellung academy:square gibt die art karlsruhe gemeinsam mit der LBBW verheißungsvollen Absolventinnen und Absolventen der drei baden-württembergischen Kunsthochschulen (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) eine eigene Bühne.

Vollständige Galerienliste: art-karlsruhe.de/galerienliste

Weitere Informationen: art-karlsruhe.de, facebook.com/artkarlsruhe, instagram.com/art_karlsruhe, art-karlsruhe.de/linkedin

2026-02-02
Digitale Pressemappe zur art karlsruhe 2026

Aus Gründen der Nachhaltigkeit setzen wir bei der art karlsruhe 2026 auf digitale Pressematerialien. Auf dieser Seite finden Sie die digitale Pressemappe der art karlsruhe 2026.

2026-01-28
art karlsruhe 2026: Die Highlights auf einen Blick
Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Vom 5. bis 8. Februar 2026 öffnet die art karlsruhe ihre Tore mit rund 180 Galerien aus 18 Ländern, einem starken kuratorischen Fokus und klaren Impulsen für den heutigen Kunstmarkt. Einen besonderen Stellenwert nimmt der Dialog zwischen Geschichte und Gegenwart ein. Von Ernst Ludwig Kirchner bis Mary-Audrey Ramirez, von Joan Miró bis zur interaktiven KI-Installation: die art karlsruhe präsentiert 125 Jahre Kunstgeschichte in einem offenen Forum. „Unser Galerienfeld ist klar auf Qualität ausgerichtet. Der hochqualitative Stamm an Galerien, der seit vielen Jahren dabei ist, wird mehr und mehr ergänzt durch Neuzugänge und Wiederkehrer. Zudem wächst das Interesse ausländischer Galerien stark“, sagt Kristian Jarmuschek, Beiratsvorsitzender der art karlsruhe. „Das ist für mich das beste Signal: Die Messe funktioniert, für Galerien, für Besucher und für den Markt.“

Den offiziellen Auftakt der art karlsruhe bildet das art:opening am 5. Februar um 14:30 Uhr in Halle 3 mit Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Arne Braun, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Messechefin Britta Wirtz und dem Leitungsduo der art karlsruhe: Olga Blaß und Kristian Jarmuschek. Im Zentrum steht die Verleihung des art karlsruhe Preises, vergeben vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis zeichnet die überzeugendste one:artist show aus und würdigt das künstlerische Schaffen Einzelner sowie das Engagement der präsentierenden Galerie. Jede one:artist show der Messe ist automatisch für den art karlsruhe Preis nominiert. Das ausgewählte Werk wird vom Kunstmuseum Karlsruhe für die art karlsruhe Sammlung angekauft.

Katharina Schnitzler_Wetterleuchten_Projektraumkunst

Skulpturen prägen das Messebild

Die Skulptur ist von Anbeginn ein prägendes Element der art karlsruhe und auch 2026 bleibt sie das Signaturmedium der Messe. In den Hallen 1, 2 und 4 laden 18 großzügige Skulpturenplätze dazu ein, Werke unterschiedlichster Materialien und Ausdrucksformen zu entdecken. Die Galerie mianki präsentiert Katharina Schnitzlers Projekt STOFF: IM WIND auf ihrem Skulpturenplatz (Halle 1 / H1/C15). Die Künstlerin verarbeitet historische Stoffe wie Honanseide, Samt und Leinen und setzt sie der Natur aus. Sonne, Wind und Erde zeichnen Spuren auf die Textilien, die so Patina, Narben und neue Schönheit gewinnen. Auf dem Skulpturenplatz hängen sieben bis neun großformatige Stoffarbeiten im Raum und bewegen sich im Luftzug. Ein nahezu gegensätzlicher Eindruck entsteht auf dem Skulpturenplatz von Elisa Manig (Galerie Jarmuschek + Partner, Berlin; Halle 2 / H2/F04): Shakles besteht aus zwei rund fünf Meter langen Strängen aus gebogenen und gekanteten schwarzen Stahlelementen mit brünierter Oberfläche. Die Elemente sind auf Schwerlastgurte aufgefädelt, hängen parallel von der Decke herab, wiegen jeweils rund 40 Kilogramm und enden auf einem Hügel aus Kies und Geröll.

Messe Karlsruhe/Carlotta Roob

Ergänzt werden die Skulpturenplätze durch ausgewählte Skulpturenspots in den Messeumläufen, präsentiert unter anderem von KORNFELD (Berlin), ASPN (Leipzig) und Claeys (Freiburg). Mit dem mit 20.000 Euro hochdotierten Loth Skulpturenpreis, gestiftet von der L Bank, würdigt die art karlsruhe 2026 erneut eine herausragende skulpturale Präsentation und unterstreicht damit ihren Anspruch, der dreidimensionalen Kunst nicht nur Raum, sondern auch Öffentlichkeit und Relevanz zu geben.

Kunst sammeln – Formate für neue Zugänge

Ein zentrales Anliegen bleibt der Zugang zum Kunstsammeln. „Wir möchten neue Sammlerinnen und Sammler ansprechen, mit klaren, gut kuratierten Einstiegsformaten“, sagt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe. „Kunst zu sammeln, beginnt mit Neugier. Und endet oft mit einem besonderen Gefühl: der Freude, etwas Bleibendes gefunden zu haben.“ Mit dem start:block, der fokussierte Werkvorschläge zum Einstieg präsentiert, dem paper:square, der sich der Vielfalt des Mediums Papier widmet, und dem academy:square, der Absolvierende baden-württembergischer Kunsthochschulen sichtbar macht, setzt die Messe konkrete Anreize für eine neue Sammlergeneration. Höhepunkt dieses Engagements: der erstmals vergebene LBBW academy:square award, der die überzeugendste academy:square Position auszeichnet und eines der gezeigten Werke für die renommierte Sammlung der LBBW ankauft.

Detel Aurand_Tulipan_Galerie Claeys

re:discover und re:frame: Kunst sichtbar machen

Mit den Formaten re:discover und re:frame will die art karlsruhe gezielt blinde Flecken des Kunstmarkts schließen. Sie geben unterbrochenen Künstlerbiografien sowie künstlerischen Nachlässen eine Bühne. Vera Mercer, Kevin Clarke, Detel Aurand oder Oliver Braig sind nur einige der Positionen, die 2026 im Fokus stehen und die es sich wiederzuentdecken lohnt. re:frame zeigt beispielhaft, wie Nachlassarbeit aktiv und sichtbar gestaltet werden kann: Etwa durch das Schaulager Adlmannstein oder den Nachlass des 2024 verstorbenen Karlsruher Künstlers Andreas Lau.

Kuratierte Sonderausstellungen mit Tiefgang

Ein zentrales Element sind auch 2026 die Sonderausstellungen der art karlsruhe:

Die LBBW zeigt unter dem Titel „Digital Traces“ Positionen zur digitalen Gegenwart, von Isa Genzken bis Avery Gia Sophie Schramm. Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseums Karlsruhe, würdigt mit einer von ihr kuratierten Ausstellung das Werk des international renommierten Karlsruher Künstlers Rolf Behm. Die Sammlung Dietmar Kohlrusch bringt zentrale Werke der Pop Art, darunter Warhol, Haring, Lichtenstein, erstmals öffentlich nach Karlsruhe.

Rahmenprogramm: Orientierung, Austausch und viele gute Fragen

Auch 2026 bietet die art karlsruhe ein umfangreiches Rahmenprogramm. Täglich finden geführte Rundgänge mit ausgebildeten Kunsthistorikerinnen und -historikern statt, darunter Touren zu aktuellen Tendenzen, den kuratierten Sonderschauen, ausgewählten Highlights oder ein „Wegweiser für den Einstieg“ ins Kunstsammeln. Auf mehreren Bühnen bietet die Messe zudem Raum für Fachgespräche: Das ARTIMA art meeting widmet sich aktuellen Fragen rund um das Sammeln in der Gegenwart. Gäste wie Christiane Lange (Staatsgalerie Stuttgart) und Frédéric Bußmann (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe) geben Einblick, wie Museen heute sammeln und vor welchen Herausforderungen sie dabei stehen. Thomas Rusche beschreibt in seinem Panel, wie man durch das Sammeln von Kunst reich und glücklich wird. Weitere Talks thematisieren Künstlermarketing, Künstliche Intelligenz und den Nachwuchszugang zum Markt. SWR Kultur lädt ebenfalls täglich zu Messetalks ein, und im Format von Monopol sprechen Fachleute über Positionen, Perspektiven und persönliche Erfahrungen.

Veranstaltungen in der Stadt während der Messe

Auch über die Messehallen hinaus entfaltet sich die art karlsruhe. „Die art karlsruhe ist mehr als ein Marktplatz der Kunst, auch wenn sie genau das im besten Sinne ist: ein Ort, an dem sich Angebot und Nachfrage in besonderer Weise treffen“, sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. „Sie verbindet Verkaufsplattform, Dialograum und Ort der Inspiration und macht die Freude am Kunstkauf ebenso spürbar wie die lebendige Verbindung zur Stadt. Ich freue mich auch in diesem Jahr wieder auf Tausende Besucherinnen und Besucher aus ganz Deutschland und aus dem Ausland, die nach Karlsruhe kommen und Kunst nicht nur bei uns auf der Messe, sondern auch bei großartigen Veranstaltungen in der ganzen Stadt erleben.“

Messe Karlsruhe/Carlotta Roob

Die Eröffnungsparty im Hallenbau im Foyer des ZKM am 5. Februar bringt Galerien, Institutionen und Kunstinteressierte zusammen. Am 6. Februar folgt Kunstrauschen, die Lange Nacht der Projekträume, die mit über 20 teilnehmenden Offspaces zeigt, wie vielfältig die Karlsruher Kunstszene ist. Abends steigt die After art Party im Nachtwerk mit einem internationalen DJ-Line-up rund um Move D, André Galluzzi und Shahrokh Dini. Am Samstag, 7. Februar, lädt die gallery night zum abendlichen Rundgang durch Karlsruher Galerien, mit Afterglow im Hirschof. Ein kostenloser Shuttle bringt Besucherinnen von der Messe direkt in die Stadt.

Vollständige Galerienliste: art-karlsruhe.de/galerienliste

Weitere Informationen: art-karlsruhe.de, facebook.com/artkarlsruhe, instagram.com/art_karlsruhe, art-karlsruhe.de/linkedin

2026-01-23
art karlsruhe 2026: Kunst entdecken, sammeln, erleben – neue Impulse für eine neue Sammlergeneration

Gezeigt werden künstlerische Positionen aus 120 Jahren Kunstgeschichte – von der Klassischen Moderne über zeitgenössische Strömungen bis hin zu Arbeiten aufstrebender Talente.

Ein besonderes Augenmerk legt die art karlsruhe auf neue Einstiege ins Kunstsammeln, durch kuratierte Sonderflächen, verständliche Empfehlungen und Formate mit echtem Mehrwert für junge Sammlerinnen und Sammler. „Es uns geht darum, die Begeisterung für Kunst zu teilen und Besucherinnen und Besucher zu inspirieren, sich Kunst mit Freude auch ins eigene Zuhause zu holen“, sagt Olga Blaß, Projektleiterin der Messe.

paper:square – Papierarbeiten: Vielfalt und Qualität

Der paper:square widmet sich ganz dem künstlerischen Medium Papier. Ein idealer Einstiegspunkt für Sammlerinnen und Sammler und ein Ort für alle, die dieses Material in seinen vielfältigen Ausdrucksformen schätzen. Ausgewählte Galerien präsentieren Werke, die mit, auf oder aus Papier entstanden sind: von Zeichnungen bis zu grafischen Arbeiten, von Mischtechniken bis hin zu dreidimensionalen Papierobjekten.

In diesem Jahr sind rund 25 Positionen vertreten, kuratiert in einer neuen kreisförmigen Architektur, die eine klare Orientierung und einen inspirierenden Rundgang ermöglicht. Zu den teilnehmenden Galerien gehören unter anderem Ludorff (Düsseldorf), MOLSKI gallery (Poznan), Schmalfuss Berlin und Sturm & Schober (Stuttgart/Wien).

start:block – Wie starte ich mit dem Sammeln von Kunst?

Im start:block finden Besucherinnen und Besucher konkrete Werkvorschläge von Galerien, die sich besonders gut dafür eignen, in das Kunstsammeln einzusteigen.

Das Format versammelt Empfehlungen aus allen vier Messehallen auf einer kuratierten Sonderfläche: ein fokussierter, niedrigschwelliger Überblick über künstlerische Positionen mit besonderer Eignung für den Kunstkauf.

„Wer Kunst kauft, möchte Klarheit, Qualität und Inspiration. All das bietet der start:block auf einen Blick“, sagt Kristian Jarmuschek, Beiratsvorsitzender der art karlsruhe.

2023_Sandra Schlipkoeter_Taubert Contemporary
2023_Sandra Schlipkoeter_Taubert Contemporary

Zu den präsentierten Arbeiten zählen zum Beispiel ein Öl- und Acrylwerk auf Neobond in Papierschnitt-Technik von Sandra Schlipkoeter, präsentiert von Taubert Contemporary (Berlin), die phosphoreszierende Leinwandarbeit Encounter von Vanessa Luschmann (Galerie Biesenbach) oder das Werk origin II von Jürgen Jansen – Öl und Lack auf Holz, ausgestellt von der Galerie Albert Baumgarten. Auch Papierarbeiten wie Disruption-2 von Sidika Kordes, realisiert mit Tusche, Aquarell und Acryl, präsentiert von der Galerie Luzia Sassen, zeigen die Vielfalt der Einstiegswerke im start:block.

Diese Auswahl steht exemplarisch für die Idee hinter dem Format: Mit welchem Kunstwerk sollte ich das Sammeln beginnen?

academy:square & LBBW academy:square award

Im academy:square präsentieren sich 18 aufstrebende Absolventinnen und Absolventen der drei Kunsthochschulen aus Baden-Württemberg: Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Mit der 2024 gestarteten Sonderausstellung gibt die art karlsruhe gemeinsam mit der LBBW jungen Nachwuchstalenten eine eigene Bühne. Unter den von den Hochschulen eingereichten Vorschlägen, wählten in diesem Jahr Sarah Haberkorn, Leiterin der Sammlung LBBW, Elke Buhr, Chefredakteurin des Kunstmagazins monopol und Kristian Jarmuschek, die überzeugendsten Positionen aus. Die Präsentation zeigt das Spektrum der aktuellen künstlerischen Ideen und verdeutlicht, welche Themen zukünftig Relevanz haben werden. Erstmals in diesem Jahr wird eine Künstlerin oder Künstler mit dem LBBW academy:square award ausgezeichnet. Im Rahmen dieser Auszeichnung wird ein Werk für die renommierte Sammlung der LBBW erworben.

2025_Lea Rossatti_o.T. (Credits: Lea Rossatti)
2025_Lea Rossatti_o.T. (Credits: Lea Rossatti)

Zu den diesjährigen Positionen zählen unter anderem:

  • Lea Rossatti (ABK Stuttgart): In ihrer Installation bringt sie mithilfe von Bassfrequenzen präparierte Steine zum Bersten. Die vibrierenden Stahlplatten übertragen den Klang in den Raum. Ein kraftvoller Ausdruck für Spannung, Krise und zwischenmenschliche Verantwortung.
  • Felix Wagner (ABK Karlsruhe): Mit seiner Skulptur Broke Youth (2024) aus Metall und Fundstücken verwandelt er urbane Klangräume in visuelle Formen. Seine Arbeiten thematisieren direkt und poetisch zugleich Konsum, Kontrolle und die Sprache der Straße.
  • Philipp Kern (HfG Karlsruhe): Seine raumgreifende, acht Meter hohe Skulptur The Nest, konstruiert aus Holz, Neophyten und Hanf, lädt zum Erkunden ein. Sie erzählt von Ökologie, Gemeinschaft und der Verbindung von Natur und Kultur im urbanen Raum.

Vollständige Galerienliste: art-karlsruhe.de/galerienliste

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2026-01-14
re:discover und re:frame – Kunst wiederentdecken, Sichtbarkeit schaffen, Verantwortung übernehmen

Mit den beiden kuratierten Formaten re:discover und re:frame rückt die art karlsruhe auch 2026 wieder zentrale Themen des Kunstmarkts in den Fokus. Beide Formate stehen für eine bewusste Auseinandersetzung mit der Frage, wie Kunst gesehen, erinnert und weitergetragen wird.

Was passiert mit Kunst, wenn Karrieren unterbrochen werden? Wer kümmert sich um das Werk, wenn Künstlerinnen und Künstler nicht mehr da sind? Und welchen Beitrag können Kunstmesse, Galerie und Öffentlichkeit leisten, um Lücken in Wahrnehmung und Präsenz zu schließen? Genau hier setzen re:discover und re:frame an. Die Formate bieten nicht nur Ausstellungsfläche, sie liefern auch Impulse für neue Wege im Umgang mit Kunst, Kunstschaffenden und künstlerischem Erbe. „Mit re:discover und re:frame erweitert die art karlsruhe ihren Blick auf Biografien, die aus dem Takt geraten sind – sei es mitten im Leben oder nach dem Tod. Wir zeigen, wie Galeriearbeit heute auch gesellschaftliche Verantwortung mitdenken kann“, sagt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe.

re:discover – Wenn künstlerische Karrieren einen neuen Einstieg brauchen

Künstlerische Wege verlaufen nicht immer linear. Es gibt Brüche, Pausen, Umwege, oft bedingt durch persönliche oder gesellschaftliche Umstände. re:discover, 2024 eingeführt und 2026 in der dritten Ausgabe auf der art karlsruhe zu sehen, gibt genau solchen Positionen Raum. Galerien wurden eingeladen, eine künstlerische Stimme zu zeigen, die mehr Aufmerksamkeit erfahren oder weitergeführt werden sollte. Gemeinsam mit einer Fachjury wurden 20 Präsentationen ausgewählt.

Vera Mercer_Flowers in our Apartment_Galerie Schlichtenmaier

Besonders herausragend in diesem Jahr: Vera Mercer, vertreten durch die Galerie Schlichtenmaier (Stuttgart). Die 1936 in Berlin geborene Fotografin gilt als Meisterin der komponierten, bildgewaltigen Stillleben. Ihre Arbeiten verbinden opulente Darstellungen von Früchten, Tieren und Objekten mit Erinnerungen an Barockmalerei und eine Biografie zwischen Berlin, Paris und den USA, im Laufe derer sie ihren Ehemann Daniel Spoerri und die wichtigsten Vertreter der damaligen Avantgarde fotografisch begleitet hat. Als Unterstützerin von Künstlerinnen und Künstlern in Omaha hat Mercer einen ungewöhnlichen Weg eingeschlagen, als Künstlerin erst jedoch in den letzten beiden Jahrzehnten konsequent ihr Thema verfolgt: die Schönheit des Überflusses, das Spiel mit Nahrung und Symbolik, das Vergehen im Geschmückten. Die 89-jährige Vera Mercer wird aus Omaha anreisen und die art karlsruhe persönlich besuchen. Am Donnerstag, 5. Februar, kann sie bei einer Signierstunde um 16 Uhr am Stand der Galerie Schlichtenmaier (Halle 1 / H1/B11) persönlich angetroffen werden.

Detel Aurand_stardust and tears III_Galerie Claeys

Mit großer Eigenständigkeit, Sensibilität und Tiefe präsentiert Detel Aurand (Galerie Claeys, Freiburg) Werke zwischen Abstraktion und Figuration. Ihre poetischen, spirituell geprägten Arbeiten entstehen aus inneren Bildern – inspiriert durch Natur, persönliche Erlebnisse oder Träume. Aurands Karriere verlief global, mit Stationen in Reykjavik, Berlin oder Indien.

Oliver Braig, präsentiert von augsburg contemporary, überzeugt mit intelligenter, oft humorvoller Konzeptkunst, die Sprache, Material und Raum in Beziehung setzt. Seine „Skulpturen aus Wörtern“, zum Beispiel Wandarbeiten aus Karton oder Holz mit Titeln wie „OHNE SINN“ oder zerlegten Begriffen wie „Hopeless Message“, laden ein zum Innehalten und Nachdenken. Braig verbindet klare Form mit Hinterfragen, reduziert aufs Wesentliche und trifft gleichzeitig seinen ganz eigenen Ton.

Weitere Positionen, die im Format re:discover 2026 präsentiert werden und deren Wiederentdeckung sich lohnt, sind:

  • Frank Badur, Galerie Michael Sturm, Stuttgart / Galerie Sturm & Schober, Wien
  • Horst Becking, Galerie Bengelsträter, Düsseldorf
  • Yvonne Behnke, Sight Galerie und Kunstberatung, Offenbach
  • Helmut Brade, Galerie Erik Bausmann, Halle (Saale)
  • Johannes Brus, Galerie Judith Andreae, Bonn
  • Kevin Clarke, Galerie Leander Rubrecht, Wiesbaden
  • Knopp Ferro, Galerie Mario Mauroner Contemporary Art, Salzburg
  • Eri Hahn, ARP Galerie, Hanau
  • Illa Hammerbacher-Klaukien, Schacher – Raum für Kunst, Stuttgart
  • Mariusz Kruk, Galerie Molski, Posen
  • Tomomi Miura, Ginza Gallery G2, Tokio
  • albertrichard Pfrieger, Galerie Heike Schumacher, Überlingen
  • Marina Schreiber, Galerie Sandau, Berlin
  • Zuzanna Skiba, Galerie Anna25, Berlin
  • Heinz Thielen, Galerie Reinhold Maas, Reutlingen
  • Wainer Vaccari, Alessandro Casciaro Art Gallery, Bozen
  • Bettina von Arnim, Galerie Poll, Berlin

Die künstlerischen Positionen in re:discover zeigen: Die art karlsruhe schafft bewusst Raum für den zweiten Blick und vielleicht sogar einen neuen Start.

re:discover entsteht mit einer Förderung von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG).

re:frame – Wie man mit Künstlernachlässen aktiv in die Zukunft denken kann

Was passiert mit dem Werk, wenn der Mensch dahinter nicht mehr lebt? Wer verwaltet, wer entscheidet, wer stellt aus? Mit dem Format re:frame setzt die art karlsruhe einen Impuls für den sinnvollen, nachhaltigen Umgang mit künstlerischen Nachlässen. Was 2025 gestartet wurde, zeigt 2026 erneut sechs durch Galerien präsentierte Beispiele, wie Nachlasspflege verantwortungsvoll, sichtbar und lebendig gelingen kann.

Margot Luf_Bronzen_Kunstpartner (Foto: Erich Spahn)

Ein herausragendes Beispiel ist das Schaulager Adlmannstein von Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler, den „Kunstpartnern“. In einem früheren Gasthof bei Regensburg haben sie ein kombiniertes Depot-, Ausstellungs- und Begegnungszentrum geschaffen, das mittlerweile drei Künstlernachlässe betreut: Susanne Böhm, Max Bresele und Margot Luf. Was als Freundschaftsdienst begann, ist inzwischen ein Vorzeigeprojekt für Nachlasspflege geworden, mit Ausstellungen, Gesprächen und punktgenauer Vermittlung. Hier wird Kunst nicht archiviert, sondern regelmäßig ins Gespräch gebracht.

Bemerkenswert ist auch der Beitrag der Galerie Alfred Knecht (Karlsruhe), die erstmals den Nachlass des 2024 verstorbenen Karlsruher Künstlers Andreas Lau zeigt. Lau war für seine großflächigen Porträts bekannt, die durch ihre Rasterstruktur beinahe digital wirkten und doch tief persönlich bleiben. Die Präsentation auf der art karlsruhe ist auch ein Moment des Gedenkens an einen prägenden Künstler der Region.

Weitere Galerien zeigen, wie vielseitig Nachlasspflege gedacht werden kann:

Die Galerie Schwind (Leipzig) bringt Werke von Rolf Händler, einem Maler mit starker Bindung zur Berliner Bildsprache, auf die Messe. Die Galerie Horst Dietrich (Berlin) präsentiert den Nachlass von Albrecht Genin, bekannt für illustrative Reisetagebücher, Bibel-Übermalungen und experimentelle Bildcollagen. Brennecke Fine Art (Berlin) zeigt Arbeiten aus dem Nachlass von Norbert Tadeusz. Eric Mouchet (Paris) widmet sich den Nachlässen von Ella Bergmann-Michel und Robert Michel. All diese Positionen zeigen: Nachlässe sind mehr als Archivarbeit, sie sind kulturelles Gedächtnis, das neu aktiviert werden muss.

Die Impulse, die durch re:frame gesetzt werden, haben neue Kooperationen angestoßen, darunter der KPM Karl Peter Muller-Preis für Kunstnachlässe, der 2026 erstmals ausgeschrieben wird. Gewürdigt werden Konzepte, die das künstlerische Erbe sichtbar und zugänglich machen, etwa durch Werkverzeichnisse, Online-Auftritte, Ausstellungen oder Kooperationen mit Museen, Stiftungen und Vereinen. Der überzeugendste Vor- oder Nachlass wird auf der art karlsruhe 2027 präsentiert. Der von den Akademischen Werkstätten e.V. in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe initiierte Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und würdigt den verantwortungsvollen Umgang mit künstlerischem Erbe im Regierungsbezirk Karlsruhe. Begleitet wird die Ausschreibung durch tägliche Expertengespräche und das interaktive Format „Schreddern oder sichern?“ in Halle 3 (H3/S23).

Mit re:discover und re:frame macht die art karlsruhe deutlich, dass es für viele Fragen des Kunstmarkts keine einfachen Antworten gibt – aber gute Beispiele. „Mit diesen Formaten löst sich die Kunstmesse ein Stück weit vom schnellen Markt und wird zu einer Plattform für Entwicklung, Langfristigkeit und Werterhaltung“, sagt Kristian Jarmuschek, Beiratsvorsitzender der art karlsruhe. Die Messe versteht sich dabei nicht nur als Ort des Austauschs und Verkaufs, sondern auch als Plattform, die Verantwortung übernimmt: für Sichtbarkeit, für Dialog, für das Weiterdenken künstlerischer Arbeit über biografische Brüche oder Lebensgrenzen hinaus.


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2025-12-18
Digitale Spuren, leuchtende Bildwelten, Pop Art und junge Positionen: Die Sonderausstellungen der art karlsruhe 2026

2026 umfasst das Programm vier inhaltlich klar gesetzte Beiträge: die Sammlungspräsentation der LBBW unter dem Titel „Digital Traces“, die Sonderausstellung zum privaten Sammeln Rolf Behm – „Farbe, Form, Fabelwesen“, die Pop Art-Präsentation aus der Sammlung Kohlrusch sowie das Nachwuchsformat academy:square.

Von digitalen Bildwelten über erzählerische Malerei und Pop Art bis hin zu aktuellen Arbeiten junger Absolventinnen und Absolventen geben sie Einblicke in künstlerische Positionen von hoher Relevanz und zeigen gleichzeitig, wie gesellschaftliche Themen und künstlerische Fragestellungen miteinander verwoben sind. „Die Sonderausstellungen sind für uns ein bedeutender Teil des Messeprofils“, sagt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe. „Sie schaffen Räume für Dialog, zeigen inhaltliche Linien auf und geben Sammlungen sowie jungen Talenten die Wertschätzung und Beachtung, die sie verdienen.“ Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Beirats der art karlsruhe, ergänzt: „Gerade in Baden-Württemberg, wo es viele bedeutende Sammlungen gibt, möchten wir verstärkt eine zeitgenössische Sicht auf das Sammeln ermöglichen, etwa durch die Zusammenarbeit mit jungen Kuratorinnen. Denn hinter jeder Sammlung steckt nicht nur ein Bestand, sondern auch eine persönliche Leidenschaft, eine individuelle Perspektive und ein kultureller Impuls.“

Manuel Graf Back to the Future, 2023, ©Manuel Graf, courtesy of VAN HORN, Düsseldorf, Foto D. Steinfeld

Digital Traces – Kunst im Zeitalter der Digitalisierung

Was passiert, wenn sich Kunstschaffende mit der digitalen Welt auseinandersetzen? Diese Frage steht im Zentrum der Sammlungspräsentation „Digital Traces“ der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) – von Anbeginn an eine bedeutende Partnerin und Unterstützerin der art karlsruhe. Sie stellt künstlerische Positionen vor, die den digitalen Wandel nicht nur technisch reflektieren, sondern gesellschaftlich, kulturell und ästhetisch befragen. Zu sehen sind u. a. Werke von Isa Genzken, Albert Oehlen, Stefani Glauber, Mary-Audrey Ramirez, Manuel Graf, Andreas Greiner, Morgaine Schäfer oder Avery Gia Sophie Schramm.

Sie und viele andere zeigen, wie unterschiedlich die Auseinandersetzung mit digitalen Technologien aussehen kann. Von KI-generierten Bildwelten über Gaming-Bezüge und 3D-Drucke bis hin zur digitalen Bearbeitung von archivierten Privataufnahmen: „Angesichts des allgegenwärtigen Einflusses der Digitalisierung und des schnellen technologischen Fortschritts, ist es spannend zu sehen, wie differenziert Künstlerinnen und Künstler diese Prozesse aufgreifen: als Werkzeug, als Thema, als gesellschaftliche Realität“, sagt Kuratorin Sarah Haberkorn, Leiterin der Sammlung LBBW.

El Pez Rocando, 2001 © Albert Oehlen, VG Bild-Kunst, Archiv Sammlung LBBW

Albert Oehlen etwa nutzt seit den 1990ern computergestützte Verfahren zur Bildgenerierung und kombiniert diese mit klassischer Malerei. Die Luxemburger Künstlerin Mary-Audrey Ramirez bezieht sich auf virtuelle Spielewelten, während Manuel Graf mithilfe von Text-zu-Bild-Generatoren Lokomotiven in plastischen Objekten weiterdenkt. Morgaine Schäfer bringt mit dem Smartphone aufgenommene analoge Dias ins digitale Jetzt und die Potsdamer KünstlerIn Avery Gia Sophie Schramm hält Memes, GIFs und Logos aus dem Netz in altmeisterlicher Malerei fest. Die Ausstellung zeigt, dass künstlerisches Denken in digitalen Zeiten nicht verschwindet, sondern neue Formen findet.

LBBW academy:square Award zeichnet neue Perspektiven aus

Nachwuchsförderung der art karlsruhe mit der LBBW und monopol

Mit der 2024 gestarteten Sonderausstellung academy:square gibt die art karlsruhe gemeinsam mit der LBBW verheißungsvollen Absolventinnen und Absolventen der drei baden-württembergischen Kunsthochschulen (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart) eine eigene Bühne. Unter den von den Hochschulen eingereichten Vorschlägen, wählten in diesem Jahr Sarah Haberkorn, Leiterin der Sammlung LBBW, Elke Buhr, Chefredakteurin des Kunstmagazins monopol und Kristian Jarmuschek, die jeweils sechs überzeugendsten Positionen aus. Die Präsentation zeigt das Spektrum der aktuellen künstlerischen Ideen und verdeutlicht, welche Themen zukünftig Relevanz haben werden. Erstmals in 2026, wird eine Künstlerin oder Künstler mit dem academy:square Award der LBBW ausgezeichnet. Im Rahmen dieser Auszeichnung wird ein Werk für die Sammlung der LBBW erworben.

Lineare Leichtigkeit, 1988 © Rolf Behm, Kunstmuseum Karlsruhe

Rolf Behm – Farbe, Form, Fabelwesen: Sonderausstellung zum privaten Sammeln

Mit der Sonderausstellung zum privaten Sammeln rückt das Werk des international renommierten, in Karlsruhe geborenen Künstlers Rolf Behm in den Fokus. Behm studierte an der Karlsruher Kunstakademie (u. a. bei Markus Lüpertz) und lebte u. a. in London, Florenz, Berlin und Brasilien. Stefanie Patruno, Direktorin des Kunstmuseum Karlsruhe, kuratiert eine Hommage an einen Künstler, dessen Werk eng mit Karlsruhe und dem kulturellen Netzwerk des Südwestens verbunden ist. Die Präsentation unterstreicht einmal mehr, wie eng Kunstschaffende, Sammlerinnen und Sammler und Institutionen in der Region verbunden sind. Die Ausstellung versammelt rund zwanzig Arbeiten aus unterschiedlichen Werkphasen: Aktuelle Arbeiten treffen auf Leihgaben aus bedeutenden privaten und öffentlichen Sammlungen. „Rolf Behms Werk erzählt mit großem Farbenreichtum und Offenheit von Wahrnehmung, Erinnerung und Imagination“, sagt Kuratorin Stefanie Patruno. „Er macht sichtbar, wie konsequent sich eine künstlerische Handschrift über Jahrzehnte entwickeln kann.“ Behm verbindet in seinem Werk malerische Abstraktion mit gestischer Verdichtung und bildhaftem Erzählen. In seinen Serien entwickeln sich Figuren, Formen, Strukturen – etwa in den „Chimären“ oder im „Malergepäck“, wo Reiseszenen, Mythen und Wahrnehmungsfragmente in dichte Farbräume übersetzt werden.

Objekte MGP, 2018 © Rolf Behm

Auffällig ist die intensive Farbpalette: Hell-Dunkel-Kontraste, Rosa neben Grün, transparente gegen dichte Oberflächen. Behm verzichtet bewusst auf Schwarz – und schafft Bilder, in denen das Auge stets in Bewegung bleibt.

Die Sonderausstellung wird gemeinsam mit der Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank realisiert, in deren „Kunstsammlung der Berliner Volksbank“ Behms Werke ebenfalls vertreten sind und zuletzt im Kunstforum Wien ausgestellt wurden.

Pop Art aus der Sammlung Dietmar Kohlrusch

Ein weiteres Highlight innerhalb des Sonderausstellungsprogramms 2026 liegt auf der privaten Sammlung des Kulmbacher Unternehmers Dietmar Kohlrusch. Die private Sammlung zählt zu den profiliertesten im Bereich der Pop Art und vereint zentrale Werke internationaler Künstlerinnen und Künstler aus 70 Jahren, wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Alex Katz, Tom Wesselmann, Heiner Meyer, und Keith Haring. Auf der art karlsruhe 2026 wird eine, von Marwin Ackermann kuratierte, Auswahl daraus öffentlich präsentiert.

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2025-12-02
art karlsruhe 2026 präsentiert Line-up mit 180 Galerien aus 18 Ländern

Mit rund 180 Galerien aus 18 Ländern präsentiert die art karlsruhe vom 5. bis 8. Februar 2026 künstlerische Positionen aus 120 Jahren Kunstgeschichte. In einem herausfordernden Marktumfeld zeigt sich die art karlsruhe mit innovativen Formaten und etablierten Stärken als verlässlicher Messestandort mit Perspektive im kunstaffinen Dreiländereck Deutschland–Schweiz–Frankreich.

Von der hochkarätig besetzten Klassischen Moderne über Konkrete Kunst, Informel und Pop Art bis hin zu aktuellen zeitgenössischen Positionen präsentieren die ausstellenden Galerien in vier Hallen das Spektrum künstlerischer Perspektiven – typisch für die art karlsruhe in einer dialogischen Komposition. Während sich das zunehmende internationale Interesse an der hohen Beteiligung ausländischer Galerien zeigt, bestätigen unter anderem Galerien, die 2025 ihr Debüt auf der art karlsruhe feierten und in diesem Jahr wiederkehren, die konzeptionelle Ausrichtung der Kunstmesse – darunter Cosar (Düsseldorf), Mollbrinks (Uppsala, Schweden), Molski (Poznan, Polen), Taubert Contemporary (Berlin), Löhrl (Mönchengladbach) und ASPN (Leipzig).

Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Internationales Teilnehmerfeld – neue Akzente aus Iran, USA, Japan und Korea

Rund 30 % der ausstellenden Galerien der art karlsruhe 2026 reisen aus dem näheren und weiteren Ausland an. Erstmals auf einer Kunstmesse in Deutschland vertreten, ist die Chase Young Gallery aus Boston, die seit 35 Jahren für Malerei zwischen Abstraktion und Figuration steht. Ihr Debüt gibt zudem die von einer Galeristin geführte Maryam Fasihi Harandi Gallery aus Teheran, die iranische Gegenwartskunst von Künstlerinnen präsentiert. Insgesamt nehmen acht französische Galerien an der art karlsruhe teil, drei davon aus Paris – darunter die Galerie Eric Mouchet. Sie bringt Werke von Ulrike Ottinger, Ella Bergmann-Michel und der afghanischen Künstlerin Kubra Khademi mit, die unlängst in der Städtischen Galerie Karlsruhe ausgestellt hat. Insgesamt reisen sechs Galerien aus Spanien an, drei von ihnen aus der Kunststadt Barcelona. Ebenfalls aus Katalonien kommt die alteingesessene Galerie Anquin‘s aus Reus, die 2023 ihr 50-jähriges Bestehen feierte. Weitere Galerien kommen aus Österreich, den Niederlanden, Italien und Großbritannien.

Das deutsche Galerienfeld erstreckt sich über die gesamte Bundesrepublik. Allein 24 Galerien kommen aus Berlin, darunter die Galerien Albrecht, Burster, Friese, AOA;87, BBA, Tammen und Jarmuschek + Partner. Auch Hessen und das Rheinland sind stark vertreten. Die Galerie Maurer kommt aus Frankfurt, ebenso die Galerie Hagemeier, die ihren Schwerpunkt auf die Kunst des deutschen Expressionismus, die Neue Sachlichkeit und den expressiven Realismus der verschollenen Generation legt. Zehn Galerien reisen aus Düsseldorf an, darunter Petra Rinck, Ludorff, Voss, Benden & Ackermann, Art-Edition Fils, Schwarzer und Bengelsträter. Auch die Kölner Galerienriege ist mit Anja Knoess, Anke Schmidt, Martina Kaiser, Biesenbach und weiteren bekannten Namen präsent.

Mit Alfred Knecht, Neue Kunst Gallery, PAW, artpark Moon-Kwan und Yvonne Hohner Contemporary sind auch die Karlsruher Galerien auf der Messe sichtbar vertreten.

Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

18 Galerien erstmals auf der art karlsruhe

Mit 18 Neuausstellenden aus dem In- und Ausland bringt die art karlsruhe 2026 neue Impulse in die Messehallen, darunter interessante Galerien wie Oechsner (Nürnberg), Parri Blank (Stuttgart) und Philipp Anders (Leipzig). Rund die Hälfte der Galerien, die erstmals auf der art karlsruhe ausstellen, kommt aus dem Ausland. Dazu zählen MOB-ART studio aus Luxemburg, Mario Mauroner (Salzburg, Österreich), Chase Young Gallery (Boston, USA), die TNB Gallery (Republik Korea) sowie der Ting Ting Art Space (Taipeh, Taiwan). Aus Spanien debütiert die traditionsreiche Galería Marc Calzada (Barcelona). Ihr Schwerpunkt liegt auf etablierten spanischen Künstlern, großen Namen wie Chillida und Tàpies. Aus dem französischen Bordeaux ergänzt die JAF Gallery das Neuausstellerfeld und vertritt renommierte Namen wie Bernard Buffet, Jean Miotte oder Claude Venard. Auch national wächst die Reihe der Neuen: Erstmals vertreten sind etwa die ARP Galerie (Hanau), die coGALERIE (Baden-Baden) und Better go south (Stuttgart). Junge Positionen und frischen Wind aus Leipzig bringt Galerist Philipp Anders mit.

Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Schwerpunkte in der Klassischen Moderne und bei internationalen Namen

Traditionell hochkarätig besetzt ist die Klassische Moderne auf der art karlsruhe: Werke von Ernst Ludwig Kirchner werden bei den Galerien Koch (Hannover), Thole Rotermund (Hamburg), Lauth (Ludwigshafen) oder WOS (Düsseldorf) gezeigt, Arbeiten von Erich Heckel und Max Pechstein sind unter anderem bei der Galerie Rudolf Kampen (Amsterdam) zu sehen. Werke von Robert Longo zeigt die Galerie Jeanne (München), Alex Katz ist bei Raphael (Frankfurt am Main) zu sehen, Alexander Calder bei Gilden's Art UK Limited (London) und Allen Jones bei Michael Schwarze Fine Art (Düsseldorf). Die Düsseldorfer Galerie Ludorff präsentiert wieder große Namen, darunter Christopher Lehmpfuhl, Heinz Mack, Hermann Max Pechstein, Gerhard Richter und Andy Warhol. Unter den bedeutenden Spaniern sind Dalí (Rudolf, Kampen/Sylt), Miró (Gilden's Art, London; Kroken und MDA, Höganäs), Antoni Tàpies (CORTINA und Marc Calzada, Barcelona) und Jaume Plensa (z. B. Scheffel, Bad Homburg) vertreten, bei den Franzosen stechen Bernard Buffet (z. B. bei JAF, Bordeaux), François Morellet (Dr. Dorothea van der Koelen, Mainz) und Jean Dubuffet (CORTINA, Barcelona) hervor. Deutsche Superstars wie Gerhard Richter (bei Schwarzer, Düsseldorf; Art-Edition Fils, Düsseldorf) oder Georg Baselitz (bei ten Hoevel, Berlin; Erik Bausmann, Köln) sind prominent vertreten. Imi Knoebel zeigt Fetzer (Sontheim), Walter Stöhrer ist bei LUZÀN (Berlin) und Schlichtenmaier (Stuttgart/Grafenau) zu sehen, die Galerie Geiger (Konstanz) präsentiert u. a. Werke der Künstler Max Ackermann und Hans Jörg Glattfelder.

Der bekannte Karlsruher Künstler und treue art-Besucher Markus Lüpertz, der 2026 seinen 85. Geburtstag feiern wird, ist bei den Galerien Reitz (Frankfurt am Main), WOS (Düsseldorf) und Art Affair (Regensburg) vertreten – letztere eröffnet im Januar 2026 eine neue Dependance in München und präsentiert dort Lüpertz’ Entwurfszeichnungen zur Oper „Rheingold“, die er am Staatstheater Meiningen inszeniert – inklusive Bühne und Kostüm.

Günther Uecker rückt bei Geißler-Bentler (Frankfurt am Main) und Obrist (Essen) in den Fokus, Werke von Rupprecht Geiger sind bei der Galerie Malte Uekermann (Berlin) zu sehen.

ZERO-Kunst ist ebenfalls prominent vertreten, nicht zuletzt dank der Samuelis Baumgarte Galerie (Bielefeld), die die „leuchtenden, schwebenden Kompositionen von Otto Piene“ zeigt.

Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob

Zeitgenössische Namen prägen das Bild – und die Hallen

Benjamin Appel (ASPN Galerie, Leipzig) oder das Duo Güngör & Ertekin (Anna Laudel, Istanbul) stehen für aktuelle, internationale Tendenzen. Ebenfalls vertreten von Anna Laudel wird Ramazan Can aus Ankara, ein Nachfahre südanatolischer Nomaden, dem das Gustav-Lübcke-Museum vor einem Jahr die erste museale Einzelausstellung in Deutschland gewidmet hat. Christopher Lehmpfuhl ist in diesem Jahr bei KORNFELD (Berlin) und Schloß Mochental (Ehingen/Donau) zu sehen. Tammen (Berlin) bringt Marion Eichmann und Dietmar Brixy mit nach Karlsruhe. Norbert Tadeusz, Lars Teichmann und Bernd Zimmer sind bei BRENNECKE FINE ART (Berlin) vertreten, Bernd Zimmer zudem auch bei Fetzer (Sontheim) und Wolfgang Jahn (München).

Traditionell prägend: Skulpturen auf der art karlsruhe

18 großzügige Skulpturenplätze in den Hallen 1, 2 und 4 unterstreichen die Rolle der Skulptur als Signaturmedium der Messe. Unter dem Ausstellungstitel „Der andere Raum“ zeigt die Galerie Schlichtenmaier auf ihrem diesjährigen Skulpturenplatz neue, gleichsam schwerlastige wie schwebend anmutende Skulpturen des Stahlbildhauers Robert Schad. Auch Namen wie HA Schult (Galerie Schrade, Ehingen / Donau), Wolfgang Flad (Evelyn Drewes, Hamburg), Claudia Thorban (Schacher, Stuttgart), Bruno Feger (Barbara von Stechow, Frankfurt am Main) oder Stefan Rohrer und Bernar Venet (Scheffel, Bad Homburg) sorgen für Aufmerksamkeit. Aus Paris reist G’3 Production an und zeigt Skulpturen des Belgiers Martin Hollebecq, der mit Marmor, Granit und geometrischen Formen arbeitet und bereits mehrfach in Deutschland ausgestellt hat. Die Salzburger Galerie Mario Mauroner Contemporary Art gibt dem jungen österreichischen Bildhauer Koloman Wagner eine Bühne. Auch Sonja Edle von Hoeßle (Tammen, Berlin) bringt kraftvolle Skulpturen aus Cortenstahl mit, während Katharina Schnitzler (mianki.Gallery, Berlin) ihre Objekte aus Stoff präsentiert. Ergänzt werden die Skulpturenplätze durch Skulpturenspots in den Messeumläufen, unter anderem präsentiert von den Galerien KORNFELD (Berlin), ASPN (Leipzig) und Claeys (Freiburg).

re:discover und re:frame: Kunst sichtbarer machen

Insgesamt 20 Künstlerinnen und Künstler, deren Karrieren unterbrochen wurden, werden bei der dritten Ausgabe des Formats re:discover, das vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert wird, präsentiert. Rund ein Drittel der kuratierten Positionen sind Künstlerinnen: Bettina von Arnim (POLL, Berlin), Eri Hahn (ARP Galerie, Berlin) oder Vera Mercer (Schlichtenmaier, Stuttgart/Grafenau) greifen schon seit Jahrzehnten Themen auf, die heute wieder besonders aktuell und gesellschaftlich relevant sind, etwa Nachhaltigkeit, Recycling, Ernährung, Technokratie oder Fragen zu Erbgut und Fortpflanzung. Der gebürtige New Yorker Kevin Clarke (Leander Rubrecht, Wiesbaden) setzt sich in seinen Arbeiten mit DNA auseinander und erstellt sogenannte DNA-Porträts. Die Galerie Sturm und Schober (Stuttgart/Wien) zeigt Werke des Malers und Zeichners Frank Badur.

Das erstmals 2025 aufgelegte Format re:frame begegnet Fragen rund um den Wunsch nach Erhalt, Sichtbarkeit und Wertschätzung des künstlerischen Erbes. Praxisnah und wegweisend wird gezeigt, wie ein verantwortungsvoller und zukunftsorientierter Umgang mit Nachlässen gelingen kann. Beispielhaft ist etwa das Engagement der Kunstpartner, das aus persönlicher Betroffenheit entstanden ist und durch seine professionelle Umsetzung ein Best-Practice-Beispiel geworden ist. Sie verbinden die Betreuung von drei Künstlernachlässen mit Ausstellungen und Gesprächen und vertreten so das Werk der Künstlerinnen Susanne Böhm und Margo Luf sowie des Künstlers Max Bresele. Der Nachlass des 2024 im Alter von 60 Jahren verstorbenen Karlsruher Künstlers Andreas Lau, bekannt für seine großflächige Malerei verpixelter Porträts, wird von der Galerie Alfred Knecht (Karlsruhe) präsentiert. Die Galerie Schwind (Leipzig) bringt Werke des Malers Rolf Händler mit, der in der Tradition der Berliner Malerschule steht, die Berliner Galerie Horst Dietrich präsentiert den Nachlass von Alfred Genin, der für seine Malbücher, Bibel-Übermalungen, römischen Messbuchseiten sowie seine tagebuchartigen Reisebücher bekannt ist.

Auch das Format „friends“ stößt weiterhin auf positive Resonanz: 2026 präsentieren sich neun Galerien gemeinsam mit jeweils einer befreundeten Galerie auf einem geteilten Stand. So lädt die Kölner Galerie Anja Knoess die Frankfurter Galerie Leuenroth ein, die ulf larsson Galerie bringt die Biesenbach Galerie, beide aus Köln, mit und die Galerie Sievi (Berlin) kooperiert mit der in Baden-Baden ansässigen coGalerie.

Mit diesen und weiteren Highlights, Formaten, die sich dem Kunsteinstieg widmen, Sonderausstellungen und einem spannenden Rahmenprogramm, ermöglicht die art karlsruhe einen gelungenen Auftakt in das Kunstmessejahr 2026.

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2025-07-07
Erfolgreiche Benefizauktion der Freunde und Förderer der art karlsruhe
Zwei Personen präsentieren auf der Bühne zwei Kunstwerke mit Pferden.
Messe Karlsruhe_Jürgen Rösner

67.700 Euro – diese beeindruckende Spendensumme kam am vergangenen Freitag, den 4. Juli 2025, bei der zweiten Benefiz-Kunstauktion der Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. im Konzerthaus Karlsruhe zusammen. Rund 50 von den Galerien der art karlsruhe ausgewählte Werke wurden bei voll besetzten Reihen und guter Stimmung versteigert und sorgten für ein eindrucksvolles Zusammenspiel von Kunst, gesellschaftlichem Engagement und großzügiger Unterstützung.

Der Auktionserlös kommt zu gleichen Teilen den Künstlerinnen und Künstlern der versteigerten Arbeiten sowie der SANNI Foundation zugute. Die Stiftung verdoppelt den Betrag und fördert damit das Projekt „Art up your Life“ am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe – eine kreative Initiative zur Stärkung mentaler Gesundheit und sozialer Teilhabe.

Durch den Abend führte Britta Wirtz, Vorstandsvorsitzende der Freunde und Förderer der art karlsruhe und Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, gemeinsam mit Auktionator Kristian Jarmuschek, der die Versteigerungen unterhaltsam und mitreißend leitete. Neben hochkarätigen Werken etablierter Galerien sorgte auch die Verlosung der Porzellanarbeit „Mademoiselle“ von Anke Eilergerhard für besondere Spannung.

Über die SANNI Foundation und das ZKM-Projekt „Art up your Life“

Mit der SANNI Foundation unterstützt die Benefiz-Kunstauktion eine gemeinnützige Stiftung, die sich weltweit für bessere Zukunftsperspektiven einsetzt – besonders dort, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Im Fokus stehen die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen, die Gesundheitsförderung, die Bekämpfung extremer Armut sowie die Stärkung von Frauen. Der durch die Auktion generierte Beitrag fördert konkret das ZKM-Projekt „Art up your Life“ in Karlsruhe – eine kreative Programmreihe, die gezielt die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen aus unterschiedlichen sozialen Hintergründen stärkt. Kunst wird dabei als wirksames Werkzeug genutzt, um persönliche und gesellschaftliche Herausforderungen zu reflektieren und kreativ anzugehen. In Workshops, Führungen und Projekten entstehen Räume für Austausch, gemeinsame Gestaltung und innovative Lösungsansätze.

Mehr Informationen zur Arbeit der Stiftung unter: https://sanni-foundation.com/

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2025-06-30
„Art up your Life“: Benefiz-Kunstauktion, um gesellschaftliche Herausforderungen besser meistern zu können

Die Freunde und Förderer der art karlsruhe laden zur zweiten Benefiz-Kunstauktion am 4. Juli 2025 ein

Auktionator des Abends ist Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Beirats der art karlsruhe.
Auktionator des Abends ist Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Beirats der art karlsruhe. (Credit: Messe Karlsruhe/Foto Behrendt)

Am Freitag, den 4. Juli 2025, heißt es im Konzerthaus Karlsruhe wieder: „Zum Ersten, zum Zweiten – verkauft!“ Die Freunde und Förderer der art karlsruhe e. V. laden zu ihrer zweiten Benefiz-Kunstauktion ein – ein Abend, der Kunst, soziales Engagement und ein exklusives Kunsterlebnis miteinander verbindet. Rund 50 hochkarätige Werke kommen an diesem Abend unter den Hammer. Die Arbeiten werden von Galerien der art karlsruhe ausgewählt und zur Verfügung gestellt, der Auktionskatalog ist ab sofort online. Der Auktionserlös kommt zwei wichtigen Zwecken zugute: Die eine Hälfte fließt an die Künstlerinnen und Künstler der versteigerten Werke – ein wichtiges Signal der Anerkennung und Unterstützung ihres Schaffens. Die andere Hälfte erhält die SANNI Foundation, die den Betrag verdoppelt und damit die Projektreihe „Art up your Life“ des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe unterstützt.

Durch den Abend führt Britta Wirtz, Vorsitzende der Freunde und Förderer der art karlsruhe und Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Auktionator ist Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Beirats der art karlsruhe. „Unsere Benefiz-Auktion zeigt eindrucksvoll, dass Kunst Menschen verbinden und gesellschaftlich wirken kann – gerade in diesen herausfordernden Zeiten bei schrumpfenden Kultur-Etats ist das wichtiger denn je“, sagt Britta Wirtz. „Dass wir diesen besonderen Abend gemeinsam mit den Mitgliedern des Fördervereins organisieren, und damit im Zusammenwirken mit der SANNI Foundation nicht nur Gutes tun, sondern durch die Verkäufe auch Künstlerinnen und Künstler fördern, erfüllt uns mit großer Freude. Dieses Mittsommer-Event im wunderschönen Konzerthaus ist ein Zeichen für Engagement, Gemeinschaft und die Wirkkraft der Kunst.“

50 herausragende Werke zu versteigern – jetzt im Auktionskatalog entdecken

Wer schon vorab einen Blick auf die zu versteigernden Werke werfen möchte, kann ab sofort den Auktionskatalog online nutzen. Auch eine Bieterkarte kann hier online erworben werden. Unter den Hammer kommen unter anderem Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Christopher Lehmpfuhl (Galerie Ludorff), Dionisio González (Galerie Taubert), Nina Rike Springer (Galerie Sturm & Schober), Benedikt Leonhardt (Galerie ASPN) und Rolf Hans (Galerie Thole Rotermund). Mit Noemi Strittmatter (Galerie Lauffer) und Yena Kim, sind außerdem zwei junge, aufstrebende Positionen vertreten – beide Künstlerinnen haben auf der diesjährigen art karlsruhe im academy:square ausgestellt.

Ein besonderes Highlight des Abends ist die Verlosung eines echten Sammlerstücks: Die Porzellanarbeit „Mademoiselle“ von Künstlerin Anke Eilergerhard, freundlicherweise bereitgestellt von der Galerie Anna Laudel. Jede Bieterkarte gilt automatisch als Teilnahmelos. Wer seine Gewinnchancen erhöhen möchte, kann zusätzlich weitere Lose im Saal erwerben.

Die rund 50 ausgewählten Werke werden ab 18 Uhr vor Ort ausgestellt, die Auktion beginnt um 19.30 Uhr, jede Position öffnet mit einem Startgebot von 100 Euro. Den Zuschlag erhält das Höchstgebot. „Ich freue mich sehr auf einen erfolgreichen Abend, und hoffe, dass wir den Erfolg des letzten Jahres überbieten können und eine herausragende Summe für die SANNi Foundation und die Künstlerinnen und Künstler der Arbeiten zusammenbringen – insbesondere, weil die Stiftung das Spendenergebnis sogar nochmals verdoppeln wird,“ sagt Auktionator Kristian Jarmuschek. „Mein ganz besonderer Dank gilt natürlich unseren Galerien für ihr Engagement und die hervorragende Auswahl der Werke, ohne die diese Veranstaltung nicht möglich wäre.“

Über die SANNI Foundation und das ZKM-Projekt „Art up your Life“

Mit der SANNI Foundation unterstützt die Benefiz-Kunstauktion eine gemeinnützige Stiftung, die sich weltweit für bessere Zukunftsperspektiven einsetzt – besonders dort, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird. Im Fokus stehen die Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen, die Gesundheitsförderung, die Bekämpfung extremer Armut sowie die Stärkung von Frauen. Der durch die Auktion generierte Beitrag fördert konkret das ZKM-Projekt „Art up your Life“ in Karlsruhe – eine kreative Programmreihe, die gezielt die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen aus unterschiedlichen sozialen Hintergründen stärkt. Kunst wird dabei als wirksames Werkzeug genutzt, um persönliche und gesellschaftliche Herausforderungen zu reflektieren und kreativ anzugehen. In Workshops, Führungen und Projekten entstehen Räume für Austausch, gemeinsame Gestaltung und innovative Lösungsansätze. „Wir sind dankbar, dass der Erlös dieser besonderen Auktion der Freunde und Förderer der art karlsruhe Kindern und Familien zugutekommt und so Hoffnung und Perspektiven schafft. Die Unterstützung durch die Auktion ist für unsere Arbeit ein starkes Zeichen der Solidarität", sagt Susanne Schroff, 1. Vorsitzende der Stiftung, die den Abend auch persönlich begleiten wird.

Mehr Informationen zur Arbeit der Stiftung unter: https://sanni-foundation.com/

2025-02-24
art karlsruhe entfaltet spürbar Dynamik und Kraft
art karlsruhe 2025: Hohes Interesse und zufriedene Galeristinnen und Galeristen mit guten Verkäufen.
art karlsruhe 2025: Hohes Interesse und zufriedene Galeristinnen und Galeristen mit guten Verkäufen (Credit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob)

„Die art karlsruhe ist auf einem guten Kurs“, „die Entwicklung der art karlsruhe ist sehr vielversprechend“, „die art karlsruhe hat vieles richtig gemacht" – so und so ähnlich fassen Galerien wie Schlichtenmaier, Poll, Ludorff, Geiger oder auch Kornfeld zusammen, was auch unter ihren Kolleginnen und Kollegen der Tenor dieser Tage ist. Die art karlsruhe blickt nach fünf Messetagen auf hohes Interesse und zufriedene Galeristinnen und Galeristen mit guten Verkäufen.

„Die konzeptionellen Weiterentwicklungen des vergangenen Jahres greifen nun ineinander und entfalten spürbar Dynamik und Kraft", sagen Olga Blaß und Kristian Jarmuschek, die die Messe seit 2024 als Doppelspitze leiten. „Bereits im Vorfeld hat uns das gewachsene Interesse überwältigt.“ Allein am diesjährigen Previewtag empfing die art karlsruhe mehr institutionelle Vertreterinnen und Vertreter der Kunstbranche als je zuvor. Dieses Ergebnis schlägt sich auch in den Verkäufen der Galerien nieder, unter anderem bestätigt durch die Besucherbefragung, die einen höheren Anteil an Kunstkaufenden belegt. Während die Galerie Ludorff sechs großformatige Bilder von Christopher Lehmpfuhl verkaufen konnte, fanden bei der Galerie Tammen etliche Arbeiten von Marion Eichmann, darunter auch Großformate neue Besitzer. Dr. Bert Schlichtenmaier bilanziert: „Wir konnten das Werk von Almut Heise, das im Vorfeld der art karlsruhe in der FAZ besprochen wurde, verkaufen; darüber hinaus eine Horst Antes Arbeit mit spannender Provenienz sowie mehrere Skulpturen von Michael Croissant. Ich habe den Eindruck, die Menschen suchen – und finden – in diesen schwereren Zeiten Halt in der Kunst.“

Großes Medienecho: „Im Land der Hidden Champions“

Die positive Resonanz macht sich in diesem Jahr auch am internationalen Medieninteresse der klassischen sowie sozialen Medien bemerkbar. „Es kommen nicht nur Kunstliebhaber aus aller Welt, die art karlsruhe ist ein gesellschaftliches Ereignis und Drehscheibe der Institutionen“, sagt Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe. Neben französischen Medien, wie Beaux Arts & Cie, war die art karlsruhe in zahlreichen reichweitenstarken Medien präsent, wie etwa die ARD, die mit Live-Schaltungen berichtete. So titelte das Handelsblatt „Im Land der Hidden Champions“ und lobt, wie Stärken sichtbarer gemacht und neue Formate ergänzt werden. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung erkennt: „Die art karlsruhe entwickelt sich als Kunstmesse im deutschen Südwesten stetig weiter“, und führt aus: „Mit Extras wie dem start:block, dann einem Papierarbeiten vorbehaltenen Karree und einem mit spannenden Erstlingswerken von Absolventen der baden-württembergischen Kunstakademien gelingt es der art karlsruhe, vier Hallen und deren 35.000 Quadratmeter mit Kunst zu füllen, ohne ermüdende Gleichförmigkeit zu produzieren.“ Der start:block, der konzeptionell einzigartig ist, wurde in diesem Jahr erstmals realisiert und präsentierte Werke, die sich aus Sicht der Galerien besonders gut für den Einstieg ins Kunstsammeln eignen.

Zahlreiche verkaufte Werke setzten Impulse für das private Kunstsammeln.

Eine ideale Plattform für intensive Gespräche: Das Collectors Dinner
Eine ideale Plattform für intensive Gespräche: Das Collectors Dinner (Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner)

Collectors Dinner: Gemeinsam Kunst feiern

Eine ideale Plattform für intensive Gespräche und für Ausstellende sowie ihre Gäste gleichermaßen ein Highlight: Das Collectors Dinner der art karlsruhe. Mit einer Lichtinstallation im Zentrum der dm-arena, konnten rund 700 Personen – Galeristinnen und Galeristen, Kunstsammelnde, Freunde und Unterstützende der art karlsruhe - ein Dinner in inspirierendem Ambiente genießen. „Mit dem Collectors Dinner sagen wir zum einen Danke an die Galerien, die gemeinsam mit uns diese tolle Kunstmesse realisieren“, erklärt Kristian Jarmuschek, Beiratsvorsitzender der art karlsruhe. „Zum anderen ist dieser Abend aber auch eine ideale Gelegenheit Kolleginnen und Kollegen zu treffen, zu netzwerken, sich auszutauschen.“ So bestätigt Galerist Thomas Riegger von der Galerie Meyer Riegger: „Das Collectors Dinner war ein sehr netter und angenehmer Abend in einem schönen, sehr festlichen Rahmen. Es hat Spaß gemacht, in guter Gesellschaft angeregte Gespräche zu führen.“

Kunst als Form des Dialogs – art karlsruhe leistet wichtigen Beitrag

Die enge Verbundenheit der Messe mit der Stadt Karlsruhe und die gesellschaftliche und politische Wirkung von Kunst, zeigte sich in diesem Jahr mehr denn je: In Halle 3, wo inmitten der wichtigsten städtischen Akteure die Messe offiziell eröffnet wurde, betont Arne Braun, Staatsekretär für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg: „Ich habe das Gefühl, wir haben gesellschaftlich die Sprache verloren. Die Kunst gibt sie uns in Teilen durch den Perspektivwechsel zurück und hilft uns, wieder ins Gespräch zu kommen.“ Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe ergänzt: „Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst. Kunst ist aktuell vielleicht die beste Form der Kommunikation, um mit anderen Menschen wieder ins Gespräch zu kommen. Da die art karlsruhe einen wichtigen Beitrag für gesellschaftlichen Dialog leistet, ist es mir persönlich ein besonderes Anliegen, diese Messe basierend auf ihren Stärken stetig weiterzuentwickeln.“

Neben Einzelpräsentationen wichtiger Kulturinstitutionen, wie dem ZKM oder der UNESCO City of Media Arts, das die Medienkunst im Zentrum hat und dessen Open Call „The Future is Today“ bereits für 2026 in den Startlöchern steht, war die Wechselwirkung der art karlsruhe mit der Stadt durch verschiedenste Events auch mitten im Stadtleben sicht- und erlebbar. Ob Kunstrauschen, After art Party oder die gallery night - die große Zahl an begeisterten Gästen bestätigt einmal mehr: die art karlsruhe zeigt die Fächerstadt als die Kunst- und Kulturstadt, die sie ist.

2025-02-22
Loth Skulpturenpreis, gestiftet von der L-Bank, geht an Eva Hild und die Galerie Martina Kaiser
Künstlerinnen und Galerien mit drei renommierten Preisen geehrt
Künstlerinnen und Galerien mit drei renommierten Preisen geehrt . Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Der Loth-Skulpturenpreis geht in diesem Jahr an die schwedische Bildhauerin und Keramikerin Eva Hild und die Galerie Martina Kaiser. Der Preis wurde am gestrigen Freitag auf der art karlsruhe an die Künstlerin und die Galeristin übergeben. Jurysprecher Alexander Heil, Nachlassverwalter sowie Neffe von Wilhelm Loth, begründete die Wahl wie folgt: „Auf der Basis einer staunenswerten handwerklichen Kompetenz, sind Eva

Hilds Skulpturen spürbar aufgeladen mit Energie und Bedeutung, Seele und

Körperlichkeit. Die nur auf den ersten Blick monochromen Oberflächen aus matten, weißen oder schwarzen Pigmenten erscheinen, je nach Lichteinfall, kreatürlich lebendig. Ihre Kölner Galeristin Martina Kaiser hat zusammen mit der schwedischen Künstlerin einen harmonischen Skulpturenplatz gestaltet, museal und zugleich spannend.“

Der Loth Skulpturenplatz ist mit 20.000 Euro hoch dotiert und wird seit 2018 jährlich von der L-Bank gestiftet. Das Preisgeld kommt gleichermaßen der Bildhauerin und ihrer Galeristin zugute. Namensgeber Wilhelm Loth gilt als einer der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts.

Neben dem Loth Skulpturenpreis wurden im Rahmen der art karlsruhe auch der Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift an die deutsch-schweizerische Malerin und Fotografin Ingeborg Lüscher sowie der art karlsruhe Preis an die japanische Künstlerin Etsu Egami und die Galerie KORNFELD vergeben.

Eva Hild: Ein Zusammenspiel aus Formgebung und Auslassung

Galeristin Martina Kaiser hat zusammen mit der schwedischen Künstlerin einen harmonischen Skulpturenplatz gestaltet.
Galeristin Martina Kaiser hat zusammen mit der schwedischen Künstlerin einen harmonischen Skulpturenplatz gestaltet. Credit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner

Die Skulpturen von Eva Hild sind ein Zusammenspiel aus Formgebung und Auslassung, Inhalt und Leere, innerem und äußerem Raum. Die Objekte sind getragen von einer hochfeinen Keramikmembran, die sich in Kurvenverläufen, Schlingen und Drechseln zu somatischen Gebilden auswächst. So strahlen sie eine natürliche Dynamik aus, ändern ihre Gestalt mit jedem Perspektivwechsel des Betrachters und lassen die Dimensionen des Innen und Außen miteinander verschmelzen. Ton, welcher als Ausgangsmaterial für ihre Keramikwerke fungiert, ist für Eva Hild das perfekte Arbeitsmaterial. „Ton ist geduldig, bescheiden und dankbar – und hat nicht umsonst eine jahrtausendelange Tradition in Kunst und Kunsthandwerk“, so Eva Hild. Die Künstlerin lebt und arbeitet bei Göteborg in Schweden. Sie studierte an der Kunst- und Designakademie in Göteborg sowie an der Gerlesborg Art School. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt, darunter der Grant-Award der Barnett and Annalee Newman Foundation sowie die Prinz Eugen Medaille für herausragende künstlerische Leistungen, eine der höchsten Ehrungen Schwedens.

Traditionell nimmt die Skulptur auf der art karlsruhe einen wichtigen Stellenwert ein. Mit der Auszeichnung wird die Leistung anerkannt, oft tonnenschwere Werke nach Karlsruhe zu transportieren und in den Messehallen zu präsentieren. „Wir haben in diesem Jahr wirklich gestaunt, wie sich die Skulpturenplätze entwickelt haben“, sagt Alexander Heil. „Sie haben eine ungeahnte Qualität erreicht – wirklich top!“ Seit vergangenem Jahr werden die 18 großzügigen Skulpturenplätze in den Hallen und dem Skulpturengarten durch sculpture:spots in den Umläufen ergänzt.

art karlsruhe Preis 2025 würdigt visuelle Umsetzung interkultureller Kommunikation

Im Rahmen des art:openings am ersten Messetag konnte Galerist Freddy Kornfeld von der Galerie KORNFELD aus Berlin, die bereits seit einigen Jahren auf der art karlsruhe ausstellt, den art karlsruhe Preis für Preisträgerin Etsu Egami in Empfang nehmen. Der seit 2008 vergebene Preis ist dotiert mit einem vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe gestifteten Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Dieses dient dem Ankauf von Werken der auf der Messe gezeigten Präsentation, die dann in die art karlsruhe Collection der Städtischen Galerie Karlsruhe übergehen. Die 1994 geborene Japanerin, die unter anderem auch an der HfG Karlsruhe studiert hat und deren Werke in Japan, China, den USA und Europa ausgestellt wurden, gehört zu den aktuell meistbeachteten jungen Künstlerinnen der zeitgenössischen Kunstszene. Jury-Sprecherin Stefanie Patruno begründete die Wahl Egamis wie folgt: „Etsu Egamis Schaffen, geprägt von einer tiefen Reflexion über interkulturelle Kommunikation und ihre visuelle Umsetzung, beeindruckt durch seine Einzigartigkeit und Sensibilität.“

Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift 2025 ehrt Doppelbegabung

Der 18. Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift, der jährlich von der Hans Platschek Stiftung vergeben wird, ging in diesem Jahr an Ingeborg Lüscher, die in beiden Disziplinen tätig ist und als Doppelbegabung gilt. Bettina Steinbrügge, Generaldirektorin des Mudam Luxemburg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, wählte mit Lüscher eine Künstlerin aus, die von internationalen Maßstäben zeugt. Bereits am Donnerstag wurde Lüscher feierlich mit dem Preis geehrt, den sie in Anwesenheit von Kurt Groenewald, dem Gründer der Hans-Platschek-Stiftung, entgegengenommen hat.

2025-02-20
art karlsruhe 2025: Galeristen schwärmen von Qualität der Besucher und hohen Umsätzen

"Kunst ist aktuell vielleicht die beste Form der Kommunikation, um mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen", so eröffnete Messechefin Britta Wirtz am heutigen Donnerstag die 22. Ausgabe der art karlsruhe im Rahmen des art opening und ergänzte: „Die art karlsruhe leistet damit einen wichtigen Beitrag für gesellschaftlichen Dialog.“ Höhepunkt der heutigen offiziellen Eröffnung war die Verleihung des art karlsruhe Preises, der in diesem Jahr an die junge japanische Künstlerin Etsu Egami und die Galerie KORNFELD geht. Der art karlsruhe Preis ist dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro, das dem Ankauf von Werken der ausgezeichneten Künstlerin dient. Diese werden der art karlsruhe Collection in der Städtischen Galerie Karlsruhe übergeben.

Erstmals in diesem Jahr fand die Eröffnung der Messe in Halle 3 statt – dort, wo die Verschmelzung der art karlsruhe mit der Stadt Karlsruhe am sichtbarsten wird - inmitten von Präsentationen der städtischen Akteure, wie etwa dem ZKM, der UNESCO City of Media Arts oder der Sonderausstellung zum privaten Sammeln, kuratiert von Stefanie Patruno, Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe. Galerist Freddy Kornfeld nahm den art karlsruhe Preis von Stefanie Patruno, Britta Wirtz, Arne Braun, Staatsekretär im Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe sowie Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe und Kristian Jarmuschek, dem Beiratsvorsitzenden der art karlsruhe, entgegen. „Etsu Egamis Schaffen, geprägt von einer tiefen Reflexion über interkulturelle Kommunikation und ihre visuelle Umsetzung, beeindruckt durch seine Einzigartigkeit und Sensibilität“, begründete Jury-Sprecherin Stefanie Patruno die Entscheidung im Namen der gesamten Jury. „Ihre Arbeiten laden zu einer Auseinandersetzung mit den Grenzen und Möglichkeiten der Verständigung ein und schaffen berührende, aber auch kraftvolle visuelle Erlebnisse. In einer Zeit, in der politische Spannungen und gesellschaftliche Polarisierungen weltweit zunehmen, ist ihre Kunst ein Appell an Empathie und interkulturelles Verständnis. Sie erinnert uns daran, dass Kommunikation nicht nur über Sprache funktioniert, sondern auch durch Gesten, Formen und Farben Brücken gebaut werden können.“ Die 1994 geborene Tokioerin gehört zu den aktuell meistbeachteten jungen Künstlerinnen der zeitgenössischen Kunstszene und wurde bereits zweimal in die „30 unter 30“-Listen von Forbes Asia und Forbes China aufgenommen. Ihre Werke wurden weltweit in Japan, China, den USA und Europa ausgestellt. Egami hat an der HfG Karlsruhe sowie an der Central Academy of Fine Arts in Peking studiert und ist derzeit Postdoktorandin an der Tsinghua-Universität in China. Ihre Gemälde zeigen meist Porträts von Menschen und sind gekennzeichnet von farbenfrohen, kraftvollen Pinselstrichen.

Galerist Freddy Kornfeld von der Galerie KORNFELD Berlin vorm Werk der Preisträgerin Etsu Egami
art karlsruhe Preis 2025: Galerist Freddy Kornfeld von der Galerie KORNFELD Berlin vorm Werk der Preisträgerin Etsu Egami

Die Preisträger-Galerie KORNFELD aus Berlin (Halle 2/E05) stellt bereits seit einigen Jahren auf der art karlsruhe aus und freut sich über die Auszeichnung und einen erfolgreichen Messestart gleichermaßen: „Dass unsere Künstlerin und wir als Galerie KORNFELD Berlin auf diese besondere Weise Anerkennung und Aufmerksamkeit finden, bedeutet ihr und uns sehr viel“, sagt Galerie-Inhaber und Gründer Freddy Kornfeld. „Umso mehr freut uns, dass diese positive Resonanz sich auch in unseren Verkäufen niederschlägt. Wir haben bereits mehrere Werke verkaufen können, unter anderem einige Arbeiten von Christopher Lehmpfuhl und auch Werke von Etsu Egami.“ Der Galerist lobt zudem die Veränderungen der Messe in den vergangenen zwei Jahren: „Die art karlsruhe hat eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen, das sehen wir als Galeristen ganz deutlich – nicht zuletzt an der Qualität der Besucher und an unseren Abschlüssen.“ Dieser positiven Stimmung schließen sich seine Galeriekolleginnen und -kollegen an. Nachdem die Doppelspitze der art karlsruhe, Kristian Jarmuschek und Olga Blaß, bereits im vergangenen Jahr mit neuen Konzepten und der neuen Struktur der Hallen überzeugen konnte, konnten auch dieses Jahr weitere neue Impulse gesetzt und erfolgreiche Ansätze etabliert werden. Welche Relevanz die Messe als Branchentreffen und Ort des Austauschs und des Netzwerkens hat, verdeutlicht auch das hohe Interesse am Previewtag, an dem zahlreiche bedeutende Akteure der Kunstbranche und Pressevertreter bereits erste Einblicke der diesjährigen Messe erhielten und Käufe tätigen konnten. Die neuausstellende Galerie konsum163, die sich über den Verkauf ihres teuersten Werks freut, fasst zusammen „Tolle Stimmung, tolle Menschen, tolle Hallen.“

Eine Stadt im Zeichen der Kunst

Die art karlsruhe ist auch im Stadtleben intensiv erlebbar. Dies zeigt sich beispielsweise am Freitag, 21. Februar, in Projekträumen und Off Spaces mit einem anspruchsvollen Programm unter dem Titel „Kunstrauschen“, bei dem sich Ateliers und Projekträume für Kunstinteressierte öffnen. Am Samstag, 22. Februar, laden die Karlsruher Galerien von 19 bis 22 Uhr zur gallery:night ein. Ein kostenfreier Shuttle-Service der Firma Hirsch Reisen bringt die Gäste an beiden Tagen direkt von der Messe zu den Kunstorten und ermöglicht einen komfortablen Transfer zwischen den Stationen. Bereits am Donnerstag, 20. Februar, ab 21 Uhr findet im Hallenbau des ZKM die große Eröffnungsparty der Messe statt, am Samstagabend die „After Art Party“ im Nachtwerk.

Weitere Informationen finden Sie unter: art-karlsruhe.de, facebook.com/artkarlsruhe, instagram.com/art_karlsruhe, art-karlsruhe.de/linkedin.

2025-02-18
Digitale Pressemappe zur art karlsruhe 2025

Aus Gründen der Nachhaltigkeit setzen wir bei der art karlsruhe 2025 auf digitale Pressematerialien. Auf dieser Seite finden Sie die digitale Pressemappe der art karlsruhe 2025.

2025-02-12
Die Spannung steigt: art karlsruhe eröffnet in einer Woche mit 187 Galerien aus 16 Ländern
Das breite Kunstspektrum spricht sowohl etablierte Sammler als auch Kunstneulinge an.
Das breite Kunstspektrum spricht sowohl etablierte Sammler als auch Kunstneulinge an. (Bildcredit: Messe Karlsruhe/Carlotta Roob)

„Im letzten Jahr ist es uns mit neuen Ideen und Formaten gelungen, konzeptionell neue Wege zu gehen und damit nachhaltig zu überzeugen“, sagt Kristian Jarmuschek, Beiratsvorsitzender der art karlsruhe. „Durch die neuen Impulse, die wir setzen konnten, etabliert sich die art karlsruhe mehr denn je als eine der wichtigsten Messen Deutschlands– gleichermaßen relevant für Galeristen und Besuchende.“ Der positive Zuspruch wird bestätigt durch Galerien wie Nanna Preußners, Cosar und Petra Rinck, die 2024 erstmals dabei waren und, überzeugt davon, 2025 erneut auf der art karlsruhe ausstellen. Auch zahlreiche hochkarätige Neuausstellende, viele aus dem Rheinland, wie die Galerien Thomas Rehbein, Martin Kudlek und Anke Schmidt werden sich in diesem Jahr in Karlsruhe präsentieren. „Darüber hinaus zeigt sich an unseren Galerien, Unterstützern und Förderern die starke Verankerung der art karlsruhe in der Region“, sagt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe. „Galerien wie Schlichtenmaier, Burster, Meyer Riegger, Scheffel, van der Koelen und Döbele waren und sind langjährige Ausstellende der art karlsruhe.“

Eindrucksvolle Auswahl künstlerischer Positionen.
Eindrucksvolle Auswahl künstlerischer Positionen (Bildcredit: Messe Karlsruhe/Jürgen Rösner).

Spannungsreiche Gegenüberstellungen

Kunstinteressierte entdecken in den vier Hallen der Messe Karlsruhe das für die art karlsruhe charakteristische, große Spektrum künstlerischer Perspektiven - von der Klassischen Moderne, die hochkarätig aufgestellt ist, über die Konkrete Kunst und die Pop Art bis hin zur Zeitgenössischen Kunst. Mit 18 Skulpturenplätzen liegt ein weiterer, traditionell wichtiger Fokus auf der dreidimensionalen Kunst. Seit vergangenem Jahr werden die großzügigen Skulpturenplätze in den Hallen und dem Skulpturengarten durch sculpture:spots in den Umläufen ergänzt. Typisch für die art karlsruhe bleibt die zukunftsweisende Kombination verschiedener Kunstepochen, wie die Klassische Moderne und Gegenwartskunst in Halle 1, die Nachkriegsmoderne und Gegenwartskunst in Halle 2 sowie die Zeitgenössische Kunst in der dm-arena.

re:discover und re:frame begegnen Herausforderungen des Kunstmarkts

Dass die art karlsruhe im vergangenen Jahr so starke, positive Resonanz erfahren hat, ist zu einem erheblichen Teil neuen Formaten zu verdanken, die aktuelle Herausforderungen und Fragestellungen der Kunstbranche aufgreifen. Beispielhaft dafür ist re:discover, erstmals 2024 aufgelegt und fokussiert auf noch lebende Künstlerinnen und Künstler, die trotz ihrer hohen, künstlerischen Qualität und ihres kontinuierlichen Kunstschaffens nicht angemessen wahrgenommen werden. Insgesamt 15 Galerien sind in diesem Jahr mit einer re:discover-Position auf der art karlsruhe vertreten.

Ergänzt wird re:discover durch re:frame, das 2025 erstmals aufgelegt wird und einen bestmöglichen Umgang mit den Kunstwerken bereits verstorbener Künstlerinnen und Künstler zeigen und so eindrucksvolle best practice Beispiele darstellen soll. So engagiert sich die Galerie Eric Mouchet aus Paris seit Jahren für den Nachlass von Ella Bergmann-Michel sowie ihres Ehemanns Robert Michel, die SIGHT Galerie aus Offenbach vertritt den Nachlass des Künstlers Johannes Geccelli, dessen Arbeiten zu den zentralen Positionen der deutschen Farbfeldmalerei gehören. Der Nachlass des finnischen Künstlers Pertti Kekarainen wird von der Hannoveraner Galerie Drees betreut.

Einstieg ins Kunstsammeln: Formate bieten niedrigschwelligen Zugang

Für Kunstinteressierte, die den Einstieg in die eigene Kunstsammlung finden wollen, bietet die art karlsruhe ganzheitliche und konkrete Ansätze. Der paper:square in Halle 3 widmet sich künstlerischen Positionen, die sich mit Arbeiten mit und durch Papier auseinandersetzen. „Fragt man etablierte Sammlerinnen und Sammler, ist eine Papierarbeit häufig der erste Kauf, mit dem die eigene Kunstsammlung begonnen wurde“, sagt Olga Blaß. „Um hier niedrigschwellig und fundiert den Zugang zur eigenen Sammlung zu ermöglichen, haben wir den paper:square ergänzt durch den start:block, der erstmals in diesem Jahr entsteht. Hierfür haben wir unsere Galerien explizit gebeten, Werke mitzubringen, die sie für geeignet halten, um den ersten Kunstkauf zu tätigen, und haben eine eindrucksvolle Auswahl erhalten, bei der man sicherlich fündig wird.“ Ebenfalls in Halle 3 entsteht im academy:square eine kuratierte Präsentation von verheißungsvollen Absolventen der drei Kunsthochschulen Baden-Württembergs – der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe und der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Kuratiert durch Elke Buhr, Chefredakteurin des MONOPOL Magazins für Kunst und Leben, werden jungen Talente sichtbar gemacht und können von Ausstellenden und Sammelnden entdeckt werden.

In der kommenden Sonderausstellung präsentiert die art karlsruhe 2025 15 Werke sowie eine architektonische Intervention der Künstlerin Tamina Amadyar im Dialog mit Werken der Städtischen Galerie.
In der kommenden Sonderausstellung präsentiert die art karlsruhe 2025 15 Werke sowie eine architektonische Intervention der Künstlerin Tamina Amadyar im Dialog mit Werken der Städtischen Galerie. (Bildcredit: Ewelina Bialoszewska)

Sonderausstellung zum privaten Sammeln neu gedacht

Ein echtes Highlight der diesjährigen art karlsruhe ist die Sonderausstellung zum privaten Sammeln, in der eine Einzelposition aus der Privatsammlung des Frankfurter Verlegers Christoph Keller präsentiert wird. Kuratiert von Stefanie Patruno, Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe, werden 15 Werke sowie eine architektonische Intervention der Künstlerin Tamina Amadyar im Dialog mit Werken der Städtischen Galerie gezeigt. „Es wird 2025 erstmals eine kuratierte Präsentation im Format ‚Privates Sammeln‘ auf der art karlsruhe geben“, sagt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe. „Das von Stefanie Patruno und Christoph Keller entwickelte Projekt – eine einzelne zeitgenössische Position von Tamina Amadyar - stammt aus einer umfangreichen Sammlung Zeitgenössischer- und Nachkriegskunst, die nie zuvor der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Wir werden also in jeder Hinsicht eine echte Premiere auf der art karlsruhe erleben.“

Die Präsentation auf der art karlsruhe dient als Auftakt und Grundstein für einen weiterführenden Dialog im Rahmen eines neu konzipierten Projektes in der Städtischen Galerie, das zum Ziel hat, eine nachhaltige Basis für den Austausch zwischen privatem Sammeln und öffentlicher Museumsarbeit zu schaffen. „Die art karlsruhe bietet als eine der bedeutendsten Kunstmessen im deutschsprachigen Raum eine ideale Plattform, um die Synergien zwischen öffentlichem Museum und privatem Sammlerengagement einem breiten Publikum zugänglich zu machen“, erklärt Stefanie Patruno. „Hier wird Kunst nicht nur präsentiert, sondern aktiv verhandelt, diskutiert und erlebt. Als dynamischer Marktplatz und kultureller Treffpunkt schafft die Messe einen einzigartigen Raum, in dem künstlerische Positionen, Sammlungen und städtische Institutionen in den Dialog treten können.“

Spannendes Rahmenprogramm

Einen vertieften Einblick in das künstlerische Schaffen Einzelner ermöglichen die One-Artist-Shows – von den Galerien ausgewählte Künstlerinnen und Künstler und deren Arbeiten. Jede One-Artist-Show der Messe ist automatisch für den art karlsruhe Preis nominiert, der am Donnerstag, 20. Februar 2025, um 14:30 Uhr im Rahmen des art:opening von Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, Arne Braun, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Dr. Frank Mentrup Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Stefanie Patruno sowie Olga Blaß und Kristian Jarmuschek feierlich verliehen wird. Auch weitere Preisverleihungen, die im Rahmen der art karlsruhe stattfinden, würdigen das Engagement einzelner Kunstschaffender und Galerien. Der diesjährige Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift etwa geht an die deutsch-schweizerische Künstlerin Ingeborg Lüscher und wird am Donnerstag, 20. Februar, um 17 Uhr in Halle 3 vergeben. Mit dem Loth Skulpturenpreis - gestiftet von der L-Bank - wird die herausragendste Präsentation des sculpture:square ausgezeichnet. Welche Bildhauerin oder Bildhauer den mit 20.000 Euro hochdotierten Preis am Freitag, 21. Februar, um 19 Uhr entgegennehmen darf, wird während der art karlsruhe von einer Fachjury festgelegt.

Auch darüber hinaus gibt es auf der art karlsruhe ein vielfältiges Rahmenprogramm. So bietet die alljährliche Gesprächsreihe ARTIMA art meeting in Halle 2 mit spannenden Vorträgen und Talks zu Kunstproduktion und -rezeption, Kulturpolitik oder auch Marktentwicklungen und vielem mehr vertiefende Einblicke: Hintergrundinformationen zu Nach- und Vorlässen und Wiederentdeckungen am Kunstmarkt oder auch zu der historischen Verantwortung von Kunstvereinen.

Enge Verbundenheit und Zusammenarbeit mit der Stadt

In Halle 3 zeigt sich die enge Partnerschaft und Wechselwirkung der art karlsruhe mit der Stadt einmal mehr. Sukzessive darum bemüht, diese Verbundenheit auszubauen, gelingt dies mit neuen Formaten und Ideen.

Auch seitens der Institutionen ist das Interesse groß, mit Projekten auf der art karlsruhe sichtbar zu sein: Rund 15 städtische Akteure sind in Halle 3 vertreten. Im „Forum Karlsruhe“ präsentiert etwa das ZKM die Arbeit „Kibong Rhee, Bachelor - The Dual Body (2003“) - eine frisch restaurierte poetische Inszenierung, die auf die Sammlung sowie das Thema Restaurierung von Medienkunst hinweist. Aufgebaut ist das Projekt als geschlossene, begehbare Box von etwa 3x3 Metern, in der das Werk - ein Aquarium, in dem sich ein Buch bewegt - inszeniert ist. Ebenfalls ein Highlight ist die Präsentation der UNESCO City of Media Arts: Im Rahmen des Open Calls „The Future is Today“, das die Medienkunst im Zentrum hat und bei dem sich Künstlerinnen und Künstler oder auch Künstlergruppen mit einer Multimedia-Präsentation bewerben können, wurde das Projekt „Shape Shifter“ von Alexandra Besta und Felix Seelos ausgewählt, das speziell für die art karlsruhe entwickelt wurde und erstmals im „Forum Karlsruhe“ öffentlich präsentiert wird. Im Zentrum der Arbeit steht ein Portal – ein Schwellenort zwischen materieller und digitaler Dimension. Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe zeigt eine performative Arbeit der Klasse von Sophie von Hellermann.

Gleichzeitig wird die art karlsruhe auch im Stadtleben erlebbar. Gestalt findet dies beispielsweise am Freitag, 21. Februar, in Projekträumen und Off Spaces mit einem anspruchsvollen Programm unter dem Titel „Kunstrauschen“, bei dem sich Ateliers und Projekträume für Kunstinteressierte öffnen. Am Samstag, 22. Februar, laden die Karlsruher Galerien von 19 bis 22 Uhr zur gallery:night ein. Ein kostenfreier Shuttle-Service der Firma Hirsch Reisen bringt die Gäste an beiden Tagen direkt von der Messe zu den Kunstorten und ermöglicht einen komfortablen Transfer zwischen den Stationen. Am Donnerstag, 20. Februar, ab 21 Uhr findet im Hallenbau des ZKM die große Eröffnungsparty der Messe statt, am Samstagabend die „After Art Party“ im Nachtwerk.

Weitere Informationen finden Sie unter: art-karlsruhe.de, facebook.com/artkarlsruhe, instagram.com/art_karlsruhe, art-karlsruhe.de/linkedin.

2025-02-03
Ingeborg Lüscher erhält auf der art karlsruhe 2025 diesjährigen Hans Platschek Preis

Ingeborg Lüscher nimmt den Preis im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 20. Februar 2025 um 17 Uhr in Halle 3 der art karlsruhe entgegen.

Die Preisträgerin Ingeborg Lüscher.
Die diesjährige Hans Platschek Preisträgerin Ingeborg Lüscher. (Bildcredit: Ingeborg Lüscher/Hans Plaschek Stiftung)

Lüscher und Platschek – zwei Kunstschaffende mit Doppelbegabung

Lüscher, die 1936 in Sachsen geboren wurde und zunächst Schauspiel und Psychologie studiert hat, widmete sich den bildenden Künsten erst ab den siebziger Jahren. Ihre Fotodokumentation des Werks von Armand Schulthess wurde bereits 1972 auf der documenta in Kassel ausgestellt. Inzwischen hat sich ihre Kunst unter anderem auf Film, Malerei und Bildhauerei ausgeweitet.

Werkabbildung Sulphur, glue, sawdust, plaster and wood
Sulphur, glue, sawdust, plaster and wood. (Bildcredit: Ingeborg Lüscher/Hans Platschek Preis)

Lüscher setzt für ihre Arbeiten organische Stoffe ein und verwendet seit Mitte der achtziger Jahre insbesondere Schwefel, dessen Gelb sie oft in eine farbliche Korrespondenz mit einem aus Asche und Acryl gewonnenen Schwarz setzt. Folglich entstehen Bilder dialektischer Herkunft, die sowohl von einer poetisch aufgeladenen als auch einer radikalen Haltung zeugen. Neben ihrer bildenden Kunst ist Lüscher in der Literatur tätig. Diese Doppelbegabung teilt sie mit Hans Platschek.

Über die Jurorin

Ausgewählt wurde Lüscher von Bettina Steinbrügge, Generaldirektorin des Mudam Luxemburg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, die seit 2017 im Vorstand der Hamburger Platschek-Stiftung tätig ist. Steinbrügge wurde vom Vorstand der Stiftung zur diesjährigen Solo-Jurorin des Preises benannt.

Über die Hans Platschek Stiftung

Bereits seit 2008 vergibt die im Jahr 2005 von Kurt Groenewold gegründete Hans Platschek Stiftung jährlich auf der art karlsruhe den Hans Platschek Preis für Kunst und Schrift. Ziel der Stiftung ist die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen bildenden Kunst und die Unterstützung des bildnerischen und kritischen Werks Platscheks. Der 1923 in Berlin geborene und 2000 in Hamburg gestorbene Maler und Schriftsteller zählt zu den Künstlern, die die Kunst nach 1945 in Deutschland stark beeinflusst haben. Platschek, der als Jugendlicher mit seiner Familie aus Nazi-Deutschland nach Südamerika geflohen und kehrte erst in den fünfziger Jahren nach Europa zurück. Sowohl mit seiner Malerei als auch mit seinen Büchern und Aufsätzen sorgte Platschek regelmäßig für Debatten und Diskussionen.

2025-01-22
re:discover und re:frame setzen wichtige Impulse

Erstmals 2024 mit großem Zuspruch präsentiert, geht re:discover 2025 mit spannenden künstlerischen Positionen in die zweite Runde. Ergänzt wird es durch das neue Format re:frame, das die Aufmerksamkeit der Kunstwelt auf Künstlernachlässe lenken soll.

15 jurierte Galerien zeigen re:discover-Positionen

In dem auf Kunstmessen einzigartigen Format re:discover liegt der Fokus auf Künstlerinnen und Künstlern, die trotz der hohen Qualität ihres Werks aktuell nicht die Aufmerksamkeit des Kunstmarktes haben. 15 jurierte Galerien präsentieren jeweils eine künstlerische Position, die nicht die verdiente dauerhafte Sichtbarkeit, Anerkennung und Sammlerschaft erlangen konnte und macht diese für eine breitere Öffentlichkeit wieder sichtbar und wirksam.

Diese nationalen und internationalen Künstler werden im Programm re:discover präsentiert:

  • Jo Winter von der Galerie Z, Stuttgart,
  • Sabine K Braun von der Galerie Claeys, Freiburg,
  • Andrea Eitel von der Galerie Sammlung Amann, Stuttgart,
  • Niko Grindler von der Galerie Imke Valentien, Stuttgart,
  • Guido Kucznierz von der Galerie Alfred Knecht, Karlsruhe,
  • Laszlo Lakner von der Galerie Albert Baumgarten, Freiburg,
  • Beate Christine Winkler von der Galerie EXOgallery, Stuttgart
  • Heike Lydia Grüß von der Galerie Markus Döbele, Dettelbach-Effeldorf,
  • Sabine Herrmann von der Galerie Albrecht, Berlin,
  • Paul Thuile von der Galerie Sturm und Schober, Wien/Stuttgart,
  • Wolfgang Leber von der Galerie Sandau & Leo, Berlin,
  • HELMA Petrick von der Galerie Poll, Berlin,
  • Doris Farklas von der Galerie Erik Bausmann, Halle (Saale),
  • Hans Bohlmann von der Galerie gräfe art.concept, Berlin
  • und Ulrich Baehr von der Galerie Eric Mouchet, Paris/Brüssel.

Eine Bleifstiftzeichnung auf Wand von Paul Thuile.
Paul Thuile, Karthaus, 2019 (Bildcredit: Galeria Sturm und Schober)

Mit dem norditalienischen Künstler Paul Thuile zeigt die Galerie Sturm und Schober aus Wien und Stuttgart eine eindrucksvolle re:discover Position. Seit Jahren freundschaftlich mit dem Künstler verbunden, versucht die Galerie den Blick der Kunstwelt auf die besonderen Qualitäten seiner Arbeit zu lenken. Thuile ist bekannt für seine Zeichnungen auf Papier sowie auf MDF-Platten. Dort bildet er menschliche Lebensräume wie Zimmer, Schreibtische und Treppenhäuser ab. Diese sind dabei meist fragmentarisch und reduziert auf Umrisslinien mit einer leicht vibrierenden Linienführung dargestellt.

Pigmente auf Papier von Sabine Herrmann.
Sabine Herrmann, bipolar, 2020 (Bildcredit: Galerie Albrecht)

Konstant darum bemüht, insbesondere weibliche Positionen vermehrt in den Vordergrund zu stellen, zeigt die Galerie Albrecht auf der art karlsruhe Werke der Berliner Künstlerin Sabine Herrmann. „Leider haben viele Künstlerinnen nicht die gleiche Wertschätzung erfahren, wie ihre männlichen Kollegen“, erklärt Galeristin Susanne Albrecht. „Ihr Werk wurde regelmäßig unterschätzt und erfuhr wenig Sichtbarkeit. So wurden ihre Arbeiten – wenn sie doch einmal den Weg ins Museum gefunden hatten - in der Regel im Depot verwahrt und nicht öffentlich zugänglich gemacht. Dies ändert sich erst in jüngster Zeit allmählich und diese Entwicklung möchten wir unterstützen – nicht zuletzt mit unserer Präsentation auf der art karlsruhe.“ Kennzeichnend für Sabine Herrmanns Werke sind expressive breite Pinselschwünge, aber auch feine expressive Bleistiftzeichnungen. Aufgewachsen im Osten des geteilten Berlins, ist ihre Arbeit von den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der 80er Jahre geprägt.

re:discover ensteht mit einer Förderung von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) und in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG).

Weitere Informationen zu den teilnehmenden Galerien sowie den Künstlerinnen und Künstlern 2025 gibt es unter Rediscover | Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst.

Umgang mit Nachlässen - re:frame zeigt best practice Beispiele

Eine der großen Herausforderungen des Kunstmarktes wird in den kommenden Jahren der Umgang mit künstlerischen Nachlässen sein. Um hier neue Akzente zu setzen, entwickelte die art karlsruhe das Format re:frame. „Nachlassverwalter und Erben stehen oftmals vor der Herausforderung, nicht zu wissen, wie mit dem Vor- oder Nachlass von Künstlern am sinnvollsten umzugehen ist“, erklärt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe. „Dass es hier Handlungsbedarf gibt, wird uns im Austausch mit der Kunstwelt konstant gespiegelt. Dieser Problematik schaffen wir Abhilfe, indem wir auf der art karlsruhe zeigen, wie Galerien einen bestmöglichen Umgang mit Nachlässen finden - also eindrucksvolle best practice Beispiele darstellen.“ So engagiert sich die Galerie Eric Mouchet aus Paris seit Jahren für den Nachlass von Ella Bergmann-Michel, sowie ihres Ehemanns Robert Michel, um die als eine der bedeutendsten und originellsten Künstlerinnen der deutschen Avantgarde des 20. Jahrhunderts geltende Position noch stärker in das Bewusstsein der Kunstwelt zu rücken. Die SIGHT Galerie aus Offenbach vertritt den Nachlass des Künstlers Johannes Geccelli, dessen Arbeiten zu den zentralen Positionen der deutschen Farbfeldmalerei gehören und eine ausgeprägte Sensibilität für das Zusammenspiel von Fläche, Zeit und Farbe zeigen. Der Nachlass des finnischen Künstlers Pertti Kekarainen wird von der Hannoveraner Galerie Drees betreut. Kekarainen setzte sich als Vertreter der „Helsinki School“ in seinen fotografischen Werken eindrucksvoll mit Raum- und Lichtebenen auseinander.

Über die art karlsruhe 2025

Mit ihrer 22. Ausgabe lädt die art karlsruhe, Messe für – Klassische Moderne und Gegenwartskunst vom 20. bis 23. Februar die internationale Kunstwelt in die Fächerstadt ein. Rund 180 Ausstellende bilden in den vier Hallen der Messe Karlsruhe 120 Jahre Kunstgeschichte ab - von der Klassischen Moderne über die Konkrete Kunst und die Pop Art bis hin zur Zeitgenössischen Kunst. Seit jeher ein Markenkern der Messe, spielt die Skulptur auch 2025 wieder eine zentrale Rolle.

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2024-12-20
Sonderausstellung zum privaten Sammeln auf der art karlsruhe 2025 neu gedacht: Kuratorin Stefanie Patruno, Städtische Galerie Karlsruhe, im Dialog mit der Sammlung Christoph Keller

In ihrer kommenden Sonderausstellung präsentiert die art karlsruhe 2025 eine Einzelposition aus der Privatsammlung des Frankfurter Verlegers Christoph Keller.

Der Frankfurter Sammler und Verleger Christoph Keller I Fotocredit: Christoph Keller/Städtische Galerie Karlsruhe
Der Frankfurter Sammler und Verleger Christoph Keller I Fotocredit: Christoph Keller/Städtische Galerie Karlsruhe

Kuratiert von Stefanie Patruno, Direktorin der Städtischen Galerie Karlsruhe, werden 15 Werke sowie eine architektonische Intervention der Künstlerin Tamina Amadyar im Dialog mit Werken der Städtischen Galerie gezeigt. „Es wird 2025 erstmals eine kuratierte Präsentation im Format ‚Privates Sammeln‘ auf der art karlsruhe geben“, sagt Olga Blaß, Projektleiterin der art karlsruhe. „Das von Stefanie Patruno und Christoph Keller entwickelte Projekt – eine einzelne zeitgenössische Position von Tamina Amadyar - stammt aus einer umfangreichen Sammlung Zeitgenössischer- und Nachkriegskunst, die nie zuvor der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Wir werden also in jeder Hinsicht eine echte Premiere auf der art karlsruhe erleben.“

Den Impuls der art karlsruhe hinsichtlich der Ausgestaltung der Sonderausstellung nahm Stefanie Patruno zum Anlass diese erstmalige Form der Verrnetzung mit einem privaten Sammler anzustoßen. Die Sonderausstellung dient als Auftakt und Grundstein für einen weiterführenden Dialog im Rahmen eines neu konzipierten Projektes in der Städtischen Galerie, das zum Ziel hat, eine nachhaltige Basis für den Austausch zwischen privatem Sammeln und öffentlicher Museumsarbeit zu schaffen. Auf der art karlsruhe können sich Besuchende einen Eindruck von dieser Premiere machen. „Die art karlsruhe bietet als eine der bedeutendsten Kunstmessen im deutschsprachigen Raum eine ideale Plattform, um die Synergien zwischen öffentlichem Museum und privatem Sammlerengagement einem breiten Publikum zugänglich zu machen“, erklärt Stefanie Patruno. „Hier wird Kunst nicht nur präsentiert, sondern aktiv verhandelt, diskutiert und erlebt. Als dynamischer Marktplatz und kultureller Treffpunkt schafft die Messe einen einzigartigen Raum, in dem künstlerische Positionen, Sammlungen und städtische Institutionen in den Dialog treten können.“

Würdigung für privates Engagement

Künstlerin Tamina Amadyar I Fotocredit: Ewelina Bialoszewska
Künstlerin Tamina Amadyar I Fotocredit: Ewelina Bialoszewska

Seit ihrer Gründung 2004 werden auf der art karlsruhe in einer Sonderausstellung renommierte Sammlungen präsentiert und das private Engagement der Sammlerinnen und Sammler gewürdigt. In 2025 wird dieses Format neu gedacht.

„In einem Umfeld, wie hier in Baden-Württemberg, in dem es zahlreiche private Kunstsammlungen gibt, wollen wir künftig eine ganz eigene, zeitgenössische Perspektive auf diese Sammlungen präsentieren, indem wir jungen Kuratorinnen und Kuratoren die Möglichkeit geben, ihren Blick auf und ihre Fragen an diese gesammelten Kunstwerke zu richten“, sagt Kristian Jarmuschek, Vorsitzender des Beirats der art karlsruhe. „Was nicht weniger wichtig ist: hinter jeder Sammlung, wie der von Christoph Keller, verbirgt sich eine Leidenschaft, in die wir mit unserer Sonderausstellung einen vertieften Einblick gewähren dürfen und sie so würdigen können.“ Keller selbst hat an der Karlsruher Hochschule für Gestaltung studiert und bereits im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe Ausstellungen kuratiert. Für die Sonderausstellung hat er sich zusammen mit Stefanie Patruno für die Präsentation der aus Kabul stammenden, seit den 1990er-Jahren in Deutschland lebenden Künstlerin Tamina Amadyar (*1989) entschieden, die zwischen 2018 und 2020 als Gastprofessorin für Malerei an der Kunstakademie Karlsruhe lehrte.

Amadyar hat sich mit ihrer einzigartigen Verbindung von Farbe, Raum und persönlichen Erinnerungen international einen Namen gemacht. 2021 wurde ihr Werk in der Karlsruher Galerie Meyer Riegger, die ebenfalls 2025 auf der art karlsruhe vertreten sein wird, in einer Einzelausstellung präsentiert. Aktuell lehrt sie an der Universität der Künste in Berlin.

Die Sonderausstellung auf der art karlsruhe mit Arbeiten von Tamina Amadyar aus der Sammlung Christoph Keller, im Zusammenspiel mit Werken der Städtischen Galerie, kuratiert von Stefanie Patruno, ist vom 20. bis 23. Februar in Halle 3 zu sehen.

2024-12-06
art karlsruhe 2025: 187 Galerien aus 16 Ländern, Zuwachs aus dem Rheinland

Die ausstellenden Galerien, von denen knapp 30 Prozent aus dem näheren und weiteren Ausland anreisen, zeigen in vier Hallen das Spektrum künstlerischer Perspektiven - von der Klassischen Moderne über die Konkrete Kunst und die Pop Art bis hin zur Zeitgenössischen Kunst. Die konzeptionellen Veränderungen unter der Doppelspitze aus Olga Blaß und Kristian Jarmuschek, die 2025 weiterentwickelt werden, werden durch wiederkehrende Galerien bestätigt und haben Neuausstellende, viele aus dem Rheinland, neugierig gemacht.

Von Klassischer Moderne bis Pop Art: Feste Größen der art karlsruhe

Die Klassische Moderne ist ein wesentlicher Bestandteil der art karlsruhe. Rund zwei Dutzend der etwa 180 Ausstellerinnen und Aussteller planen, Arbeiten der Klassischen Moderne zu zeigen. Dabei gehören Marc Chagall, Salvador Dali, Lyonel Feininger, Joan Miró und Pablo Picasso zu den Klassikern, die am häufigsten vertreten sind. Galerien wie Jeanne (München), Koch (Hannover), Koch-Westenhoff (Lübeck), Ludorff (Düsseldorf), Raphael (Frankfurt am Main), Rudolf (Kampen/Sylt), Schwarzer (Düsseldorf) und Rotermund (Hamburg) überraschen mit sorgsam ausgewählten Bildern von George Braque, Otto Dix, Max Ernst, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Henri Matisse, Emil Nolde und Anderen. Aus dem internationalen Raum verstärken Cortina (Barcelona), De Zutter (Knokke), Gilden’s Art (London), Kroken (Höganäs), Mollbrinks Gallery (Uppsala), Schanewald (Toulouse) und WOS (Zürich) das Angebot im Bereich der Klassischen Moderne.

Allein fünf Galerien nehmen den 30. Todestag des amerikanischen Malers Sam Francis zum Anlass, die teils von Claude Monet beeinflussten farbintensiven Kompositionen des amerikanischen Künstlers zu präsentieren. Ebenso zeigen Galerien wie Luzán (Berlin) und Schlichtenmaier (Grafenau) anlässlich des 70. Todestags von Willi Baumeister Werke des Stuttgarter Künstlers.

Arbeiten des bald 85-jährigen Imi Knöbel werden von allein vier Galerien (u. A. Edouard Simoens, Knokke/Belgien und Fetzer, Sontheim) gezeigt. Auch die ZERO-Künstler Heinz Mack und Günther Uecker sind stark vertreten und belegen das anhaltende Interesse an der Kunst der ausgehenden 1950er und frühen 60er Jahre. Eher strenge, minimalistische Werke sind bei Galerien wie Bender (München), Geiger (Konstanz), Koch (Hannover), Luzán (Berlin), Roy (Felanitx/Mallorca), Heike Strelow (Frankfurt am Main) und van der Koelen (Mainz/Venedig) zu finden.

Wichtige Protagonisten der amerikanischen Pop Art wie Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Andy Warhol und Tom Wesselmann sind etwa bei Benden & Ackermann (Düsseldorf) und Cortina (Barcelona) zu finden.

Zuwachs aus dem Rheinland: Gegenwarts- und Zeitgenössische Kunst

Die art karlsruhe freut sich im kommenden Jahr über neuen Zuspruch aus dem Rheinland. Cosar und Petra Rinck (beide Düsseldorf) werden nach ihrem Auftritt auf der art karlsruhe 2024 jetzt von Thomas Rehbein, Martin Kudlek, Anke Schmidt (alle Köln) und Setareh (Düsseldorf) begleitet. Auch die Galerie Löhrl (Mönchengladbach) kehrt in diesem Jahr nach Karlsruhe zurück. International agierende Galerien ergänzen mit ihrem qualitätsvollen Programm der Gegenwarts- und Zeitgenössischen Kunst das Portfolio der art karlsruhe.

Unter den Neuzugängen der kommenden Ausgabe befindet sich unter anderem ASPN aus Leipzig, deren Galeristin Arne Linde seit diesem Jahr dem Beirat der art karlsruhe angehört, sowie die Berliner Galerie Taubert Contemporary.

Nach ihrem Debut 2024 nehmen auch die Galerien Nanna Preußners (Hamburg) und Schlieder Contemporary (Frankfurt) wieder an der art karlsruhe teil. Die aktuellsten Positionen lassen sich unter anderem bei den new:comer-Galerien Laetitia Gorsy aus Leipzig und PAW aus Karlsruhe entdecken. Das Spektrum der Galerien aus Karlsruhe spannt sich über Meyer Riegger, Burster und Yvonne Hohner.

Auch das Format „friends“ wird erneut gut angenommen. Zehn Galerien präsentieren sich 2025 gemeinsam auf einem Stand mit einer befreundeten Galerie. Die Kölner Galerie Martin Kudlek hat die Londoner Galerie Patrick Heide eingeladen, die DavisKlemmGallery (Wiesbaden) bringt die Micheko Galerie (München) mit, und Sievi (Berlin) die ebenfalls in Berlin ansässige BBA Galerie.

Skulpturen auf der art karlsruhe

Seit der ersten Ausgabe bilden Skulpturenplätze einen Schwerpunkt auf der art karlsruhe – 10 x 10 m große Flächen, auf denen Bildhauer in größerem Umfang vorgestellt werden. 2025 bespielen insgesamt 18 Galerien in den Hallen 1, 2 und der dm-arena einen der Skulpturenplätze. Ein besonders aufwändiges Skulpturenprojekt in diesem Jahr plant die Galerie Eric Mouchet aus Paris.

Konstruktive Balanceakte von Jörg Wiele (Schrade, Mochental) finden sich neben Holzkonstruktionen von Stephan Wurmer (Fenna Wehlau, München) und Autoskulpturen von Stephan Rohrer (Scheffel, Bad Homburg), die an überdimensionierte Sprengzeichnungen erinnern. Aus diesen 18 Positionen wählt eine unabhängige Jury den Preisträger des Loth Skulpturenplatzpreises – gestiftet von der L-Bank – aus, der neben einem Preisgeld in Höhe von 20 000 Euro, das sich Künstler und Galerist teilen, auch ein Originalkunstwerk des Karlsruher Bildhauers aus dessen Nachlass beinhaltet.

Seit dem vergangenen Jahr beleben die Skulpturenspots die Hallen-Umgänge und geben den Galerien die Möglichkeit, damit auf überzeugende Einzelpositionen hinzuweisen. Darunter finden sich Künstler wie Andreas Blank, Matthias Dämpfle, Christiane Erdmann und Joachim Röderer.

Galerien, wie etwa Berengo (Venedig) und Geißler-Bentler (Bonn) präsentieren Bildhauerpositionen, zum Beispiel von Ai Weiwei, Tony Cragg, Stephan Balkenhol bis Joana Vasconcelos, ebenso wie Erwin Wurm oder der erst kürzlich verstorbene Daniel Spoerri.

Das hochkarätige Teilnehmerfeld verspricht in seiner der art karlsruhe typischen, dialogischen Komposition einen herausragenden Start ins neue Kunstmessejahr 2025.

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2024-11-25
art karlsruhe mit neuem Corporate Design: Lebendiger, prägnanter, wandlungsfähig

Ähnlich, wie bei der erfolgreichen Neuausrichtung der Messe in diesem Jahr unter der Präambel „Evolution statt Revolution“, präsentiert sich diese nun mit einem rundum erneuerten Erscheinungsbild. Gemeinsam mit der in der Kunstszene bekannten Agentur Independent Collectors wurde über Farben, Logo, Schriftart, Bildsprache und Gestaltungselemente diskutiert und ausgehend vom Vorhandenen ein ganzheitliches und über sämtliche Kommunikationskanäle hinweg funktionierendes Corporate Design entwickelt.

Nachdem die konzeptionelle Neuausrichtung der art karlsruhe 2024 unter der neuen Doppelspitze aus Projektleiterin Olga Blaß und dem Beiratsvorsitzenden Kristian Jarmuschek großen Anklang fand, spiegelt sich diese Weiterentwicklung nun auch visuell wider. In diesem Sinne knüpft die art karlsruhe an bewährte Ursprünge an, und geht dennoch neue Wege: „Die art karlsruhe fußt auf einem soliden Fundament, das sich über 20 Jahre entwickelt hat,“ sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. „Es ist uns ein Anliegen, dieser Herkunft treu zu bleiben – ohne die Zukunft dabei aus den Augen zu verlieren. So wollen wir auf unseren Stärken aufbauen, und gleichzeitig in Bewegung und neugierig auf das Kommende sein. Das neue Corporate Design bildet genau dieses Mindset perfekt ab.“ Kristian Jarmuschek ergänzt: „Mit unserem neuen Erscheinungsbild geben wir der art karlsruhe eine visuelle Identität, die unsere inhaltliche Weiterentwicklung unterstreicht und widerspiegelt.“

In Bewegung bleiben – auch gestalterisch

In einem Entwicklungsprozess in regem Austausch mit den Akteuren des Kunstmarktes, begleitet vom Beirat der art karlsruhe und in einem sorgfältigen Auswahlverfahren, wurde das erneuerte Erscheinungsbild in Zusammenarbeit mit der Berliner Design Agentur Independent Collectors entwickelt. Es reflektiert, was Kunst und damit die art karlsruhe kann: Neugierde wecken, anregen und inspirieren. „Nach 20 Jahren unter markant rot-gelber Flagge – den badischen Farben – setzen in Zukunft ebenjene Farben die Klammer um einen Farbverlauf, der einerseits einen Zeitstrahl ‘von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst‘ symbolisiert, andererseits aber auch für die Transformation der art karlsruhe steht und sich mit ihr weiter entwickeln kann“, erklärt Projektleiterin Olga Blaß. „Ergänzt werden die Markenfarben durch ein Text-Logo, das in Format und Farbe auf alle Anforderungen der heutigen, meist digitalen Welt, reagieren kann. Ein Blur-Effekt, den wir immer wieder anders erleben werden, macht uns darauf aufmerksam, genauer hinzuschauen, vielleicht auch einen Schritt zurück- oder näher heranzutreten, um ähnlich, wie bei der Betrachtung von Kunst, auch mal die Perspektive zu wechseln.“ Die eigens angepasste Schriftart erscheint modern und klar, aber gleichzeitig wertig und elegant. Ob für klassische Medien, Broschüren, Webseite oder sonstige digitale Medien – das neue Corporate Design erscheint ab sofort flächendeckend überall dort, wo die art karlsruhe sichtbar ist.

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Das neue Logo der art karlsruhe.